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GTA 6 wird immer extremer, Wolverine spaltet die Presse und PHYSINT wechselt zu Xbox

GTA 6 bekommt immer mehr Systeme, Marvel’s Wolverine sorgt mit überraschend gemischten Wertungen für Diskussionen und ausgerechnet Hideo Kojimas ursprünglich für PlayStation angekündigtes PHYSINT wird künftig von Xbox veröffentlicht. Als wäre das nicht genug, hat Blizzard auf der BlizzCon 2026 gleich Diablo V, einen neuen StarCraft-Shooter und weitere große Projekte vorgestellt. Die Gaming-Woche hatte damit deutlich mehr zu bieten als nur eine große Schlagzeile.

Eigentlich könnte man inzwischen fast jeden Wochenrückblick mit GTA 6 beginnen.

Rockstar Games schafft es weiterhin, beinahe täglich neue Details zu seinem kommenden Open-World-Spiel nachzuliefern. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Grafik, Autos oder die Größe von Vice City. Immer deutlicher wird, wie stark GTA 6 auf eine Welt setzt, die auf Jason und Lucia sowie deren Verhalten reagieren soll.

Gleichzeitig steht mit Marvel’s Wolverine eines der wichtigsten PlayStation-Spiele des Jahres unmittelbar vor der Veröffentlichung. Die ersten Tests fallen allerdings deutlich weniger eindeutig aus, als viele nach den vergangenen Insomniac-Spielen erwartet hatten.

Die vielleicht größte Überraschung der Woche kommt trotzdem von Hideo Kojima: PHYSINT ist kein PlayStation-Projekt mehr. Xbox übernimmt die Veröffentlichung.

Und dann wäre da noch Blizzard, das auf der BlizzCon offenbar beschlossen hat, innerhalb weniger Stunden genug Spiele für die kommenden Jahre anzukündigen.

GTA 6 merkt sich offenbar, was für ein Krimineller ihr seid

Dass die Welt von GTA 6 umfangreicher und detaillierter als GTA 5 werden soll, dürfte inzwischen niemanden mehr überraschen.

Spannender sind die Systeme hinter dieser Welt.

Neue Einblicke deuten darauf hin, dass GTA 6 nicht einfach registriert, dass Jason oder Lucia ein Verbrechen begehen, sondern auch stärker darauf achtet, wie sie dabei vorgehen.

Im Mittelpunkt steht ein sogenanntes Criminal Profile.

Dieses System erinnert zunächst ein wenig an die Ehre aus Red Dead Redemption 2, soll Spieler aber offenbar nicht einfach in „gut“ oder „böse“ einteilen. Schließlich wäre ein Moralsystem, das einem GTA-Spieler erklärt, dass Bankraub möglicherweise nicht besonders nett ist, auch etwas merkwürdig.

Stattdessen scheint Rockstar unterschiedliche Verhaltensweisen zu erfassen.

Wer einen Überfall vergleichsweise kontrolliert durchzieht und unnötige Gewalt vermeidet, könnte von der Welt anders wahrgenommen werden als jemand, der jeden Ladenbesuch in einen kleinen Bürgerkrieg verwandelt.

Wir haben das System bereits ausführlicher in unserem Artikel GTA 6 merkt sich offenbar, wie ihr Verbrechen begeht eingeordnet.

Wie weit diese Unterschiede tatsächlich gehen, ist noch offen.

Denkbar wären veränderte Reaktionen von NPCs, Kontakten oder Gegnern. Ob das Criminal Profile sogar Storyelemente oder das Ende beeinflussen kann, wurde bislang nicht bestätigt.

Interessant ist der Ansatz trotzdem.

Rockstar scheint GTA 6 damit nicht weniger chaotisch machen zu wollen. Das Spiel soll lediglich besser verstehen, welche Art von Chaos der Spieler gerade veranstaltet.

Selbst mit einem Gewehr durch Vice City laufen wird komplizierter

Dazu passt auch das neue Waffensystem.

In GTA 5 konnten Michael, Franklin und Trevor praktisch ein komplettes Waffenlager unsichtbar mit sich herumtragen.

Pistolen, Sturmgewehre, Raketenwerfer – irgendwo in der Hosentasche war offenbar immer noch Platz.

GTA 6 soll hier deutlich realistischer werden.

Jason und Lucia können kleinere Waffen weiterhin verdeckt tragen. Größere Gewehre sind dagegen sichtbar und die Umgebung reagiert darauf.

Wer mit einer Langwaffe auf dem Rücken unterwegs ist, löst nicht automatisch Panik aus. Wer allerdings mit einem Gewehr in der Hand durch eine volle Straße läuft, kann Passanten nervös machen und Aufmerksamkeit erzeugen.

Mehr dazu findet ihr in unserem Beitrag GTA 6 macht Waffen plötzlich zum Risiko und selbst Passanten reagieren.

Grundsätzlich gefällt mir die Idee.

Eine glaubwürdige Spielwelt funktioniert schließlich nur bedingt, wenn ein Passant mit seinem Kaffee vollkommen entspannt neben Jason steht, während dieser mit einem Sturmgewehr durch die Innenstadt marschiert.

Trotzdem bleibt bei all diesen Systemen dieselbe Frage, die uns schon beim Schlaf-, Trainings- und Ernährungssystem beschäftigt hat:

Wann wird aus zusätzlicher Immersion zusätzliche Arbeit?

GTA soll eine glaubwürdige Welt besitzen. Aber GTA sollte auch weiterhin ein Spiel bleiben, in dem Chaos, Freiheit und völliger Blödsinn funktionieren.

Wenn ich irgendwann noch einen Waffenschein beantragen, Jason ausreichend schlafen lassen und vor einer Mission prüfen muss, ob er sein Gemüse gegessen hat, wäre mir der Realismus möglicherweise etwas zu konsequent.

GTA 6 erzählt seine Geschichte tatsächlich in Kapiteln

Eine weitere inzwischen deutlich besser abgesicherte Information betrifft die Struktur der Kampagne.

GTA 6 besitzt Kapitel.

Rockstar hatte darauf bereits in den Informationen zu den unterschiedlichen Editionen hingewiesen. Bestimmte Bonusgegenstände sollen während der Geschichte nach und nach mit neuen Kapiteln freigeschaltet werden.

Wie viele Kapitel es gibt, wissen wir allerdings weiterhin nicht.

Genau hier sollte man zwischen bestätigten Informationen und älteren Leaks unterscheiden.

Im Netz kursierten bereits verschiedene Angaben zur angeblichen Zahl der Kapitel oder zur genauen Missionsstruktur. Rockstar hat bislang aber weder eine vollständige Kapitelliste noch die Anzahl der Storyabschnitte veröffentlicht.

Einen wesentlich größeren Überblick über die bislang bekannten Mechaniken findet ihr in unserer großen GTA-6-Preview mit allen wichtigen Informationen zu Jason, Lucia, Leonida und dem Gameplay.

Die Kapitelstruktur selbst ist für Rockstar nicht neu.

Red Dead Redemption 2 nutzte ebenfalls klar voneinander getrennte Storyabschnitte, die teilweise mit Veränderungen der Spielwelt und neuen Regionen verbunden waren.

Ob GTA 6 ähnlich funktioniert, bleibt abzuwarten.

Gerade bei Jason und Lucia könnte die Struktur aber gut passen. Ihre Geschichte beginnt in den Leonida Keys und entwickelt sich anschließend zu einer deutlich größeren kriminellen Verschwörung. Kapitel könnten dabei unterschiedliche Phasen ihres gemeinsamen Aufstiegs markieren.

Ist das die Collector’s Edition von GTA 6?

Natürlich darf bei GTA 6 auch ein klassisches Gerücht nicht fehlen.

Im Netz sind Fotos einer auffällig großen schwarzen Box aufgetaucht. Darauf befinden sich unter anderem das GTA-6-Logo sowie die Bezeichnung „Vice City Leonida“.

Schnell entstand die Vermutung, dass erstmals die Collector’s Edition von GTA 6 zu sehen sein könnte.

Das Problem:

Rockstar Games hat bislang überhaupt keine Collector’s Edition angekündigt.

Offiziell bekannt sind andere Editionen des Spiels, aber keine entsprechende große Sammlerbox.

Die Bilder und alle bisherigen Informationen haben wir hier zusammengetragen: GTA 6 Collector’s Edition plötzlich wieder Thema – diese riesige Box sorgt für Fragen.

Die Box könnte durchaus etwas mit Rockstar zu tun haben.

Sie könnte aber genauso gut für Presse, Influencer, Marketingpartner oder eine andere Werbeaktion produziert worden sein.

Deshalb gilt momentan:

Noch nicht das Sparschwein schlachten.

Bei einem Spiel wie GTA 6 wäre eine teure Collector’s Edition alles andere als überraschend. Solange Rockstar sie allerdings nicht offiziell vorstellt, bleibt genau das Spekulation.

Bei Rockstar reichen normale Leaks inzwischen offenbar nicht mehr

Fast absurder ist eine Geschichte, die eigentlich weniger über GTA 6 selbst und mehr über das gigantische Interesse rund um das Spiel erzählt.

Rockstar Games befindet sich derzeit in einem Arbeitsgerichtsverfahren mit ehemaligen Mitarbeitern. Im Zuge dieses Verfahrens beschrieb das Unternehmen auch, mit welchen Sicherheitsproblemen die Studios in den vergangenen Jahren konfrontiert gewesen seien.

Rockstar zufolge wurden sogar Drohnen eingesetzt, um durch Fenster der Büros zu fotografieren.

Das Unternehmen habe daraufhin Sichtschutzfolien an Gebäuden angebracht.

Zusätzlich berichtete Rockstar von Angriffen auf seine Systeme und Erpressungsversuchen im Zusammenhang mit gestohlenen beziehungsweise geleakten Informationen.

Wichtig ist dabei die Einordnung:

Diese Angaben stammen aus Rockstars Darstellung innerhalb eines noch laufenden Gerichtsverfahrens. Sie sind nicht automatisch als abschließende gerichtliche Feststellung zu verstehen.

Trotzdem zeigt die Geschichte, welchen Stellenwert Informationen über GTA 6 inzwischen besitzen.

Rockstar hat bereits einen der größten Spiele-Leaks der vergangenen Jahre hinter sich. Unfertiges Material von GTA 6 landete lange vor der offiziellen Präsentation öffentlich im Netz.

Bei vielen Spielen besteht Leak-Schutz darin, Testversionen sorgfältig zu verteilen und Mitarbeitern Verschwiegenheitserklärungen vorzulegen.

Bei GTA 6 sind wir inzwischen offenbar bei Drohnen vor Bürofenstern angekommen.

Viel verrückter kann die Geschichte bis zum 19. November eigentlich kaum noch werden.

Wobei man das bei GTA 6 wahrscheinlich besser nicht zu laut sagen sollte.

Marvel’s Wolverine wird kein neuer 90er-Metacritic-Hit

Von Rockstar geht es zu einem Spiel, das bereits unmittelbar vor dem Release steht.

Marvel’s Wolverine erscheint am 15. September exklusiv für die PlayStation 5.

Seit dem Fall des Review-Embargos wissen wir auch, wie die internationale Presse das neue Insomniac-Spiel einschätzt.

Und das Ergebnis fällt deutlich gemischter aus als bei den letzten großen Produktionen des Studios.

Zum Start der Wertungen lag Marvel’s Wolverine bei 77 Punkten auf Metacritic. Mit weiteren Reviews bewegte sich der Wert anschließend bei ungefähr 78 Punkten.

Das ist keineswegs eine katastrophale Bewertung.

Für Insomniac Games fällt sie trotzdem auf.

Marvel’s Spider-Man erreichte 87 Punkte, Miles Morales kam auf 85, Ratchet & Clank: Rift Apart auf 88 und Marvel’s Spider-Man 2 sogar auf 90.

Wolverine liegt damit sichtbar darunter.

Wir haben die internationale Resonanz bereits ausführlich unter Marvel’s Wolverine überrascht bei Metacritic mit schwächeren Wertungen als erwartet zusammengefasst.

Interessant ist dabei weniger die nackte Zahl als die ungewöhnlich große Spannweite der Meinungen.

Logan überzeugt – beim eigentlichen Spiel gehen die Meinungen auseinander

Fast überall gelobt werden die Darstellung von Logan, die brutale Inszenierung und die technische Präsentation.

Insomniac hat sichtbar verstanden, dass Wolverine kein Spider-Man mit Klauen sein darf.

Die Kämpfe sind härter, direkter und wesentlich brutaler. Logan steckt Treffer ein, teilt entsprechend aus und bewegt sich vollkommen anders als Peter Parker oder Miles Morales.

Genau bei diesen Kämpfen setzt allerdings auch ein Teil der Kritik an.

Einige Tester bemängeln, dass das Kampfsystem seine wichtigsten Möglichkeiten vergleichsweise früh offenlegt. Dazu kommen Kritik an der Gegnerabwechslung sowie an einer Struktur, die wesentlich geradliniger ausfällt als bei Spider-Man.

Und genau das deckt sich ziemlich gut mit unserem eigenen Eindruck.

Unseren vollständigen Test findet ihr hier: Marvel’s Wolverine im Test – brutal, stark inszeniert, aber spielerisch zu zahm.

Wolverine ist kein schlechtes Spiel.

Eine Wertung um 78 bedeutet schließlich nicht plötzlich, dass Insomniac eine Katastrophe veröffentlicht.

Die Erwartungen waren nur enorm.

Nach Spider-Man 2 und den bisherigen Produktionen des Studios galt Wolverine für viele praktisch schon vor dem ersten Test als sicherer Kandidat für Wertungen deutlich über 80.

Genau deshalb fällt eine 77 oder 78 stärker auf als bei einem Spiel, an das vorher niemand entsprechende Erwartungen gestellt hat.

Am 15. September können sich Spieler nun selbst ein Bild machen.

Und möglicherweise wird Wolverine einer dieser Titel, bei denen die Community deutlich anders urteilt als Teile der Fachpresse.

Sony steigt bei PHYSINT aus – Xbox übernimmt

Die für mich ungewöhnlichste Geschichte der Woche betrifft allerdings PHYSINT.

Das Action-Spionagespiel von Hideo Kojima wurde Anfang 2024 noch groß als Zusammenarbeit zwischen Kojima Productions und Sony Interactive Entertainment angekündigt.

Für Kojima sollte das Projekt eine Rückkehr in jenes Genre werden, mit dem sein Name seit Jahrzehnten verbunden ist.

Action. Spionage. Filmische Präsentation.

Ein Projekt, das auf einer State of Play vorgestellt wurde und wie ein langfristiges Prestigeprojekt für PlayStation wirkte.

Diese Zusammenarbeit ist vorbei.

Nach Angaben Kojimas hatte PlayStation Studios seinem Unternehmen bereits im Juni mitgeteilt, PHYSINT in dieser Form beenden zu wollen.

Kojima Productions wollte das Projekt allerdings nicht aufgeben und suchte nach einem neuen Partner.

Den hat man inzwischen gefunden:

Xbox übernimmt PHYSINT.

Die komplette Geschichte haben wir in unserem Artikel Sony wollte PHYSINT stoppen – jetzt übernimmt Xbox Kojimas neues Spiel zusammengefasst.

Für PlayStation ist das zumindest nach außen ein bemerkenswerter Vorgang.

Sony kündigt ein neues Kojima-Projekt auf der eigenen Präsentation an – und einige Jahre später wird genau dieses Spiel von Microsoft veröffentlicht.

Das hätte vermutlich kaum jemand erwartet.

Warum hat Sony PHYSINT aufgegeben?

Offiziell halten sich beide Seiten mit den Gründen zurück.

Sony spricht von einer schwierigen Entscheidung, sich aus der Zusammenarbeit zurückzuziehen, und betont weiterhin den Respekt gegenüber Hideo Kojima und seinem Studio.

Kojima wiederum erklärte, dass man nach der Entscheidung Sonys bewusst nach einer Möglichkeit gesucht habe, PHYSINT trotzdem weiterzuentwickeln.

Zusätzliche Hintergründe liefert ein Bericht von Bloomberg.

Demnach soll das Projekt interne Entwicklungsziele verpasst haben. Gleichzeitig seien die erwarteten Kosten gestiegen und Sony habe Zweifel daran gehabt, ob das wirtschaftliche Risiko noch im richtigen Verhältnis zum möglichen Erfolg stehe.

Diese Informationen sind nicht offiziell von Sony oder Kojima Productions bestätigt.

Wir haben die Hintergründe deshalb gesondert unter Darum soll Sony PHYSINT wirklich fallen gelassen haben eingeordnet.

Sollten die Berichte zutreffen, kann man Sonys Entscheidung zumindest wirtschaftlich nachvollziehen.

AAA-Produktionen werden immer teurer.

Wenn Deadlines verpasst werden, Budgets weiter steigen und gleichzeitig unklar ist, wie groß das wirtschaftliche Potenzial eines Projekts tatsächlich wird, muss auch ein Unternehmen wie Sony irgendwann entscheiden, ob es weitere hunderte Millionen investieren möchte.

Trotzdem bleibt der Eindruck nach außen schwierig.

PHYSINT war kein kleines unangekündigtes Projekt, das irgendwo intern eingestellt wurde.

Sony hatte das Spiel selbst gemeinsam mit Kojima angekündigt.

Dass nun ausgerechnet Xbox einspringt, macht die Geschichte entsprechend auffällig.

Kojimas Beziehung zu Xbox wird damit deutlich wichtiger

Microsoft arbeitet bereits bei OD mit Kojima Productions zusammen.

Mit PHYSINT kommt nun ein zweites großes Projekt hinzu.

Das bedeutet nicht automatisch, dass Hideo Kojima künftig ausschließlich für Xbox entwickelt oder dass seine Beziehung zu Sony vollständig beendet wäre.

Sony selbst hat ausdrücklich weitere mögliche Kooperationen mit Kojima Productions offengelassen.

Trotzdem verschieben sich die Verhältnisse.

Microsoft betreut nun zwei der wichtigsten kommenden Kojima-Projekte.

Bei PHYSINT ist außerdem noch interessant, dass eine PlayStation-Version derzeit keineswegs bestätigt ist.

Xbox übernimmt die Veröffentlichung, und Berichte sprechen zunächst von Xbox und PC. Ob das Spiel später auch auf einer PlayStation erscheinen könnte, bleibt offen.

Gerade angesichts Microsofts deutlich offenerer Multiplattform-Strategie sollte man eine spätere PS-Version nicht grundsätzlich ausschließen.

Aktuell gibt es dafür aber keine Zusage.

Für PlayStation-Spieler bleibt deshalb eine ungewöhnliche Situation:

Ein Spiel, das ursprünglich als große PlayStation-Kojima-Kooperation begann, könnte am Ende möglicherweise gar nicht auf einer PlayStation erscheinen.

Until Dawn 2 überrascht ausnahmsweise einmal beim Preis

Zwischen all den Diskussionen über immer höhere Entwicklungskosten gab es diese Woche auch eine erfreuliche Überraschung.

Until Dawn 2 kostet zum Release nur 49,99 Euro.

Die Digital Deluxe Edition liegt bei 59,99 Euro.

Damit ist die Fortsetzung sogar günstiger als das Remake des ersten Until Dawn, das regulär mit 69,99 Euro angeboten wurde.

Gegenüber Marvel’s Wolverine beträgt der Unterschied sogar 30 Euro.

Alle Details zur Preisgestaltung findet ihr unter Sony überrascht beim Preis von Until Dawn 2 und bleibt deutlich unter Wolverine.

Warum Sony das Spiel deutlich günstiger positioniert, wurde bislang nicht erklärt.

Deshalb wäre es auch falsch, aus dem Preis automatisch eine geringere Qualität, kurze Spielzeit oder ein kleines Budget abzuleiten.

Vielleicht kalkuliert Sony bei einem narrativen Horrorspiel einfach anders als bei einer großen Marvel-Produktion.

Vielleicht möchte man die Einstiegshürde bewusst niedriger halten.

Oder der geringere Preis hängt tatsächlich mit dem Umfang zusammen.

Das wissen wir momentan nicht.

Was wir wissen: Nicht jedes neue PlayStation-Spiel muss offenbar automatisch 79,99 Euro kosten.

Damit kann ich sehr gut leben.

Until Dawn 2 erscheint am 28. Januar 2027 exklusiv für PlayStation 5.

Blizzard kündigt Diablo V an – aber ihr braucht noch etwas Geduld

Dann wäre da noch die BlizzCon 2026.

Und Blizzard hat sich für die Veranstaltung offensichtlich einiges aufgehoben.

Eine der größten Ankündigungen lautet:

Diablo V kommt.

Der fünfte Hauptteil soll im Frühjahr 2029 erscheinen.

Damit kündigt Blizzard den Nachfolger von Diablo IV ungewöhnlich früh an. Noch interessanter ist allerdings die Ausgangslage.

In Diablo V ist Sanktuario bereits gefallen.

Die Helden konnten den Untergang nicht verhindern und Diablo hat gewonnen.

Statt erneut zu verhindern, dass das Böse die Welt übernimmt, beginnt das Spiel also in einer Welt, in der genau das bereits passiert ist.

Das ist eine interessante Grundlage.

Nach mehreren Spielen, in denen wir immer wieder versucht haben, Sanktuario vor der nächsten dämonischen Katastrophe zu retten, dreht Blizzard die Ausgangslage praktisch um.

2029 ist allerdings noch weit entfernt.

Entsprechend dürfte sich während der Entwicklung noch einiges verändern.

Für Diablo IV bedeutet die Ankündigung außerdem nicht, dass Blizzard das aktuelle Spiel plötzlich fallen lässt. Weitere Inhalte sind geplant und bereits für 2027 wurde mit der Amazone eine zusätzliche Klasse angekündigt.

StarCraft kehrt zurück – aber nicht als StarCraft 3

Fast noch überraschender war die Rückkehr von StarCraft.

Seit Jahren wünschen sich Fans ein StarCraft 3.

Bekommen werden sie zunächst etwas vollkommen anderes.

Blizzard entwickelt einen Open-World-Shooter im StarCraft-Universum.

Das Spiel trägt derzeit schlicht den Namen StarCraft und soll im Frühjahr 2030 erscheinen.

Dass Blizzard an einem Shooter arbeitet, kommt nicht vollständig aus dem Nichts.

Bereits Anfang des Jahres hatten wir über entsprechende Berichte geschrieben: StarCraft vor Comeback? Gerücht spricht von völlig neuem Genre statt klassischem RTS.

Damals war vieles noch Gerücht.

Jetzt ist zumindest der grundlegende Richtungswechsel offiziell.

Und ich kann verstehen, wenn Fans darauf sehr unterschiedlich reagieren.

StarCraft gehört zu den wichtigsten Echtzeitstrategieserien überhaupt. StarCraft und StarCraft II haben das Genre und insbesondere den kompetitiven E-Sport über Jahre geprägt.

Viele Spieler hätten deshalb wahrscheinlich lieber einen klassischen dritten Teil gesehen.

Gleichzeitig eignet sich das Universum durchaus für ein Actionspiel.

Terraner, Protoss und Zerg bieten genug unterschiedliche Waffen, Fähigkeiten, Gegner und Schauplätze, um daraus einen interessanten Shooter zu entwickeln.

Blizzard versucht einen solchen Genrewechsel schließlich nicht zum ersten Mal. Das eingestellte StarCraft: Ghost gehört bis heute zu den bekanntesten nie veröffentlichten Projekten des Unternehmens.

Vielleicht klappt es diesmal.

Aber die entscheidende Frage bleibt:

Musste StarCraft dafür wirklich nach so vielen Jahren ausgerechnet als Open-World-Shooter zurückkehren?

Warcraft III bekommt nach mehr als zwei Jahrzehnten tatsächlich eine neue Geschichte

Blizzard hatte damit immer noch nicht genug.

Warcraft III: Reforged bekommt erstmals seit über 23 Jahren eine neue Kampagne.

Forsaken Kingdom setzt nach dem Untergang Lordaerons an und beschäftigt sich mit dem Aufstieg der Verlassenen sowie der Entstehung von Undercity.

Sylvanas spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle.

Besonders interessant ist die Verbindung zu World of Warcraft.

Die Kampagne soll den Übergang zwischen Ereignissen aus Warcraft III und der späteren Geschichte von Azeroth stärker ausarbeiten.

Für ein Spiel, dessen ursprüngliche Geschichte aus einer vollkommen anderen Gaming-Ära stammt, ist das bemerkenswert.

Warcraft III gehört zu den einflussreichsten Strategiespielen überhaupt.

Dass Blizzard 2026 noch einmal mit einer komplett neuen Kampagne zurückkehrt, hätte ich vor wenigen Jahren ebenfalls nicht unbedingt erwartet.

Forsaken Kingdom wurde zudem nicht nur angekündigt, sondern direkt veröffentlicht.

Auch Diablo kommt zu Netflix

Gaming reicht Blizzard offenbar ebenfalls nicht mehr.

Gemeinsam mit Netflix entsteht eine Animationsserie im Diablo-Universum.

Konkrete Informationen zur Handlung, Anzahl der Folgen oder einem möglichen Starttermin gibt es bislang nicht.

Grundsätzlich passt Diablo allerdings ziemlich gut zu einer hochwertigen Animationsserie.

Das Universum bietet genügend Figuren, Regionen und Geschichten, ohne dass eine Produktion zwingend einfach eine vorhandene Spielhandlung nacherzählen müsste.

Nach erfolgreichen Videospieladaptionen der vergangenen Jahre ist außerdem wenig überraschend, dass Publisher ihre größten Marken zunehmend auch außerhalb klassischer Spiele nutzen möchten.

Ob Diablo ähnlich gut funktioniert, hängt am Ende natürlich von der Umsetzung ab.

Zumindest die Atmosphäre sollte sich für eine düstere Animationsserie geradezu anbieten.

Und dann gibt es noch diesen angeblichen Uncharted-Leak

Zum Abschluss brauchen wir natürlich noch etwas aus der Gerüchteküche.

Ein angeblicher Leak behauptet, Sony und Naughty Dog würden Uncharted: Drake’s Fortune komplett neu auflegen.

Das vermeintliche Remake soll unter anderem eine deutlich größere Insel, ein komplett überarbeitetes Kampfsystem, neue Szenen mit Nathan Drake und Elena sowie intelligentere Gegner bieten.

Sogar Hinweise auf Uncharted 5 sollen angeblich enthalten sein.

Klingt spektakulär.

Das Problem ist nur die Quelle.

Die gesamte Geschichte geht bislang auf einen anonymen und mittlerweile gelöschten 4chan-Beitrag zurück.

Belastbare Beweise fehlen.

Wir haben die Behauptungen deshalb bewusst als Gerücht in unserem Artikel Uncharted-Remake-Leak verspricht riesige Änderungen – doch es gibt einen entscheidenden Haken eingeordnet.

Dass Sony irgendwann tatsächlich über ein Remake des ersten Uncharted nachgedacht haben soll, macht diesen neuen Leak nicht automatisch richtig.

Und genau deshalb sollte man bei solchen Meldungen vorsichtig bleiben.

Eine angeblich dreimal größere Insel und Hinweise auf Uncharted 5 sind genau die Art Informationen, mit denen sich innerhalb weniger Stunden enorme Aufmerksamkeit erzeugen lässt.

Bis belastbares Material auftaucht oder Sony selbst etwas ankündigt, gehört die Geschichte deshalb dorthin, wo sie momentan hingehört:

in die Gerüchteküche.

PHYSINT ist für mich die größte Überraschung der Woche

GTA 6 produziert weiterhin beinahe täglich neue Schlagzeilen.

Marvel’s Wolverine steht unmittelbar vor dem Release und zeigt mit seinen Wertungen, dass selbst Insomniac Games nicht automatisch jedes Mal einen Metacritic-Wert um 90 erreicht.

Blizzard hat mit Diablo V und StarCraft Projekte angekündigt, über die wir vermutlich noch mehrere Jahre sprechen werden.

Trotzdem bleibt für mich PHYSINT die überraschendste Geschichte.

Sony hatte Hideo Kojimas Rückkehr zum Action-Spionage-Genre selbst groß präsentiert.

Jetzt veröffentlicht ausgerechnet Xbox dieses Spiel.

Ob sich Sonys Rückzug langfristig als wirtschaftlich richtige Entscheidung herausstellt oder ob man irgendwann auf eines der schmerzhaftesten verpassten Projekte dieser PlayStation-Generation zurückblickt, kann heute niemand beantworten.

Genau das macht die Geschichte so interessant.

Microsoft geht offenbar ein Risiko ein, das Sony nicht mehr eingehen wollte.

Und Kojima bekommt die Möglichkeit, PHYSINT trotzdem umzusetzen.

Für Spieler muss das nicht automatisch etwas Schlechtes sein.

Für PlayStation ist es trotzdem ein ungewöhnliches Bild.

Und dann wäre da GTA 6.

Je mehr wir über das Spiel erfahren, desto mehr frage ich mich inzwischen, wie viele Systeme Rockstar noch eingebaut hat, über die wir bisher überhaupt nichts wissen.

Vielleicht erfahren wir nächste Woche, dass Jason seine Steuererklärung machen muss.

Bei GTA 6 würde mich inzwischen ehrlich gesagt kaum noch etwas überraschen.

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