NewsGTA 6 Preview: Alles, was wir vor dem Release über Vice City,...

GTA 6 Preview: Alles, was wir vor dem Release über Vice City, Jason, Lucia und das Gameplay wissen

Es ist kaum noch zu glauben, aber nach Jahren voller Gerüchte, Leaks, Trailer-Analysen und Verschiebungen steht Grand Theft Auto VI tatsächlich kurz vor der Veröffentlichung. Am 19. November 2026 soll Rockstars neues Open-World-Spiel für PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen. Vor allem seit dem großen Extended Look Ende August wissen wir wesentlich genauer, was uns erwartet.

Rockstar hat inzwischen fast 27 Minuten Material gezeigt, das vollständig aus der laufenden PlayStation-5-Version stammt. Dazu kamen neue Interviews mit Entwicklern, konkrete Angaben zu den beiden Hauptfiguren Jason Duval und Lucia Caminos, Informationen zu Gameplay-Systemen, Vorbestellungen und Editionen sowie weitere Details zur technischen Umsetzung.

Zeit also für die große GTA-6-Preview. Wir fassen zusammen, was offiziell bestätigt ist, was sich aus dem gezeigten Gameplay ableiten lässt, welche Gerüchte und Leaks weiterhin interessant sind – und was wir uns persönlich noch vom fertigen Spiel wünschen.

GTA 6: Release, Plattformen und die wichtigsten Fakten

Grand Theft Auto VI erscheint nach aktuellem Stand am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Eine Version für PS4 oder Xbox One ist nicht geplant. Auch eine PC-Version wurde bislang nicht offiziell angekündigt.

Rockstar hatte den Titel ursprünglich für Herbst 2025 vorgesehen. Später wurde die Veröffentlichung zunächst auf Mai 2026 verschoben, bevor schließlich der 19. November 2026 als neuer Termin festgelegt wurde. Inzwischen wirkt dieser Termin deutlich belastbarer: Die Vorbestellungen laufen, das Marketing ist in die heiße Phase gegangen und Rockstar hat Ende August erstmals einen langen Gameplay-Einblick veröffentlicht.

Auch aus dem Umfeld der Entwickler kamen zuletzt deutlich zuversichtlichere Aussagen zum Termin. Einen hundertprozentig sicheren Veröffentlichungstag gibt es in der Spielebranche zwar praktisch nie, nur wenige Wochen vor dem Start spricht derzeit aber sehr viel dafür, dass die lange Wartezeit tatsächlich im November endet.

Mehr dazu: GTA 6 wird nicht noch einmal verschoben? Rockstar macht klare Ansage zum Release

Der Extended Look wurde komplett mit Ingame-Material auf einer normalen PlayStation 5 aufgenommen. Das ist für PlayStation-Spieler durchaus bemerkenswert, weil Rockstar für die Präsentation nicht auf eine PS5 Pro oder einen High-End-PC zurückgegriffen hat.

Vice City ist zurück – aber GTA 6 geht weit darüber hinaus

Der vielleicht wichtigste Unterschied zu GTA: Vice City aus dem Jahr 2002 steckt bereits im Schauplatz. GTA 6 beschränkt sich nicht auf eine moderne Neuinterpretation von Vice City, sondern spielt im gesamten fiktiven US-Bundesstaat Leonida.

Leonida ist unverkennbar von Florida inspiriert. Rockstar kombiniert die dicht bebaute Großstadt mit Stränden, Inseln, Sümpfen, Industriegebieten, kleineren Orten und weitläufigeren Naturregionen. Dadurch soll die Spielwelt nicht einfach nur größer, sondern vor allem abwechslungsreicher wirken.

GTA 6 Preis
GTA 6 Preis

Zu den offiziell vorgestellten Regionen gehören Vice City, die Leonida Keys, Grassrivers, Port Gellhorn, Ambrosia und der Mount Kalaga National Park. Rockstar hat für all diese Gebiete inzwischen eigenes Bildmaterial veröffentlicht.

Vice City

Vice City bildet das urbane Zentrum. Neonlichter, Hochhäuser, Clubs, Strandpromenaden, Hotels, Luxusautos und das Nachtleben erinnern natürlich an das bekannte Miami-Vorbild.

Gleichzeitig zeigen die bisherigen Szenen deutlich, dass Rockstar die Stadt wesentlich dichter und moderner aufbaut als Los Santos in GTA 5. Auf den Straßen bewegen sich große Mengen an Menschen und Fahrzeugen, Bars und Clubs wirken stark bevölkert und selbst kleinere Straßenzüge sind voll mit Reklamen, Geschäften und Details.

Besonders nachts dürfte Vice City zu den optischen Höhepunkten des Spiels gehören. Neonbeleuchtung, Hochhäuser, Straßenverkehr und die zahlreichen Clubs erzeugen schon jetzt eine völlig andere Stimmung als bei Tageslicht.

Leonida Keys

Die Leonida Keys bilden eine tropische Inselkette. Genau hier ist Jason bereits vor Beginn der eigentlichen Geschichte unterwegs und arbeitet für lokale Drogenschmuggler.

Boote, kleine Häfen, Strände und lange Straßen über das Wasser dürften diesen Bereich deutlich von der Großstadt unterscheiden. Jason lebt zu Beginn außerdem in einer Immobilie von Brian Heder, wodurch die Keys offenbar auch für die ersten Kapitel der Geschichte wichtig werden.

Grassrivers

Grassrivers ist Rockstars Variante der Everglades. Sümpfe, Alligatoren, Airboats, abgelegene Gebäude und riesige Wasserflächen sorgen für eine komplett andere Atmosphäre.

Gerade dieser Kontrast zwischen der überfüllten Metropole und fast unberührter Natur könnte für die Open World enorm wichtig werden. Im Extended Look sind Fahrten mit kleineren Booten und Aktivitäten in den Sumpfgebieten zu sehen.

Port Gellhorn

Port Gellhorn wirkt deutlich rauer und heruntergekommener als Vice City. Die Gegend erinnert stärker an kleinere Küstenstädte Floridas und könnte eine bewusst weniger glamouröse Seite Leonidas zeigen.

Gerade solche Gebiete waren bereits in Red Dead Redemption 2 eine Stärke von Rockstar: Orte, die nicht zwingend riesig sind, aber durch ihre Bewohner, Architektur und kleinen Geschichten eine eigene Identität bekommen.

Ambrosia

Ambrosia steht stärker für Industrie, Arbeit und die weniger touristische Seite Leonidas. Fabriken, große Anlagen und ländlichere Umgebungen bilden einen deutlichen Gegenpol zum Luxus von Vice City.

Mount Kalaga National Park

Mit dem Mount Kalaga National Park erweitert Rockstar die Welt schließlich um Waldgebiete, Berge und klassische Outdoor-Regionen. Damit besteht Leonida nicht nur aus Florida-typischen Stränden und Sümpfen.

Allein diese Mischung könnte einen großen Unterschied zu GTA 5 machen. Los Santos und Blaine County boten zwar ebenfalls unterschiedliche Regionen, GTA 6 scheint die einzelnen Gebiete jedoch stärker mit eigener Kultur und eigenen Aktivitäten auszustatten.

Rockstar nennt GTA 6 selbst die bislang größte und umfassendste Evolution der Serie. Eine endgültige Quadratkilometerzahl für die Karte hat das Studio jedoch nicht veröffentlicht. Deshalb sollte man bei angeblichen exakten Größenvergleichen weiterhin vorsichtig sein.

Jason Duval: Der Mann, der eigentlich ein ruhigeres Leben wollte

Mit Jason Duval bekommt GTA 6 einen Protagonisten, der bereits vor Spielbeginn tief im kriminellen Milieu steckt.

Laut Rockstar ist Jason unter Betrügern und Kriminellen aufgewachsen. Nach schwierigen Jugendjahren ging er zum Militär und versuchte damit offenbar, seinem bisherigen Umfeld zu entkommen.

Langfristig funktionierte das allerdings nicht. Jason landete in den Leonida Keys und arbeitet dort für lokale Drogenschmuggler. Einer seiner wichtigsten Kontakte ist Brian Heder, ein älterer Schmuggler, der bereits seit Jahrzehnten im Geschäft ist.

Brian lässt Jason sogar mietfrei in einer seiner Immobilien wohnen. Ganz ohne Gegenleistung ist das natürlich nicht: Jason erledigt für ihn kleinere kriminelle Aufgaben und Einschüchterungsjobs.

Interessant ist, dass Rockstar Jason nicht einfach als klassischen kompromisslosen Gangster aufbaut. Seine offizielle Beschreibung vermittelt eher den Eindruck eines Mannes, der ein einfacheres Leben sucht, aber immer wieder tiefer in Probleme hineingezogen wird.

Seine militärische Vergangenheit dürfte sich außerdem direkt auf bestimmte Missionen und seine Fähigkeiten auswirken. Rockstar hat bereits erklärt, dass der Hintergrund der Figuren beeinflussen kann, welcher Charakter in bestimmten Story-Passagen gesteuert wird.

Lucia Caminos: Vom Gefängnis direkt zurück ins Risiko

Lucia Caminos ist die zweite Hauptfigur und zugleich die erste spielbare Frau im Mittelpunkt eines modernen 3D-GTA-Hauptteils.

Ihr Vater brachte ihr laut Rockstar bereits früh das Kämpfen bei. Der Versuch, ihre Familie zu schützen, führte schließlich dazu, dass Lucia im Leonida Penitentiary landete. Zu Beginn der Geschichte kommt sie wieder frei.

Lucia will danach nicht einfach in ihr altes Leben zurück. Sie träumt von einem besseren Leben, wie es sich bereits ihre Mutter seit der gemeinsamen Zeit in Liberty City vorgestellt hat.

Der Unterschied: Lucia wartet nicht darauf, dass sich ihre Situation von selbst verbessert. Sie ist bereit, aktiv etwas dafür zu tun – auch wenn der Weg erneut durch die kriminelle Welt führt.

Die bisherigen Szenen zeigen sie selbstbewusst, direkt und körperlich ausgesprochen durchsetzungsfähig. Gerade bei den Nahkämpfen wirkt sie keineswegs wie eine Figur, die lediglich als Ergänzung zu Jason gedacht ist. Rockstar baut beide sichtbar als gleichwertige Hauptrollen auf.

Jason und Lucia sind mehr als nur GTA-5-Charakterwechsel 2.0

GTA 5 machte den Wechsel zwischen Michael, Franklin und Trevor zu einem seiner wichtigsten Merkmale. GTA 6 greift dieses Prinzip auf, verändert aber die Grundlage.

Jason und Lucia sind nicht drei weitgehend getrennte Leben, die sich gelegentlich überschneiden. Die Beziehung zwischen den beiden bildet einen zentralen Bestandteil der Geschichte.

GTA 6Rockstar beschreibt sie als zwei Menschen, die nach einem schiefgelaufenen Coup in eine größere kriminelle Verschwörung geraten und immer stärker aufeinander angewiesen sind.

Der Spieler kann außerhalb bestimmter Story-Passagen zwischen Jason und Lucia wechseln. Im Extended Look zeigte Rockstar beispielsweise einen Wechsel von Lucia, die mit einem Fallschirm unterwegs ist, zu Jason an einem völlig anderen Ort. Die Kamera zieht dabei über die Spielwelt und setzt anschließend bei der zweiten Figur wieder an.

Auch innerhalb von Missionen spielt das System eine Rolle. Teilweise kämpfen Jason und Lucia gemeinsam, während die jeweils nicht gesteuerte Figur selbstständig agiert.

In anderen Situationen fährt Lucia beispielsweise ein Fluchtfahrzeug, während Jason aus dem Wagen heraus auf Polizeifahrzeuge schießt. Reifen lassen sich gezielt treffen und können Verfolger dadurch ins Schleudern bringen.

Allerdings darf nicht jederzeit frei gewechselt werden. Rockstar Norths Rob Nelson erklärte, dass die Story in bestimmten Momenten vorgibt, welche Figur kontrolliert wird. Das soll verhindern, dass wichtige inszenierte Situationen durch einen beliebigen Wechsel ihre Wirkung verlieren.

Die Beziehung zwischen Jason und Lucia ist ein eigenes Spielsystem

Besonders spannend ist, dass Rockstar die Beziehung zwischen den Hauptfiguren nicht nur über Zwischensequenzen erzählt.

Nach den aktuellen Entwicklerangaben existiert ein eigenes Beziehungssystem. Spieler können Zeit mit Jason und Lucia verbringen, gemeinsam Aktivitäten unternehmen, durch die Welt ziehen oder zusammen Verbrechen begehen.

Dazu gehören beispielsweise Billard, Minigolf, Kajakfahren, Ladenüberfälle oder größere Jobs. Gemeinsam verbrachte Zeit soll die Verbindung zwischen beiden Figuren beeinflussen.

Wer diese Seite des Spiels stärker verfolgt, kann die Verbindung zwischen beiden Figuren vertiefen. Wer darauf weniger Wert legt, soll den romantischen Teil dagegen weitgehend ignorieren können.

Jason und Lucia bleiben aufgrund der Geschichte weiterhin Partner im kriminellen Sinne, eine intensive Romanze soll dem Spieler aber nicht aufgezwungen werden.

Das könnte GTA 6 deutlich persönlicher machen als seinen Vorgänger. Statt drei Figuren mit komplett unterschiedlichen Familien- und Lebenssituationen begleitet man zwei Menschen, deren Verhältnis sich parallel zur kriminellen Karriere entwickelt.

Der große Extended Look zeigt endlich echtes Gameplay

Am 27. August 2026 veröffentlichte Rockstar den bislang mit Abstand ausführlichsten Blick auf GTA 6.

Die Präsentation läuft ungefähr 27 Minuten und besteht vollständig aus Ingame-Material der PlayStation-5-Version.

Dabei ging es nicht nur um spektakuläre Kamerafahrten. Rockstar zeigte Missionen, Schießereien, Autofahrten, Charakterwechsel, Aktivitäten, Innenräume, NPCs und mehrere Systeme der offenen Welt.

Besonders auffällig ist die Dichte der Umgebung. Bars sind mit Menschen gefüllt, auf den Straßen passiert ständig etwas, Fernseher zeigen eigene Sendungen und Werbung, soziale Netzwerke tauchen innerhalb der Spielwelt auf und NPCs scheinen deutlich häufiger mit ihrer Umgebung beschäftigt zu sein als noch in GTA 5.

Natürlich bleibt eine Präsentation dieser Art sorgfältig ausgewählt und geschnitten. Trotzdem vermittelt sie erstmals einen wesentlich konkreteren Eindruck davon, wie sich GTA 6 tatsächlich spielen dürfte.

Unser ausführliches erstes Fazit findet ihr hier: GTA 6 nach dem Netflix First Look – Rockstar beeindruckt, lässt aber wichtige Fragen offen

Autodiebstahl wird komplizierter

Der Name Grand Theft Auto verpflichtet natürlich – und ausgerechnet beim Autodiebstahl scheint Rockstar diesmal mehr Tiefe einzubauen.

Im Extended Look lässt sich ein abgestelltes Fahrzeug nicht in jedem Fall einfach per Knopfdruck öffnen. Bei einer Szene stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Der Spieler kann das Schloss mit einem sogenannten Slim Jim knacken oder deutlich weniger elegant eine Scheibe einschlagen.

Damit hängt die Art des Diebstahls offenbar stärker vom jeweiligen Fahrzeug ab. Weitere Berichte aus Preview-Terminen sprechen außerdem davon, dass modernere oder besser gesicherte Autos zusätzliche Methoden erfordern können.

Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail, könnte aber gut zu Rockstars allgemeiner Richtung passen: weniger abstrakte Aktionen, mehr sichtbare Interaktion mit Gegenständen und der Umgebung.

Fahrzeuge sollen mehr Gewicht bekommen

Auch das eigentliche Fahrverhalten wurde laut Aussagen aus dem Umfeld der Präsentation neu aufgebaut.

Rockstar möchte offenbar einen Mittelweg zwischen den schwereren, physikalischeren Fahrzeugen aus GTA 4 und der zugänglicheren Steuerung von GTA 5 finden.

Reifen, Federung, Lenkung und Antrieb sollen stärker zusammenspielen. Gerade in den längeren Fahrszenen des Extended Looks wirken Autos spürbar schwerer als in GTA 5, ohne dadurch träge zu erscheinen.

Interessant ist außerdem ein Thema, über das bereits lange diskutiert wird: Tanken.

Berichte von einem Rockstar-Preview-Termin deuten inzwischen darauf hin, dass Fahrzeuge tatsächlich Kraftstoff verbrauchen können und Tankstellen damit eine spielerische Funktion erhalten.

Ein Tankvorgang soll dabei nur ungefähr zehn Sekunden dauern. An entsprechenden Stationen sollen Fahrzeuge außerdem repariert und Elektroautos geladen werden können. Rockstar selbst hat diese Mechanik bislang allerdings nicht in einer klassischen Feature-Liste auf der offiziellen Website beschrieben.

Sollte es so im finalen Spiel enthalten sein, wird viel davon abhängen, wie häufig man tatsächlich tanken muss.

Als gelegentliches immersives Element kann das gut funktionieren. Wird daraus permanente Pflichtarbeit, könnte der Realismus schnell auf Kosten des typischen GTA-Spielflusses gehen.

Überarbeitetes Fahndungssystem: Die Polizei soll genauer hinschauen

Eine der interessantesten Änderungen betrifft die Polizei.

Im Extended Look ist wieder ein Fahndungslevel mit bis zu sechs Sternen zu sehen. GTA 5 hatte maximal fünf Sterne. Was Rockstar auf der höchsten Stufe genau auffährt, wissen wir noch nicht.

Entscheidender ist aber offenbar, wie eine Fahndung überhaupt entsteht.

Berichte aus Entwicklergesprächen beschreiben ein System, bei dem ein Verbrechen zunächst von jemandem beobachtet oder durch einen Alarm gemeldet werden muss. Die Polizei soll anschließend nicht einfach magisch wissen, wo sich der Spieler befindet.

Kleidung, Gesicht, Maskierung und möglicherweise das benutzte Fahrzeug können eine Rolle dabei spielen, wie genau Jason oder Lucia identifiziert wurden.

Im Extended Look sind außerdem größere Suchbereiche auf der Karte zu erkennen, statt lediglich einzelne Polizeiwagen als starre Symbole zu verfolgen.

Das könnte Verfolgungsjagden wesentlich dynamischer machen. Wer ungesehen entkommt, das Fahrzeug wechselt oder sein Aussehen verändert, könnte bessere Chancen haben, tatsächlich unterzutauchen.

Ein Criminal Profile soll euren Spielstil erfassen

Neben der klassischen Fahndung arbeitet GTA 6 offenbar mit einem weiteren System, das Rockstar als Criminal Profile beschreibt.

Dabei geht es nicht um Moral wie beim Ehre-System von Red Dead Redemption 2. Stattdessen soll das Spiel erfassen, welche Art von Kriminellem der Spieler verkörpert.

Wer kontrolliert und professionell vorgeht, könnte anders wahrgenommen werden als jemand, der permanent eskaliert und ohne Rücksicht Gewalt einsetzt.

Wie weit dieses System tatsächlich reicht, ist noch offen. Denkbar sind unterschiedliche Reaktionen von NPCs, Kontakten oder Gegnern.

Gerade zusammen mit dem überarbeiteten Polizeisystem könnte daraus jedoch eine deutlich reaktivere Welt entstehen.

Schusswechsel, Deckung und Nahkampf wirken überarbeitet

Beim Kampf orientiert sich GTA 6 sichtbar an den Erfahrungen aus Red Dead Redemption 2, ohne einfach dessen Western-System zu kopieren.

Im Extended Look sind klassische Deckungsschießereien zu sehen, gleichzeitig bewegen sich Jason und Lucia flexibler durch die Umgebung.

Treffer auf Reifen können beispielsweise Polizeifahrzeuge ins Schleudern bringen. Waffen wirken wuchtiger und die Animationen gehen fließender ineinander über.

Noch deutlicher fällt der Fortschritt beim Nahkampf auf.

Lucia weicht Angriffen aus, kontert, tritt Gegner und nutzt kontextabhängige Aktionen. Jason ist ebenfalls bei körperlichen Auseinandersetzungen zu sehen.

Gerade GTA 5 war in diesem Bereich relativ simpel. Sollte die fertige Version die gezeigte Vielfalt tatsächlich durchgehend bieten, wäre das eine der größeren spielerischen Verbesserungen.

Die Open World soll wieder mehr sein als nur Kulisse

Rockstar scheint bei GTA 6 stärker auf Aktivitäten zu setzen, die nicht unmittelbar mit Missionen oder Schießereien zu tun haben.

Im Extended Look sind unter anderem Basketball, Krafttraining, Tauchen, Jetskis, Kajaks, Motocross, Autorennen, Schießübungen und Fallschirmsprünge zu sehen. Weitere Entwicklerangaben nennen beispielsweise Billard und Minigolf.

Besonders interessant ist das Krafttraining.

Lucia ist an einer Hantelbank zu sehen, während konkrete Eingaben eingeblendet werden. Damit erinnert GTA 6 zumindest ein wenig an GTA: San Andreas, wo Training und Ernährung direkten Einfluss auf den Körper von CJ hatten.

Ob Jason und Lucia durch Sport dauerhaft sichtbare körperliche Veränderungen durchlaufen, hat Rockstar noch nicht vollständig erklärt.

Trotzdem deutet vieles darauf hin, dass Freizeitaktivitäten diesmal stärker mit der eigentlichen Spielfigur verbunden sind und nicht nur als einmalige Minispiele funktionieren.

Social Media wird zur Satire-Maschine

Schon Trailer 1 machte deutlich, dass soziale Netzwerke in GTA 6 eine wichtige Rolle spielen.

Rockstar parodiert offensichtlich Plattformen wie TikTok, Instagram, Livestreaming und die gesamte moderne Influencer-Kultur.

Im Extended Look wird diese Idee weitergeführt. Livestreams, Kommentare, virale Videos und Smartphone-Inhalte tauchen immer wieder innerhalb der Spielwelt auf.

Das passt perfekt zu Vice City im Jahr 2026.

Während GTA 5 Fernsehen, Radio, Promi-Kultur und frühe soziale Netzwerke satirisch verarbeitete, hat Rockstar diesmal mehr als ein Jahrzehnt aus Influencern, Livestreams, Verschwörungstheorien, Meme-Kultur, algorithmischer Empörung und permanentem Online-Leben als Vorlage.

Die große Frage ist weniger, ob Rockstar das Internet parodiert, sondern wie tief diese Systeme ins Gameplay eingebunden werden.

Können zufällige Aktionen des Spielers viral gehen? Können Verbrechen aufgenommen und später gegen uns verwendet werden? Werden Posts neue Ereignisse oder Missionen auslösen?

Einige dieser Möglichkeiten liegen nahe, sind aber noch nicht vollständig bestätigt.

Nebenfiguren: Rockstar baut bereits ein großes Netzwerk auf

Neben Jason und Lucia hat Rockstar mehrere wichtige Charaktere vorgestellt.

Cal Hampton

Cal Hampton ist ein Freund von Jason und arbeitet ebenfalls für Brian. Er verbringt viel Zeit zuhause, hört den Funk der Küstenwache ab und beschäftigt sich mit Verschwörungstheorien.

Cal dürfte damit für einen Teil des paranoiden und internetgetriebenen Humors des Spiels zuständig sein.

Boobie Ike

Boobie Ike ist dagegen eine bekannte Figur in Vice City.

Aus seiner Vergangenheit auf der Straße hat er ein legales und weniger legales Geschäftsimperium aufgebaut, zu dem Immobilien, ein Stripclub und ein Tonstudio gehören.

Besonders wichtig ist für ihn seine Zusammenarbeit mit Dre’Quan Priest.

Dre’Quan Priest

Dre’Quan versucht über das Label Only Raw Records in der Musikbranche aufzusteigen.

Er wollte offenbar schon immer eher Musikunternehmer als klassischer Gangster sein und versucht nun, sich endgültig aus den kleineren Geschäften hochzuarbeiten.

Real Dimez

Mit Bae-Luxe und Roxy, gemeinsam bekannt als Real Dimez, hat Rockstar außerdem ein Rap-Duo eingeführt, das seine Reichweite stark über soziale Medien aufgebaut hat.

Die beiden kennen sich seit ihrer Schulzeit und versuchen über Only Raw Records einen neuen großen Hit zu landen.

Raul Bautista

Raul Bautista ist ein erfahrener Bankräuber, der ständig nach neuen Leuten für riskante Jobs sucht.

Seine Aufträge dürften Jason und Lucia zu einigen der größeren Raubzüge im Spiel führen. Rockstar beschreibt ihn als charmant und erfahren, gleichzeitig aber auch als jemanden, dessen Risikobereitschaft seine Crew zunehmend in Gefahr bringen könnte.

Brian Heder

Brian Heder verbindet Jason mit der Schmugglerwelt der Leonida Keys.

Er stammt aus der alten Generation der Drogenschmuggler und bewegt noch immer Ware über seinen Bootsbetrieb. Jason erledigt einen Teil seiner unangenehmeren Arbeit.

Zusammen bilden diese Figuren schon jetzt ein Netzwerk aus Straßenkriminalität, Drogenhandel, Musikgeschäft, Nachtleben und großen Überfällen.

Innenräume könnten für GTA 6 besonders wichtig werden

Einer der größten Unterschiede im Extended Look ist nicht unbedingt die Größe der Außenwelt, sondern wie häufig Rockstar Innenräume zeigt.

Wohnungen, Geschäfte, Bars, Clubs, Büros und Veranstaltungsorte wirken nicht wie seltene isolierte Missionskulissen.

Viele Szenen wechseln fließend zwischen Straße und Gebäude.

Wie viele Häuser tatsächlich frei betreten werden können, ist noch nicht offiziell bekannt. Genau deshalb sollte man über angebliche Prozentzahlen zu „betretbaren Gebäuden“ vorsichtig sprechen.

Trotzdem macht das bisherige Material Hoffnung, dass Vice City erheblich mehr nutzbare Innenräume bietet als Los Santos.

Für eine moderne Open World wäre das wichtiger als reine Kartengröße. Ein kleineres Gebiet mit vielen tatsächlich nutzbaren Orten kann wesentlich glaubwürdiger wirken als eine gigantische Karte voller verschlossener Fassaden.

PS5, DualSense und PS5 Pro

Sony und Rockstar vermarkten GTA 6 auf PlayStation besonders eng gemeinsam.

Auf PS5 soll das Spiel haptisches Feedback, adaptive Trigger, den Lautsprecher des DualSense, Tempest 3D Audio und die schnelle SSD nutzen. Sony spricht außerdem von nahezu sofortigen Ladezeiten innerhalb der weitläufigen Spielwelt.

Die PS5-Pro-Version wird im PlayStation Store ausdrücklich als für PS5 Pro optimiert geführt. Welche konkreten Verbesserungen die stärkere Konsole erhält, ist allerdings noch nicht vollständig aufgeschlüsselt.

Im Umfeld der August-Präsentation wurde berichtet, dass die aktuellen Konsolenfassungen mit 30 Bildern pro Sekunde laufen.

Ein 60-FPS-Modus ist derzeit nicht angekündigt. Gerade auf der PS5 Pro bleibt deshalb die Frage offen, ob Rockstar bis zum Release oder später einen zusätzlichen Performance-Modus anbieten kann.

Wichtig ist dabei: Das gezeigte Extended-Look-Material stammt von einer normalen PS5. Für die Einschätzung der Grundversion ist das wesentlich aussagekräftiger als Material von einer speziellen Entwicklerhardware.

Mehr zum Thema: GTA 6 löst neue PS5-Pro-Diskussion aus – schafft die Konsole 60 FPS?

Passend zum Spiel bringt Sony außerdem zwei limitierte GTA-6-DualSense-Controller heraus.

Eine schwarze und eine weiße Variante erscheinen ebenfalls am 19. November. Die Vorbestellungen für die Controller starten am 10. September.

Alle Details dazu: GTA 6 bekommt gleich zwei exklusive DualSense Controller für die PS5

Standard Edition, Ultimate Edition und Vorbesteller-Boni

GTA 6 kann inzwischen offiziell vorbestellt werden.

Im deutschen PlayStation Store kostet die Standard Edition 79,99 Euro. Die Ultimate Edition kostet 99,99 Euro.

Die Standard Edition enthält zunächst das Hauptspiel.

Wer vor dem 20. November kauft, bekommt außerdem das Vintage Vice City Pack. Darin stecken unter anderem ein Vapid Stanier Sedan im 1955er-Stil samt Garage, Outfits, Frisuren und ein exklusives Waffenmuster.

Digitale Vorbesteller auf PlayStation erhalten zusätzlich einen Monat GTA+.

Achtung: Nach Ablauf des kostenlosen Monats kann sich GTA+ automatisch kostenpflichtig verlängern, wenn das Abo nicht gekündigt wird.

Die Ultimate Edition erweitert das Spiel um zahlreiche zusätzliche Fahrzeuge, Waffen, Kleidungsstücke, Geschäfte und weitere Inhalte, die im Verlauf der Story freigeschaltet werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Grotti Cheetah von 1995
  • Hawk & Little Morgan Revolver
  • personalisierte Waffenvarianten
  • zusätzliche Vice-City-Outfits
  • zusätzliche Fahrzeuge für Jasons Safehouse
  • Ganado Retro Build
  • Rideout Customs Mod Shop
  • Sara’s Unisex Salon
  • Shitzu Squalo
  • Stock 305 Clothing Store
  • 1967 Vapid Dominator Buggy samt Garage
  • Electric Fang Tattoo Parlor
  • One-Eyed Willie’s Mod Shop
  • Goodtime Gear
  • PTT Youngin$ Compound
  • Classic Car Collection

Rockstar betont, dass die Ultimate-Inhalte nicht einfach komplett zu Beginn ins Inventar gelegt werden. Neue Inhalte sollen über verschiedene Kapitel der Geschichte verteilt auftauchen.

Interessant ist außerdem, dass Besitzer der Standard Edition das Ultimate-Upgrade später separat kaufen können.

Preload beginnt bereits am 12. November

Wer GTA 6 digital vorbestellt, kann das Spiel bereits ab 12. November 2026 herunterladen.

Damit bleibt eine komplette Woche Zeit, um die vermutlich sehr große Installation vor dem eigentlichen Launch abzuschließen.

Eine Besonderheit betrifft die physische Version.

Rockstar zufolge liegt in der Verpackung kein Datenträger, sondern ein Downloadcode. Auch diese Variante soll bereits ab dem 12. November bei Händlern verfügbar sein, damit Käufer ihren Code einlösen und den Preload starten können.

Mehr zu den Vorbestellungen: GTA 6 Vorbestellungen starten am 25. Juni

Was ist mit GTA Online?

Hier sollte man aktuell besonders sauber zwischen Erwartung und Bestätigung unterscheiden.

Rockstar bezeichnet GTA 6 offiziell als Singleplayer-Erlebnis. Einen neuen Online-Modus für GTA 6 hat das Studio bislang nicht ausführlich vorgestellt.

Natürlich wäre es angesichts des gewaltigen Erfolgs von GTA Online überraschend, wenn Rockstar langfristig auf einen Multiplayer-Nachfolger verzichten würde.

Bis Rockstar konkrete Informationen veröffentlicht, sollten Umfang, Starttermin und Geschäftsmodell eines möglichen neuen GTA Online aber nicht als bestätigt dargestellt werden.

Und wann kommt GTA 6 für den PC?

Auch hier gibt es bislang keine offizielle Ankündigung.

Für den 19. November sind ausschließlich PlayStation 5 und Xbox Series X|S bestätigt.

Dass später eine PC-Version erscheint, halten viele Spieler angesichts der Rockstar-Historie für wahrscheinlich. Einen Termin dafür gibt es aber nicht.

Wer GTA 6 direkt zum Start spielen möchte, benötigt deshalb nach jetzigem Stand eine aktuelle PlayStation- oder Xbox-Konsole.

Die jüngsten GTA-6-Leaks – was davon noch interessant ist

GTA 6 gehört wahrscheinlich zu den meistgeleakten Spielen der vergangenen Jahre.

Neben dem großen Entwicklungsleck aus dem Jahr 2022 tauchte im August 2026 erneut eine ganze Reihe nicht autorisierter Gameplay-Videos auf.

Die sogenannte Cyberleek-Welle zeigte unter anderem Fahrten durch Vice City, Flüge über die Stadt, Ausschnitte aus der Karte, Polizeiverfolgungen, Menüs, Fahrzeugdiebstähle, Nahkämpfe und angebliche Radiosender.

Take-Two ging gegen zahlreiche Veröffentlichungen mit Copyright-Maßnahmen vor. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen inzwischen offenbar auch juristisch, wer für die Veröffentlichung verantwortlich ist.

Das ist ein starkes Indiz dafür, dass zumindest Teile des Materials tatsächlich aus GTA 6 stammen. Es ersetzt aber keine offizielle Bestätigung einzelner Features.

Leak: Vice City aus der Luft

Besonders interessant waren mehrere längere Flugszenen über Vice City.

Dort ließ sich erstmals aus größerer Höhe erkennen, wie weit sich die Bebauung der Metropole offenbar erstreckt. Auch der Flughafen, Downtown und große Verkehrsadern waren zu sehen.

Eine spätere Aufnahme zeigte Vice City außerdem bei Nacht mit zahlreichen beleuchteten Gebäuden und Neonreklamen.

Wir hatten uns genau dieses Material bereits ausführlicher angesehen: GTA 6 – neues Leak-Video zeigt Vice City bei Nacht

Leak: Radiosender und Musik

In geleaktem Material war außerdem offenbar das Radio-Menü zu sehen.

Dort tauchten zahlreiche Sendernamen auf. Gerade hier sollte man allerdings vorsichtig sein: Radiosender und Musiktitel können sich während der Entwicklung vergleichsweise leicht ändern.

Welche Sender und Songs tatsächlich in der finalen Version landen, sollte deshalb erst nach einer offiziellen Bestätigung oder spätestens zum Release als gesichert gelten.

Leak: Tanken

Das Tanksystem war ursprünglich ebenfalls hauptsächlich durch Leaks bekannt.

Inzwischen gibt es allerdings zusätzliche Berichte aus von Rockstar ermöglichten Preview-Terminen, die bestätigen, dass Tankstellen tatsächlich eine spielerische Funktion besitzen sollen.

Damit gehört dieses Thema inzwischen eher in die Kategorie „sehr wahrscheinlich beziehungsweise durch Preview-Berichte gestützt“ als in die klassische Gerüchteküche.

Leak: die vollständige Karte

Auch angebliche vollständige Karten von Leonida sind im Netz aufgetaucht.

Diese sollten weiterhin mit Vorsicht behandelt werden.

Zwar stimmen mehrere dort genannte Regionen mit offiziell bekannten Orten überein, die endgültigen Grenzen der Map und sämtliche kleineren Gebiete hat Rockstar aber noch nicht öffentlich präsentiert.

Leak: mehr betretbare Gebäude

Seit Jahren hält sich außerdem die Behauptung, GTA 6 werde wesentlich mehr betretbare Innenräume bieten als GTA 5.

Das bisherige offizielle Material macht diese Hoffnung durchaus realistisch. Eine konkrete Anzahl oder ein bestimmter prozentualer Anteil wurde aber nicht bestätigt.

Deshalb gilt auch hier: Mehr Innenräume erscheinen sehr wahrscheinlich – angebliche exakte Zahlen bleiben Gerücht.

Wichtig bei GTA-6-Leaks: Echt bedeutet nicht automatisch final

Gerade bei einem Spiel dieser Größe ist ein Punkt wichtig.

Selbst wenn ein geleaktes Video tatsächlich aus einem Rockstar-Entwicklungsbuild stammt, bedeutet das nicht automatisch, dass alles darin auch am 19. November enthalten sein wird.

Spiele verändern sich während ihrer Entwicklung ständig.

Menüs werden überarbeitet, Mechaniken entfernt, Animationen ausgetauscht, Balancing verändert und ganze Systeme können noch wenige Monate vor der Veröffentlichung angepasst werden.

Bei GTA 6 sollte deshalb zwischen drei Ebenen unterschieden werden:

Offiziell bestätigt: Rockstar oder Sony haben es selbst veröffentlicht.

Durch Preview-Berichte gestützt: Journalisten oder Creator haben es bei einem von Rockstar organisierten Termin gesehen oder direkt mit Entwicklern besprochen.

Leak/Gerücht: Material oder Behauptungen wurden nicht offiziell veröffentlicht und können aus einem anderen Entwicklungsstand stammen.

Diese Trennung wird gerade in den letzten Wochen vor dem Release noch wichtiger werden.

Was wir uns von GTA 6 noch wünschen

Nach dem Extended Look ist die wichtigste Frage nicht mehr, ob GTA 6 technisch beeindruckend aussieht.

Das tut es bereits.

Entscheidend wird sein, ob Rockstar die enorme Detailtiefe mit einem Spiel verbindet, das auch nach 50 oder 100 Stunden noch Spaß macht.

Eine wirklich reaktive Open World

Ganz oben steht für uns eine wirklich reaktive Open World.

NPCs müssen nicht einfach nur zahlreicher sein. Sie sollten nachvollziehbar auf Unfälle, Verbrechen, Wetter, Tageszeiten und den Spieler reagieren.

Wenn Rockstar die Systemtiefe von Red Dead Redemption 2 mit der Freiheit eines GTA verbindet, könnte Leonida tatsächlich einen neuen Maßstab setzen.

Mehr wirklich nutzbare Innenräume

Auch mehr betretbare Gebäude stehen weit oben auf der Wunschliste.

Nicht jedes Hochhaus muss vollständig begehbar sein.

Aber Geschäfte, Restaurants, Bars, Hotels, Wohnungen und kleinere Nebenorte sollten stärker Teil der offenen Welt werden.

Ein Vice City, in dem man hinter hunderten beeindruckenden Fassaden nur gegen verschlossene Türen läuft, würde einen Teil seiner Wirkung verlieren.

Weniger magische Polizei

Beim Fahndungssystem wünschen wir uns weniger „magische“ Polizei.

Wenn niemand ein Verbrechen gesehen hat, sollte nicht Sekunden später die komplette Stadt unsere Position kennen.

Die bisher beschriebenen Änderungen gehen genau in die richtige Richtung.

Besonders spannend wäre es, wenn Fahrzeugwechsel, andere Kleidung und Maskierungen wirklich langfristig Auswirkungen auf die Fahndung hätten.

Realismus – aber bitte nicht übertreiben

Beim Realismus muss Rockstar die Balance halten.

Tanken, Essen, Training, Fahrzeugzustand und andere Systeme können die Immersion enorm steigern.

GTA darf sich dadurch aber nicht wie ein Pflichtprogramm aus täglichen Aufgaben anfühlen.

Red Dead Redemption 2 zeigte bereits, wie schmal dieser Grat sein kann. Einige Spieler lieben genau diese Details, andere empfinden zu viele Animationen und Routinehandlungen irgendwann als langsam.

60 FPS wären zumindest auf PS5 Pro schön

Und natürlich bleibt die Performance ein großes Thema.

30 FPS wären angesichts der technischen Ambitionen nachvollziehbar, trotzdem wäre zumindest auf PS5 Pro ein optionaler Modus mit höherer Bildrate wünschenswert.

Gerade schnelle Autofahrten und Schießereien profitieren enorm von einer höheren Framerate.

Sollten zum Launch tatsächlich nur 30 FPS angeboten werden, wäre ein späterer Performance-Patch zumindest eine schöne Aussicht.

Gute Nebenaktivitäten statt einer riesigen Checkliste

GTA 6 braucht aus unserer Sicht außerdem keine Karte voller tausender Symbole.

Lieber weniger Aktivitäten, die tatsächlich interessant sind, als hunderte identische Aufgaben.

Billard, Sport, Rennen, Wassersport, Clubs, Geschäfte, zufällige Begegnungen und kleinere Geschichten könnten Leonida viel länger interessant halten als klassische Open-World-Sammelaufgaben.

Geld muss wieder wichtig sein

Ein weiterer Wunsch betrifft das Geldsystem.

In vielen Open-World-Spielen ist Geld nur in den ersten Stunden interessant. Später besitzt man Millionen und weiß kaum noch, wofür man sie ausgeben soll.

GTA 6 hätte mit Immobilien, Autos, Kleidung, Waffen, Geschäften, Tuning, Freizeitaktivitäten und möglicherweise Safehouses genügend Möglichkeiten, eine sinnvollere Wirtschaft aufzubauen.

Gerade bei einem Spiel über Kriminalität sollte die Frage „Warum mache ich diesen Job eigentlich?“ auch spielerisch beantwortet werden.

Fahrzeuge sollten persönlicher werden

Autos gehören zu GTA wie Waffen und Radiosender.

Deshalb wäre es schön, wenn eigene Fahrzeuge diesmal stärker an Jason und Lucia gebunden wären.

Tuning, Reparaturen, Lagerung, persönliche Gegenstände und vielleicht sogar langfristige Schäden oder Erinnerungen an bestimmte Autos könnten dafür sorgen, dass Fahrzeuge mehr sind als austauschbare Fortbewegungsmittel.

Die bisher bekannten Ultimate-Edition-Inhalte rund um Garagen, Tuning und Fahrzeuge deuten zumindest an, dass Rockstar diesem Bereich viel Aufmerksamkeit schenkt.

GTA 6 könnte Rockstars wichtigstes Spiel werden

Grand Theft Auto V erschien ursprünglich 2013.

Wenn GTA 6 am 19. November 2026 veröffentlicht wird, liegen mehr als 13 Jahre zwischen den beiden nummerierten Hauptteilen.

Entsprechend gewaltig sind die Erwartungen.

Rockstar muss nicht nur GTA 5 übertreffen, sondern gleichzeitig auf eine Spielewelt reagieren, die sich seitdem komplett verändert hat.

Open Worlds sind größer geworden, NPC-Systeme komplexer, Grafikstandards höher und Spieler kritischer gegenüber repetitiven Aktivitäten.

Die bisherigen Eindrücke zeigen zumindest, dass Rockstar nicht einfach GTA 5 mit schönerer Grafik baut.

Jason und Lucia verändern die Struktur der Geschichte.

Leonida erweitert Vice City zu einem vollständigen Bundesstaat.

Das Fahndungssystem, die Beziehung der Hauptfiguren, detailliertere Fahrzeugdiebstähle, Aktivitäten, soziale Medien und die sichtbare Dichte der Welt deuten auf eine deutlich systemischere Open World hin.

Trotzdem bleiben wichtige Fragen.

Wie gut hält die technische Umsetzung in großen Verfolgungsjagden?

Wie viele Innenräume sind wirklich nutzbar?

Wie stark reagieren NPCs langfristig auf den Spieler?

Wie tief geht das Criminal Profile?

Welche Rolle spielen Geld, Immobilien und Geschäfte?

Wie stark beeinflusst die Beziehung zwischen Jason und Lucia tatsächlich einzelne Szenen?

Und was plant Rockstar langfristig mit dem Online-Bereich?

Genau diese offenen Punkte machen die letzten Wochen vor dem Release so spannend.

Eines lässt sich aber schon jetzt sagen: GTA 6 wird nicht einfach irgendein weiterer großer Spiele-Launch.

Sollte Rockstar auch nur einen Großteil dessen einlösen, was die bisherigen Trailer, Screenshots und das Extended Gameplay versprechen, könnte Leonida für viele Spieler über Jahre zum neuen virtuellen Zuhause werden.

Am 19. November 2026 wissen wir endlich, ob GTA 6 die wahrscheinlich größten Erwartungen der modernen Videospielgeschichte tatsächlich erfüllen kann.

Was erwartet ihr von GTA 6 am meisten? Reicht euch eine riesige, lebendige Open World oder muss Rockstar nach 13 Jahren wirklich in nahezu jedem Bereich neue Maßstäbe setzen? Schreibt es uns in die Kommentare.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Amazon

Jetzt einkaufen und unterstützen

*Unsere Seite enthält Affiliate-Links zu Amazon. Ihr unterstützt uns durch eure Einkäufe, ohne dass zusätzliche Kosten für euch anfallen.

5 Kommentare

Weitere News