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State of Play, GTA 6 und Jin Sakai: Diese Gaming-Woche hatte es in sich

Zwei State-of-Play-Präsentationen, mehr als 30 Spiele und Neuigkeiten, die Rückkehr von Jin Sakai, große Ankündigungen zu Final Fantasy VII Revelation und Metro 2039 – eigentlich hätte Sony die Gaming-Woche problemlos für sich beanspruchen können. Dann meldete sich allerdings wieder GTA 6. Rockstars Extended Look eroberte Netflix, neue Controller wurden vorgestellt und selbst bei den Konsolenverkäufen könnte der Hype bereits erste Spuren hinterlassen haben.

Wer in den vergangenen Tagen wirklich jede größere Gaming-Meldung verfolgen wollte, brauchte fast mehr Zeit dafür als zum eigentlichen Spielen.

Sony veranstaltete am 3. September zunächst eine reguläre State of Play und direkt im Anschluss eine separate State of Play Japan. Zusammengenommen kamen mehr als 30 Spiele und Neuigkeiten zusammen. Darunter befanden sich größere Titel wie Final Fantasy VII Revelation und Metro 2039, aber auch neue Informationen zu Ghost of Yōtei, Until Dawn 2 und Gran Turismo 7.

Gleichzeitig bewies Rockstar Games einmal mehr, dass GTA 6 momentan scheinbar nur irgendwo auftauchen muss, um fast automatisch einen erheblichen Teil der Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Und selbst die inzwischen seit Monaten laufende Diskussion um Sonys zukünftige Disc-Strategie war während der Präsentation wieder deutlich sichtbar.

Final Fantasy VII Revelation soll die große Remake-Trilogie abschließen

Einer der wichtigsten Auftritte der State of Play gehörte Final Fantasy VII Revelation.

Square Enix hat inzwischen bestätigt, dass der Abschluss der großen Remake-Trilogie am 8. April 2027 erscheinen wird. Gleichzeitig wurde deutlich mehr vom eigentlichen Spiel gezeigt.

Revelation soll die Geschichte fortsetzen, die 2020 mit Final Fantasy VII Remake begann und anschließend mit Final Fantasy VII Rebirth erheblich erweitert wurde.

Gerade spielerisch scheint Square Enix den dritten Teil nicht einfach nur nach dem bekannten Muster weiterzuführen.

Eine der größten Veränderungen betrifft die Highwind. Das legendäre Luftschiff spielt wieder eine zentrale Rolle und soll die Erkundung der Welt erheblich öffnen. Statt lediglich größere einzelne Regionen abzulaufen, können Spieler verschiedene Bereiche des Planeten nun wesentlich freier erreichen.

Alle bislang bekannten Details haben wir bereits in unserem ausführlichen Beitrag zu Final Fantasy VII Revelation und seinem Release am 8. April 2027 zusammengefasst.

Auch innerhalb der Gruppe soll sich einiges ändern.

Charaktere können flexibler gewechselt werden und mit dem neuen FITS-System werden klassische Job- beziehungsweise Klassenideen aus Final Fantasy stärker in das Kampfsystem integriert. Nahkampf, Fähigkeiten und unterschiedliche Rollen sollen dadurch noch stärker miteinander kombiniert werden können.

Dazu kommen neue Möglichkeiten bei der Erkundung und Nebenaufgaben, deren Verlauf teilweise davon abhängen kann, welche Figuren beteiligt sind.

Damit steht Square Enix allerdings vor einer ziemlich großen Aufgabe.

Revelation muss nicht nur ein gutes Rollenspiel werden. Das Spiel muss gleichzeitig zahlreiche offene Handlungsstränge aus Remake und Rebirth zusammenführen und ein Projekt abschließen, das inzwischen seit vielen Jahren läuft.

Gerade nach den teilweise deutlichen Abweichungen vom ursprünglichen Final Fantasy VII erwarten Fans Antworten darauf, wohin Square Enix mit der neuen Version der Geschichte tatsächlich möchte.

Zwei Story-Erweiterungen stehen schon vor dem Release fest

Ein Punkt dürfte allerdings auch Diskussionen auslösen.

Bereits jetzt sind zwei spätere Story-Erweiterungen für Final Fantasy VII Revelation vorgesehen. Ein entsprechender Erweiterungspass ist Bestandteil bestimmter teurerer Editionen.

Natürlich ist es inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr, dass größere Spiele bereits vor ihrer Veröffentlichung mit späteren DLCs geplant werden.

Trotzdem hinterlässt es immer einen etwas merkwürdigen Eindruck, wenn die eigentliche Veröffentlichung noch Monate entfernt ist und gleichzeitig bereits zusätzliche Story-Inhalte vermarktet werden.

Entscheidend wird deshalb sein, wie vollständig sich das eigentliche Hauptspiel anfühlt.

Wenn Revelation die Remake-Trilogie sauber und umfangreich abschließt und die späteren Erweiterungen tatsächlich zusätzliche Geschichten liefern, dürfte sich die Kritik in Grenzen halten.

Sollte dagegen das Gefühl entstehen, wesentliche Inhalte seien bewusst für spätere DLCs zurückgehalten worden, könnte die Diskussion schnell anders aussehen.

Metro 2039 verspricht 60 FPS und Raytracing

Auch Metro 2039 gehörte zu den größeren Auftritten der State of Play.

4A Games hat den Veröffentlichungstermin auf den 4. Februar 2027 festgelegt und erstmals ausführlicheres Konsolen-Gameplay gezeigt.

Technisch setzt sich das Studio dabei ein ambitioniertes Ziel.

Das gezeigte Material wurde auf einer PlayStation 5 Pro aufgenommen und lief nach Angaben des Entwicklers mit 4K, 60 Bildern pro Sekunde und aktiviertem Raytracing.

Noch interessanter ist allerdings, dass ein entsprechender Performance-Modus auch für die normale PlayStation 5 vorgesehen ist.

Weitere Einzelheiten zum technischen Ansatz findet ihr in unserem Artikel zu Metro 2039 und dem angekündigten PS5-Performance-Modus.

Das klingt auf dem Papier hervorragend.

Gerade 4A Games besitzt durch Metro Exodus bereits Erfahrung damit, Raytracing und vergleichsweise hohe Bildraten auf Konsolen miteinander zu kombinieren.

Trotzdem sollte man die endgültige technische Bewertung nicht anhand einer Präsentation auf der stärkeren PS5 Pro vornehmen.

Entscheidend wird sein, wie Metro 2039 tatsächlich auf der normalen PS5 aussieht und welche Kompromisse für 60 FPS notwendig werden.

Genau dort dürfte schließlich der größte Teil der PlayStation-Spieler unterwegs sein.

Wenn 4A Games Raytracing und eine stabile hohe Bildrate tatsächlich auch dort überzeugend miteinander verbinden kann, könnte Metro 2039 erneut zu den technisch interessanteren Konsolenspielen seiner Generation gehören.

Jin Sakai ist tatsächlich wieder spielbar

Eine der schönsten Überraschungen kam von Ghost of Yōtei.

Jin Sakai kehrt zurück.

Allerdings bedeutet das nicht, dass Sucker Punch plötzlich die eigentliche Geschichte von Ghost of Yōtei umgeschrieben hat oder Jin Atsu als Hauptfigur ersetzt.

Seine Rückkehr findet im neuen Most-Wanted-Modus statt.

Dabei handelt es sich um einen separaten Singleplayer-Modus mit Roguelike- beziehungsweise Survival-Elementen. Spieler wählen unterschiedliche Charaktere und stellen sich immer schwierigeren Kopfgeldern.

Jin ist einer dieser spielbaren Charaktere.

Besonders schön für Fans von Ghost of Tsushima: Seine bekannten vier Kampfhaltungen kehren ebenfalls zurück.

Wir haben Jins Comeback und den neuen Spielmodus bereits ausführlich in unserem Artikel Jin Sakai kehrt überraschend in Ghost of Yōtei zurück vorgestellt.

Sucker Punch hat damit eigentlich einen ziemlich cleveren Weg gefunden.

Jin gehört noch immer zu den beliebtesten PlayStation-Figuren der vergangenen Jahre. Gleichzeitig spielt Ghost of Yōtei in einer anderen Zeit und erzählt bewusst die Geschichte einer neuen Hauptfigur.

Ihn einfach wieder in die eigentliche Handlung zu schreiben, hätte schnell erzwungen wirken können.

Ein separater Modus ermöglicht dagegen Fanservice, ohne die neue Geschichte dafür verbiegen zu müssen.

Ab dem 1. Oktober 2026 wird Jin wieder spielbar sein.

Auch Until Dawn 2 und Gran Turismo 7 bleiben präsent

Die beiden Präsentationen bestanden natürlich nicht ausschließlich aus Final Fantasy, Metro und Ghost of Yōtei.

Auch Until Dawn 2 war wieder vertreten und hat mit dem 28. Januar 2027 inzwischen einen konkreten Veröffentlichungstermin.

Damit wartet Anfang 2027 direkt der nächste größere PS5-Horrortitel.

Gran Turismo 7 bekommt derweil weiterhin neue Inhalte. Das Rennspiel erschien bereits 2022, wird von Polyphony Digital aber noch immer regelmäßig erweitert.

Gerade bei Sonys größeren Singleplayer- und Premium-Spielen zeigt sich damit ein interessantes Bild.

Während ständig über Live-Service-Modelle gesprochen wird, hält Sony gleichzeitig mehrere klassische Spiele über Jahre hinweg mit zusätzlichen Inhalten am Leben.

Gran Turismo 7 ist dafür inzwischen eines der deutlichsten Beispiele.

Und dann baut LEGO ausgerechnet eine PlayStation mit Disc-Laufwerk

Eine der sympathischeren Ankündigungen war dagegen deutlich weniger technisch.

Sony und LEGO bringen gemeinsam die erste PlayStation als LEGO-Set heraus.

Das Modell besteht aus 1.911 Teilen, ist ungefähr 26 Zentimeter breit und bildet die ursprüngliche graue PlayStation nahezu im Originalmaßstab nach.

Ein klassischer Controller gehört ebenfalls zum Set.

Hinzu kommen kleine Dioramen zu Gran Turismo und Ape Escape.

Das Set kostet in Deutschland 159,99 Euro und erscheint Anfang Oktober. Weitere Bilder und Informationen findet ihr in unserem Artikel zur offiziellen LEGO PlayStation.

Und natürlich besitzt die LEGO-Konsole auch das charakteristische Disc-Laufwerk beziehungsweise die große runde Abdeckung der ersten PlayStation.

Das Timing könnte kaum besser sein.

Während Sony über eine Zukunft nachdenkt, in der neue eigene PlayStation-Spiele ab 2028 nicht mehr auf Disc erscheinen sollen, verkauft das Unternehmen gemeinsam mit LEGO eine nostalgische Nachbildung jener Konsole, bei der die Disc eines der wichtigsten Merkmale überhaupt war.

Humor hat Sony also durchaus.

GTA 6 schafft es bei Netflix tatsächlich auf Platz eins

Eigentlich hätte Sony mit dieser State of Play genug Material gehabt, um die Gaming-Woche deutlich zu dominieren.

Doch dann gibt es noch GTA 6.

Rockstars großer Extended Look hat bei Netflix Zahlen erreicht, die selbst für dieses Spiel bemerkenswert sind.

Innerhalb von lediglich vier Tagen kam die rund 27 Minuten lange Präsentation auf 31,1 Millionen Views und ungefähr 14 Millionen Stunden Wiedergabezeit.

In 87 von 93 von Netflix ausgewerteten Ländern erreichte GTA 6 Platz eins.

Damit war ausgerechnet die ausführliche Vorschau auf ein noch nicht veröffentlichtes Videospiel zeitweise der erfolgreichste Titel auf der Plattform.

Die vollständigen Zahlen findet ihr in unserem Bericht darüber, wie GTA 6 bei Netflix direkt auf Platz eins gelandet ist.

Dass Rockstar eine derartige Reichweite erzielen kann, überrascht grundsätzlich nicht mehr.

Trotzdem ist die Größenordnung außergewöhnlich.

Wir sprechen hier nicht über einen neuen Spielfilm, eine große Netflix-Serie oder eine Dokumentation, sondern im Kern über knapp eine halbe Stunde Werbung für ein Videospiel.

Dass Millionen Menschen dafür bewusst Netflix öffnen, zeigt, welche kulturelle Größe Grand Theft Auto mittlerweile erreicht hat.

Rockstar vermarktet GTA 6 längst nicht mehr wie ein gewöhnliches Spiel.

Neue Trailer und Präsentationen werden zu eigenen Entertainment-Ereignissen.

Und nach diesen Zahlen dürfte es kaum überraschen, wenn Netflix künftig noch häufiger versucht, exklusive oder zeitexklusive Gaming-Präsentationen auf die eigene Plattform zu holen.

Zwei GTA-6-Controller für jeweils 84,99 Euro

Natürlich wird der Hype auch direkt in Hardware umgesetzt.

Sony und Rockstar haben während der State of Play gleich zwei limitierte DualSense-Controller zu GTA 6 vorgestellt.

Es gibt eine schwarze und eine weiße Variante. Beide greifen mit ihren Motiven und schimmernden Elementen den Stil von Vice City auf.

Der Preis liegt bei jeweils 84,99 Euro.

Alle Details zu beiden Modellen findet ihr in unserem Artikel zu den GTA-6-DualSense-Controllern für die PS5.

Für Sammler dürfte das ziemlich interessant sein.

Und wirtschaftlich ist die Zusammenarbeit nachvollziehbar.

GTA 6 dürfte für Sony eines der wichtigsten Spiele des gesamten PS5-Lebenszyklus werden, obwohl Rockstar natürlich kein PlayStation-Studio ist und der Titel gleichzeitig für Xbox Series X und S erscheint.

Sony versucht entsprechend, möglichst viel von diesem Hype rund um das eigene Ökosystem mitzunehmen.

Verkauft GTA 6 schon Monate vor Release neue Konsolen?

Dass GTA 6 für die Hardwarehersteller enorm wichtig werden könnte, zeigen möglicherweise bereits erste Verkaufszahlen.

In Großbritannien stiegen die Verkäufe der PlayStation 5 innerhalb der Woche rund um den Extended Look um 33 Prozent gegenüber der Vorwoche.

Bei Xbox Series X und Series S waren es zusammen sogar 34 Prozent.

Die ausführliche Einordnung dazu findet ihr in unserem Beitrag zum PS5-Verkaufsschub rund um GTA 6.

Dabei ist eine Einschränkung wichtig.

Diese Zahlen beweisen nicht, dass GTA 6 jeden zusätzlichen Konsolenverkauf verursacht hat.

Hardwareverkäufe werden von Preisen, Angeboten, Verfügbarkeit und zahlreichen anderen Faktoren beeinflusst.

Der Zeitpunkt fällt trotzdem auf.

GTA 6 erscheint nicht mehr für PS4 oder Xbox One. Wer das Spiel am 19. November direkt spielen möchte und bislang noch auf der alten Konsolengeneration geblieben ist, benötigt entsprechend neue Hardware.

Je näher der Release rückt, desto stärker könnte dieser Wechsel werden.

GTA 6 verkauft damit zwar noch keine fertigen Exemplare – möglicherweise aber bereits die Konsolen, auf denen diese Exemplare später gespielt werden.

Rockstar weiß inzwischen sogar, ob Jason genug geschlafen hat

Während Marketing und Verkaufszahlen beeindruckend sind, sorgt Rockstar gleichzeitig mit immer neuen Gameplay-Details für Diskussionen.

GTA 6 registriert offenbar sogar, wie gut Jason und Lucia schlafen.

Wer über längere Zeit keine Ruhepause einlegt, regeneriert bestimmte Werte langsamer. Nach mehreren virtuellen Tagen ohne Schlaf können sogar sichtbare Augenringe entstehen.

Training und Ernährung besitzen ebenfalls Auswirkungen auf die Charaktere.

Jason und Lucia können Muskeln aufbauen, an Gewicht zulegen und ihre körperlichen Werte verändern.

Unseren ausführlichen Überblick über das System findet ihr hier: GTA 6 überwacht sogar euren Schlaf und Müdigkeit hat Folgen.

Solche Details können eine offene Welt unglaublich glaubwürdig wirken lassen.

Gleichzeitig stellt sich irgendwann die Frage, wo die Grenze liegt.

GTA soll schließlich noch immer GTA bleiben.

Wenn Spieler irgendwann Jason morgens ein gesundes Frühstück zubereiten, acht Stunden zur Arbeit schicken und anschließend darauf achten müssen, dass er pünktlich ins Bett kommt, wäre der Weg zur Lebenssimulation nicht mehr besonders weit.

Ganz so extrem scheint Rockstar allerdings nicht zu gehen.

Schlaf soll beispielsweise keine starre Pflicht darstellen. Wer das System ignoriert, kann grundsätzlich weiterspielen und bekommt stattdessen bestimmte Nachteile.

Genau diese Balance dürfte entscheidend werden.

Realismus funktioniert besonders gut, wenn er eine Spielwelt glaubwürdiger macht, ohne den Spieler ständig mit zusätzlichen Pflichten zu beschäftigen.

„No Disc No Buy“ war während der State of Play wieder überall

Von GTA 6 führt der Weg zurück zu einem Thema, das Sony vermutlich wesentlich lieber aus der öffentlichen Diskussion verschwinden sehen würde.

Die Kritik am geplanten Ende neuer PlayStation-Spiele auf Disc ist weiterhin da.

Während der State of Play tauchte im offiziellen Livechat immer wieder der inzwischen bekannte Slogan „No Disc No Buy“ auf.

Die Boykott-Woche Ende August hat damit zwar ihren ursprünglich geplanten Zeitraum beendet, der Protest selbst ist aber nicht einfach verschwunden.

Unsere Beobachtungen während der Präsentation haben wir im Artikel Disc-Protest überschattet Sonys State of Play erneut zusammengefasst.

Dabei sollte man die Kommentare im Livechat allerdings nicht mit einer repräsentativen Umfrage unter allen PlayStation-Spielern verwechseln.

Eine besonders aktive Gruppe kann einen solchen Chat sehr sichtbar dominieren.

Trotzdem zeigt sich inzwischen ein klares Muster.

„No Disc No Buy“ taucht seit Wochen regelmäßig unter offiziellen PlayStation-Beiträgen und während größerer Streams auf.

Die Diskussion ist also keineswegs beendet.

Sony hat darauf bislang allerdings nicht mit einem Strategiewechsel reagiert.

Bei Sonys Disc-Produktion wurde eine wichtige Zahl korrigiert

Gleichzeitig gab es in dieser Woche eine wichtige Korrektur zur zukünftigen Disc-Produktion.

Seit Juli machte immer wieder die Aussage die Runde, dass das Produktionsvolumen des großen Sony-DADC-Werks im österreichischen Thalgau im Jahr 2028 auf nur noch zehn Prozent des heutigen Niveaus fallen werde.

Das war falsch.

Sony DADC stellte inzwischen klar, dass von einem Rückgang um zehn Prozent die Rede war.

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Aus einem vermeintlichen Einbruch um rund 90 Prozent wird damit zunächst eine Reduzierung des gesamten Produktionsvolumens um ungefähr zehn Prozent.

Die Hintergründe zur Korrektur haben wir ausführlich unter Sony korrigiert brisante Disc-Zahl und plötzlich sieht die Lage ganz anders aus zusammengefasst.

Dabei darf allerdings auch diese Korrektur nicht falsch interpretiert werden.

Sony hat seinen eigentlichen Plan nicht zurückgenommen.

Nach aktuellem Stand sollen ab Januar 2028 weiterhin keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc produziert werden.

Bereits veröffentlichte Titel können dagegen auch danach noch nachproduziert werden.

Das erklärt gleichzeitig, warum die Gesamtproduktion des Werks 2028 nicht plötzlich vollständig einbrechen muss.

Dort werden schließlich weiterhin ältere PlayStation-Spiele und andere optische Datenträger produziert.

Die Disc ist Anfang 2028 also nicht von einem Tag auf den anderen aus jedem Händlerregal verschwunden.

Für neu erscheinende PlayStation-Spiele sieht die Situation nach Sonys aktuellem Plan trotzdem weiterhin deutlich anders aus.

Naughty Dog ist mit The Last of Us noch nicht fertig

Eine weitere interessante Meldung kam von Naughty Dog.

Neil Druckmann hat bestätigt, dass das Studio weiterhin an mehreren Projekten rund um The Last of Us arbeitet.

Das klingt zunächst nach einer ziemlich großen Nachricht.

Trotzdem sollte daraus nicht automatisch „The Last of Us Part 3 bestätigt“ werden.

Denn genau das hat Druckmann nicht gesagt.

Was hinter den angesprochenen Projekten steckt, ist weiterhin unbekannt. Es ist nicht einmal bestätigt, dass es sich bei allen davon um Videospiele handelt.

Den aktuellen Stand haben wir in unserem Artikel Naughty Dog bestätigt mehrere neue The-Last-of-Us-Projekte eingeordnet.

Ein möglicher dritter Hauptteil bleibt natürlich die naheliegendste Hoffnung vieler Fans.

Bis Naughty Dog diesen tatsächlich ankündigt, bleibt The Last of Us Part 3 aber genau das: eine Möglichkeit.

Sicher ist lediglich, dass die Marke innerhalb des Studios noch nicht abgeschlossen ist.

Auch Marvel’s Venom soll weiterhin leben

Zum Schluss gibt es noch ein Gerücht aus dem Marvel-Bereich.

Das seit Jahren diskutierte Marvel’s Venom soll bei Insomniac Games weiterhin in Entwicklung sein.

Der bekannte Insider NateTheHate erklärte, dass das Projekt bei seiner letzten Überprüfung noch existiert habe.

Mehr dazu findet ihr in unserem Bericht Marvel’s Venom lebt offenbar noch und Insomniac arbeitet weiter daran.

Dabei bleibt die wichtigste Einschränkung bestehen:

Sony und Insomniac haben Marvel’s Venom bis heute nicht offiziell angekündigt.

Die Existenz des Projekts wurde ursprünglich durch interne Informationen bekannt, die nach dem großen Insomniac-Hack öffentlich wurden.

Seitdem gab es immer wieder widersprüchliche Berichte über den aktuellen Entwicklungsstand.

Die neue Aussage spricht zumindest dafür, dass Venom nicht vollständig verschwunden ist.

Wann und ob daraus tatsächlich ein offiziell veröffentlichtes PS5-Spiel wird, ist aber weiterhin offen.

PlayStation hatte eine starke Woche – und GTA 6 klaut trotzdem die Show

Unterm Strich kann sich Sony über die vergangenen Tage eigentlich kaum beschweren.

Final Fantasy VII Revelation hat endlich einen Termin und wirkt deutlich größer als bisher gedacht. Metro 2039 setzt sich technisch ambitionierte Ziele. Jin Sakai wird tatsächlich wieder spielbar und mit Until Dawn 2 steht bereits der nächste größere Horror-Titel für Anfang 2027 bereit.

Selbst ein LEGO-Modell der ursprünglichen PlayStation bekommt wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit als viele vollständige Spiele.

Und trotzdem landet man am Ende wieder bei GTA 6.

31,1 Millionen Netflix-Views, Platz eins in 87 Ländern, zwei limitierte Controller und möglicherweise bereits ein spürbarer Schub beim Verkauf aktueller Konsolen zeigen, in welcher Liga Rockstar momentan spielt.

Dabei ist GTA 6 noch nicht einmal veröffentlicht.

Genau deshalb dürfte der 19. November 2026 für die komplette Branche interessant werden.

Bis dahin wird Sony seine eigenen Spiele weiter bewerben, die Diskussion um die Disc-Zukunft wird weitergehen und wahrscheinlich werden noch einige große Ankündigungen folgen.

Doch momentan reicht offenbar bereits eine neue GTA-6-Information, damit sich ein erheblicher Teil der Gaming-Welt wieder um Vice City dreht.

Vielleicht ist das die eigentliche Erkenntnis dieser Woche:

PlayStation hatte eine richtig starke Woche – und GTA 6 hat sie trotzdem irgendwie geklaut.

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