MAGIX veröffentlicht heute Video deluxe 2027 und setzt bei der neuen Generation seiner Videoschnittsoftware besonders auf künstliche Intelligenz. Der spannendste Punkt: Voiceovers und automatische Untertitel können erstmals vollständig lokal auf dem eigenen PC erstellt werden. Eine Internetverbindung, Cloud-Übertragung oder Verbrauchs-Credits sind dafür nicht mehr notwendig. Dazu kommen KI-Gesichtserkennung, eine überarbeitete Medienverwaltung und Verbesserungen für die Bearbeitung großer 4K- und 8K-Projekte.
Gerade für Creator könnte die lokale Verarbeitung interessant sein. Statt Sprachaufnahmen oder Texte für KI-Funktionen an externe Server zu übertragen, können entsprechende Aufgaben auf geeigneter Hardware direkt auf dem eigenen Rechner erledigt werden.
MAGIX spricht dabei ausdrücklich von einer unbegrenzten Nutzung der neuen Offline-Funktionen.
Voiceovers und Untertitel funktionieren jetzt offline
Video deluxe 2027 bietet sowohl Text-to-Speech als auch Speech-to-Text lokal auf dem PC an.
Mit Text-to-Speech lassen sich geschriebene Texte automatisch in eine Sprecherstimme umwandeln. Speech-to-Text geht den umgekehrten Weg und erstellt aus gesprochenen Inhalten automatisch Untertitel.
Der wesentliche Unterschied zu vielen Cloud-Lösungen liegt darin, dass für die Offline-Verarbeitung keine KI-Credits verbraucht werden.
MAGIX kennzeichnet die Offline-Funktionen in allen drei angebotenen Versionen von Video deluxe 2027 als unbegrenzt nutzbar.
Das kann insbesondere bei größeren Videoprojekten interessant werden. Wer regelmäßig längere Videos produziert und automatische Untertitel erstellt, muss nicht ständig darauf achten, wie viele Minuten oder Zeichen eines Cloud-Kontingents noch verfügbar sind.
Cloudbasierte KI- und Hub-Dienste gibt es innerhalb von Video deluxe trotzdem weiterhin. Für diese gelten abhängig von der gekauften Version weiterhin unterschiedliche Kontingente.
Datenschutz wird zu einem wichtigen Argument
Die lokale Verarbeitung hat noch einen weiteren Vorteil.
Audio, Sprache und Texte müssen für die Offline-KI nicht auf einen externen Server übertragen werden. Projekte können damit vollständig auf dem eigenen Rechner bleiben.
MAGIX stellt diesen Punkt entsprechend stark in den Mittelpunkt der neuen Version.
Besonders bei unveröffentlichtem Videomaterial, internen Produktionen oder anderen sensiblen Inhalten kann das durchaus relevant sein. Gleichzeitig funktioniert die entsprechende KI auch dann, wenn keine dauerhafte Internetverbindung vorhanden ist.
Eine Internetverbindung wird allerdings weiterhin für Download, Registrierung und Aktivierung von Video deluxe sowie für einzelne Online-Funktionen benötigt.
Bei den unterstützten Sprachen gibt es Unterschiede
Bei der Sprachunterstützung sollte zwischen den beiden Offline-Funktionen unterschieden werden.
MAGIX gibt für die lokale Text-to-Speech-Funktion aktuell Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch an.
Die Offline-Spracherkennung für Speech-to-Text unterstützt dagegen eine deutlich größere Auswahl an Sprachen.
Damit eignet sich die automatische Untertitelung auch für Projekte, bei denen unterschiedliche Sprachen zum Einsatz kommen.
Gesichtserkennung soll große Mediatheken übersichtlicher machen
Neben den neuen Sprachfunktionen bekommt Video deluxe 2027 eine KI-gestützte Gesichtserkennung.
Die Software kann Personen in Fotos und Videos automatisch erkennen und entsprechendes Material innerhalb der Mediathek gruppieren.
Dazu kommen individuelle Tags.
Nutzer können Inhalte beispielsweise bestimmten Personen, Orten oder eigenen Kategorien zuordnen. Über eine neue Suchfunktion lassen sich Medien anschließend anhand dieser Informationen schneller finden.
Gerade bei umfangreichen Videoarchiven dürfte das langfristig mehr Zeit sparen als manche spektakulärere KI-Funktion.
Auch die Unterstützung von RAW-Bilddateien wurde erweitert. Neue Formate sollen unterstützt und große Bilddateien durch intelligentes Caching schneller verarbeitet werden.
4K und 8K bleiben ein Schwerpunkt
Für die eigentliche Videobearbeitung setzt MAGIX weiterhin auf die INFUSION Engine 3.
Sie nutzt Hardwarebeschleunigung von Intel, NVIDIA und AMD und soll insbesondere beim Bearbeiten und Exportieren hochauflösender Inhalte für bessere Performance sorgen.
Video deluxe unterstützt weiterhin Projekte mit bis zu 8K-Auflösung sowie Proxy-Workflows. Dabei erstellt die Software für die Bearbeitung vorübergehend kleinere Dateien, sodass auch besonders hochauflösendes Ausgangsmaterial auf weniger leistungsfähigen Rechnern flüssiger verarbeitet werden kann.
MAGIX empfiehlt für KI-Funktionen mindestens einen Intel Core i7 der zehnten Generation beziehungsweise eine vergleichbare AMD-CPU. Bei der Grafikkarte werden für die lokale KI unter anderem NVIDIA-GPUs ab der GeForce-RTX-2000-Serie oder AMD-Grafikkarten ab der Radeon-RX-5000-Serie empfohlen.
Mehr als 2.000 Effekte und zusätzliche Stock-Inhalte
Auch der klassische Videoschnitt bleibt natürlich Teil des Pakets.
Video deluxe 2027 enthält mehr als 2.000 Effekte, Übergänge und Vorlagen. Hinzu kommen Color-Grading-Werkzeuge, LUT-Unterstützung, bis zu 200 Multimedia-Spuren, Multicam-Editing und verschiedene Funktionen für die Audio-Bearbeitung.
Über den MAGIX Hub stehen außerdem lizenzfreie Medien zur Verfügung.
Je nach Version unterscheiden sich die enthaltenen Downloads und zusätzlichen Pakete deutlich.
MAGIX Video deluxe 2027 startet ab 54,99 Euro
MAGIX Video deluxe 2027 ist ab heute für Windows 10 und Windows 11 erhältlich.
Die reguläre Plus-Version kostet als neue Lizenz 54,99 Euro. Premium wird für 69,99 Euro angeboten, während die Ultimate-Version regulär 119,99 Euro kostet. Zum Start beziehungsweise für Upgrades können abweichende Aktionspreise gelten.
Die zentrale Neuerung bekommen jedoch bereits Käufer der günstigsten Plus-Version: Offline-Voiceovers und Offline-Untertitel sind laut MAGIX bei Plus, Premium und Ultimate unbegrenzt enthalten.
Gerade dieser Schritt macht Video deluxe 2027 interessant. Während viele Softwareanbieter immer mehr KI-Funktionen ausschließlich über Cloud-Dienste und laufende Kontingente anbieten, bringt MAGIX zwei der praktischsten Creator-Funktionen wieder direkt auf den eigenen Rechner.







