NewsMarvel’s Wolverine Schauspieler reagiert auf Kritik und wird deutlich

Marvel’s Wolverine Schauspieler reagiert auf Kritik und wird deutlich

Marvel’s Wolverine erscheint heute offiziell für PlayStation 5 und schon vor dem Release wurde ungewöhnlich viel über Insomniacs neues Spiel diskutiert. Während die Darstellung von Logan und insbesondere Schauspieler Liam McIntyre in vielen Tests positiv aufgenommen wurden, fällt die Gesamtwertung deutlich gemischter aus als bei früheren Spielen des Studios. McIntyre selbst lässt sich davon offenbar nicht beeindrucken.

Auf X erklärte der Schauspieler, dass er stolz auf Marvel’s Wolverine sei und vor allem hoffe, dass die Spieler Spaß mit dem Titel haben.

Die teilweise heftigen Reaktionen seien für ihn außerdem nichts völlig Neues.

Liam McIntyre ist stolz auf Marvel’s Wolverine

McIntyre leiht Logan in Marvel’s Wolverine nicht nur seine Stimme, sondern auch Teile seines Aussehens und seiner Performance.

Auf die Diskussionen rund um das Spiel reagierte er nun persönlich. Dabei verwies der Schauspieler auf seine eigene Karriere und insbesondere seine Rolle in der Serie Spartacus.

McIntyre übernahm dort nach Andy Whitfield die Hauptrolle. Whitfield musste die Serie aufgrund seiner Erkrankung verlassen und starb 2011. Für McIntyre bedeutete das damals die schwierige Aufgabe, einen bereits beliebten Hauptdarsteller zu ersetzen.

Er habe in seiner Karriere deshalb bereits Dinge gelesen, die man kaum glauben würde, erklärte McIntyre auf X.

Seine Haltung zu Wolverine fällt entsprechend entspannt aus.

Er hoffe einfach, dass alle Spaß mit dem Spiel hätten. Gleichzeitig machte er deutlich, wie viel ihm das Projekt bedeutet: Er sei „proud as hell“ auf das Spiel und bezeichnete es als großen Spaß.

Wolverine bekommt deutlich gemischtere Wertungen als erwartet

Ganz überraschend kommt die Reaktion nicht.

Bereits vor einigen Tagen hatten wir über die ungewöhnlich gemischten Wertungen von Marvel’s Wolverine berichtet.

Zum Start des Review Embargos lag das Spiel bei Metacritic bei 77 Punkten. Für viele andere Veröffentlichungen wäre das eine ordentliche Bewertung, bei Insomniac fällt sie allerdings besonders auf.

Marvel’s Spider Man 2 erreichte beispielsweise 90 Punkte, Marvel’s Spider Man kam auf 87 und Miles Morales auf 85.

Wolverine liegt damit deutlich unter den jüngsten großen Veröffentlichungen des Studios.

Die Kritiken fallen gleichzeitig ungewöhnlich unterschiedlich aus. Einige Redaktionen vergeben hohe Wertungen und loben insbesondere Inszenierung, Geschichte und Logans Darstellung. Andere bemängeln die geringe spielerische Abwechslung, repetitive Kämpfe und eine teilweise sehr konventionelle Struktur.

Auch unser Test fiel positiv aber nicht euphorisch aus

Ein ähnliches Bild ergab sich in unserem eigenen Test zu Marvel’s Wolverine.

Wir haben das Spiel mit 8 von 10 Punkten bewertet.

Besonders stark fanden wir die Präsentation, Logan als Hauptfigur, die deutlich brutalere Ausrichtung im Vergleich zu Spider Man und die Geschichte.

Auch Liam McIntyre gehört zu den positiven Punkten.

Das eigentliche Problem liegt weniger bei der Figur oder ihrer Darstellung, sondern beim Gameplay. Viele Kämpfe funktionieren zwar gut und fühlen sich mit Wolverines Klauen zunächst äußerst wuchtig an, entwickeln sich über die rund zwölf bis vierzehn Stunden lange Kampagne aber nicht stark genug weiter.

Genau diese Kritik taucht auch in zahlreichen internationalen Tests auf.

Ausgerechnet Logan gehört zu den größten Stärken

Interessant ist deshalb, dass ausgerechnet Liam McIntyre selbst kaum zum Kern der negativen Kritiken gehört.

Seine Interpretation von Logan wird in vielen Reviews sogar ausdrücklich gelobt. McIntyre versucht nicht, Hugh Jackmans Filmversion des Charakters zu kopieren, sondern entwickelt eine eigene Variante.

Insomniacs Logan wirkt aggressiv und gefährlich, gleichzeitig aber deutlich verletzlicher, als es die brutalen Kämpfe zunächst vermuten lassen.

Auch ruhigere Szenen funktionieren deshalb überraschend gut.

Für McIntyre dürfte die Rolle trotzdem keine einfache Aufgabe gewesen sein. Hugh Jackman ist für Millionen Fans seit Jahrzehnten untrennbar mit Wolverine verbunden.

Eine neue Interpretation eines solchen Charakters wird zwangsläufig mit bestehenden Vorstellungen verglichen.

Heute entscheiden erstmals die Spieler selbst

Mit dem offiziellen Release am 15. September beginnt nun die eigentlich interessante Phase.

Bislang basiert die Diskussion rund um Marvel’s Wolverine hauptsächlich auf Tests, Vorschauen und Spielern, die das Spiel bereits vorzeitig erhalten haben. Ab heute können deutlich mehr PS5 Besitzer selbst beurteilen, ob sie die Kritikpunkte nachvollziehen können.

Besonders spannend dürfte deshalb die Entwicklung der Nutzerbewertungen in den kommenden Tagen werden.

Ein Metascore von 77 Punkten zeigt zwar, dass Marvel’s Wolverine bei Kritikern nicht denselben nahezu einhelligen Erfolg erzielt wie frühere Insomniac Spiele. Gleichzeitig bedeutet diese Zahl nicht, dass das Spiel grundsätzlich schlecht aufgenommen wird.

Die ungewöhnlich große Spanne zwischen einzelnen Wertungen zeigt vielmehr, dass Wolverine stark davon abhängt, was man von dem Spiel erwartet.

Wer ein fokussiertes, brutales Actionspiel mit einer starken Hauptfigur sucht, könnte deutlich mehr Gefallen daran finden als Spieler, die nach Spider Man 2 erneut ein besonders großes und spielerisch vielseitiges Abenteuer erwartet haben.

Liam McIntyre scheint sich von der Diskussion jedenfalls nicht die Stimmung nehmen zu lassen. Für ihn zählt offenbar vor allem, dass die Spieler jetzt selbst erleben können, woran Insomniac und das gesamte Team gearbeitet haben.

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