6K-Monitore gehören noch immer zu den eher seltenen und häufig ziemlich teuren Displays. JAPANNEXT will genau dort ansetzen und bietet den JN-IPS326K-HSPC9 mit 31,5 Zoll, 6016 × 3384 Pixeln und IPS-Panel für 899 Euro an. Zielgruppe sind weniger klassische Gamer als vielmehr Fotografen, Videoeditoren, Grafiker und Nutzer, die möglichst viel Arbeitsfläche mit hoher Pixeldichte benötigen.
Mehr als 20 Millionen Pixel verteilen sich auf die 80 Zentimeter große Bildfläche. Dazu kommen laut Hersteller bis zu 500 cd/m² Helligkeit, HDR-Unterstützung, umfangreiche Farbräume sowie USB-C mit 90 Watt Power Delivery. Ein integrierter KVM-Switch und Picture-in-Picture beziehungsweise Picture-by-Picture sollen den Monitor zusätzlich für Setups mit mehreren Computern interessant machen. Die offizielle deutsche Produktseite führt das Modell derzeit für 899 Euro und kennzeichnet es als „demnächst verfügbar“.
6K liefert mehr als 20 Millionen Pixel
Der wichtigste Punkt des JN-IPS326K-HSPC9 steckt bereits in seiner Auflösung.
Mit 6016 × 3384 Pixeln stellt der Bildschirm rund 20,4 Millionen Bildpunkte dar. Zum Vergleich: Ein klassischer 4K-Monitor mit 3840 × 2160 Pixeln kommt auf rund 8,3 Millionen Pixel. Der Sprung fällt entsprechend deutlich aus.
Gerade bei Foto- und Videobearbeitung kann die zusätzliche Arbeitsfläche interessant werden. Hochauflösendes Material lässt sich detaillierter darstellen, während gleichzeitig mehr Platz für Werkzeugleisten, Timeline, Vorschaufenster oder weitere Anwendungen vorhanden ist.
JAPANNEXT kombiniert die Auflösung mit einem 31,5 Zoll großen IPS-Panel im klassischen 16:9-Format. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hz und die Reaktionszeit bei 8 ms. Damit wird bereits deutlich, dass der Monitor nicht als High-Refresh-Gaming-Modell gedacht ist.
Für schnelle Multiplayer-Shooter gibt es passendere Displays mit 144, 180 oder 240 Hz. Beim JN-IPS326K-HSPC9 stehen stattdessen Auflösung, Arbeitsfläche und Farbdarstellung im Mittelpunkt.
Exakt dieselbe Auflösung wie Apples Pro Display XDR
Interessant ist auch der Blick auf Apple.

Das macht den JAPANNEXT allerdings nicht automatisch zu einem günstigen Pro-Display-XDR-Ersatz.
Apples professionelles Referenzdisplay erreicht bis zu 1000 Nits dauerhaft und 1600 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR-Inhalten, verwendet 576 Local-Dimming-Zonen und kommt auf ein von Apple angegebenes Kontrastverhältnis von 1.000.000:1. Der JAPANNEXT arbeitet dagegen mit klassischer LED-Hintergrundbeleuchtung, maximal 500 cd/m² und einem Kontrast von 1500:1.
Die Gemeinsamkeit liegt somit vor allem bei Größe und Auflösung.
Für Mac-Nutzer kann das trotzdem interessant sein. macOS ist auf hochauflösende HiDPI-Ausgabe ausgelegt und kann 6K entsprechend skalieren. Gerade in Kombination mit einem Mac mini, Mac Studio oder kompatiblen MacBook dürfte der Monitor deshalb eine vergleichsweise günstige Möglichkeit darstellen, sehr viel Auflösung auf den Schreibtisch zu bekommen.
JAPANNEXT setzt auf große Farbräume
Für kreative Anwendungen reicht Auflösung allein allerdings nicht aus.
JAPANNEXT gibt für das IPS-Panel 1,07 Milliarden darstellbare Farben und eine vollständige Abdeckung des sRGB-Farbraums an. DCI-P3 soll zu 98 Prozent abgedeckt werden. Die Herstellerinformationen nennen darüber hinaus eine hohe AdobeRGB-Abdeckung.
Der Monitor wird laut JAPANNEXT werksseitig kalibriert. Für Foto-, Video- und Grafikarbeiten ist das grundsätzlich interessant, ersetzt bei professioneller farbkritischer Arbeit aber nicht zwingend eine eigene Kalibrierung auf den verwendeten Workflow und die jeweiligen Ausgabeformate.
Die maximale Helligkeit beträgt 500 cd/m², das typische Kontrastverhältnis liegt bei 1500:1. HDR wird ebenfalls unterstützt.
Die integrierte A.R.T.-Antireflexion soll störende Spiegelungen reduzieren. Dazu kommen Flicker Free und ein Low-Blue-Light-Modus für längere Arbeitssitzungen.
USB C liefert Bild, Daten und bis zu 90 Watt
Interessant wird der Monitor auch bei den Anschlüssen.
USB-C 3.1 kann die vollständige 6K-Auflösung mit 60 Hz übertragen und gleichzeitig ein kompatibles Notebook mit bis zu 90 Watt laden. Damit kann im Idealfall ein einziges Kabel für Bildsignal, Datenverbindung und Stromversorgung ausreichen.
Daneben stehen HDMI 2.1 und DisplayPort 1.4 zur Verfügung. JAPANNEXT nennt bei allen drei Verbindungsarten eine maximale Ausgabe von 6016 × 3384 Pixeln bei 60 Hz.
Zwei USB-A-Anschlüsse und USB-B ergänzen die Ausstattung.
Praktisch ist außerdem der integrierte KVM-Switch. Wer beispielsweise einen Windows-PC und einen Mac am selben Schreibtisch verwendet, kann beide Systeme über eine gemeinsame Tastatur und Maus bedienen.
Picture-in-Picture und Picture-by-Picture ermöglichen zusätzlich die gleichzeitige Darstellung zweier Quellen. Auf einem 31,5-Zoll-Display mit 6K-Auflösung ist das durchaus sinnvoll, da genügend Fläche für zwei Arbeitsbereiche vorhanden ist.
Der Standfuß bietet ungewöhnlich viel Flexibilität
Auch ergonomisch ist der Monitor ordentlich ausgestattet.
Der Bildschirm lässt sich um 134 Millimeter in der Höhe verstellen, jeweils 30 Grad nach links und rechts drehen und zwischen minus 5 und 20 Grad neigen. Eine Pivot-Funktion für den Betrieb im Hochformat ist ebenfalls vorhanden.
Zwei integrierte 2-Watt-Lautsprecher und ein 3,5-mm-Audioausgang gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Das Gewicht des Displays inklusive Standfuß gibt JAPANNEXT mit 6,5 Kilogramm an. Der typische Stromverbrauch liegt bei 44 Watt, maximal werden 60 Watt angegeben.
Für Gaming interessant aber nicht darauf ausgelegt
Auf einer Gaming-Seite stellt sich natürlich trotzdem die Frage, wie sich ein solcher Monitor beim Spielen schlägt.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Eine 6K-Ausgabe bietet bei ausreichend leistungsfähiger Hardware eine extrem hohe Bildschärfe. Die Beschränkung auf 60 Hz und die Reaktionszeit von 8 ms zeigen aber klar, wo JAPANNEXT die Prioritäten setzt.
Für kompetitive Spiele oder hohe Frameraten ist der JN-IPS326K-HSPC9 nicht gedacht. Für langsamere Spiele, Strategiespiele oder Nutzer, die denselben Bildschirm überwiegend für Content Creation und gelegentlich auch zum Gaming einsetzen, kann die Kombination dagegen interessant sein.
Entscheidend dürfte ohnehin die Grafikkarte sein. Native 6016 × 3384 Pixel verlangen beim Spielen erheblich mehr Leistung als 4K. Für die eigentliche Arbeit am Desktop oder die Bearbeitung von Fotos und Videos ist das wesentlich weniger problematisch.
899 Euro machen den 6K Monitor interessant
JAPANNEXT nennt für den JN-IPS326K-HSPC9 einen Preis von 899 Euro. Die deutsche Herstellerseite führt das Modell bereits zu diesem Preis und aktuell als demnächst verfügbar.
Damit bleibt der Monitor natürlich deutlich teurer als ein typisches 4K-Display. 6K auf 31,5 Zoll, 500 cd/m², eine breite Farbraumabdeckung, USB-C mit 90 Watt, KVM sowie die umfangreichen Ergonomiefunktionen sind in dieser Kombination allerdings noch vergleichsweise selten.
Besonders interessant dürfte das Modell deshalb für Nutzer sein, die einen hochauflösenden Arbeitsmonitor für Foto, Video und Content Creation suchen und gleichzeitig Windows- und Mac-Systeme verwenden.
Wer dagegen primär spielt, bekommt für 899 Euro schnellere OLED-, Mini-LED- oder High-Refresh-Monitore. Der JN-IPS326K-HSPC9 verfolgt einen anderen Ansatz: möglichst viele Pixel und viel Arbeitsfläche für kreative Anwendungen, ohne direkt in die Preisregion professioneller Referenzmonitore vorzudringen.
Weitere Infos zum JAPANNEXT JN-IPS326K-HSPC9: https://japannext.de/products/office-pc-monitor-31-5-6k-60hz-1
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