Mit dem RØDE LPA1 erweitert der australische Audiospezialist sein Zubehörangebot um den ersten eigenen Low Profile Mikrofonarm. Die flache Konstruktion soll das Mikrofon unterhalb der Sichtlinie führen und damit verhindern, dass es den Monitor oder das Kamerabild verdeckt. Der ab sofort erhältliche Arm bietet eine horizontale Reichweite von 75 Zentimetern, trägt Mikrofone mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm und kostet laut Hersteller 152,99 Euro.
Damit richtet sich der LPA1 vor allem an Streamer, Podcaster und Content Creator, die ihr Mikrofon flexibel positionieren möchten, dabei aber möglichst wenig Technik im Bild haben wollen. Auch an klassischen Gaming Schreibtischen kann die niedrige Bauform von Vorteil sein, wenn bereits mehrere Monitore, eine Kamera oder weiteres Streaming Zubehör zum Einsatz kommen.
Mikrofon bleibt unterhalb der Sichtlinie
Klassische Mikrofonarme werden häufig von oben oder seitlich an den Sprecher herangeführt. Das funktioniert grundsätzlich gut, kann jedoch einen Teil des Monitors verdecken oder bei Kameraaufnahmen deutlich ins Bild ragen. Low Profile Modelle setzen deshalb auf eine flachere Konstruktion, die knapp oberhalb der Tischplatte verläuft.
Genau an diesem Punkt setzt RØDE mit dem LPA1 an. Das Mikrofon kann von unten in Richtung Mund geführt werden, während der Blick auf den Bildschirm weitgehend frei bleibt. Besonders bei Livestreams mit Facecam kann das für ein aufgeräumteres Bild sorgen. Gleichzeitig bleibt das Mikrofon nah genug am Sprecher, um eine saubere Sprachaufnahme zu ermöglichen.
Wer ein größeres Broadcast Mikrofon verwendet, muss auch auf die Tragkraft des Arms achten. RØDE gibt für den LPA1 eine maximale Belastung von zwei Kilogramm an. Damit sollte der Arm nicht nur leichtere USB Mikrofone, sondern auch schwerere Mikrofone samt Halterung oder Mikrofonspinne aufnehmen können.
Passend dazu haben wir bereits das sE Electronics DynaCaster DCM8 als Broadcast Mikrofon für Streaming und Podcasts getestet.
RØDE LPA1 lässt sich umfassend ausrichten
Bei der Positionierung setzt RØDE auf mehrere bewegliche Gelenke. Die Arme lassen sich um 360 Grad drehen, sodass der LPA1 je nach Schreibtischaufbau von verschiedenen Seiten herangeführt werden kann. Der vordere Teil des Arms kann bis zu 90 Grad nach oben und 60 Grad nach unten geneigt werden.
Zusätzlich sitzt an der Spitze ein Kugelkopf, mit dem sich das montierte Mikrofon genauer auf den Sprecher ausrichten lässt. Das ist vor allem dann praktisch, wenn während einer Aufnahme zwischen verschiedenen Sitzpositionen gewechselt wird oder der Arm zeitweise aus dem Arbeitsbereich geschoben werden soll.
Nach Angaben des Herstellers sollen die Bewegungen sanft und geräuscharm ausfallen. Das ist bei einem Mikrofonarm mehr als eine Komfortfrage: Knarzende Gelenke, starke Vibrationen oder plötzlich zurückschnellende Bauteile können während einer Aufnahme deutlich hörbar sein. Ob der LPA1 diese Geräusche in der Praxis tatsächlich zuverlässig vermeidet, muss allerdings erst ein unabhängiger Test zeigen.
Integrierte Kabelführung soll den Schreibtisch aufräumen
RØDE hat den LPA1 mit einer integrierten Kabelführung ausgestattet. Das Mikrofonkabel kann dadurch entlang des Arms verlegt werden und hängt nicht lose über dem Schreibtisch. Gerade bei Setups mit mehreren Geräten kann dieses Detail einen sichtbaren Unterschied machen.
Eine vollständig interne Kabelführung, bei der das Kabel durch die Konstruktion gezogen wird, nennt der Hersteller allerdings nicht. Stattdessen steht eine unkomplizierte und flexible Befestigung im Vordergrund. Dadurch dürften sich Kabel bei einem Wechsel des Mikrofons leichter austauschen lassen.

Adapter für unterschiedliche Mikrofonhalterungen liegen bei
Der Kugelkopf des RØDE LPA1 besitzt ein 3/8-Zoll-Gewinde. Im Lieferumfang befinden sich zusätzliche Adapter auf 1/4 Zoll und 5/8 Zoll. Der Arm lässt sich dadurch mit zahlreichen Mikrofonklemmen, Spinnen und anderem Audiozubehör kombinieren.
Diese Flexibilität ist wichtig, weil es bei Mikrofonhalterungen keinen einzelnen Anschluss gibt, der von allen Herstellern verwendet wird. Käufer müssen daher nicht zwingend ein RØDE Mikrofon einsetzen. Entscheidend sind das Gewicht des gesamten Aufbaus und eine passende Halterung.
Eine mögliche Kombination für preisbewusste Streaming Setups wäre beispielsweise das von uns getestete FIFINE AmpliGame AM8 mit USB und XLR Anschluss.
Der Preis positioniert den Arm im oberen Bereich
Die unverbindliche Preisempfehlung für den RØDE LPA1 liegt in Deutschland bei 152,99 Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Damit gehört der Mikrofonarm nicht zu den günstigen Einstiegslösungen. RØDE positioniert ihn vielmehr als Zubehör für Nutzer, die regelmäßig streamen, Podcasts aufnehmen oder ihren Arbeitsplatz dauerhaft für Sprachaufnahmen eingerichtet haben.

Der RØDE LPA1 ist ab sofort erhältlich. Zum Lieferumfang gehören neben dem Mikrofonarm die Schraubzwinge für Tischplatten bis 70 Millimeter sowie Adapter für 1/4- und 5/8-Zoll-Gewinde.
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