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PS6 Handheld Specs gehen erneut viral doch der angeblich neue Leak ist gar nicht so neu

Neue angebliche Spezifikationen zu Sonys weiterhin unangekündigtem PS6 Handheld sorgen aktuell erneut für Diskussionen. 24 GB Arbeitsspeicher, eine RDNA 5 GPU mit 16 Compute Units, PSSR 3 und Unterstützung für PS4- und PS5-Spiele klingen nach einer ganzen Reihe neuer Enthüllungen.

Das Problem: Ein großer Teil dieser Informationen ist gar nicht neu.

Mehrere der Daten kursieren bereits seit Monaten und wurden teilweise sogar schon 2025 veröffentlicht. Auch wir haben auf PlayStationInfo.de über zahlreiche der heute erneut verbreiteten Spezifikationen bereits ausführlich berichtet.

Zusätzlich ist aktuell unklar, welche Bestandteile der neuen Zusammenfassung tatsächlich auf frische Aussagen des bekannten AMD-Insiders Kepler_L2 zurückgehen.

Zeit für einen Faktencheck.

24 GB RAM hatten wir bereits im Mai

Einer der Punkte, der aktuell besonders häufig als neue Information präsentiert wird, betrifft den Arbeitsspeicher.

Der angebliche PS6 Handheld mit dem internen Codenamen Canis soll demnach 24 GB LPDDR5X RAM verwenden.

Neu ist diese Zahl allerdings nicht.

Bereits am 6. Mai hatten wir darüber berichtet, dass Sonys PS6 Handheld angeblich mit rund 24 GB Arbeitsspeicher ausgestattet werden soll.

Damals wurde die Zahl vor allem im Zusammenhang mit der klassischen PS6 interessant. Für die Heimkonsole wurden rund 30 GB RAM genannt.

Sony soll den Abstand zwischen beiden Geräten bewusst relativ klein halten wollen, damit Entwickler ihre Spiele nicht drastisch für das mobile System reduzieren müssen.

Einen Tag später hatten wir das Thema erneut aufgegriffen und über die Kombination aus 24 GB RAM und PSSR 3 im PS6 Handheld berichtet.

Die heute wieder verbreiteten 24 GB sind deshalb keine neue Enthüllung.

Auch RDNA 5 und 16 Compute Units kennen wir längst

Dasselbe gilt für die GPU.

Die aktuell kursierende Zusammenfassung nennt 16 Compute Units auf Basis von AMDs kommender RDNA 5 Architektur.

Auch diese Angaben waren bereits 2025 Bestandteil verschiedener Leaks.

In unserem Artikel zu den angeblich vollständigen technischen Daten von Project Canis hatten wir bereits über 16 Compute Units sowie zwei unterschiedliche GPU-Taktraten berichtet.

Genannt wurden damals rund 1,20 GHz im mobilen Betrieb und 1,65 GHz im Dock-Modus.

Genau diese Werte tauchen jetzt erneut auf.

Auch die CPU-Konfiguration mit vier Zen-6c-Kernen und zwei sparsameren Zen-6-LP-Kernen wurde bereits in früheren Berichten genannt.

Das aktuelle Gesamtpaket wirkt dadurch wesentlich neuer, als es tatsächlich ist.

PSSR 3 wird ebenfalls schon seit Monaten diskutiert

Ähnlich sieht es bei PSSR 3 aus.

Die dritte Generation von Sonys KI-gestützter Bildrekonstruktion soll laut verschiedenen Insidern eine besonders wichtige Rolle beim kommenden Handheld spielen.

Die Idee dahinter ist nachvollziehbar.

Ein mobiles Gerät besitzt aufgrund von Stromverbrauch, Kühlung und Akkulaufzeit wesentlich weniger rohe Grafikleistung als eine große Heimkonsole.

Eine deutlich weiterentwickelte Rekonstruktion könnte deshalb intern niedrigere Auflösungen verwenden und daraus ein wesentlich saubereres Ausgangsbild erzeugen.

Bereits im Mai berichteten wir darüber, dass PSSR 3 angeblich genau dafür eingesetzt werden soll.

Aktuell taucht nun erneut die Behauptung auf, besonders anspruchsvolle Spiele könnten beispielsweise intern mit etwa 540p berechnet und anschließend auf 1080p rekonstruiert werden.

Auch dieser grundsätzliche Ansatz wurde bereits vorher diskutiert.

Sony selbst hat PSSR 3 allerdings bislang nicht offiziell angekündigt.

4,91 und 6,75 TFLOPS passen zu den alten Taktraten

Neu wirken zunächst die aktuell genannten Leistungswerte.

Im mobilen Betrieb werden rund 4,91 TFLOPS genannt. Im Dock soll die theoretische Rechenleistung auf ungefähr 6,75 TFLOPS steigen.

Diese Werte ergeben sich allerdings im Wesentlichen aus den bereits bekannten angeblichen GPU-Daten.

Wenn ein Chip mit 16 Compute Units im mobilen Betrieb niedriger und im Dock höher taktet, lassen sich entsprechende theoretische Werte daraus ableiten.

Dadurch werden die zugrunde liegenden Spezifikationen nicht automatisch zu einem neuen Leak.

Noch problematischer wird es bei einzelnen Berichten, die plötzlich von rund 14 TFLOPS sprechen und diesen Wert direkt mit der PlayStation 5 Pro vergleichen.

Solche Vergleiche sollte man mit großer Vorsicht behandeln.

Warum der Vergleich mit 14 TFLOPS irreführend sein kann

TFLOPS sind ohnehin nur sehr begrenzt geeignet, unterschiedliche GPU-Architekturen miteinander zu vergleichen.

Bei RDNA 5 kommt ein weiteres Problem hinzu.

Die Architektur soll deutlich stärkere Raytracing- und Machine-Learning-Einheiten erhalten. Dazu kommen Technologien wie PSSR, Frame Generation und möglicherweise weitere Formen von Neural Rendering.

Rechnet man solche Funktionen theoretisch in eine Gesamtleistung hinein, entstehen beeindruckende Zahlen.

Das bedeutet aber nicht, dass ein kleiner Handheld plötzlich dieselbe rohe Grafikleistung wie eine PS5 Pro besitzt.

Die PS5 Pro liegt bei klassischer Rechenleistung deutlich oberhalb dessen, was für Canis aktuell genannt wird.

Der eigentliche Vorteil des Handhelds soll nach den bisherigen Gerüchten darin bestehen, geringere Rohleistung durch modernere Architektur und KI-Technologien effizienter auszugleichen.

Genau dieser Unterschied ist wichtig.

Abwärtskompatibilität ist ebenfalls ein alter Bestandteil der Gerüchte

Auch die angebliche Unterstützung von PS4- und PS5-Spielen wird heute wieder als wichtige Eigenschaft genannt.

Neu ist sie ebenfalls nicht.

Schon im August 2025 hatten wir über einen dockbaren PlayStation Handheld mit Unterstützung für PS4- und PS5-Spiele berichtet.

Project Canis soll demnach keine neue Version von PlayStation Portal sein.

Während Portal Spiele von einer PS5 oder über Sonys Cloud-Angebot streamt, soll das neue Gerät Spiele tatsächlich lokal berechnen können.

Genau das würde es eher zu einem modernen Nachfolger von PSP und PS Vita machen.

Offiziell bestätigt ist auch das bislang nicht.

Woher kommt die aktuelle Welle überhaupt?

Die neuen Diskussionen gehen unter anderem auf einen Bericht von GameGPU zurück, der seine Angaben Kepler_L2 zuschreibt.

Anschließend wurden die Informationen auf Reddit und verschiedenen Technikseiten weiterverbreitet.

Ein aktueller Beitrag im Subreddit GamingLeaksAndRumours hat innerhalb kurzer Zeit mehrere hundert Reaktionen gesammelt.

In den Kommentaren wird allerdings bereits diskutiert, wo genau Kepler diese vermeintlich neuen Daten veröffentlicht haben soll.

Das ist ein entscheidender Punkt.

Viele der angegebenen Spezifikationen lassen sich tatsächlich auf ältere Aussagen verschiedener Insider zurückführen. Ein klarer neuer Kepler-Beitrag, in dem das heute verbreitete komplette Datenblatt erstmals veröffentlicht wird, ist derzeit allerdings schwer nachzuvollziehen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Angaben falsch sind.

Es bedeutet lediglich, dass man sie nicht als komplett neuen September-Leak darstellen sollte.

Canis selbst bleibt weiterhin unangekündigt

Bei der gesamten Diskussion darf außerdem nicht vergessen werden, dass Sony das Gerät bislang überhaupt nicht offiziell vorgestellt hat.

Der Codename Canis stammt aus Leaks.

Sony hat weder 24 GB RAM noch RDNA 5, 16 Compute Units, PSSR 3, einen Dock-Modus oder einen Veröffentlichungstermin bestätigt.

Das gilt ebenso für Berichte über einen möglichen Marktstart gemeinsam mit der PlayStation 6.

Dass Sony grundsätzlich weiter über neue Hardware und lokale Gaming-Geräte nachdenkt, ist bekannt.

Die konkreten technischen Daten bleiben derzeit trotzdem Insiderinformationen.

Was an den heutigen Meldungen tatsächlich interessant ist

Ganz wertlos ist die aktuelle Diskussion deshalb nicht.

Auffällig ist vielmehr, wie konstant einige der angeblichen technischen Daten inzwischen über einen längeren Zeitraum bleiben.

16 RDNA-5-Compute-Units, mobile und stationäre Taktraten, ein vergleichsweise großer gemeinsamer Speicherpool und starke Abhängigkeit von PSSR tauchen mittlerweile immer wieder auf.

Sollten unabhängige Quellen dieselben Spezifikationen bestätigen, würde das ihre Glaubwürdigkeit erhöhen.

Momentan sehen wir allerdings eher eine erneute Verbreitung bereits bekannter Informationen als einen vollständig neuen Leak.

Wer die heutigen Meldungen liest und glaubt, Sony habe gerade überraschend einen Handheld mit 24 GB RAM, PSSR 3 und RDNA 5 enthüllt, bekommt deshalb ein falsches Bild.

Über genau diese Hardware sprechen wir teilweise schon seit mehr als einem Jahr.

Neu ist aktuell vor allem, dass die alten Daten wieder viral gehen.

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