NewsDiablo V ist offiziell und diesmal hat Diablo bereits gewonnen

Diablo V ist offiziell und diesmal hat Diablo bereits gewonnen

Blizzard hat auf der BlizzCon 2026 offiziell Diablo V angekündigt und dabei direkt mit einer ziemlich ungewöhnlichen Ausgangslage überrascht. Anders als in früheren Teilen beginnt das neue Action-Rollenspiel nicht mit einer Welt, die kurz vor dem Untergang steht. Sanctuary ist bereits gefallen, die bekannten Helden wurden besiegt und Diablo hat gewonnen. Erscheinen soll Diablo V im Frühjahr 2029.

Nach der ersten Enthüllung lieferte Blizzard bereits weitere Details zu Welt, Spielsystemen und den ersten Klassen. Dabei wird deutlich, dass der fünfte Hauptteil nicht einfach Diablo IV mit neuer Geschichte werden soll.

Diablo herrscht bereits über Sanctuary

Blizzard stellt den Sieg des namensgebenden Dämonen diesmal direkt an den Anfang.

Diablo hat Sanctuary erobert und nutzt die gefallene Welt als Ausgangspunkt für seinen weiteren Krieg. Vom ehemaligen Westmark aus herrscht er über große Teile der Bevölkerung, während die wenigen verbliebenen Menschen entweder fliehen, sich unterwerfen oder sogar Diablos Kulten anschließen.

Spieler übernehmen die Rolle des sogenannten Erben von Westmark.

Diese Figur besitzt eine bislang nicht näher erklärte Verbindung zu Diablo und wird dadurch gleichzeitig zu einer Bedrohung für den Dämon und besonders anfällig für seinen Einfluss. Blizzard stellt die Geschichte deshalb unter die Frage, was ein Held werden muss, wenn die Welt bereits verloren scheint.

Damit dreht Diablo V die bekannte Ausgangssituation der Serie zumindest teilweise um. Diesmal geht es nicht darum, eine drohende Katastrophe zu verhindern, sondern zunächst überhaupt in einer bereits zerstörten Welt zu überleben.

Klassische Städte verschwinden als sicherer Rückzugsort

Auch bei der Struktur der Spielwelt plant Blizzard größere Veränderungen.

Statt ständig in sichere Städte oder bereits befreite Festungen zurückzukehren, reist der Spieler mit einer eigenen Karawane durch Sanctuary.

Diese wachsende Gruppe besteht aus Überlebenden, Händlern und Begleitern. Sie soll gewissermaßen zur mobilen Heimat des Spielers werden und sich während des Abenteuers weiterentwickeln.

Blizzard nennt unter anderem eine ehemalige Schwester des Blicklosen Auges sowie einen gestrandeten Schatzgoblin, der in einer zerstörten Welt plötzlich mit der Frage konfrontiert wird, welchen Wert Reichtum überhaupt noch besitzt.

Das klingt zunächst nach einem vergleichsweise kleinen Detail, könnte aber die Atmosphäre deutlich verändern. Statt nach jedem Ausflug in eine vergleichsweise sichere Stadt zurückzukehren, soll sich die Reise stärker wie eine Flucht durch eine feindliche Welt anfühlen.

Die Welt verändert sich beim erneuten Besuch

Sanctuary selbst soll ebenfalls dynamischer werden.

Blizzard spricht von einer prozedural beeinflussten Landschaft, bei der sich Gelände, interessante Orte, Gegner und Belohnungen verändern können, wenn Spieler in bereits bekannte Gebiete zurückkehren.

Dabei soll die Welt nicht vollständig zufällig generiert werden. Vielmehr versucht Blizzard offenbar, bekannte Regionen mit wechselnden Situationen zu kombinieren.

Der westliche Kontinent steht besonders stark unter Diablos Kontrolle und soll sichtbar zeigen, welche Folgen seine Herrschaft hinterlassen hat. Ruinen erzählen von der Vergangenheit, während sich die dämonische Korruption weiter ausbreitet.

Demon Hunter und Monk kehren zurück

Auch die ersten drei spielbaren Klassen stehen bereits fest.

Der Demon Hunter kehrt mit seinen beiden Armbrüsten zurück und setzt erneut auf schnelle Bewegungen, Distanzangriffe und Angriffe aus dem Schatten.

Ebenfalls wieder dabei ist der Monk. Die Klasse kombiniert Nahkampf mit heiliger Macht und dürfte besonders Spielern bekannt vorkommen, die Diablo III intensiv gespielt haben.

Komplett neu ist dagegen der Plague Knight.

Dieser Ritter setzt auf Krankheiten und Seuchen, verbreitet Pestilenz auf dem Schlachtfeld und kann die eigenen Effekte anschließend konsumieren, um daraus zusätzliche Stärke zu gewinnen.

Blizzard betont, dass dies lediglich die ersten angekündigten Klassen sind. Weitere sollen bis zur Veröffentlichung folgen.

Bei der Beute schaut Blizzard wieder stärker auf Diablo II

Interessant ist auch die geplante Itemisierung.

Blizzard nennt Diablo II ausdrücklich als eine der wichtigsten Inspirationen für das neue System. Gegenstände sollen wieder stärker ihre eigene Identität besitzen und leichter verständlich sein, ohne langfristige Tiefe zu verlieren.

Unter anderem experimentiert das Team erneut mit Attributanforderungen bei Ausrüstung.

Auch das klassische Inventarsystem soll teilweise zurückkehren. Größere Gegenstände nehmen wieder mehr Platz ein, statt dass jedes Item lediglich ein einzelnes Feld belegt.

Ausrüstungssets sind ebenfalls wieder vorgesehen. Dazu kommen Runen und Runenwörter im Stil von Diablo II sowie ein umfangreicheres Crafting-System.

Damit reagiert Blizzard offenbar auf einen Bereich, über den innerhalb der Community seit Diablo III und Diablo IV immer wieder diskutiert wurde.

Blizzard kündigt Diablo V ungewöhnlich früh an

Bis zum Release dauert es allerdings noch eine ganze Weile.

Diablo V soll erst im Frühjahr 2029 erscheinen und befindet sich laut Blizzard noch in einer frühen Entwicklungsphase. Ab 2027 möchte das Studio regelmäßiger über den Fortschritt informieren und dabei auch Feedback aus der Community einbeziehen.

Konkrete Plattformen wurden bei der Ankündigung bislang nicht genannt.

Gerade für PlayStation-Spieler bleibt deshalb noch offen, auf welchen Konsolen Diablo V erscheinen wird. Diablo IV wurde für PS4, PS5, Xbox und PC veröffentlicht und kommt inzwischen ebenfalls auf Nintendo Switch 2. Daraus lässt sich die Plattformstrategie für 2029 allerdings nicht automatisch ableiten.

Die Richtung des neuen Spiels steht dagegen schon erstaunlich früh fest.

Diablo hat diesmal nicht nur seine Rückkehr angekündigt. Wenn Diablo V beginnt, hat der Lord des Schreckens den wichtigsten Kampf offenbar bereits gewonnen.

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