News23 Jahre später bekommt Warcraft 3 plötzlich eine riesige neue Kampagne

23 Jahre später bekommt Warcraft 3 plötzlich eine riesige neue Kampagne

Damit dürften selbst langjährige Warcraft-Fans kaum gerechnet haben: Mehr als zwei Jahrzehnte nach The Frozen Throne bekommt Warcraft III eine komplett neue offizielle Kampagne. Blizzard hat auf der BlizzCon 2026 Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom vorgestellt und direkt veröffentlicht. Rund 30 Stunden neue Inhalte sollen die bisher kaum erzählte Zeit zwischen Warcraft III und den ersten Ereignissen von World of Warcraft schließen.

Im Mittelpunkt stehen Sylvanas Windrunner und die Verlassenen. Spieler erleben, wie sich die ehemaligen Untertanen Lordaerons vom Einfluss der Geißel lösen, in den Ruinen ihrer Heimat eine neue Existenz aufbauen und schließlich die Grundlagen für Undercity schaffen.

Für Warcraft III ist es die erste vollständig neue offizielle Kampagne seit mehr als 20 Jahren.

Forsaken Kingdom schließt eine alte Lücke der Warcraft Geschichte

Blizzard setzt mit der Erweiterung unmittelbar bei einem der wichtigsten Momente der ursprünglichen Geschichte an.

Arthas kehrt nach Lordaeron zurück und die Ereignisse nehmen ihren bekannten Lauf.

Forsaken Kingdom erzählt jedoch, was danach passiert.

Zwischen dem Ende von Warcraft III und dem Beginn von World of Warcraft liegen innerhalb der Geschichte ungefähr vier Jahre. Genau diesen Zeitraum möchte Blizzard nun genauer beleuchten.

Die Erweiterung besteht aus einem eigenen Prolog und der eigentlichen Forsaken-Kampagne.

Der vier Missionen umfassende Prolog „Last Days of Lordaeron“ zeigt die letzten Stunden des Königreichs aus der Perspektive der Hauptstadtwache.

Spieler befinden sich damit ausgerechnet mitten in den Ereignissen rund um Arthas‘ Rückkehr.

Danach übernimmt Sylvanas

Nach dem Prolog verschiebt sich der Schwerpunkt.

Die Hauptkampagne begleitet Sylvanas Windrunner und die neu entstandenen Verlassenen.

Sie müssen sich aus den Überresten Lordaerons eine neue Heimat schaffen, gegen bekannte und neue Gegner kämpfen und schließlich ihre Position innerhalb Azeroths finden.

Dabei entsteht auch Undercity.

Blizzard möchte damit verschiedene Fragen beantworten, die Warcraft III und World of Warcraft bislang nur teilweise erklärt haben. Dazu gehört insbesondere, wie aus den Überlebenden beziehungsweise ehemaligen Dienern der Geißel jene Fraktion entstand, die Spieler später als Forsaken kennenlernen.

Rund 30 Stunden neue Inhalte

Beim Umfang handelt es sich nicht nur um ein kleines nostalgisches Zusatzpaket.

Blizzard gibt für Forsaken Kingdom ungefähr 30 Stunden Spielzeit an.

Hinzu kommt fast eine Stunde neuer Ingame-Zwischensequenzen.

Damit fällt die Erweiterung umfangreicher aus, als viele wahrscheinlich von einer überraschenden Zusatzkampagne für ein über zwei Jahrzehnte altes Strategiespiel erwartet hätten.

Die Story besteht aus einem Prolog und drei größeren Kampagnenkapiteln.

Die Hauptkampagne wird etwas offener

Spielerisch orientiert sich Blizzard teilweise an einer der ungewöhnlichsten Kampagnen von The Frozen Throne.

Forsaken Kingdom setzt in der Hauptkampagne auf eine sogenannte Soft-Open-Struktur, die von Rexxars Bonuskampagne inspiriert wurde.

Statt ausschließlich eine lineare Mission nach der anderen abzuarbeiten, bekommen Spieler mehr Raum für Erkundung, Gegenstände und Charakterentwicklung.

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Helden verfügen über ein erweitertes Inventar und ein eigenes Talentsystem.

Damit bekommt Forsaken Kingdom stellenweise stärkere RPG-Elemente als die klassischen Kampagnen.

Blizzard stellt allerdings klar, dass es sich nicht einfach um eine zweite Rexxar-Kampagne handelt. Die damaligen Ideen dienen lediglich als Grundlage.

Ein ungewöhnlicher Paladin schließt sich den Verlassenen an

Eine der kurioseren Neuerungen ist ein neuer Forsaken Paladin.

Blizzard erklärt innerhalb der Geschichte erstmals genauer, wie ein untoter Paladin in diese Fraktion passen kann.

Der Charakter ist nicht nur Bestandteil der Kampagne, sondern soll die Geschichte der Verlassenen weiter ausbauen.

Ob die Einheit später auch außerhalb der Kampagne beziehungsweise im klassischen Multiplayer eine größere Rolle spielt, lässt Blizzard momentan noch etwas offen.

Warcraft III bekommt gleichzeitig eine neue Grafikstufe

Parallel zur Kampagne veröffentlicht Blizzard Patch 3.0.

Darin steckt unter anderem der neue Grafikmodus „Definitive Edition“.

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Das Ziel ist ein Mittelweg zwischen dem klassischen Warcraft-III-Stil und der umstrittenen Reforged-Grafik.

Blizzard möchte die klaren Silhouetten und die bessere Lesbarkeit des Originals erhalten, gleichzeitig aber Modelle, Umgebungen, Beleuchtung und Effekte technisch modernisieren.

Spieler können weiterhin zwischen Classic und Definitive wechseln. Die unterschiedlichen Grafikmodi bleiben zudem miteinander kompatibel.

Für Besitzer von Warcraft III: Reforged sind die technischen Verbesserungen kostenlos.

Die neue Kampagne selbst muss separat erworben werden.

Blizzard verbindet Warcraft III direkt mit dem neuen World of Warcraft

Forsaken Kingdom ist außerdem nicht nur ein nostalgischer Rückblick.

Die Geschichte wurde bewusst so entwickelt, dass sie direkt in World of Warcraft: Forever übergeht.

Die neue WoW-Version startet kurz nach den Ereignissen von Forsaken Kingdom und soll Azeroth in einer neu interpretierten Form präsentieren.

Damit macht Blizzard aus der unerwarteten Warcraft-III-Erweiterung einen Teil seiner aktuellen Warcraft-Zukunft.

Wer wissen möchte, wie sich Lordaerons Untergang, Sylvanas und die Entstehung der Forsaken miteinander verbinden, bekommt damit erstmals eine umfangreiche spielbare Brücke zwischen Warcraft III und World of Warcraft.

Dass Blizzard dafür 23 Jahre nach The Frozen Throne noch einmal eine komplette Kampagne veröffentlicht, dürfte dennoch die eigentliche Überraschung bleiben.

Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom ist ab sofort über Battle.net erhältlich.

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