Star Wars: Knights of the Old Republic gilt bis heute als eines der beliebtesten Star-Wars-Spiele überhaupt. Mehr als 20 Jahre nach der Veröffentlichung kommt nun eine ziemlich kuriose Geschichte aus der Entwicklung ans Licht.
Der ehemalige BioWare-Produzent Mark Darrah erinnert sich daran, wie sich BioWare und Lucasfilm wegen eines einzigen Wortes in die Haare bekamen.
Das angeblich problematische Wort? „Damn“.
Lucasfilm: So etwas sagt man bei Star Wars nicht
Darrah erzählte die Geschichte während eines aktuellen Podcasts.
Während der Entwicklung von Knights of the Old Republic wollte BioWare offenbar einen Charakter das englische Wort „damn“ sagen lassen.
Für Lucasfilm ging das allerdings zu weit.
Das Studio erhielt laut Darrah den Hinweis, dass Charaktere im Star-Wars-Universum dieses Wort nicht verwenden würden.
Bei BioWare wollte man diese Begründung offenbar nicht einfach hinnehmen.
BioWare suchte sämtliche Star-Wars-Filme ab
Einer der Autoren machte sich daraufhin die Mühe, die damaligen Star-Wars-Filme durchzugehen und nach genau diesem Wort zu suchen.
Das Ergebnis dürfte bei Lucasfilm für interessante Gesichter gesorgt haben.
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BioWare fand laut Darrah insgesamt 19 Stellen, an denen das Wort in den Filmen verwendet worden sein soll.
Die Botschaft der Entwickler war entsprechend simpel: Wenn Star-Wars-Charaktere „damn“ angeblich nicht sagen, warum passiert es dann mehrfach in den Filmen?
Geholfen hat die Recherche offenbar trotzdem nicht.
Lucasfilm setzte sich letztlich durch und das Wort durfte nicht wie geplant verwendet werden.
Gewalt war okay, „damn“ offenbar nicht
Aus heutiger Sicht wirkt die Geschichte noch kurioser, wenn man bedenkt, welche Entscheidungen Knights of the Old Republic seinen Spielern ermöglicht.
KOTOR konnte schließlich ziemlich düster werden.
Spieler konnten Menschen leiden lassen, Familien gegeneinander aufbringen und als Anhänger der dunklen Seite Entscheidungen treffen, die deutlich härter ausfallen als ein vergleichsweise harmloses Schimpfwort.
Trotzdem musste sich BioWare offenbar ausgerechnet bei „damn“ geschlagen geben.
Der Grund könnte mit den damaligen Vorgaben von Lucasfilm zusammenhängen. Bestimmte Begriffe sollten offenbar unabhängig von älteren Filmen nicht mehr Teil der aktuellen Ausrichtung von Star Wars sein.
Arbeiten mit großen Marken kann kompliziert werden
Für Darrah ist die Geschichte gleichzeitig ein Beispiel dafür, wie die Entwicklung eines Spiels mit einer lizenzierten Marke ablaufen kann.
Wer mit einer fremden Marke arbeitet, kann schließlich nicht vollständig selbst entscheiden, was im Spiel passiert.
Nach seiner Erfahrung gibt es auf Seiten des Lizenzinhabers normalerweise Verantwortliche, die letztlich festlegen können, was mit der jeweiligen Marke vereinbar ist und was nicht.
Entwickler können diskutieren und versuchen, Entscheidungen anzufechten – am Ende liegt die Kontrolle über das Universum aber beim Rechteinhaber.
KOTOR bleibt voller kurioser Geschichten
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem ursprünglichen Release erfahren wir damit noch immer neue Details über die Entstehung von Knights of the Old Republic.
Dass ein BioWare-Autor offenbar einen ganzen Arbeitstag damit verbrachte, Star-Wars-Filme nach einem einzigen Wort zu durchsuchen, gehört definitiv zu den kurioseren Geschichten.
Besonders bitter: Selbst 19 Gegenbeispiele konnten Lucasfilm offenbar nicht überzeugen.
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