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PS5 Emulation macht riesigen Sprung und sechs Spiele laufen schon mit 60 FPS

Die PlayStation 5 gilt noch immer als aktuelle Konsolengeneration, doch die Emulationsszene macht inzwischen überraschend schnelle Fortschritte. Mehrere PS5-Emulatoren können mittlerweile erste Spiele tatsächlich starten und teilweise mit 60 Bildern pro Sekunde darstellen. Selbst technisch deutlich anspruchsvollere Titel wie Demon’s Souls kommen inzwischen sichtbar näher an einen spielbaren Zustand heran.

Von einer echten Alternative zur PS5 kann allerdings noch lange keine Rede sein. Die meisten Spiele funktionieren weiterhin überhaupt nicht oder nur eingeschränkt, und selbst die aktuell als spielbar bezeichneten Titel können noch Grafik- oder Audioprobleme besitzen.

Trotzdem zeigt die Entwicklung, wie schnell sich die technische Basis verbessert.

SharpEmu erreicht bei sechs Spielen 60 FPS

Besonders große Fortschritte meldet aktuell das Open-Source-Projekt SharpEmu.

Nach Angaben eines Entwicklers wurden inzwischen 55 PS5-Spiele getestet.

Zwölf davon erreichen überhaupt einen Zustand, in dem tatsächlich Gameplay möglich ist.

Sechs Titel werden inzwischen sogar als spielbar mit 60 Bildern pro Sekunde geführt.

Dazu gehören:

  • Dreaming Sarah
  • Void Terrarium
  • New Joe & Mac: Caveman Ninja
  • Tetris Forever
  • Hoa
  • Tomb Raider IV-VI Remastered

Dabei handelt es sich überwiegend um kleinere Spiele oder technisch weniger anspruchsvolle Veröffentlichungen.

Große PS5-Produktionen gehören bislang nicht zu dieser Gruppe.

„Spielbar“ bedeutet noch nicht automatisch komplett fehlerfrei

Bei der Einordnung ist allerdings Vorsicht notwendig.

Die Entwickler verwenden den Begriff „playable“, obwohl die betreffenden Spiele offenbar noch nicht zwingend vollständig von Anfang bis Ende getestet wurden.

Kleinere Grafik- oder Audioprobleme können weiterhin auftreten.

Das bedeutet: Die sechs Spiele erreichen einen Zustand, in dem sie offenbar stabil laufen und reguläres Gameplay ermöglichen.

Eine Garantie dafür, dass jeder Abschnitt eines Spiels bereits ohne Probleme funktioniert, gibt es aber noch nicht.

Von einer fertigen Emulator-Erfahrung wie bei deutlich älteren Konsolen ist SharpEmu deshalb weiterhin weit entfernt.

Demon’s Souls läuft inzwischen deutlich schneller

Noch interessanter dürfte für viele PlayStation-Fans der aktuelle Stand von Demon’s Souls sein.

Das Remake gehört zu den technisch anspruchsvolleren PS5-Spielen und war lange nur schwer überhaupt zu starten.

Inzwischen zeigen aktuelle Tests mit dem Emulator KytyPS5 deutlich bessere Ergebnisse.

Demon’s Souls soll dort teilweise mit rund 40 bis 50 Bildern pro Sekunde laufen.

Für eine moderne PS5-Produktion ist das ein bemerkenswerter Fortschritt.

Der Haken: Dafür wird derzeit extrem leistungsfähige PC-Hardware benötigt.

In einem gezeigten Beispiel kamen unter anderem eine GeForce RTX 5090 und ein Intel Core i9-14900K zum Einsatz.

Selbst damit erreicht das Spiel noch nicht konstant die 60 FPS, die der Performance-Modus auf einer normalen PS5 bietet.

Noch im Juli sah Demon’s Souls völlig anders aus

Gerade der Vergleich mit dem Stand vor wenigen Monaten zeigt, wie schnell die Entwicklung voranschreitet.

Bereits im Juli hatten wir über die ersten größeren Fortschritte bei der PS5-Emulation berichtet.

Damals konnte SharpEmu Demon’s Souls zwar starten und erste Bilder darstellen, echtes Gameplay war allerdings noch weit entfernt.

Unser damaliger Artikel:

https://www.playstationinfo.de/2026/07/13/playstation-5-emulation-erreicht-ersten-meilenstein/

Nur wenige Monate später bewegen sich andere Projekte bereits in Bereichen von 30 bis 50 Bildern pro Sekunde.

Das bedeutet nicht automatisch, dass Demon’s Souls bald vollständig problemlos spielbar wird.

Der technische Fortschritt fällt trotzdem deutlich aus.

Auch Astro Bot läuft bereits

Demon’s Souls ist nicht der einzige größere Titel, bei dem sich etwas bewegt.

Aktuelle Demonstrationen zeigen außerdem Astro Bot innerhalb einer PS5-Emulationsumgebung.

Das Spiel soll teilweise bis zu rund 30 FPS erreichen.

Auch hier gelten allerdings erhebliche Einschränkungen.

Grafikfehler, Abstürze, fehlende Funktionen und andere Probleme sind weiterhin möglich.

Die Beispiele zeigen vor allem, dass moderne PS5-Spiele inzwischen zumindest teilweise weit genug ausgeführt werden können, um echtes Gameplay darzustellen.

Vor einigen Monaten war selbst das noch keineswegs selbstverständlich.

Warum entwickelt sich PS5 Emulation so schnell?

Auf den ersten Blick überrascht die Geschwindigkeit.

Bei früheren Konsolengenerationen dauerte es teilweise viele Jahre, bis brauchbare Emulatoren verfügbar waren.

Ein Grund liegt in der Architektur der PlayStation 5.

Sony verwendet bei der PS5 eine x86-64-CPU auf Basis von AMD-Technik.

Damit ähnelt die grundlegende Hardware moderner PCs stärker als beispielsweise die komplexe Cell-Architektur der PlayStation 3.

Das macht die Emulation nicht einfach, reduziert aber bestimmte technische Hürden.

Hinzu kommt, dass moderne Grafik-APIs und leistungsfähige PC-Hardware deutlich bessere Voraussetzungen bieten als noch vor einigen Konsolengenerationen.

KI Werkzeuge spielen offenbar ebenfalls eine Rolle

Auch moderne KI-Werkzeuge werden zunehmend Teil der Entwicklung.

Mehrere Emulatorprojekte erlauben ausdrücklich KI-Unterstützung bei Forschung, Reverse Engineering, Dokumentation oder Codeentwicklung.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Emulator einfach vollständig durch künstliche Intelligenz programmiert wird.

Die Projekte verlangen weiterhin, dass Entwickler den eingereichten Code verstehen und erklären können.

Gerade bei komplexen Aufgaben wie Shader-Übersetzung oder Reverse Engineering können moderne Werkzeuge den Entwicklungsprozess aber offenbar beschleunigen.

Wie groß ihr tatsächlicher Anteil am aktuellen Fortschritt ist, lässt sich schwer beziffern.

Zwei große Projekte treiben die Entwicklung voran

Aktuell gehören SharpEmu und KytyPS5 zu den sichtbarsten Projekten im Bereich der PS5-Emulation.

Beide verfolgen unterschiedliche technische Ansätze und befinden sich noch in einem sehr frühen Stadium.

Das ist ein wichtiger Punkt.

Wer heute einen Emulator herunterlädt und erwartet, seine komplette PS5-Bibliothek am PC zu spielen, dürfte schnell enttäuscht werden.

Die überwältigende Mehrheit der Spiele funktioniert noch nicht zuverlässig.

Viele Titel starten überhaupt nicht.

Andere erreichen Menüs oder erste Spielszenen, bevor technische Probleme auftreten.

PS5 Emulation bleibt vorerst ein Technik Experiment

Für normale Spieler besitzt die Entwicklung deshalb aktuell kaum praktischen Nutzen.

Eine echte PS5 bietet weiterhin eine wesentlich stabilere, einfachere und leistungsfähigere Erfahrung.

Interessant ist das Thema vor allem aus technischer Sicht.

Emulation spielt langfristig außerdem eine wichtige Rolle für die Erhaltung von Spielen.

Wenn Konsolen irgendwann nicht mehr produziert werden und Hardware ausfällt, können funktionierende Emulatoren dazu beitragen, ältere Spiele weiterhin zugänglich zu halten.

Gerade bei digitalen Veröffentlichungen wird dieser Punkt langfristig immer wichtiger.

Der Fortschritt innerhalb weniger Monate ist trotzdem bemerkenswert

Dass sechs Spiele bereits mit 60 FPS laufen und Demon’s Souls inzwischen teilweise Werte von 40 bis 50 FPS erreicht, zeigt vor allem eines:

PS5-Emulation entwickelt sich schneller, als noch vor wenigen Monaten zu erwarten war.

Von einer vollständig funktionierenden PS5 auf dem PC sind die Projekte weiterhin weit entfernt.

Die Entwicklung ist trotzdem interessant zu beobachten.

Noch im Juli galt bereits das erste korrekt dargestellte Bild von Demon’s Souls als wichtiger Meilenstein.

Nur wenige Monate später ist tatsächliches Gameplay mit deutlich höheren Bildraten möglich.

Wie schnell daraus eine wirklich breite Kompatibilität entsteht, bleibt offen.

Die technische Grundlage scheint sich jedenfalls zunehmend zu stabilisieren.

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