Die überraschende Einstellung des Prince of Persia: The Sands of Time Remake sorgt weiter für Diskussionen. Nachdem Ubisoft vor wenigen Tagen die Schließung von zwei Studios, die Verschiebung mehrerer Projekte und die Einstellung von insgesamt sechs Spielen bekannt gegeben hatte, wird nun deutlich, wie kurzfristig diese Entscheidung offenbar getroffen wurde – selbst beteiligte Schauspieler wurden nicht informiert.
Farah-Darstellerin erfuhr vom Aus über soziale Medien
In einem aktuellen YouTube-Video äußerte sich Eman Ayaz, die für das Remake die Rolle von Farah übernommen hatte, erstmals öffentlich zu der Situation. Laut eigenen Angaben wusste sie bis zuletzt nichts von der Einstellung des Spiels. Stattdessen erfuhr sie von der Entscheidung durch ihren Bruder, der sie nach entsprechenden Meldungen in sozialen Netzwerken kontaktierte.
http://playstationinfo.de.w0213555.kasserver.com/2026/01/26/abgesagtes-prince-of-persia-remake-taucht-wieder-auf-neuer-look-des-prinzen-sorgt-fuer-diskussionen/
Aufgrund einer bestehenden Geheimhaltungsvereinbarung äußerte sich Ayaz nur zurückhaltend zu Details, machte jedoch deutlich, dass sie die Entscheidung völlig unvorbereitet getroffen habe. Sie beschrieb den Moment als einen der belastendsten ihrer bisherigen Schauspielkarriere und sprach von einem Gefühl des Vertrauensbruchs.
Drei Jahre Arbeit ohne Abschluss
Besonders bitter: Die Schauspielerin hatte rund drei Jahre an dem Projekt gearbeitet und war davon ausgegangen, dass das Spiel kurz vor der Veröffentlichung stand. Nach eigenen Aussagen hatte sie noch etwa einen Monat vor der offiziellen Absage Marketingarbeiten für das Remake abgeschlossen. Diese Aussage deckt sich mit früheren Berichten, wonach sich das Spiel in einem nahezu fertigen Zustand befunden haben soll.
In internen Kreisen war zuvor sogar von einem Entwicklungsstand von rund 99 Prozent die Rede – umso größer ist das Unverständnis über die finale Entscheidung.
Eine schwierige Entwicklungsgeschichte
Die Entwicklung des Sands-of-Time-Remakes verlief von Beginn an problematisch. Nach der negativen Resonanz auf die erste Präsentation im Jahr 2022 entschied sich Ubisoft zu einem kompletten Neustart des Projekts. Die Verantwortung wechselte von Ubisoft Pune und Ubisoft Mumbai zu Ubisoft Montreal, dem ursprünglichen Studio hinter dem Klassiker.
Trotz dieser Maßnahmen konnte das Projekt offenbar nicht gerettet werden. Ubisoft begründete die Einstellung letztlich mit Qualitätsbedenken – selbst die Beteiligung der ursprünglichen Entwickler reichte demnach nicht aus, um das Remake in einen zufriedenstellenden Zustand zu bringen.
Kritische Fragen bleiben offen
Der Fall wirft nicht nur Fragen zur Projektplanung bei Ubisoft auf, sondern auch zum Umgang mit kreativen Beteiligten. Dass selbst zentrale Sprecherrollen offenbar bis zur öffentlichen Bekanntgabe nichts von der Einstellung wussten, sorgt für Kritik innerhalb der Community.
Ob Ubisoft künftig transparenter mit solchen Entscheidungen umgeht, bleibt abzuwarten. Für viele Fans und Beteiligte endet das Sands-of-Time-Remake jedenfalls als eines der prominentesten gescheiterten Projekte der vergangenen Jahre.

