Die HBO-Serie zu The Last of Us könnte tatsächlich bereits mit der kommenden dritten Staffel enden. Nachdem in den vergangenen Monaten noch offen war, ob die Geschichte von The Last of Us Part II auf drei oder vier Staffeln verteilt wird, hat HBO-Chef Casey Bloys nun eine deutlich konkretere Aussage zur Zukunft der Serie gemacht.
Nach seinem aktuellen Kenntnisstand plant Showrunner Craig Mazin die kommende dritte Staffel als Abschluss der gesamten Serie.
Offiziell als endgültiges Serienfinale angekündigt wurde Staffel 3 zwar noch nicht. Die neue Aussage kommt einer Bestätigung allerdings deutlich näher als frühere Kommentare von HBO.
Gleichzeitig steht nun fest, dass The Last of Us Staffel 3 im Jahr 2027 erscheinen soll. Einen genauen Termin gibt es weiterhin nicht.
HBO Chef spricht erstmals von einer geplanten finalen Staffel
Casey Bloys äußerte sich nach den diesjährigen Emmy Awards in einem ausführlichen Gespräch mit Deadline zu mehreren kommenden HBO Produktionen.
Natürlich kam dabei auch The Last of Us zur Sprache.
Auf die Frage, wann Staffel 3 erscheinen wird, bestätigte Bloys zunächst das Jahr 2027. Einen konkreten Monat oder Veröffentlichungstag könne er derzeit noch nicht nennen.
Anschließend wurde er erneut gefragt, ob die dritte Staffel tatsächlich die letzte sein wird.
Seine Antwort fällt diesmal bemerkenswert konkret aus: Nach seiner Einschätzung habe Craig Mazin sie als finale Staffel geplant.
Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied zu früheren Aussagen, ist für die Zukunft der Serie aber durchaus relevant.
Im Januar klang HBO noch vorsichtiger
Bereits Anfang des Jahres hatten wir darüber berichtet, dass The Last of Us möglicherweise schon nach Staffel 3 enden könnte.
Damals wurde Bloys ebenfalls direkt nach einem möglichen Serienende gefragt.
Seine Antwort fiel allerdings deutlich unverbindlicher aus. Es sehe zwar danach aus, solche Entscheidungen überlasse HBO aber letztendlich den Showrunnern.
Zu diesem Zeitpunkt war offenbar noch nicht entschieden, wie Craig Mazin die verbleibende Geschichte strukturieren würde.
Nun klingt Bloys erstmals so, als habe Mazin diese Entscheidung inzwischen getroffen.
Eine separate offizielle Ankündigung von HBO oder dem Showrunner steht allerdings weiterhin aus.
Eigentlich waren sogar vier Staffeln im Gespräch
Die mögliche Verkürzung ist auch deshalb interessant, weil Craig Mazin ursprünglich andere Pläne diskutiert hatte.
Nach Staffel 2 erklärte der Showrunner mehrfach, dass die verbleibende Handlung aus The Last of Us Part II sehr umfangreich sei.
Zeitweise standen deshalb Staffel 3 und Staffel 4 gemeinsam im Raum.
Noch im vergangenen Jahr sprach Mazin offen darüber, dass die Geschichte möglicherweise nicht sinnvoll innerhalb nur einer weiteren Staffel abgeschlossen werden könne.
Später änderte sich die Tonlage.
HBO erklärte, dass entweder zwei weitere Staffeln oder eine entsprechend größere dritte Staffel denkbar seien.
Wir hatten in diesem Zusammenhang bereits über Mazins Aussage berichtet, dass Staffel 3 deutlich umfangreicher als Staffel 2 werden soll.
Eine längere finale Staffel könnte nun genau die Lösung sein.
Abby rückt in Staffel 3 in den Mittelpunkt
Inhaltlich wird die kommende Season die Geschichte von The Last of Us Part II fortsetzen.
Staffel 2 erzählte große Teile der Ereignisse aus Ellies Perspektive. Die dritte Staffel wird dagegen wesentlich stärker Abby Anderson in den Mittelpunkt stellen.
Kaitlyn Dever kehrt entsprechend als Abby zurück.
Auch zwei weitere zentrale Charaktere aus dem Spiel sind bereits bestätigt.
HBO hat Michelle Mao als Yara und Kyriana Kratter als Lev verpflichtet. Über die Besetzung von Yara und Lev für The Last of Us Staffel 3 hatten wir bereits im März berichtet.
Wer The Last of Us Part II gespielt hat, dürfte ungefähr wissen, welche Teile der Geschichte nun folgen.
Ohne größere Spoiler vorwegzunehmen, erzählt das Spiel dieselben Ereignisse teilweise aus völlig unterschiedlichen Perspektiven und verbindet beide Handlungsstränge anschließend miteinander.
Genau diese Struktur führte überhaupt erst dazu, dass HBO für die Umsetzung des zweiten Spiels mehrere Staffeln benötigt.
Neil Druckmann ist diesmal nicht mehr kreativ beteiligt
Staffel 3 entsteht zudem unter veränderten Bedingungen.
Neil Druckmann hat sich aus der aktiven kreativen Arbeit an der HBO-Serie zurückgezogen und konzentriert sich wieder vollständig auf Naughty Dog.
Craig Mazin trägt damit wesentlich mehr Verantwortung für die weitere Umsetzung.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Druckmann oder Naughty Dog grundsätzlich mit The Last of Us abgeschlossen hätten.
Ganz im Gegenteil.
Erst Anfang September bestätigte Druckmann, dass Naughty Dog an mehreren neuen Projekten rund um The Last of Us arbeitet.
Was genau sich dahinter verbirgt, verriet er nicht.
Auch The Last of Us Part III wurde dabei ausdrücklich nicht bestätigt. Druckmann machte aber klar, dass Naughty Dog mit der Marke noch nicht fertig ist.
Serienende wäre also nicht das Ende von The Last of Us
Genau diese Trennung ist wichtig.
Selbst wenn HBO seine Adaption 2027 tatsächlich mit Staffel 3 beendet, bedeutet das nicht automatisch das Ende des gesamten Franchise.
Die Fernsehserie adaptiert bislang die beiden existierenden Hauptspiele.
Sollte Mazin die verbleibende Handlung von Part II vollständig innerhalb der dritten Staffel erzählen, hätte HBO zunächst schlicht keine weitere veröffentlichte Spielgeschichte mehr, auf der eine direkte Fortsetzung basieren könnte.
Naughty Dog arbeitet währenddessen bereits an weiteren Projekten innerhalb der Marke.
Ein möglicher The Last of Us Part III gehört natürlich zu den naheliegendsten Spekulationen.
Offiziell angekündigt wurde ein dritter Hauptteil aber weiterhin nicht.
HBO könnte bewusst einen sauberen Abschluss wählen
Aus erzählerischer Sicht wäre ein Ende nach Staffel 3 deshalb durchaus nachvollziehbar.
The Last of Us Part II besitzt einen klaren Abschluss für die Geschichten, die seit dem ersten Spiel erzählt werden.
Eine vierte Staffel müsste entweder noch Teile dieses Spiels zurückhalten oder bereits Material verwenden, das über die existierenden Hauptspiele hinausgeht.
Beides wäre möglich.
Aktuell sieht es jedoch zunehmend danach aus, dass Craig Mazin die Geschichte lieber innerhalb einer größeren dritten Staffel abschließen möchte.
Wie viele Episoden diese umfasst, hat HBO noch nicht bekannt gegeben.
Auch ein exaktes Startdatum fehlt.
Fest steht lediglich, dass Staffel 3 für 2027 vorgesehen ist und sich vor allem auf Abbys Perspektive konzentrieren wird.
Ganz offiziell ist das Ende noch nicht
Trotz der sehr deutlichen Aussage von Casey Bloys sollte man einen kleinen Unterschied beachten.
HBO hat Staffel 3 bislang nicht offiziell als „Final Season“ vermarktet.
Auch Craig Mazin selbst hat noch keine endgültige öffentliche Erklärung abgegeben, dass danach definitiv Schluss ist.
Bloys formuliert ausdrücklich, dass er davon ausgeht, Mazin habe die kommende Season als Finale geplant.
Damit ist die Situation deutlich konkreter als noch zu Beginn des Jahres, aber theoretisch weiterhin veränderbar.
Bis HBO die dritte Staffel offiziell präsentiert, könnten sich Umfang oder Struktur noch ändern.
Der aktuelle Stand ist trotzdem ziemlich eindeutig: Wenn Craig Mazins derzeitiger Plan bestehen bleibt, verabschiedet sich HBO bereits 2027 von seiner The Last of Us Serie.
Für die Spielemarke beginnt parallel offenbar bereits das nächste Kapitel.
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