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Ubisoft will offenbar Xbox Studio Arkane übernehmen und Marvel’s Blade könnte gerettet werden

Ausgerechnet Ubisoft könnte einem bekannten Xbox-Studio die Zukunft sichern. Nachdem Microsoft im Sommer weitreichende Umstrukturierungen seiner Gaming-Sparte angekündigt hatte, stand auch Arkane Lyon vor einer ungewissen Zukunft. Nun gibt es neue Hoffnung: Laut einem aktuellen Bloomberg-Bericht haben Ubisoft und zwei weitere Unternehmen konkrete Übernahmeangebote für das französische Entwicklerstudio vorgelegt. Besonders interessant ist das für Fans von Marvel’s Blade, denn das kommende Vampir-Abenteuer befindet sich weiterhin in Entwicklung. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

Ubisoft soll Angebot für Arkane Lyon abgegeben haben

Die Zukunft von Arkane Lyon könnte eine überraschende Wendung nehmen.

Wie Bloomberg-Journalist Jason Schreier am 3. November berichtet, interessieren sich mehrere Unternehmen für die Übernahme des traditionsreichen Entwicklerstudios.

Unter den Interessenten befindet sich demnach auch Ubisoft.

Neben dem französischen Publisher sollen zwei weitere Unternehmen Angebote bei Microsoft eingereicht haben.

Welche Firmen das sind und wie hoch die jeweiligen Angebote ausfallen, ist bislang nicht bekannt.

Auch über konkrete Vertragsbedingungen gibt es keine öffentlich bestätigten Informationen.

Wichtig ist deshalb eine Unterscheidung: Ein Übernahmeangebot bedeutet noch nicht, dass Ubisoft Arkane tatsächlich gekauft hat.

Bislang wurde weder eine verbindliche Einigung noch ein Verkauf offiziell bekannt gegeben.

Der Bericht zeigt allerdings, dass die Suche nach einem neuen Eigentümer inzwischen konkrete Interessenten hervorgebracht hat.

Microsoft prüft sogar einen Verkauf an das eigene Management

Besonders interessant ist eine weitere Möglichkeit, die offenbar hinter den Kulissen diskutiert wird.

Microsoft soll auch darüber gesprochen haben, Arkane Lyon an das eigene Management zu verkaufen.

Damit könnte das Entwicklerstudio möglicherweise wieder eigenständig werden.

Eine solche Lösung wäre innerhalb der aktuellen Xbox-Umstrukturierung nicht völlig ungewöhnlich.

Bereits andere ehemalige Microsoft-Studios haben sich in diesem Jahr aus dem Konzernverbund gelöst.

Dazu gehören unter anderem Double Fine Productions und Compulsion Games, die ihre Arbeit als unabhängige Unternehmen fortsetzen.

Ob ein vergleichbares Modell auch bei Arkane Lyon möglich wäre, ist allerdings offen.

Eine Übernahme durch Ubisoft würde dagegen bedeuten, dass das Studio künftig unter dem Dach eines anderen großen Publishers arbeiten könnte.

Welche Variante für die Mitarbeiter und laufenden Projekte tatsächlich die besten Perspektiven bietet, lässt sich anhand der bisherigen Informationen nicht zuverlässig beurteilen.

Erst kürzlich drohte Arkane noch die Schließung

Die neuen Übernahmeangebote kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt.

Bereits im Oktober wurde bekannt, dass Arkane Lyon von einer möglichen Schließung bedroht ist.

Nach Recherchen der französischen Zeitung Le Monde stehen rund 217 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Microsoft hatte im Sommer beschlossen, verschiedene Teile seiner Xbox-Sparte umzustrukturieren und mehrere Entwicklerstudios abzugeben.

Auch Arkane Lyon geriet dadurch unter Druck.

Ursprünglich sollte eine wichtige Konsultationsphase am 13. November enden.

Gelingt es nicht, eine tragfähige Lösung zu finden, könnte das Studio geschlossen werden.

Wir hatten die Situation bereits in unserem ausführlichen Bericht Marvel’s Blade droht das Aus und für 217 Entwickler beginnt ein dramatischer Countdown behandelt.

Inzwischen hat Microsoft die Verhandlungen jedoch um einen weiteren Monat verlängert.

Damit läuft die aktuelle Frist voraussichtlich bis zum 13. Dezember 2026.

Diese zusätzliche Zeit könnte entscheidend sein, um eines der vorliegenden Angebote genauer zu prüfen und eine mögliche Übernahme auszuhandeln.

Allerdings garantiert die Fristverlängerung noch keine Rettung.

Was passiert jetzt mit Marvel’s Blade?

Für Spieler steht neben der Zukunft des Studios vor allem ein Projekt im Mittelpunkt: Marvel’s Blade.

Das Actionspiel wurde im Dezember 2023 angekündigt und entsteht bei Arkane Lyon.

Im Mittelpunkt steht der bekannte Marvel-Vampirjäger Blade, der mit übernatürlichen Kräften gegen gefährliche Gegner kämpft.

Das Abenteuer soll in Paris spielen und aus einer Third-Person-Perspektive dargestellt werden.

Seit der ursprünglichen Ankündigung hält sich Bethesda mit neuen Informationen zum Spiel weitgehend zurück.

Im Zuge der aktuellen Umstrukturierung wurde deshalb zunehmend darüber spekuliert, ob das Projekt überhaupt noch erscheinen wird.

Vertreter der Beschäftigten betonten zuletzt, dass bereits umfangreiche Entwicklungsarbeit geleistet worden sei.

Microsoft erklärte außerdem, aktiv nach einem Partner zu suchen, der die weitere Entwicklung und spätere Veröffentlichung von Marvel’s Blade ermöglichen könnte.

Damit steht das Spiel ausdrücklich im Mittelpunkt der laufenden Gespräche.

Ob eine mögliche Übernahme durch Ubisoft auch die Rechte an Marvel’s Blade umfassen würde, ist allerdings nicht bekannt.

Eine Übernahme bedeutet nicht automatisch die Rettung des Spiels

Gerade bei Marvel’s Blade gibt es einen wichtigen rechtlichen Punkt.

Arkane Lyon entwickelt das Spiel auf Grundlage einer bekannten Marvel-Marke.

Die entsprechenden Rechte liegen nicht einfach automatisch beim Entwicklerstudio.

Ein Verkauf von Arkane würde deshalb nicht zwangsläufig bedeuten, dass der neue Eigentümer das Projekt unverändert übernehmen und veröffentlichen darf.

Entscheidend wären unter anderem die bestehenden Lizenzvereinbarungen und mögliche neue Absprachen zwischen den beteiligten Unternehmen.

Denkbar wäre beispielsweise, dass Microsoft bestimmte Veröffentlichungsrechte behält und ein neuer Eigentümer die Entwicklung fortsetzt.

Ebenso könnte eine andere Vereinbarung getroffen werden.

Für keine dieser Möglichkeiten gibt es bislang eine offizielle Bestätigung.

Derzeit bleibt deshalb offen, welche Folgen ein Eigentümerwechsel tatsächlich für Marvel’s Blade hätte.

Die gute Nachricht ist zumindest, dass das Projekt bisher nicht offiziell eingestellt wurde.

Warum Arkane für Ubisoft interessant sein könnte

Eine mögliche Übernahme durch Ubisoft wäre aus mehreren Gründen bemerkenswert.

Beide Unternehmen besitzen starke Verbindungen zur französischen Spieleindustrie.

Arkane Lyon hat sich mit Reihen wie Dishonored und Spielen wie Deathloop einen Namen gemacht.

Besonders bekannt ist das Studio für sogenannte Immersive Sims.

Dabei handelt es sich um Spiele, die ihren Nutzern verschiedene Möglichkeiten bieten, Probleme zu lösen.

Statt lediglich einem festgelegten Weg zu folgen, können Spieler schleichen, kämpfen, unterschiedliche Fähigkeiten kombinieren und die Umgebung für ihre eigenen Strategien nutzen.

Diese Herangehensweise unterscheidet Arkane von vielen klassischen Action-Entwicklern.

Ubisoft verfügt seinerseits über umfangreiche Erfahrungen mit Open-World-Spielen, Stealth-Mechaniken und großen internationalen Produktionen.

Reihen wie Assassin’s Creed und Far Cry zeigen, dass der Publisher grundsätzlich in ähnlichen Bereichen arbeitet.

Trotzdem wäre es spekulativ, daraus bereits gemeinsame Projekte oder konkrete Zukunftspläne abzuleiten.

Ubisoft hat bislang keine Übernahme angekündigt und auch keine öffentliche Strategie für Arkane vorgestellt.

Xbox verliert möglicherweise einen weiteren bekannten Entwickler

Für Microsoft könnte ein Verkauf von Arkane Lyon eine weitere Veränderung innerhalb seiner Gaming-Sparte bedeuten.

Der Konzern hatte Bethesda und die übrigen ZeniMax-Studios im Jahr 2021 übernommen.

Damit gelangten auch bekannte Marken und Entwicklerteams unter das Xbox-Dach.

Inzwischen verfolgt Microsoft jedoch eine veränderte Strategie.

Mehrere Studios wurden geschlossen, verkauft oder in die Eigenständigkeit entlassen.

Bereits im September hatten wir in unserem Artikel Xbox wird radikal umgebaut und Ninja Theory droht das Aus über die weitreichenden Folgen der Umstrukturierung berichtet.

Arkane Lyon gehört zu den noch offenen Fällen.

Ein erfolgreicher Verkauf könnte für Microsoft bedeuten, sich von einem weiteren traditionsreichen Entwickler zu trennen.

Für die Beschäftigten könnte eine Übernahme dagegen die Möglichkeit bieten, ihre Arbeit fortzusetzen und bestehende Projekte abzuschließen.

Welche wirtschaftlichen Bedingungen Microsoft für einen solchen Schritt verlangt, ist derzeit nicht bekannt.

Entscheidung könnte noch vor Weihnachten fallen

Mit den neuen Berichten wird die Situation für Arkane Lyon erstmals etwas konkreter.

Während im Oktober hauptsächlich über eine mögliche Schließung und die Suche nach Investoren gesprochen wurde, stehen nun offenbar mehrere tatsächliche Übernahmeangebote im Raum.

Ubisoft zählt laut Bloomberg zu den Interessenten.

Hinzu kommen zwei weitere Unternehmen und die Möglichkeit einer Übernahme durch das eigene Management.

Eine Vereinbarung wurde bisher allerdings nicht unterzeichnet.

Die verlängerte Konsultationsfrist bis Mitte Dezember verschafft allen Beteiligten zusätzliche Zeit.

Ob Microsoft eines der Angebote annimmt oder eine andere Lösung findet, bleibt abzuwarten.

Für die rund 217 Mitarbeiter dürfte diese Entscheidung besonders wichtig sein.

Und auch für Fans von Dishonored, Deathloop und Marvel’s Blade steht einiges auf dem Spiel.

Denn mit Arkane Lyon könnte eines der kreativsten Entwicklerstudios der vergangenen Jahre entweder eine neue Zukunft erhalten oder im Zuge der Xbox-Umstrukturierung endgültig verschwinden.

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