Fallout 76 macht auf der PlayStation 5 einen wichtigen technischen Schritt. Mit dem heute veröffentlichten Update steht das Online Rollenspiel erstmals als native PS5 Version zur Verfügung. Gleichzeitig startet Bethesda mit „Der Schlitzer“ ein neues mehrwöchiges Horror Event, Season 26 und mehrere grundlegende Änderungen am Spiel.
Damit endet für PlayStation Spieler eine ziemlich lange Wartezeit. Fallout 76 lief auf der PS5 bislang grundsätzlich über die PS4 Version und die Abwärtskompatibilität. Bereits im Juni hatten wir darüber berichtet, dass Fallout 76 endlich eine native PS5 Version erhalten soll.
Seit dem 15. September ist das Upgrade nun offiziell verfügbar.
Fallout 76 läuft jetzt nativ auf der PS5
Der technische Generationswechsel ist wahrscheinlich die wichtigste Neuerung des heutigen Updates.
Bethesda hatte die native Version in den vergangenen Monaten ausführlich getestet und erstmals auch Konsolenspieler auf einen öffentlichen Testserver eingeladen. Ziel war es vor allem, Performance und Stabilität auf PS5, PS5 Pro und Xbox Series X|S unter realen Bedingungen zu überprüfen.
Auf der normalen PlayStation 5 peilt Fallout 76 nun 60 Bilder pro Sekunde an.
Die Auflösung liegt laut Bethesda bei bis zu 1440p. Zusätzlich wird VRR auf kompatiblen Displays unterstützt.
Auch Sichtweite und Schatten wurden gegenüber der bisherigen Version verbessert.
Die PS5 Pro geht noch einen Schritt weiter. Dort unterstützt Fallout 76 auf geeigneten Bildschirmen eine Auflösung von bis zu 4K und ebenfalls eine Zielbildrate von 60 FPS.
Bethesda betont außerdem, dass die native Version nicht nur für die aktuellen Verbesserungen wichtig ist. Sie ermöglicht es dem Entwicklerteam künftig, die einzelnen Konsolenplattformen gezielter zu optimieren.
Der Schlitzer macht Appalachia unsicher
Das technische Upgrade erscheint gemeinsam mit einem ungewöhnlichen neuen Inhaltsupdate.
„Der Schlitzer“ bringt eine Horror Geschichte nach Appalachia, die sich nicht innerhalb eines einzelnen Tages oder einer klassischen Questreihe abspielt. Stattdessen entwickelt sich das Ereignis über mehrere Wochen.
Im Mittelpunkt steht eine Reihe brutaler Verbrechen.
Diese erinnern auffällig an den sogenannten Westentaschenschlitzer, einen berüchtigten Serienmörder aus der Zeit vor dem Atomkrieg. Spieler sollen herausfinden, ob die alte Legende tatsächlich zurückgekehrt ist oder lediglich eine Gruppe fanatischer Nachahmer dahintersteckt.
Dabei werden nach und nach neue Hinweise und Aktivitäten freigeschaltet.
Notfallmeldungen informieren über aktuelle Entwicklungen, während Spieler Befälle beseitigen, neue Herausforderungen innerhalb der täglichen Operationen absolvieren und sogar namenlose Gräber ausheben müssen.
Bethesda bezeichnet „Der Schlitzer“ selbst als eine neue Art von Update für Fallout 76.
Am Ende wartet der falsche Westentaschenschlitzer
Die einzelnen Aktivitäten bauen aufeinander auf.
Mit jeder neuen Phase soll die Bedrohung größer werden, bis es schließlich zur Konfrontation mit dem vermeintlichen Westentaschenschlitzer kommt.
Wer sich durch das Event arbeitet, kann dabei besondere Belohnungen verdienen.
Bethesda nennt unter anderem eine einzigartige Powerrüstung sowie eine neue Nahkampfwaffe namens „Super Schlitzer“.
Damit setzt das Studio stärker als bei vielen bisherigen saisonalen Aktivitäten auf eine fortlaufende Geschichte, bei der nicht unmittelbar am ersten Tag sämtliche Inhalte verfügbar sind.
Season 26 startet gleichzeitig
Parallel zum Horror Event beginnt Season 26 mit dem Titel „Vorsicht vor dem Blutmond“.
Wie gewohnt sammeln Spieler S.C.O.R.E., erhalten Tickets und können diese anschließend gegen saisonale Gegenstände eintauschen.
Die Belohnungen orientieren sich dieses Mal deutlich am Horror Thema des Updates.
Dazu gehören unter anderem neue Outfits, eine Blutmond Lackierung für Powerrüstungen, ein gruseliger Kultistenbrunnen und eine eigene Blutmond Wetterkontrollstation für das C.A.M.P.
Doch auch das Season System selbst bekommt eine interessante Erweiterung.
Alte Seasons kehren zurück
Mit dem Update führt Bethesda sogenannte Legacy Seasons ein.
Spieler können dadurch zukünftig nicht nur an der aktuellen Season teilnehmen, sondern gleichzeitig Inhalte aus einer ausgewählten älteren Season nachholen.
Das dürfte besonders für Rückkehrer interessant sein.
Fallout 76 läuft mittlerweile seit 2018 und hat entsprechend viele zeitlich begrenzte Seasons hinter sich. Wer erst später eingestiegen ist oder mehrere Monate pausiert hat, konnte viele kosmetische Belohnungen bislang überhaupt nicht mehr bekommen.
Mit Legacy Seasons schafft Bethesda nun zumindest eine Möglichkeit, bestimmte ältere Inhalte erneut freizuschalten.
Die aktuelle Season „Vorsicht vor dem Blutmond“ bildet den Startpunkt dieses neuen Systems.
Mehr Freiheit bei einzigartigen Waffen
Auch das Crafting wird erweitert.
Mehr als 80 einzigartig benannte Waffen existieren mittlerweile in Fallout 76. Bei diesen konnten Spieler bislang nicht dieselbe Freiheit bei legendären Modifikationen nutzen wie bei vielen normalen Waffen.
Das ändert sich mit dem neuen Update.
An Werkbänken können nun auch die legendären Mods einzigartiger Waffen verändert werden.
Dadurch lassen sich viele besondere Waffen erstmals stärker an den eigenen Build anpassen. Gerade für langjährige Spieler dürfte das interessanter sein als eine reine Zahlenanpassung, weil dadurch bereits vorhandene Ausrüstung noch einmal komplett neu bewertet werden kann.
Für Fallout 76 ist die PS5 Version langfristig besonders wichtig
Inhaltlich dürfte „Der Schlitzer“ zunächst die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Langfristig könnte die native PlayStation 5 Version allerdings die bedeutendere Neuerung sein.
Die bisherige PS4 Grundlage setzte Bethesda technische Grenzen.
Mit einer eigenen Version für aktuelle Konsolen kann das Studio Verbesserungen künftig wesentlich gezielter für moderne Hardware entwickeln.
Bethesda hat bereits erklärt, dass genau diese Möglichkeit ein wichtiger Grund für das Upgrade ist.
Und Fallout 76 soll offenbar noch lange weitergeführt werden.
Das Spiel ist inzwischen fast acht Jahre alt und hat seit seinem schwierigen Start zahlreiche große Erweiterungen erhalten. Mit Burning Springs kamen zuletzt neue Gebiete und Inhalte hinzu. Auch die erfolgreiche Fallout Serie hat der gesamten Marke noch einmal deutlich mehr Aufmerksamkeit verschafft.
Dass Bethesda jetzt noch eine native Konsolenversion entwickelt, zeigt deshalb ziemlich deutlich, dass für Appalachia noch lange nicht Schluss sein soll.
Für PlayStation Spieler ist der 15. September damit gleich aus zwei Gründen interessant: Fallout 76 erhält neue Inhalte und macht gleichzeitig endlich den vollständigen Wechsel auf die aktuelle Konsolengeneration.
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Endlich eine native PS5-Version — das ist wichtig für bessere Leistung. Das Horror-Event klingt spannend und die neuen Season-Änderungen sind praktisch für Rückkehrer. Bin gespannt, wie sich alles im Spiel anfühlt.