NewsPUBG bekommt Netflix Serie und Donald Glover übernimmt gleich mehrere Rollen

PUBG bekommt Netflix Serie und Donald Glover übernimmt gleich mehrere Rollen

Netflix arbeitet an einer Realserie zum erfolgreichen Battle-Royale-Shooter PUBG: Battlegrounds. Für die Umsetzung konnte der Streamingdienst einen bekannten Namen gewinnen: Donald Glover, der unter anderem durch Atlanta, Community und seine Musik als Childish Gambino bekannt wurde, soll nicht nur die Hauptrolle übernehmen, sondern auch als Autor, Regisseur und ausführender Produzent mitwirken. Die ungewöhnliche Kombination wirft allerdings eine interessante Frage auf: Wie macht man aus einem Spiel ohne klassische Handlung eine ganze Fernsehserie?

Donald Glover soll PUBG auf die Bildschirme bringen

Videospielverfilmungen bleiben für Netflix ein wichtiges Geschäftsfeld. Nachdem der Streamingdienst bereits mehrere bekannte Gaming-Marken für Serien und Filme aufgegriffen hat, folgt nun ein weiteres großes Projekt.

Wie Krafton am 29. Oktober 2026 bekannt gab, befindet sich eine Realserie zu PUBG: Battlegrounds in Entwicklung.

Die kreative Leitung übernimmt Donald Glover. Der US-amerikanische Schauspieler, Musiker und Produzent soll die Serie schreiben, inszenieren, produzieren und zugleich selbst vor der Kamera stehen.

Unterstützung erhält er von seinem Bruder Stephen Glover, mit dem er bereits mehrfach zusammengearbeitet hat.

Stephen Glover war unter anderem als Autor an Atlanta beteiligt und wird auch beim neuen PUBG-Projekt am Drehbuch mitarbeiten.

Zu den weiteren ausführenden Produzenten gehören Michael Schaefer von NEON TV, Fam Udeorji von Gilga sowie Taeseok Jang und Sujin Lee von LV3H, der Entertainment-Sparte von Krafton.

Damit setzt der PUBG-Publisher nicht auf eine einfache Lizenzvergabe, sondern beteiligt sich selbst an der Entwicklung der Serienadaption.

Wie soll PUBG als Fernsehserie funktionieren?

Das Besondere an dieser Ankündigung ist die Vorlage selbst.

PUBG gehört zwar zu den einflussreichsten Multiplayer-Spielen der vergangenen Jahre, besitzt aber keine klassische, durchgehende Handlung wie beispielsweise The Last of Us oder Fallout.

Stattdessen steht ein einfaches Spielprinzip im Mittelpunkt.

Zahlreiche Teilnehmer werden in einem großen Gebiet ausgesetzt und müssen Waffen, Ausrüstung und andere Gegenstände finden. Gleichzeitig verkleinert sich das sichere Spielfeld immer weiter.

Am Ende gewinnt, wer als letzter Spieler oder als letztes Team überlebt.

Gerade dieses Konzept bietet allerdings unterschiedliche Möglichkeiten für eine Fernsehserie.

Die Produzenten könnten beispielsweise eine Gruppe von Teilnehmern begleiten, die innerhalb eines gefährlichen Wettbewerbs gegeneinander antreten müssen.

Ebenso denkbar wäre eine Geschichte über die Organisation hinter den Kämpfen oder die persönlichen Hintergründe einzelner Figuren.

Welche Richtung die Serie tatsächlich einschlagen wird, ist bislang nicht bekannt.

Netflix und Krafton haben weder die Handlung noch den Schauplatz oder die Identität von Donald Glovers Figur bekannt gegeben.

Auch die Frage, ob bekannte Karten wie Erangel, Miramar oder Sanhok eine Rolle spielen werden, bleibt offen.

Donald Glover bringt Erfahrung mit ungewöhnlichen Geschichten mit

Die Verpflichtung von Donald Glover dürfte eine der interessantesten Entscheidungen des Projekts sein.

Der Schauspieler wurde zunächst durch seine Rolle als Troy Barnes in der Comedyserie Community einem größeren Publikum bekannt.

Später entwickelte er mit Atlanta eine eigene Serie, die Humor, Drama und gesellschaftliche Themen auf ungewöhnliche Weise miteinander verband.

Für seine Arbeit wurde Glover mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Emmy- und Golden-Globe-Preisen.

Auch als Musiker ist er erfolgreich. Unter dem Namen Childish Gambino veröffentlichte er mehrere Alben und Songs, darunter This Is America.

Zu seinen weiteren Schauspielprojekten gehören Solo: A Star Wars Story und die Serie Mr. & Mrs. Smith.

Gerade seine Erfahrungen mit unterschiedlichen Genres könnten für PUBG interessant werden.

Denn während ein Battle-Royale-Spiel hauptsächlich von unmittelbarer Spannung und Konkurrenz lebt, benötigt eine Fernsehserie Figuren, Konflikte und eine Geschichte, die sich über mehrere Episoden entwickelt.

Wie Donald Glover diesen Übergang gestalten möchte, ist allerdings noch unbekannt.

PUBG hat das Battle Royale Genre entscheidend geprägt

Die Wahl der Vorlage ist aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar.

PUBG erschien ursprünglich 2017 unter dem Namen PlayerUnknown’s Battlegrounds und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem weltweiten Erfolg.

Das Spiel machte das Battle-Royale-Prinzip einem großen Publikum bekannt und beeinflusste zahlreiche spätere Produktionen.

Dazu gehören unter anderem Fortnite, Apex Legends und Call of Duty: Warzone, die eigene Interpretationen des Genres entwickelten.

Bevor PUBG auf ein Free-to-Play-Modell umgestellt wurde, hatte sich das Spiel bereits mehr als 75 Millionen Mal verkauft.

Auch mehrere Guinness-Weltrekorde gehören zur Geschichte der Marke.

Besonders bemerkenswert war der damalige Erfolg auf Steam, wo PUBG zeitweise mehr als drei Millionen gleichzeitig aktive Spieler erreichte.

Heute ist das Spiel auf verschiedenen Plattformen verfügbar und wird weiterhin mit neuen Inhalten und Aktualisierungen unterstützt.

Neben dem ursprünglichen PC-Spiel erschienen auch mobile Ableger, die zusätzliche Zielgruppen erreichten.

Die geplante Netflix-Serie soll nun einen weiteren Schritt darstellen, um PUBG außerhalb der klassischen Videospielwelt zu etablieren.

Videospielverfilmungen sind für Netflix längst ein großes Thema

Die neue PUBG-Adaption reiht sich in eine wachsende Zahl von Produktionen ein, mit denen Netflix bekannte Videospielmarken aufgreift.

Ein besonders erfolgreiches Beispiel ist die Animationsserie Arcane, die auf dem Universum von League of Legends basiert.

Auch Castlevania entwickelte sich über mehrere Staffeln zu einer etablierten Serienmarke.

Hinzu kommen Projekte wie Cyberpunk: Edgerunners und weitere angekündigte Adaptionen.

Allerdings unterscheiden sich diese Vorlagen teilweise deutlich von PUBG.

Während manche Videospiele bereits umfangreiche Figuren, Dialoge und Hintergrundgeschichten mitbringen, muss eine Serie zu einem reinen Multiplayer-Konzept wesentlich mehr erzählerische Grundlagen selbst entwickeln.

Genau darin könnte sowohl die größte Herausforderung als auch eine besondere Freiheit liegen.

Die Autoren sind nicht gezwungen, eine bekannte Einzelspielerhandlung Szene für Szene nachzuerzählen.

Stattdessen können sie eine eigenständige Geschichte rund um das grundlegende Battle-Royale-Konzept entwerfen.

Wie stark sich die Serie an bereits vorhandenen Hintergrundgeschichten des PUBG-Universums orientieren wird, ist noch nicht geklärt.

Wann erscheint die PUBG Serie auf Netflix?

Einen Veröffentlichungstermin gibt es bislang nicht.

Auch zur Anzahl der Episoden, zu weiteren Schauspielern oder zum Beginn der Dreharbeiten wurden keine konkreten Angaben gemacht.

Die Ankündigung bestätigt zunächst lediglich, dass sich das Projekt offiziell in Entwicklung befindet.

Damit dürfte es noch einige Zeit dauern, bis Netflix einen ersten Trailer oder umfangreichere Einblicke veröffentlicht.

Ob die Serie letztlich auf eine ernste Survival-Geschichte, spektakuläre Action oder eine ungewöhnlichere Interpretation des Battle-Royale-Konzepts setzt, bleibt abzuwarten.

Mit Donald Glover hat Krafton jedenfalls einen erfahrenen Kreativen verpflichtet, der sowohl vor als auch hinter der Kamera Verantwortung übernehmen soll.

Für PUBG ist die Netflix-Adaption damit ein weiterer Schritt über den klassischen Gaming-Markt hinaus.

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