Hello Games hat überraschend das nächste große kostenlose Update für No Man’s Sky veröffentlicht. Mit „Forsaken“ 7.10 halten unheimliche Kreaturen, mysteriöse Fundstücke und neue außerirdische Händler Einzug in das inzwischen zehn Jahre alte Weltraumabenteuer. Dazu kommen zahlreiche Verbesserungen, neue Raumschiffteile und eine Funktion, mit der Spieler erstmals benachbarte Sternensysteme direkt ansteuern können, ohne zuvor die Galaxiekarte öffnen zu müssen. Das Update steht ab sofort auch für PlayStation-Spieler bereit.
Sean Murrays geheimnisvolle Rose ist jetzt erklärt
Noch vor wenigen Tagen sorgte Hello-Games-Gründer Sean Murray mit einem ungewöhnlichen Beitrag für Spekulationen. Auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte er lediglich eine verwelkende Rose, ohne weitere Informationen preiszugeben.
Wie wir bereits in unserem Artikel über Sean Murrays rätselhaftes Emoji und die Spekulationen um No Man’s Sky berichteten, vermuteten viele Spieler dahinter ein weiteres Update. Andere hofften sogar auf neue Informationen zu Light No Fire.
Inzwischen ist klar: Die Ankündigung bezog sich auf No Man’s Sky.
Mit Forsaken schlägt Hello Games passend zur Halloween-Zeit eine deutlich düsterere Richtung ein. Statt ausschließlich neue Planeten oder technische Funktionen einzuführen, stehen diesmal besonders die unheimlichen Bereiche des Universums im Mittelpunkt.
Neue Horrorobjekte und geheimnisvolle Händler
Ein zentraler Bestandteil des Updates sind sogenannte Haunting Mementos. Dabei handelt es sich um mysteriöse Erinnerungsstücke und biologische Fundstücke, die an besonders gefährlichen Orten entdeckt werden können.
Spieler müssen dafür unter anderem verlassene Frachter, verseuchte Außenposten, zerstörte Weltraumstrukturen und archäologische Fundstätten erkunden.
Die Suche ist allerdings nicht ungefährlich. Wer sich zu lange mit den ungewöhnlichen Objekten beschäftigt, kann die Aufmerksamkeit feindlicher Kreaturen auf sich ziehen.
Gleichzeitig tauchen neue Händler an Außenposten im Weltraum auf. Diese interessieren sich besonders für die seltenen Fundstücke und bieten im Gegenzug exklusive Ausrüstung an.
Dazu gehören neue Module für individuell gestaltbare Korvetten, ungewöhnliche Cockpits und biomechanische Bauteile.
Einige dieser Komponenten wirken eher wie lebende Organismen als klassische Raumschifftechnik. Damit können Spieler ihre eigenen Schiffe deutlich ungewöhnlicher gestalten.
Besonders auffällig ist außerdem die Larva Cannon, ein neues Multitool mit einer organisch anmutenden Konstruktion.
Wer genügend der seltenen Fundstücke sammelt, kann zusätzlich einen besonderen Helm freischalten, in dem eine parasitäre Larve sichtbar ist.
Reisen zwischen Sternensystemen werden einfacher
Abseits der neuen Horrorinhalte bringt Forsaken auch eine Änderung mit, die für viele Spieler langfristig interessant sein dürfte.
Benachbarte Sternensysteme können jetzt direkt aus dem Weltraum angesteuert werden, ohne vorher die bekannte Galaxiekarte öffnen zu müssen.
Entsprechende Sterne erscheinen als anwählbare Ziele und ermöglichen anschließend einen direkten Warp-Sprung.
Die Funktion soll die Navigation zwischen nahegelegenen Systemen natürlicher gestalten und den bisherigen Ablauf vereinfachen.
Dabei handelt es sich nicht um eine vollständig neue Art des Reisens ohne Warp-Übergang. Die Änderung betrifft vor allem die Auswahl des Reiseziels.
Gerade bei längeren Erkundungstouren könnte das jedoch einige umständliche Menüwechsel einsparen.
Neue Missionen machen euch zum Weltraumkurier
Eine weitere Neuerung betrifft zusätzliche Aufträge an Außenposten im All.
Mit den neuen Space Courier Contracts können Spieler wichtige Lieferungen zwischen verschiedenen Orten transportieren.
Voraussetzung dafür sind eine eigene Korvette und die entsprechende Gravitino-Ausrüstung.
Für erfolgreich abgeschlossene Lieferungen winken Belohnungen. Damit erhalten Spieler eine zusätzliche Beschäftigung abseits der klassischen Erkundung, des Handels oder der Kämpfe.
Auch das bereits vorhandene System für Kreaturenkämpfe wird erweitert. An Außenposten im Weltraum können Spieler jetzt zusätzliche Herausforderer in Holo-Arenen antreffen.
Dort treten die eigenen Kreaturen gegen neue Gegnerteams an.
Weniger Bildschirmanzeigen und bessere Bedienung
Besonders für langjährige Spieler dürfte der neue Minimal-HUD-Modus interessant sein.
Damit lassen sich verschiedene Anzeigen reduzieren, darunter der Kompass, Missionsbenachrichtigungen und zusätzliche Markierungen.
Ziel ist es, die riesigen Landschaften und Weltraumkulissen stärker in den Vordergrund zu stellen.
Wer bereits mit den wichtigsten Spielmechaniken vertraut ist, kann so mit weniger störenden Anzeigen unterwegs sein.
Auch beim Wechsel zwischen den verschiedenen Funktionen des Multitools gibt es eine Verbesserung.
Statt sämtliche Modi nacheinander durchschalten zu müssen, steht jetzt ein kreisförmiges Auswahlmenü zur Verfügung. Waffen und Werkzeuge lassen sich dadurch gezielter auswählen.
Darüber hinaus können Spieler ihre im Weltraum errichteten Basen künftig auf die gemeinsamen Server hochladen und damit anderen Reisenden zugänglich machen.
Diese Neuerung knüpft direkt an das große Cosmos-Update an, mit dem Hello Games im September den Weltraum grundlegend erweitert hatte.
Hello Games verbessert auch die PlayStation-Versionen
Neben den spielerischen Neuerungen enthält Forsaken zahlreiche technische Verbesserungen und Fehlerkorrekturen.
Für PlayStation 4 wurde unter anderem ein Problem behoben, das beim Unterbrechen und anschließenden Fortsetzen des Spiels zu Abstürzen führen konnte.
Außerdem hat Hello Games die Nutzung des Texturspeichers auf PS4 deutlich optimiert.
Auf älteren Konsolen soll darüber hinaus die Ladezeit bis zur Spielauswahl verkürzt worden sein.
Weitere Korrekturen betreffen die Benutzeroberfläche, verschiedene Animationen, den Multiplayer und Probleme rund um individuell gebaute Korvetten.
Die Entwickler haben außerdem die Leistung des Teleporter-Menüs verbessert und zusätzliche Speicheroptimierungen für Virtual Reality vorgenommen.
Mit dem Update erscheint No Man’s Sky gleichzeitig auch für iPhone und iPad. Die mobile Umsetzung erhält eine speziell angepasste Touch-Steuerung und technische Optimierungen für die verwendeten Geräte.
Für die bestehenden Spieler auf PlayStation, Xbox und PC bleibt Forsaken ein kostenloses Inhaltsupdate.
No Man’s Sky wird auch nach zehn Jahren weiter ausgebaut
Das im August 2016 veröffentlichte Weltraumabenteuer gehört inzwischen zu den ungewöhnlichsten Langzeitprojekten der Gaming-Branche.
Nach dem zunächst kontrovers aufgenommenen Start wurde No Man’s Sky über viele Jahre mit umfangreichen kostenlosen Erweiterungen ausgebaut.
Allein 2026 hat Hello Games bereits mehrere größere Aktualisierungen veröffentlicht, darunter Remnant und Cosmos.
Mit Forsaken folgt jetzt eine weitere Ergänzung, die sowohl neue Beschäftigungsmöglichkeiten als auch praktische Verbesserungen für bestehende Spielsysteme liefert.
Das Update 7.10 ist ab sofort verfügbar und erweitert die gefährlichen Bereiche des Universums um zusätzliche Geheimnisse.
Wer sich auf die Suche nach den neuen Fundstücken macht, sollte allerdings vorbereitet sein. Nicht alles, was in verlassenen Raumschiffen gefunden wird, lässt sich gefahrlos einsammeln.
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