Die nächste Xbox könnte erheblich teurer werden als jede bisherige Konsole von Microsoft. Ein neuer Bericht des Wirtschaftsmagazins Fortune nennt für Project Helix interne Preisüberlegungen zwischen 1.200 und 1.800 US-Dollar. Gleichzeitig soll Microsoft seine Hardwarestrategie grundlegend verändern und bereits 2027 ein neues tragbares Xbox-Gerät veröffentlichen. Die leistungsstarke Heimkonsole würde demnach erst ein Jahr später folgen. Offiziell bestätigt sind weder der Preis noch die genannten Veröffentlichungstermine.
Microsoft soll intern mit extrem hohen Preisen rechnen
Die neuen Informationen stammen aus einem ausführlichen Fortune-Bericht über Xbox-Chefin Asha Sharma, der am 20. Oktober 2026 veröffentlicht wurde.
Demnach soll Microsoft für seine nächste große Konsole, die unter dem Codenamen Project Helix entwickelt wird, einen möglichen Verkaufspreis zwischen 1.200 und 1.800 Dollar kalkuliert haben.
Damit würde die Hardware in einer völlig anderen Preisklasse liegen als bisherige Xbox-Konsolen.
Die ursprüngliche Xbox Series X erschien 2020 in den USA beispielsweise für 499 Dollar. Selbst unter Berücksichtigung späterer Preissteigerungen wäre ein Einstiegspreis von 1.200 Dollar ein erheblicher Sprung.
Allerdings handelt es sich bei den neuen Zahlen nicht um einen angekündigten Verkaufspreis.
Fortune berichtet über interne Projektionen, die sich bis zur Veröffentlichung noch deutlich verändern können. Insbesondere soll offen sein, ob Microsoft einen Teil der Hardwarekosten selbst übernimmt, um die Konsole günstiger anbieten zu können.
Eine solche Subventionierung könnte den Endpreis erheblich beeinflussen.
Warum die nächste Xbox so teuer werden könnte
Bei Project Helix verfolgt Microsoft offenbar einen anspruchsvolleren Ansatz als bei früheren Konsolengenerationen.
Das Unternehmen hat bereits bestätigt, dass die nächste Xbox enger mit der PC-Plattform zusammenarbeiten soll. Die Hardware soll sowohl Xbox- als auch PC-Spiele unterstützen.
Microsoft arbeitet dafür erneut mit AMD zusammen.
Eine solche Kombination könnte Spielern mehr Freiheit bei ihrer Spielebibliothek bieten, stellt die Entwickler der Hardware aber auch vor zusätzliche Herausforderungen.
Gleichzeitig sind die Kosten leistungsfähiger Prozessoren, Grafikeinheiten und Speicherkomponenten ein bedeutender Faktor bei der Entwicklung moderner Konsolen.
Insbesondere die starke Nachfrage nach Arbeitsspeicher und Rechenleistung für KI-Anwendungen belastet derzeit verschiedene Bereiche des Hardwaremarktes.
Ob diese Entwicklung tatsächlich zu einem Endpreis im oberen Bereich der genannten Projektionen führen wird, lässt sich allerdings nicht zuverlässig vorhersagen.
Auch die konkrete technische Ausstattung von Project Helix ist noch nicht offiziell vollständig bekannt.
Es wäre daher verfrüht, die vermeintliche Preisspanne direkt mit der Leistung einer späteren PlayStation 6 zu vergleichen.
Xbox Handheld soll schon 2027 erscheinen
Neben der möglichen Preisgestaltung enthält der Bericht eine weitere interessante Information.
Microsoft soll planen, zunächst einen neuen Xbox-Handheld auf den Markt zu bringen. Als Veröffentlichungszeitraum wird das Weihnachtsgeschäft 2027 genannt.
Project Helix würde demnach erst zum Weihnachtsgeschäft 2028 folgen.
Damit könnte Microsoft seine kommende Hardwaregeneration in zwei Schritten einführen.
Ein tragbares Gerät würde zunächst den mobilen Markt bedienen, während die spätere Heimkonsole auf besonders leistungsfähige Hardware ausgerichtet wäre.
Eine solche Strategie wäre für Xbox ungewöhnlich, könnte aber zur wachsenden Bedeutung tragbarer PC-Gaming-Geräte passen.
Mit dem ROG Xbox Ally hat Microsoft bereits Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Noch offen ist, ob das angeblich geplante neue Gerät vollständig von Microsoft entwickelt wird oder erneut ein Hardwarepartner beteiligt wäre.
Auch technische Daten oder ein möglicher Preis des Handhelds wurden bislang nicht bestätigt.
Hinter den Kulissen soll es Diskussionen um Windows gegeben haben
Fortune berichtet außerdem über interne Meinungsverschiedenheiten bei der Softwarestrategie.
Demnach habe es Diskussionen zwischen dem Xbox-Team und der Windows-Sparte gegeben, welches Betriebssystem auf zukünftigen Gaming-Geräten eingesetzt werden soll.
Eine Möglichkeit war offenbar eine angepasste Windows-Version, wie sie bereits bei verschiedenen tragbaren PC-Gaming-Geräten verwendet wird.
Demgegenüber stand der Wunsch, Xbox eine größere Kontrolle über die Benutzeroberfläche und das gesamte Spielerlebnis zu geben.
Laut dem Bericht soll sich die Xbox-Führung inzwischen in wesentlichen Fragen durchgesetzt haben.
Wie genau das Betriebssystem der zukünftigen Geräte aussehen wird, ist allerdings noch offen.
Für Spieler wäre diese Entscheidung durchaus relevant. Sie könnte beeinflussen, welche PC-Plattformen unterstützt werden, wie einfach sich Spiele installieren lassen und wie eng das Gerät mit dem klassischen Xbox-Ökosystem verbunden ist.
Auch Xbox Game Pass könnte sich verändern
Die möglichen Hardwarepläne sind offenbar Teil einer größeren strategischen Neuausrichtung.
Microsoft soll außerdem über eine umfassende Überarbeitung von Xbox Game Pass nachdenken.
Im Gespräch sind flexiblere Abonnementmodelle, bei denen bestimmte Funktionen und Angebote getrennt voneinander gebucht werden könnten.
Denkbar wären beispielsweise unterschiedliche Zugänge zu Konsolenspielen, Cloud-Gaming oder Multiplayer-Funktionen.
Noch handelt es sich dabei allerdings um berichtete Überlegungen. Microsoft hat kein vollständiges neues Game-Pass-Modell vorgestellt.
Die möglichen Veränderungen zeigen dennoch, dass sich das Unternehmen nicht ausschließlich mit seiner nächsten Konsole beschäftigt.
Vielmehr könnte die gesamte Xbox-Plattform in den kommenden Jahren anders organisiert werden.
Auch die PlayStation 6 steht vor einer Preisfrage
Die möglichen Xbox-Kosten dürften auch für PlayStation-Spieler interessant sein.
Erst kürzlich sorgten neue Aussagen des Hardware-Insiders Kepler_L2 für Diskussionen über die angeblich hohen Speicherkosten der PlayStation 6.
Nach seinen unbestätigten Schätzungen sollen allein RAM und NAND-Speicher mehr als 680 Dollar kosten.
Im Gegensatz zum neuen Fortune-Bericht handelt es sich dabei jedoch nicht um eine journalistisch berichtete interne Preisprojektion, sondern um eine nicht unabhängig bestätigte Insiderbehauptung.
Beide Meldungen zeigen trotzdem, dass die Preisgestaltung der kommenden Konsolengeneration zunehmend in den Mittelpunkt rückt.
Microsoft verfolgt dabei möglicherweise eine andere Strategie als Sony. Eine besonders leistungsfähige Xbox mit zusätzlichen PC-Funktionen könnte stärker auf eine zahlungskräftige Zielgruppe ausgerichtet werden.
Ob dieser Ansatz tatsächlich umgesetzt wird, bleibt offen.
Project Helix bleibt vorerst eine große Unbekannte
Microsoft hat Project Helix bereits als kommende Xbox-Plattform angekündigt. Viele entscheidende Fragen sind jedoch weiterhin ungeklärt.
Dazu gehören die technische Ausstattung, das endgültige Betriebssystem, die Unterstützung physischer Spiele und vor allem der Verkaufspreis.
Auch die nun genannten Veröffentlichungstermine 2027 und 2028 sind nicht offiziell bestätigt.
Sollten sich die internen Preisüberlegungen tatsächlich in einem späteren Endpreis von über 1.000 Dollar niederschlagen, würde Microsoft den klassischen Konsolenmarkt vor eine neue Herausforderung stellen.
Ob genügend Spieler bereit wären, für eine solche Hardware deutlich mehr als für bisherige Konsolen auszugeben, dürfte dann entscheidend sein.
Vorerst liefern die neuen Informationen vor allem einen Einblick in die möglichen Überlegungen hinter Microsofts nächster Gaming-Generation.
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