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Street Fighter Film kassiert schlechte Kritiken und ausgerechnet Uwe Boll macht sich darüber lustig

Der neue Street-Fighter-Film sollte die beliebte Kampfspielreihe erfolgreich auf die große Leinwand zurückbringen. Doch die ersten Kritiken fallen ernüchternd aus. Auf Rotten Tomatoes liegt die Bewertung durch professionelle Kritiker derzeit bei nur rund 45 Prozent. Die negativen Reaktionen haben jetzt sogar einen bekannten deutschen Regisseur auf den Plan gerufen: Uwe Boll, der selbst für zahlreiche umstrittene Videospielverfilmungen verantwortlich war, nutzt die Gelegenheit für einen spöttischen Kommentar.

Am 15. Oktober 2026 meldete sich Boll über die Plattform X zu Wort und teilte eine negative Kritik am neuen Film. Seine Botschaft war unmissverständlich: Man solle seine eigenen Filme künftig nicht mehr so hart verurteilen.

Uwe Boll kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen

Uwe Boll ist unter Gaming-Fans kein Unbekannter.

Der deutsche Regisseur hat zahlreiche Videospiele verfilmt, darunter House of the Dead, Alone in the Dark, Postal und Far Cry.

Viele dieser Produktionen erhielten ausgesprochen schlechte Kritiken.

Insbesondere Alone in the Dark gehört zu den besonders negativ bewerteten Videospielverfilmungen.

Mit dem neuen Street-Fighter-Film scheint Boll nun eine Gelegenheit gekommen zu sein, den Spieß umzudrehen.

Nachdem die ersten Rezensionen überwiegend kritisch ausfielen, teilte er einen entsprechenden Artikel und schrieb sinngemäß, dass man seine Filme nie wieder schlechtmachen solle.

Die Bemerkung ist offensichtlich als Provokation zu verstehen.

Denn obwohl Street Fighter bei den Kritikern schwach abschneidet, liegen einige von Bolls eigenen Filmen auf Rotten Tomatoes noch deutlich darunter.

Street Fighter enttäuscht viele Kritiker

Der neue Kinofilm wird von Kitao Sakurai inszeniert.

Im Mittelpunkt stehen Ryu und Ken, die von Andrew Koji und Noah Centineo gespielt werden.

Gemeinsam mit Chun-Li, verkörpert von Callina Liang, geraten die beiden Kämpfer in die Ereignisse rund um das World Warrior Tournament.

Zum Ensemble gehören außerdem Jason Momoa, der Rapper 50 Cent und mehrere bekannte Wrestling-Stars.

Die große Besetzung und die Popularität der Videospielmarke hatten im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt.

Allerdings überzeugte das Ergebnis bislang nicht alle Kritiker.

Bei Rotten Tomatoes startete der Film mit 41 Prozent positiven Kritikerbewertungen und verbesserte sich anschließend auf ungefähr 45 Prozent.

Das ist keine durchschnittliche Wertung von 4,5 von 10 Punkten, sondern der Anteil der erfassten Kritiken, die insgesamt positiv ausfallen.

Bemängelt werden unter anderem die überladene Inszenierung, die vielen schnellen Schnitte und eine uneinheitliche Mischung aus Action und Comedy.

Wie das Publikum den Film langfristig bewertet, ist damit noch nicht entschieden.

Ein Vergleich mit Bolls Filmen fällt kurios aus

Der Seitenhieb des deutschen Regisseurs ist nicht ohne Ironie.

House of the Dead kommt bei Rotten Tomatoes auf lediglich drei Prozent positive Kritiken.

Alone in the Dark erreicht sogar nur ein Prozent.

Postal liegt bei neun Prozent.

Damit sind diese Produktionen nach dem jeweiligen Kritikeranteil noch deutlich schlechter bewertet als die neue Street-Fighter-Verfilmung.

Bolls Kommentar dürfte deshalb vor allem als bewusst provokanter Scherz verstanden werden.

Dennoch zeigt die Situation, wie schwierig erfolgreiche Videospielverfilmungen trotz bekannter Marken und prominenter Schauspieler weiterhin sein können.

Ein großes Budget oder eine bekannte Vorlage garantieren noch keinen überzeugenden Kinofilm.

Videospielverfilmungen bleiben ein schwieriges Geschäft

In den vergangenen Jahren gab es mehrere erfolgreiche Adaptionen bekannter Gaming-Marken.

Gleichzeitig scheitern andere Projekte daran, die Erwartungen der Fans und die Anforderungen eines eigenständigen Films miteinander zu verbinden.

Street Fighter besitzt eine große Fangemeinde, die bestimmte Figuren, Kampftechniken und die besondere Atmosphäre der Spiele wiedererkennen möchte.

Eine Verfilmung muss diese Elemente jedoch in eine funktionierende Handlung einbauen.

Genau das scheint nach Einschätzung zahlreicher Kritiker bei der neuen Produktion nur teilweise gelungen zu sein.

Die endgültige wirtschaftliche Bilanz steht allerdings noch aus.

Schlechte Kritiken führen nicht zwangsläufig zu schlechten Einnahmen.

Und manchmal entwickeln sich Filme trotz negativer Bewertungen später zu Kultproduktionen.

Bis dahin dürfte vor allem Uwe Bolls Kommentar für Unterhaltung sorgen.

Denn ausgerechnet einer der bekanntesten Regisseure umstrittener Videospielverfilmungen sieht im neuen Street Fighter offenbar einen Anlass, seine eigene Filmgeschichte mit einem Augenzwinkern zu verteidigen.

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