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Sony arbeitet an neuer PlayStation Technik und will eines der größten 60 FPS Probleme lösen

Sony arbeitet offenbar an einer neuen Technologie, die zukünftige PlayStation-Spiele flüssiger darstellen könnte, ohne die Steuerung unnötig zu verzögern. Ein neues Patent beschreibt ein Verfahren, bei dem zusätzliche Bilder anhand bereits gerenderter Szenen und der Eingaben des Spielers vorhergesagt werden. Damit nimmt sich Sony eines der größten Probleme moderner Frame-Generation-Technik vor: Spiele können zwar sichtbar flüssiger aussehen, reagieren dadurch aber nicht automatisch schneller auf die Steuerung.

Der Patentantrag wurde am 15. Oktober 2026 veröffentlicht und liefert einen interessanten Einblick in Sonys technische Forschung. Ob die beschriebene Lösung jemals auf PS5, PS5 Pro oder einer späteren PlayStation eingesetzt wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

Sony möchte Bilder vorhersagen statt nur ergänzen

Technologien wie Frame Generation gehören inzwischen zu den wichtigsten Entwicklungen bei moderner Spielegrafik.

Das Grundprinzip ist vergleichsweise einfach: Zwischen tatsächlich berechneten Bildern werden zusätzliche künstliche Frames erzeugt.

Dadurch wirkt eine Bewegung auf dem Bildschirm flüssiger, obwohl die eigentliche Spielengine nicht sämtliche angezeigten Bilder vollständig berechnet.

Besonders auf leistungsstarken PCs wird diese Technik bereits eingesetzt.

Allerdings besitzt das Verfahren einen entscheidenden Nachteil.

Die zusätzlichen Bilder erhöhen nicht automatisch die Geschwindigkeit, mit der das Spiel auf Controller-Eingaben reagiert.

Ein Spiel mit einer niedrigen tatsächlichen Bildrate kann deshalb trotz einer flüssigeren Darstellung weiterhin eine vergleichsweise träge Steuerung besitzen.

Genau hier möchte Sony mit seiner neuen Entwicklung ansetzen.

Das Patent beschreibt ein System, das nicht ausschließlich zwischen bereits bekannten Bildern interpoliert, sondern versucht, zukünftige Bilder vorherzusagen.

Der Controller wird Teil der Bildberechnung

Besonders interessant ist, dass Sony die Eingaben des Spielers berücksichtigen möchte.

Das System soll unter anderem erkennen können, welche Aktion gerade ausgelöst wurde.

Drückt ein Spieler beispielsweise die Sprungtaste, lässt sich daraus ableiten, dass in den nächsten Bildern vermutlich eine Sprunganimation folgen wird.

Diese Information könnte genutzt werden, um ein zusätzliches Bild vorzubereiten, bevor die eigentliche Spielengine den nächsten vollständigen Frame erzeugt hat.

Dafür werden unter anderem vorherige Bilder, Bewegungsinformationen und Eingabedaten verarbeitet.

Anschließend erstellt ein Decoder eine Vorhersage der nächsten Darstellung.

Sony beschreibt außerdem verschiedene Möglichkeiten, wie das System bei falschen Vorhersagen reagieren könnte.

Das ist entscheidend, denn in einem Videospiel passieren häufig unerwartete Dinge.

Wenn ein Gegner plötzlich angreift oder der Spieler seine Richtung ändert, muss die Darstellung möglichst schnell darauf reagieren.

Ein falsches vorhergesagtes Bild könnte ansonsten störende Grafikfehler verursachen.

Warum gerade 60 FPS Spieler interessieren dürfte

Für Konsolenspieler wäre eine solche Entwicklung besonders spannend.

Bei aktuellen Spielen müssen Entwickler häufig zwischen einer höheren Bildqualität und einer flüssigeren Darstellung wählen.

Ein Qualitätsmodus setzt oftmals auf 30 Bilder pro Sekunde, während ein Performance-Modus eine höhere Bildrate anstrebt.

Das erfordert häufig Kompromisse bei Auflösung, Beleuchtung oder anderen Grafikeffekten.

Frame Generation könnte helfen, die wahrgenommene Flüssigkeit zu erhöhen.

Allerdings wäre ein durch künstliche Bilder flüssiger wirkender 60-FPS-Modus nicht automatisch mit tatsächlich berechneten 60 FPS gleichzusetzen.

Gerade bei schnellen Shootern, Rennspielen oder Actiontiteln spielt die Eingabeverzögerung eine wichtige Rolle.

Sony untersucht deshalb offenbar einen Ansatz, der die zeitliche Lücke zwischen Spieleraktion und Bildausgabe reduzieren könnte.

Ob dies im praktischen Einsatz zuverlässig funktioniert, muss sich allerdings erst zeigen.

Kommt die Technik auf PS5 oder erst auf PS6?

Diese Frage lässt sich derzeit nicht beantworten.

Das Patent beschreibt eine technische Methode, aber kein fertiges Produkt.

Sony nennt darin weder einen Veröffentlichungstermin noch konkrete PlayStation-Modelle, auf denen das System eingesetzt werden soll.

Interessant ist allerdings, dass die beschriebene Lösung nicht ausdrücklich vollständig neue Hardware voraussetzt.

Theoretisch könnte sie deshalb auch für bestehende Konsolen untersucht werden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sony bereits eine entsprechende Aktualisierung für PS5 oder PS5 Pro vorbereitet.

Viele Patente werden angemeldet, ohne dass die beschriebenen Verfahren jemals in kommerziellen Produkten erscheinen.

Außerdem könnte die Technik gerade bei schnellen und unvorhersehbaren Spielsituationen erhebliche Herausforderungen mit sich bringen.

Sonys Grafikforschung geht weiter

Mit PSSR besitzt die PS5 Pro bereits eine eigene KI-gestützte Upscaling-Technologie.

Diese verfolgt allerdings einen anderen Schwerpunkt.

Während Upscaling vor allem die Darstellung eines Bildes verbessert beziehungsweise aus einer niedrigeren Renderauflösung rekonstruiert, beschäftigt sich Frame Generation mit zusätzlichen Bildern.

Beide Ansätze könnten sich grundsätzlich ergänzen.

Die neue Patentanmeldung zeigt, dass Sony auch an Verfahren arbeitet, die die zeitliche Darstellung und Reaktionsfähigkeit moderner Spiele verbessern sollen.

Noch ist das alles Zukunftsmusik.

Sollte die Technik jedoch zuverlässig funktionieren, könnte sie langfristig dabei helfen, hohe Bildqualität, flüssige Animationen und geringe Eingabeverzögerung besser miteinander zu verbinden.

Gerade für kommende PlayStation-Generationen wäre das ein interessanter Entwicklungsschritt.

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