Mit einem neuen Filter reagiert Activision auf eine der häufigsten Beschwerden rund um Call of Duty Warzone. Ab Season 1 von Modern Warfare 4 können Spieler festlegen, ob ihnen ältere Operator Skins weiterhin angezeigt werden. Auffällige Crossover Outfits verschwinden dadurch auf Wunsch aus der eigenen Darstellung einer Partie, ohne dass gekaufte Inhalte anderer Nutzer eingeschränkt werden.
Die neue Funktion trägt den Namen Operator Skin Toggle und wird zunächst ausschließlich in Call of Duty Warzone angeboten. Activision versucht damit, zwei sehr unterschiedliche Gruppen innerhalb der Community unter einen Hut zu bringen: Spieler, die ihre gesammelten Skins weiterhin verwenden möchten, und Fans, die sich ein optisch geschlossenes Militärszenario wünschen.
So funktioniert der neue Skin Filter
Wird der Operator Skin Toggle aktiviert, ersetzt Warzone sämtliche Operatoren aus älteren Call of Duty Spielen durch zufällig ausgewählte Figuren aus Modern Warfare 4. Das gilt sowohl für Gegner als auch für Mitglieder der eigenen Gruppe und des eigenen Squads.
Die Änderung ist im Menü und während der eigentlichen Partie sichtbar. Ein Spieler, der beispielsweise einen besonders auffälligen Operator aus Black Ops 6 verwendet, erscheint auf dem eigenen Bildschirm stattdessen als reguläre Figur aus Modern Warfare 4.
Wichtig ist dabei: Der ursprüngliche Skin wird nicht deaktiviert oder aus dem Spiel entfernt. Die Einstellung verändert nur die persönliche Darstellung. Andere Nutzer sehen weiterhin den von ihnen ausgewählten Operator.
Auch die eigene Spielfigur bleibt von dem Filter unberührt. Wer selbst einen älteren oder ungewöhnlichen Skin ausgerüstet hat, kann diesen weiterhin sehen und benutzen. Standardmäßig ist die neue Option ausgeschaltet. Spieler müssen den Filter daher bewusst aktivieren.
Auffällige Crossover verschwinden nur auf dem eigenen Bildschirm
In den vergangenen Jahren entwickelte sich Call of Duty zunehmend zu einer Plattform für Kooperationen mit Filmen, Serien, Musikern und anderen Marken. Dadurch trafen klassische Soldaten regelmäßig auf prominente Gastfiguren oder bewusst überzeichnete Skins.
Ein Teil der Community sieht darin eine unterhaltsame Erweiterung des Spiels. Andere Spieler kritisieren dagegen, dass die vielen Kooperationen nicht mehr zum militärischen Erscheinungsbild der Reihe passen. Besonders in Warzone treffen Inhalte aus mehreren Call of Duty Generationen direkt aufeinander.
Infinity Ward hatte bereits bei der Vorstellung des neuen Spiels angekündigt, bei Modern Warfare 4 wieder stärker auf realistischere Skins zu setzen. Sämtliche Inhalte und Kooperationen des Hauptspiels sollen demnach zur Handlung und zur grundsätzlichen Identität von Modern Warfare passen.
Der neue Warzone Filter geht noch einen Schritt weiter. Er verhindert zwar keine neuen Crossover, gibt Spielern aber erstmals eine direkte Möglichkeit, ältere Operatoren aus der eigenen Darstellung zu entfernen.
Gekaufte Inhalte bleiben weiterhin verfügbar
Activision betont, dass durch die Einstellung keine freigeschalteten oder gekauften Gegenstände verloren gehen. Operatoren, Skins, Waffenbaupläne und Tarnungen aus Modern Warfare 2, Modern Warfare 3, Black Ops 6 und Black Ops 7 bleiben in Warzone verfügbar.
Auch das geplante Carry Forward System wird durch den Filter nicht verändert. Wer seine Sammlung über mehrere Jahre aufgebaut hat, kann die entsprechenden Inhalte weiterhin ausrüsten. Die Entscheidung, wie andere Teilnehmer einer Partie dargestellt werden, liegt künftig jedoch beim jeweiligen Nutzer.
Ältere Waffen bleiben über einen Legacy Bereich des Ausrüstungsmenüs zugänglich. Für diese Waffen werden frühere individuelle Ausrüstungen und die vollständige Gunsmith Bearbeitung allerdings nicht unterstützt. Stattdessen stellt Warzone jeweils eine Version mit fünf Aufsätzen bereit. Bereits vorhandene Baupläne behalten ihre jeweilige Zusammenstellung.
Damit verfolgt Activision einen Kompromiss. Das Unternehmen muss bestehende Käufe und die damit verbundene Warzone Sammlung erhalten, kann Fans eines einheitlicheren Designs aber trotzdem eine Alternative anbieten.
Die Funktion gilt zunächst nur für Warzone
Der Operator Skin Toggle wird mit Season 1 von Modern Warfare 4 eingeführt. Für den regulären Mehrspielermodus des Hauptspiels wurde eine vergleichbare Einstellung bislang nicht angekündigt.
Dort dürfte sie zum Start allerdings weniger notwendig sein, da Modern Warfare 4 laut Infinity Ward ohnehin mit einem deutlich geschlosseneren visuellen Stil erscheinen soll. Ob dieser Kurs auch in späteren Seasons konsequent beibehalten wird, bleibt abzuwarten.
Call of Duty Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC. Eine Version für die vorherige Konsolengeneration ist nicht geplant. Passend dazu wird auch Warzone die Unterstützung für PlayStation 4 und Xbox One beenden.
Eine vergleichsweise einfache Lösung für einen alten Streit
Der Filter beendet die Diskussion um auffällige Kosmetik nicht. Neue Skins können weiterhin angeboten und von ihren Besitzern verwendet werden. Dennoch erhält jeder Spieler mehr Kontrolle darüber, wie Warzone auf dem eigenen Bildschirm aussieht.
Offen bleibt, nach welchem Verfahren die Ersatzoperatoren ausgewählt werden und ob die Umstellung bei allen Skins zuverlässig funktioniert. Gerade bei ungewöhnlichen Figuren könnten veränderte Körperformen und Silhouetten außerdem Auswirkungen auf die visuelle Wahrnehmung einer Situation haben. Activision hat hierzu bislang keine weiteren technischen Einzelheiten genannt.
Grundsätzlich könnte die Option jedoch zu einer dauerhaften Funktion von Warzone werden. Sie schützt bereits getätigte Käufe, ohne alle Spieler dazu zu zwingen, die vollständige Mischung aus mehreren Call of Duty Generationen zu sehen.
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