Sony hat ein neues Systemupdate für den PlayStation Portal Remote Player veröffentlicht und verändert damit das Ladeverhalten des Geräts. Nach der Installation von Version 7.1.7 wird der Akku standardmäßig nur noch bis 80 Prozent geladen. Die Begrenzung soll die langfristige Lebensdauer und Stabilität der Batterie verbessern, kann auf Wunsch jedoch wieder aufgehoben werden.
Sony aktiviert die Ladegrenze automatisch
Die neue Einstellung wird nicht lediglich als zusätzliche Option angeboten. Sobald Version 7.1.7 installiert ist, gilt die Grenze von 80 Prozent automatisch. Wer seinen PlayStation Portal anschließend über längere Zeit am Ladekabel lässt, wird deshalb feststellen, dass die Anzeige nicht mehr bis auf 100 Prozent steigt.
Dabei handelt es sich weder um einen Fehler noch um einen defekten Akku. Sony hat das Verhalten bewusst geändert, um die Batterie des mobilen Streaming-Geräts langfristig zu schonen. Ähnliche Schutzfunktionen sind bereits von Smartphones, Notebooks und anderen Geräten mit fest verbautem Lithium-Ionen-Akku bekannt.
Wer weiterhin die gesamte Kapazität nutzen möchte, kann die Begrenzung direkt auf dem Gerät ändern. Die entsprechende Option befindet sich unter:
Einstellungen > System > Akku
Sony weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass eine Ladegrenze oberhalb von 80 Prozent die Akkuleistung und die allgemeine Stabilität beeinträchtigen könne. Auf lange Sicht könne sich dadurch die Gesundheit der Batterie verschlechtern.
Was die Änderung im Alltag bedeutet
Für viele Nutzer dürfte die neue Voreinstellung kaum auffallen. Wer PlayStation Portal überwiegend zu Hause verwendet und das Gerät regelmäßig auflädt, verliert zwar rechnerisch ein Fünftel der verfügbaren Akkukapazität, profitiert möglicherweise aber von einer langsameren Alterung der Batterie.
Anders sieht es bei längeren Reisen oder ausgedehnten Spielsessions aus. In diesen Situationen kann die zusätzliche Kapazität zwischen 80 und 100 Prozent durchaus nützlich sein. Die Entscheidung bleibt deshalb weiterhin beim Nutzer. Die neue Einstellung soll offenbar vor allem verhindern, dass der Akku im normalen Alltag ständig vollständig geladen wird, obwohl die maximale Laufzeit gar nicht benötigt wird.
Eine feste Sperre führt Sony nicht ein. Besitzer können die Begrenzung jederzeit anpassen und beispielsweise vor einer Reise vollständig laden. Anschließend lässt sich die schonendere Einstellung wieder aktivieren.
Auch PlayStation Link Zubehör benötigt ein Update
Version 7.1.7 enthält neben dem neuen Akkuschutz weitere kleinere Änderungen. Sony spricht von Verbesserungen an der Leistung und Stabilität der Systemsoftware. Zudem wurden Mitteilungen und die Bedienbarkeit auf einigen Bildschirmen überarbeitet.
Wer ein Gerät mit PlayStation Link verwendet, sollte ebenfalls auf die aktuelle Software achten. Laut Sony muss kompatibles PlayStation-Link-Zubehör auf den neuesten Stand gebracht werden, damit die Verbindung zum PlayStation Portal weiterhin funktioniert. Für die Aktualisierung wird der jeweilige USB-Adapter an eine PS5 oder einen PC angeschlossen.
Grundlegend neue Streaming-Funktionen bringt die Aktualisierung dagegen nicht. Sony hatte den Funktionsumfang bereits mit früheren Versionen deutlich erweitert. Im März erhielt PlayStation Portal beispielsweise einen 1080p High Quality Modus für Remote Play und Cloud Streaming. Dieser priorisiert eine höhere Bildqualität, benötigt dafür aber auch mehr Daten.
Akkuschutz wird bei mobilen Geräten wichtiger
Akkus verlieren mit zunehmender Zahl vollständiger Ladezyklen und durch längere Aufenthalte bei sehr hohem Ladestand schrittweise an Kapazität. Eine Grenze von 80 Prozent kann diese Belastung reduzieren. Wie stark sich das im konkreten Fall auswirkt, hängt jedoch von der Nutzung, den Temperaturen und dem individuellen Ladeverhalten ab.
Für PlayStation Portal ist der Zustand des Akkus besonders relevant, weil die Batterie nicht ohne Weiteres vom Nutzer gewechselt werden kann. Mit wachsendem Alter des Geräts kann eine sinkende Kapazität die Dauer mobiler Spielsessions merklich verkürzen. Sony versucht mit der neuen Standardoption offenbar, diesem Effekt frühzeitig entgegenzuwirken.
Gleichzeitig könnte die Änderung im ersten Moment für Verwirrung sorgen. Nutzer, die die Versionshinweise nicht lesen, dürften bei einer dauerhaft angezeigten Ladung von 80 Prozent zunächst an ein technisches Problem denken. Die Option innerhalb der Systemeinstellungen schafft hier zumindest eine einfache Lösung.
PlayStation Portal entwickelt sich weiter
PlayStation Portal startete ursprünglich als Remote-Player, der PS5-Spiele über die eigene Konsole auf das acht Zoll große Display überträgt. Mit späteren Updates rückte das Gerät zunehmend in Richtung einer eigenständigeren Streaming-Lösung. Über PlayStation Plus Premium können inzwischen unterstützte PS5-Spiele direkt aus der Cloud gestartet werden, ohne dass die eigene Konsole eingeschaltet sein muss.
Parallel halten sich Gerüchte über eine neue PlayStation Portal mit OLED-Display. Offiziell angekündigt wurde ein solches Modell bislang nicht. Das aktuelle Update zeigt jedoch, dass Sony auch die vorhandene Hardware weiter pflegt und dabei zunehmend Funktionen ergänzt, die über reine Verbesserungen der Streamingqualität hinausgehen.
Version 7.1.7 steht ab sofort zum Download bereit. Wer die maximale Laufzeit benötigt, kann die neue Ladegrenze manuell erhöhen. Für die alltägliche Nutzung empfiehlt Sony dagegen, die voreingestellten 80 Prozent beizubehalten.
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