NewsResident Evil überrascht kurz vor Kinostart mit sensationellen 96 Prozent

Resident Evil überrascht kurz vor Kinostart mit sensationellen 96 Prozent

Damit dürften selbst viele Resident-Evil-Fans nicht gerechnet haben. Nur einen Tag vor dem Kinostart entwickelt sich Zach Creggers neue Verfilmung der Capcom-Reihe zu einem überraschenden Kritikererfolg.

Auf Rotten Tomatoes steht Resident Evil aktuell bei 96 Prozent positiven Kritiken. Grundlage sind zum Zeitpunkt unserer Auswertung bereits 74 Rezensionen.

Damit gehört die Neuverfilmung schon jetzt zu den am besten bewerteten großen Videospieladaptionen überhaupt und liegt gleichzeitig weit über sämtlichen bisherigen Resident-Evil-Kinofilmen.

Besonders interessant ist das wenige Tage nach der Meldung, dass Regisseur Zach Cregger den Film nach Testvorführungen noch einmal deutlich verändert hatte.

96 Prozent nach bereits 74 Kritiken

Eine einzelne begeisterte Vorabkritik sagt noch nicht besonders viel aus.

Bei Resident Evil sieht die Sache inzwischen anders aus.

Rotten Tomatoes listet 74 Kritiken und einen Tomatometer-Wert von 96 Prozent. Der Wert kann sich mit weiteren Rezensionen natürlich noch verändern, die bisherige Tendenz fällt aber außergewöhnlich eindeutig aus.

Die Kritiker loben vor allem das hohe Tempo, die praktische Horror-Inszenierung und die Art, wie Cregger das Spielgefühl der Vorlage in einen eigenständigen Film überträgt.

Auch die Entscheidung, keine bekannte Resident-Evil-Geschichte einfach noch einmal nachzuerzählen, kommt offenbar besser an als von einigen Fans zunächst befürchtet.

Vor wenigen Tagen wurde der Film noch einmal deutlich verändert

Das Ergebnis ist besonders interessant, weil Resident Evil in seiner aktuellen Form offenbar erst relativ spät gefunden wurde.

Erst am Sonntag hatten wir darüber berichtet, dass Resident Evil dem Testpublikum zunächst zu lustig war und Zach Cregger daraufhin fast alle Witze entfernte.

Die frühen Testvorführungen waren grundsätzlich positiv.

Ein Kritikpunkt wiederholte sich allerdings auffällig häufig: Für einen Resident-Evil-Film wurde zu viel gelacht.

Cregger reagierte darauf und reduzierte den Humor deutlich.

Nach seiner eigenen Aussage gefiel ihm die überarbeitete Version anschließend sogar selbst besser.

Die aktuellen Kritiken deuten zumindest darauf hin, dass diese Entscheidung funktioniert haben könnte.

Keine weitere Verfilmung von Leon oder Jill

Der neue Resident Evil geht einen anderen Weg als frühere Kinofilme.

Im Mittelpunkt steht kein bekannter Held aus den Spielen.

Austin Abrams spielt Bryan, einen medizinischen Kurier, der während einer verhängnisvollen Lieferung in die Katastrophe rund um Raccoon City hineingezogen wird.

Der Film spielt damit zwar in einer vertrauten Welt, erzählt aber eine eigenständige Geschichte.

Leon S. Kennedy, Jill Valentine und Chris Redfield übernehmen nicht plötzlich die Hauptrollen.

Cregger kann dadurch bekannte Elemente aus den Spielen verwenden, ohne sich Szene für Szene an eine bereits erzählte Handlung halten zu müssen.

Kritiker sehen trotzdem sehr viel Resident Evil darin

Genau dieser Punkt scheint erstaunlich gut zu funktionieren.

Mehrere Kritiken beschreiben den Film als ungewöhnlich spielnah, obwohl er kein bestimmtes Resident Evil direkt adaptiert.

Bryan bewegt sich durch immer gefährlichere Situationen, sucht Wege durch abgeschlossene Bereiche und gerät in Begegnungen mit zunehmend absurderen Kreaturen.

Auch die Umbrella Corporation und andere bekannte Elemente der Reihe spielen eine Rolle.

Der Film übernimmt also eher die Struktur und Atmosphäre der Spiele als deren konkrete Hauptfiguren.

Gerade für eine Videospielverfilmung könnte genau das der entscheidende Vorteil sein.

Endlich ein wirklich starker Resident Evil Film?

Resident Evil besitzt im Kino eine ziemlich lange Geschichte.

Die Filme mit Milla Jovovich entwickelten sich wirtschaftlich zu einer erfolgreichen Reihe, entfernten sich inhaltlich allerdings zunehmend von den Spielen.

Resident Evil Welcome to Raccoon City versuchte 2021 genau das Gegenteil und orientierte sich wesentlich stärker an den ersten beiden Games.

Auch dieser Film konnte Kritiker allerdings nicht überzeugen.

Creggers Version könnte nun erstmals beide Seiten zusammenbringen.

Sie verwendet die Welt und grundlegende DNA der Spiele, versucht aber gleichzeitig nicht, bekannte Szenen möglichst exakt nachzustellen.

Zumindest bei den Kritikern geht diese Rechnung aktuell beeindruckend gut auf.

Zach Creggers Horror Erfolgsserie könnte weitergehen

Der hohe Wert dürfte auch deshalb für Aufmerksamkeit sorgen, weil Cregger in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Lauf hatte.

Mit Barbarian gelang ihm 2022 der internationale Durchbruch als Horrorregisseur.

Weapons entwickelte sich anschließend ebenfalls zu einem großen Erfolg.

Bei Resident Evil übernimmt Cregger nicht nur die Regie, sondern schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Shay Hatten.

Damit war die Erwartungshaltung bereits vor Veröffentlichung deutlich höher als bei vielen früheren Videospielverfilmungen.

Die ersten Kritiken bestätigen diese Erwartungen nun überraschend deutlich.

Morgen können sich die Zuschauer selbst ein Bild machen

Resident Evil startet am 18. September 2026 in den Kinos.

Dann wird sich zeigen, ob das normale Publikum ähnlich positiv reagiert wie die Filmkritiker.

Der Popcornmeter von Rotten Tomatoes besitzt vor dem regulären Kinostart naturgemäß noch keine aussagekräftige Zahl.

Gerade dieser zweite Wert wird deshalb in den kommenden Tagen interessant.

Bei Videospielverfilmungen gehen Kritiker und Fans schließlich nicht selten deutlich auseinander.

Für den Moment steht allerdings fest: Resident Evil startet mit einer Kritikerwertung, die der Filmreihe vor einigen Jahren vermutlich kaum jemand zugetraut hätte.

96 Prozent bei 74 Rezensionen sind zumindest ein ziemlich beeindruckender Anfang.

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