Die PlayStation 4 ist noch immer nicht vollständig aus Sonys Update-Plänen verschwunden. Am 16. September 2026 hat das Unternehmen überraschend die neue Systemsoftware 14.00 für PS4 und PS4 Pro veröffentlicht. Wer angesichts des großen Versionssprungs allerdings auf neue Funktionen oder sichtbare Änderungen gehofft hat, dürfte enttäuscht werden.
Sony bleibt bei den offiziellen Patch Notes ausgesprochen knapp.
Mit Version 14.00 sollen lediglich Leistung und Stabilität der Systemsoftware verbessert werden. Neue Funktionen, Änderungen an der Benutzeroberfläche oder zusätzliche Komfortfeatures werden für die PS4 nicht genannt.
Bemerkenswert ist das Update trotzdem. Die ursprüngliche PlayStation 4 kam bereits im November 2013 auf den Markt und erhält damit fast 13 Jahre später weiterhin neue Firmware.
PS4 Update 14.00 bringt keine großen neuen Funktionen
Ein Sprung auf eine neue Hauptversion klingt zunächst größer, als das Update tatsächlich ausfällt.
Während Sony bei früheren großen Firmware-Versionen gelegentlich noch kleinere sichtbare Änderungen eingebaut hatte, bleibt Version 14.00 offenbar ein klassisches Wartungsupdate.
Die offiziellen Änderungen lassen sich entsprechend schnell zusammenfassen: Sony spricht von Verbesserungen an Performance und Stabilität der Systemsoftware.
Mehr wird derzeit nicht genannt.
Wer seine PS4 nach dem Update startet, sollte deshalb keine neuen Menüs, Funktionen oder größere Veränderungen erwarten.
Das unterscheidet Version 14.00 auch von PS4 Update 13.00 aus dem vergangenen Jahr. Damals hatte Sony zumindest kleinere Anpassungen bei Nachrichten und der Benutzerfreundlichkeit verschiedener Bildschirme vorgenommen.
Diesmal bleibt es deutlich unspektakulärer.
Die PS4 wird trotzdem noch gepflegt
Dass Sony überhaupt noch Updates für die Konsole veröffentlicht, ist inzwischen fast interessanter als der eigentliche Inhalt des Patches.
Die PlayStation 5 nähert sich mittlerweile ihrem sechsten Geburtstag und Sony konzentriert seine aktuellen Spiele, Dienste und Marketingmaßnahmen längst auf die aktuelle Konsolengeneration.
Auch PlayStation Plus hat diesen Wechsel inzwischen deutlich vollzogen. Seit Anfang 2026 stehen PS4-Spiele nicht mehr regelmäßig im Mittelpunkt des monatlichen Essential-Angebots. Darüber hatten wir bereits ausführlich berichtet, als Sony den Fokus von PlayStation Plus weiter in Richtung PS5 verschoben hat.
Komplett fallen gelassen wurde die ältere Konsole allerdings noch nicht.
Sony hält die Systemsoftware weiterhin am Leben und veröffentlicht regelmäßig kleinere Wartungs- und Sicherheitsupdates.
Im Juni erschien beispielsweise Firmware 13.52. Diese konzentrierte sich ausdrücklich auf Sicherheitskorrekturen.
Mit Version 14.00 folgt jetzt die nächste größere Versionsnummer.
Interessante Reaktionen aus der Homebrew Community
Etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt das Update derzeit aus einer ganz anderen Ecke.
Innerhalb der Homebrew- und Modding-Community wird Firmware 14.00 intensiv diskutiert. Hintergrund sind Fortschritte rund um ältere PS4-Systemversionen wie 13.52.
Einige Entwickler und Nutzer hatten in den vergangenen Tagen bereits darüber gesprochen, dass bestimmte Informationen oder Exploits erst nach Veröffentlichung einer neuen Sony-Firmware öffentlich werden könnten.
Seit Version 14.00 verfügbar ist, hat die Diskussion entsprechend deutlich Fahrt aufgenommen.
Wichtig ist allerdings: Daraus lässt sich nicht automatisch schließen, dass Sony mit PS4 Update 14.00 gezielt eine bestimmte bislang unbekannte Sicherheitslücke geschlossen hat.
Die offiziellen Patch Notes nennen diesmal lediglich Verbesserungen bei Performance und Stabilität.
Welche Änderungen im Hintergrund vorgenommen wurden, ist derzeit nicht öffentlich dokumentiert.
Für normale PS4-Nutzer spielt diese Diskussion ohnehin kaum eine Rolle. Wer seine Konsole regulär verwendet und weiterhin auf Online-Dienste zugreifen möchte, kann das Update wie gewohnt installieren.
Gleichzeitig bekommt die PS5 das deutlich interessantere Update
Der Kontrast zur PlayStation 5 könnte kaum größer sein.
Auch die PS5 erhält heute ein neues Systemupdate der Version 14.00, dort sind die Änderungen jedoch wesentlich umfangreicher.
Unter anderem wird die PS5 Pro mit einer verbesserten PSSR-Unterstützung ausgestattet. Dazu kommen Anpassungen an Sprachchats, ein neuer Community-Bereich im Willkommen-Hub sowie weitere Änderungen an den Systemeinstellungen.
Auf der PS4 beschränkt sich Sony dagegen inzwischen weitgehend auf Wartung und grundlegende Systempflege.
Das ist angesichts des Alters der Hardware wenig überraschend.
Fast 13 Jahre später läuft die PS4 immer noch
Die lange Unterstützung zeigt gleichzeitig, wie ungewöhnlich erfolgreich die PlayStation 4 für Sony war.
Mehr als 117 Millionen Konsolen wurden weltweit ausgeliefert. Noch Jahre nach dem Erscheinen der PS5 sind Millionen Geräte aktiv im Einsatz.
Auch zahlreiche Spiele erschienen lange parallel für beide Generationen.
Erst in den vergangenen Jahren hat sich die Branche deutlich stärker von PS4 und Xbox One verabschiedet, weil neue Produktionen zunehmend auf die leistungsfähigere Hardware der aktuellen Generation angewiesen sind.
Neue große Funktionen für die PS4 sollte man deshalb von zukünftigen Firmware-Updates kaum noch erwarten.
Dass Sony die Konsole im Hintergrund trotzdem weiterhin wartet, dürfte Besitzer älterer Geräte freuen.
Version 14.00 ist dafür das nächste Beispiel: spektakulär ist das Update nicht, vergessen hat Sony die PS4 aber offenbar noch immer nicht.
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