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Mark Cerny spricht über sein Karriereende und die PS6 könnte seine letzte PlayStation werden

Mark Cerny gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Köpfen hinter PlayStation-Hardware. Als leitender Architekt prägte er sowohl die PlayStation 4 als auch die PlayStation 5 und arbeitet weiterhin gemeinsam mit AMD an Technologien für zukünftige PlayStation-Hardware. Nun spricht der 62-Jährige erstmals erstaunlich offen über das Ende seiner Karriere. Er sei noch nicht fertig, nähere sich diesem Punkt aber langsam. Damit stellt sich zwangsläufig eine interessante Frage: Könnte die kommende PS6 tatsächlich Cernys letzte große PlayStation-Generation werden?

Eine solche Entscheidung hat Sony bislang nicht angekündigt.

Cerny selbst sagt ebenfalls nicht, wann er aufhören möchte.

Seine neue Aussage zeigt allerdings erstmals ziemlich deutlich, dass der langjährige PlayStation-Architekt inzwischen über die Zeit nach seiner aktiven Karriere nachdenkt.

Mark Cerny sagt selbst dass das Karriereende näher rückt

Die Aussage fiel gegenüber Game File.

Cerny erklärte dort:

Er nähere sich dem Ende seiner Karriere, sei allerdings noch nicht fertig.

Gerade deshalb beschäftige ihn zunehmend die Frage, wie er etwas an die nächste Generation von Spieleentwicklern zurückgeben könne.

Das ist eine bemerkenswerte Aussage von jemandem, der seit Anfang der 1980er Jahre in der Spieleindustrie arbeitet.

Cernys Karriere begann lange vor PlayStation.

Er arbeitete unter anderem an Marble Madness, Sonic the Hedgehog 2 und verschiedenen Projekten für Naughty Dog, bevor er später eine zentrale Rolle bei Sonys Konsolenentwicklung übernahm.

PS4 und PS5 tragen deutlich Cernys Handschrift

Für PlayStation-Spieler ist sein Name insbesondere seit der PlayStation 4 bekannt.

Cerny war leitender Systemarchitekt der PS4 und übernahm dieselbe Rolle später erneut bei der PS5.

Auch die PS5 Pro und die Zusammenarbeit zwischen Sony und AMD im Rahmen von Project Amethyst sind eng mit ihm verbunden.

Dabei geht es inzwischen nicht nur um klassische Hardwareleistung.

Sony und AMD arbeiten an neuen Technologien für Machine Learning, Raytracing, Datenkompression und zukünftige Grafikarchitekturen.

Wir hatten bereits ausführlich darüber berichtet, wie Mark Cerny selbst neue Technologien für eine zukünftige PlayStation-Konsole in einigen Jahren angekündigt hat.

Cerny steckt also weiterhin mitten in der Entwicklung der PlayStation-Zukunft.

Ist die PS6 seine letzte PlayStation?

Genau deshalb ist seine neue Aussage interessant.

Sony hat Mark Cerny bislang nicht offiziell als leitenden Architekten der PlayStation 6 vorgestellt.

Dass er an Technologien beteiligt ist, die in zukünftiger PlayStation-Hardware eingesetzt werden sollen, steht allerdings fest.

Cerny hat selbst davon gesprochen, aktuelle Entwicklungen in einer zukünftigen Konsole „in einigen Jahren“ sehen zu wollen.

Es wäre deshalb durchaus denkbar, dass er die nächste Konsolengeneration noch maßgeblich begleitet.

Ob er danach weiterhin eine ähnliche Rolle bei Sony übernehmen würde, ist nun wesentlich weniger sicher.

Wenn Cerny selbst davon spricht, sich dem Ende seiner Karriere zu nähern, könnte die PS6 tatsächlich seine letzte große Konsolengeneration werden.

Das ist allerdings ausdrücklich unsere Einordnung und keine von Cerny oder Sony angekündigte Abschiedsplanung.

Cerny investiert Millionen in die nächste Entwicklergeneration

Sein Blick auf die Zukunft zeigt sich auch in einem neuen Projekt außerhalb von PlayStation.

Gemeinsam mit Geoff Keighley hat Cerny die Nova Games Foundation gegründet.

Keighley ist unter anderem Produzent und Moderator von The Game Awards, Summer Game Fest und Opening Night Live.

Beide haben jeweils mehrere Millionen Dollar ihres eigenen Vermögens in die Stiftung eingebracht.

Das Ziel ist ungewöhnlich:

Jedes Jahr sollen 20 junge Game-Designer jeweils 100.000 US-Dollar erhalten, um eigene Spiele entwickeln zu können.

Die Förderung ist nicht mit einem klassischen Publisher-Vertrag verbunden.

Entwickler behalten ihre Spiele vollständig

Besonders interessant sind die Bedingungen.

Die Nova Games Foundation verlangt weder Unternehmensanteile noch Eigentumsrechte am entwickelten Spiel.

Auch eine Rückzahlung ist nicht vorgesehen.

Die Entwickler behalten ihr Projekt vollständig und dürfen später selbst entscheiden, mit welchem Publisher oder auf welcher Plattform sie es veröffentlichen möchten.

Nova kann zwar Kontakte zu Publishern herstellen, erhält dafür aber keinen Anteil an entsprechenden Deals.

Rund ein Viertel der geförderten Projekte kann bei besonders guter Entwicklung zusätzliche Finanzierung erhalten.

Dabei sind weitere Mittel von bis zu 500.000 US-Dollar möglich, die abhängig vom Erreichen bestimmter Entwicklungsmeilensteine ausgezahlt werden.

Auch eine deutsche Hochschule ist beteiligt

Das Programm startet international.

13 Hochschulprogramme in acht Ländern beteiligen sich an der ersten Runde.

Dazu gehören unter anderem New York University, University of Southern California, Abertay University in Schottland und Royal Melbourne Institute of Technology.

Auch Deutschland ist vertreten.

Studierende der TH Köln gehören zu denjenigen, die sich für die Förderung qualifizieren können.

Die ersten Bewerbungen sollen im Dezember angenommen werden.

Im März 2027 sollen anschließend die ersten ausgewählten Entwickler bekannt gegeben werden.

Cerny will sein Wissen weitergeben

Interessant ist dabei nicht nur das Geld.

Die Teilnehmer sollen zusätzlich Zugang zu erfahrenen Entwicklern und Mentoren aus der Spieleindustrie bekommen.

Nach Angaben von Geoff Keighley haben bereits dutzende bekannte Game Directors Interesse signalisiert.

Auch Josef Fares von Hazelight beteiligt sich mit einer Spende und möchte Entwickler unterstützen.

Cerny beschreibt das Ziel der Stiftung ausdrücklich als Förderung der nächsten Generation kreativer Köpfe.

Gerade kleinere, ungewöhnliche und künstlerisch interessante Spiele liegen ihm dabei offenbar besonders am Herzen.

Für PlayStation beginnt irgendwann die Ära nach Mark Cerny

Sony selbst hat bislang keinen Nachfolger für Cerny benannt.

Dafür besteht momentan auch kein offensichtlicher Grund.

Er betont ausdrücklich, dass er noch nicht fertig sei.

Trotzdem ist seine aktuelle Aussage bemerkenswert.

Die PS4 erschien 2013.

Die PS5 folgte 2020.

Cerny war bei beiden Systemen eine zentrale technische Figur und arbeitet weiterhin an Technologien für die Zukunft der Plattform.

Sollte die nächste PlayStation tatsächlich seine letzte große Konsolengeneration werden, würde damit irgendwann eine mehr als zwei Jahrzehnte lange Phase enger Zusammenarbeit zwischen Sony und einem der bekanntesten Hardware-Architekten der Gaming-Branche enden.

Noch ist es nicht soweit.

Aber erstmals spricht Cerny selbst öffentlich darüber, dass dieser Zeitpunkt näher rückt.

Quelle:https://www.gamefile.news/p/nova-games-foundation-mark-cerny-geoff-keighley

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