Fast 30 Minuten GTA 6, neue Details zu Marvel’s Wolverine, überraschend viel Fable auf der PlayStation 5, neue PS-Plus-Spiele und das vorläufige Ende der großen PlayStation-Boykott-Woche: Ende August war für PlayStation-Spieler ungewöhnlich viel los. Einige Themen dürften uns noch lange beschäftigen – und bei anderen fällt die Bilanz deutlich komplizierter aus.
Es gibt Wochen, in denen sich die Gaming-News eher mühsam zusammensuchen lassen. Und dann gibt es Wochen wie diese.
Rockstar Games hat mit einem ausführlichen neuen Einblick in Grand Theft Auto 6 praktisch alles andere überschattet. Gleichzeitig steht Marvel’s Wolverine kurz vor seinem PS5-Release, Fable zeigt immer deutlicher, wie ungewöhnlich sich die neue Multiplattform-Strategie von Microsoft noch immer anfühlt, und Sony hat die neuen PlayStation-Plus-Spiele für September veröffentlicht.
Dazu kommt ein Thema, das innerhalb der PlayStation-Community zuletzt besonders intensiv diskutiert wurde: Der ursprünglich angekündigte Zeitraum des PlayStation-Boykotts vom 23. bis 30. August ist vorbei.
Ob Sony davon tatsächlich etwas gespürt hat, lässt sich allerdings weiterhin kaum seriös beantworten.
GTA 6 zeigt endlich deutlich mehr vom eigentlichen Spiel
Der größte Gewinner der vergangenen Tage ist ohne Frage Grand Theft Auto 6.
Rockstar Games hat erstmals einen deutlich längeren Blick auf das Spiel ermöglicht. Rund 26 Minuten lang konnten wir Jason, Lucia und vor allem Leonida wesentlich ausführlicher in Bewegung sehen.
Dabei ging es nicht nur um spektakuläre Zwischensequenzen.
Rockstar zeigte Fahrzeuge, Kämpfe, verschiedene Aktivitäten und zahlreiche Situationen innerhalb der offenen Welt. Gerade dadurch entstand erstmals ein wesentlich besseres Gefühl dafür, wie dicht GTA 6 tatsächlich aufgebaut sein könnte.
Besonders interessant für PlayStation-Spieler: Das gezeigte Material stammt von einer normalen PlayStation 5.
Unser ausführliches Fazit zum neuen Material findet ihr hier: GTA 6 nach dem Netflix First Look: Rockstar beeindruckt, lässt aber wichtige Fragen offen
Dass Rockstar für diese Präsentation offenbar nicht auf eine PS5 Pro oder einen High-End-PC zurückgreifen musste, ist durchaus bemerkenswert.
Die Welt wirkt enorm detailliert. Auf den Straßen ist viel los, zahlreiche Figuren reagieren auf ihre Umgebung und selbst kleinere Animationen vermitteln den Eindruck, dass Rockstar diesmal noch stärker auf eine glaubwürdige Welt setzt.
Natürlich sollte man dabei trotzdem etwas vorsichtig bleiben.
Ein sorgfältig ausgewählter Gameplay-Einblick ist noch kein technischer Test des fertigen Spiels. Wie stabil GTA 6 tatsächlich läuft und wie sich besonders hektische Situationen auf die Performance auswirken, werden wir erst mit der finalen Version beurteilen können.
Für den Moment kann man allerdings festhalten: Auf der normalen PS5 sieht GTA 6 bereits beeindruckend aus.
30 FPS dürften trotzdem noch für Diskussionen sorgen
Genau hier beginnt allerdings die nächste Debatte.
Inzwischen gibt es deutlich konkretere Hinweise darauf, dass die aktuellen Konsolenversionen von GTA 6 mit 30 Bildern pro Sekunde laufen.
Das gilt nach derzeitigen Informationen offenbar sogar für die PS5 Pro.
Mehr dazu haben wir bereits ausführlich zusammengefasst: GTA 6 läuft aktuell nur mit 30 FPS – selbst die PS5 Pro bekommt bislang keine 60 FPS
Ein bestätigter Performance-Modus mit 60 FPS existiert bislang nicht.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Rockstar bis zum Release überhaupt keine weiteren technischen Optionen mehr anbieten kann. Gerade bei einem Spiel dieser Größenordnung dürfte bis zum Schluss optimiert werden.
Fest damit rechnen sollte man momentan allerdings nicht.
GTA 6 scheint technisch enorm aufwendig zu werden. Die große offene Welt, zahlreiche NPCs, Verkehr, Physik, Animationen und verschiedene parallel laufende Systeme beanspruchen nicht nur die Grafikeinheit der Konsole.
Gerade CPU-intensive Berechnungen lassen sich nicht einfach dadurch lösen, dass man die Auflösung etwas reduziert.
Trotzdem ist die Frage nach 60 FPS vollkommen legitim.
Viele PS5-Spieler haben sich inzwischen daran gewöhnt, zwischen einem Qualitäts- und einem Performance-Modus wählen zu können. Gerade bei schnellen Autofahrten und Schusswechseln kann eine höhere Bildrate einen deutlich spürbaren Unterschied machen.
30 FPS machen GTA 6 deshalb nicht plötzlich unspielbar.
Wer allerdings lieber mit 60 FPS spielt, dürfte zumindest hoffen, dass Rockstar bis November doch noch eine zusätzliche Option findet.
Die 80 Stunden von GTA 6 brauchen etwas Einordnung
Eine weitere Zahl verbreitete sich zuletzt besonders schnell: 80 Stunden.
Rockstar-North-Co-Studioleiter Rob Nelson soll für einen eigenen Durchlauf von GTA 6 ungefähr so lange benötigt haben.
Das klingt zunächst gewaltig.
Allerdings darf man daraus nicht einfach eine angeblich bestätigte 80-Stunden-Hauptgeschichte machen.
Nelsons Durchlauf beinhaltete neben den eigentlichen Storymissionen auch optionale Inhalte und weitere Aktivitäten.
Genau diesen wichtigen Unterschied haben wir hier ausführlicher erklärt: GTA 6 könnte gewaltig werden: Rockstar-Entwickler brauchte rund 80 Stunden
Interessant ist dabei möglicherweise sogar weniger die reine Spielzeit.
Optionale Aufgaben sollen teilweise Auswirkungen auf die Handlung besitzen. Das könnte bedeuten, dass Nebenaktivitäten stärker mit der eigentlichen Geschichte verbunden werden als in früheren Teilen.
Wie umfangreich dieses System tatsächlich ausfällt, wissen wir noch nicht.
Die rund 80 Stunden liefern trotzdem einen ersten Hinweis darauf, welche Größenordnung Rockstar anstrebt.
Und vermutlich wird ein Großteil der Spieler ohnehin wesentlich länger in Leonida verbringen.
GTA war schließlich noch nie eine Spielereihe, bei der man lediglich Hauptmission für Hauptmission abarbeitet. Fahrzeuge, Nebenmissionen, Erkundung und das typische Chaos innerhalb der offenen Welt gehören mindestens genauso sehr zum Erlebnis.
Am 19. November 2026 werden wir sehen, ob Rockstar den mittlerweile beinahe absurden Erwartungen überhaupt gerecht werden kann.
Vielleicht ist genau das inzwischen die größte Gefahr für GTA 6.
Das Spiel kann hervorragend werden und trotzdem einen Teil der Spieler enttäuschen, weil nach Jahren voller Gerüchte, Trailer und Spekulationen teilweise Erwartungen entstanden sind, die kaum noch erfüllbar wirken.
Marvel’s Wolverine steht kurz vor dem PS5-Release
Während wir auf GTA 6 noch einige Wochen warten müssen, steht Marvel’s Wolverine tatsächlich unmittelbar vor der Veröffentlichung.
Das neue Actionspiel von Insomniac Games erscheint am 15. September 2026 exklusiv für PlayStation 5.
Kurz vor dem Release hat das Studio noch einmal ausführlicher gezeigt, welche Möglichkeiten Logan im fertigen Spiel bekommen wird.
Wolverine setzt auf ein schnelles und deutlich brutaleres Kampfsystem als beispielsweise Marvel’s Spider-Man.
Logan verwendet seine Klauen, Tritte, unterschiedliche Techniken sowie besonders mächtige Spezialangriffe.
Dazu kommen verschiedene Anpassungen, mit denen sich bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten verändern lassen.
Auch bei den Outfits scheint einiges geboten zu werden. Neben verschiedenen bekannten Wolverine-Looks können sogar unterschiedliche Klauenvarianten freigeschaltet werden.
Die komplette Übersicht über die zuletzt vorgestellten Funktionen findet ihr hier: Marvel’s Wolverine zeigt kurz vor Release noch einmal, was wirklich drinsteckt
Besonders erfreulich ist, dass New Game Plus und Mission Replay bereits zum Start zur Verfügung stehen.
Dazu kommen Nightmare Challenges und ein Fotomodus, der über ein Day-One-Update ergänzt wird.
Das ist definitiv positiv.
Gleichzeitig muss man Insomniac aber auch nicht dafür zum Entwickler des Jahres erklären, dass bestimmte Funktionen direkt zur Veröffentlichung vorhanden sind.
Gerade New Game Plus und die Möglichkeit, Missionen erneut zu spielen, gehören bei einem solchen Actionspiel inzwischen zu den Dingen, die viele Spieler ohnehin erwarten.
Für Wolverine wird deshalb eine andere Frage wesentlich wichtiger:
Wie abwechslungsreich bleibt das Spiel nach zehn oder fünfzehn Stunden?
Brutale Finisher und spektakuläre Animationen funktionieren in einem Trailer hervorragend.
Wenn wir allerdings nach wenigen Stunden ständig gegen dieselben Gegner kämpfen und immer wieder identische Abläufe erleben, kann sich genau dieser Effekt schnell abnutzen.
Insomniac hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass das Studio starke Actionspiele entwickeln kann.
Ob Wolverine am Ende zu den großen Highlights des PS5-Jahres gehört, erfahren wir schon sehr bald.
Fable auf einer PlayStation fühlt sich immer noch ungewöhnlich an
Bei Fable ist fast schon die Plattform selbst eine Nachricht.
Eine Spielereihe, die über viele Jahre praktisch untrennbar mit Xbox verbunden war, erscheint inzwischen ganz selbstverständlich auch für die PlayStation 5.
Noch vor einigen Jahren wäre diese Vorstellung ziemlich absurd gewesen.
Inzwischen zeigt Playground Games regelmäßig neues Material der PS5-Version.
Zuletzt stand besonders das sogenannte Style-Weaving-Kampfsystem im Mittelpunkt.
Dabei sollen Nahkampf, Fernkampf und Magie nicht streng voneinander getrennt sein.
Spieler können während einer Auseinandersetzung unmittelbar zwischen verschiedenen Möglichkeiten wechseln und ihren eigenen Kampfstil entwickeln.
Mehr zum neuen Gameplay findet ihr hier: Fable zeigt neues PS5-Gameplay – selbst Gegner lassen sich in Hühner verwandeln
Und ja, Gegner lassen sich tatsächlich zeitweise in Hühner verwandeln.
Das passt wiederum erstaunlich gut zu Fable.
Der etwas spezielle britische Humor gehörte schließlich schon immer zur Identität der Serie.
Ob das Kampfsystem am Ende wirklich genügend Tiefe bietet, lässt sich anhand der bisherigen Präsentationen noch nicht endgültig beurteilen.
Die grundsätzliche Idee gefällt aber.
Spieler müssen sich nicht früh auf eine starre Charakterklasse festlegen, sondern können verschiedene Fähigkeiten miteinander verbinden.
Fast genauso interessant ist allerdings die größere Entwicklung dahinter.
Microsoft bringt inzwischen immer mehr frühere Xbox-Marken auf konkurrierende Plattformen.
Für PlayStation-Spieler bedeutet das, dass Spiele, die früher automatisch mit einer Xbox verbunden gewesen wären, plötzlich zum ganz normalen PS5-Angebot gehören.
Fable erscheint am 23. Februar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC.
Bis dahin bleibt also noch etwas Zeit.
PlayStation Plus startet mit vier Spielen in den September
Auch bei PlayStation Plus Essential steht der neue Monat an.
Seit dem 1. September können Mitglieder vier neue Spiele ihrer Bibliothek hinzufügen:
- Sniper Elite: Resistance
- MLB The Show 26
- Wobbly Life
- Chained Echoes
Alle Informationen zum September-Angebot haben wir hier zusammengefasst: PlayStation Plus Essential – Sony veröffentlicht die Spiele für September 2026
Das interessanteste Spiel dürfte für viele Abonnenten wahrscheinlich Sniper Elite: Resistance sein.
Rebellions Shooter bietet wieder die bekannte Mischung aus Schleichen, taktischem Vorgehen und den teilweise ziemlich drastisch inszenierten Scharfschützentreffern der Reihe.
MLB The Show 26 richtet sich dagegen zumindest in Deutschland an eine etwas speziellere Zielgruppe.
Baseball besitzt hierzulande schließlich nicht annähernd die Reichweite wie beispielsweise Fußball.
Mit Wobbly Life und Chained Echoes kommen zwei deutlich kleinere Titel hinzu.
Gerade Chained Echoes konnte sich seit seiner ursprünglichen Veröffentlichung allerdings einen ziemlich guten Ruf unter Rollenspiel-Fans erarbeiten.
Unterm Strich würde ich den September deshalb als soliden Monat bezeichnen.
Mehr allerdings auch nicht.
Das größere Problem ist für mich eher das bisherige PlayStation-Plus-Jahr insgesamt.
Natürlich ist das immer stark vom eigenen Geschmack abhängig. Wer genau auf die angebotenen Genres steht, kann einen Monat vollkommen anders bewerten als jemand, der mit keinem der Spiele etwas anfangen kann.
Trotzdem fehlten in diesem Jahr bisher für meinen Geschmack einige Monate, bei denen man sofort sagt: Das ist jetzt wirklich ein starkes PlayStation-Plus-Angebot.
Die ursprünglich geplante PlayStation-Boykott-Woche ist vorbei
Und damit kommen wir zu einem Thema, das uns in den vergangenen Wochen wahrscheinlich häufiger beschäftigt hat als fast alles andere rund um PlayStation.
Der große PlayStation-Boykott.
Vom 23. bis 30. August 2026 sollten Teilnehmer ihre PlayStation-Konsolen möglichst nicht verwenden, sich nicht im PlayStation Network anmelden und insbesondere kein Geld innerhalb des PlayStation-Ökosystems ausgeben.
Der Protest richtet sich vor allem gegen Sonys zukünftige Digitalstrategie und die geplante deutlich geringere Bedeutung physischer Spiele.
Der ursprünglich angekündigte Zeitraum ist inzwischen vorbei.
Unsere ausführliche Bilanz dazu findet ihr hier: PlayStation-Boykott ist vorbei und die Bilanz fällt überraschend aus
Die wichtigste Frage lautet natürlich:
Hat das Ganze irgendetwas gebracht?
Die momentan vielleicht unbefriedigendste, aber seriöseste Antwort lautet:
Wir wissen es nicht.
Es gibt keine belastbaren Teilnehmerzahlen.
Wir wissen deshalb nicht, wie viele Menschen ihre Konsole tatsächlich ausgeschaltet haben.
Aufrufe, Likes, Kommentare oder geteilte Beiträge in sozialen Netzwerken liefern zwar Hinweise auf das Interesse an der Aktion, können aber nicht einfach als Teilnehmer gezählt werden.
Jemand kann einen Beitrag zum Boykott liken und am gleichen Abend trotzdem auf seiner PS5 spielen.
Auch einen eindeutig messbaren wirtschaftlichen Effekt auf Sony können wir derzeit nicht feststellen.
Sony selbst hat auf den Protest bislang nicht öffentlich mit einer grundlegenden Änderung seiner Strategie reagiert.
Das spricht zumindest nicht dafür, dass das Unternehmen durch diese eine Woche plötzlich massiv unter Druck geraten ist.
Trotzdem war der Protest nicht völlig bedeutungslos
Damit wäre es allerdings zu einfach, den gesamten Boykott als komplett wirkungslos abzuschreiben.
Denn parallel dazu zeigt sich deutlich, dass das eigentliche Thema hinter dem Protest durchaus viele Spieler beschäftigt.
Die Petition gegen Sonys zukünftige Disc-Strategie hat inzwischen mehrere Hunderttausend Unterstützer erreicht.
Das ist etwas anderes als eine tatsächliche Teilnahme am Boykott.
Trotzdem zeigt die Zahl, dass die Zukunft physischer Spiele innerhalb eines Teils der PlayStation-Community ein relevantes Thema bleibt.
Außerdem wurde der ursprüngliche Plan teilweise verändert.
Statt die Aktion zwingend am 30. August vollständig zu beenden, wurden besonders engagierte Teilnehmer dazu aufgerufen, ihren persönlichen Boykott darüber hinaus fortzuführen.
Ob daraus langfristig tatsächlich eine größere Bewegung entsteht, bleibt abzuwarten.
Mehr zur Entwicklung unmittelbar vor dem ursprünglichen Ende hatten wir bereits hier zusammengefasst: PlayStation-Boykott vor dem Ende: Hat die Protestaktion überhaupt etwas bewirkt?
Boykott und angeblicher PSN-Angriff waren zwei verschiedene Geschichten
An dieser Stelle ist noch eine Unterscheidung wichtig, weil beide Themen rund um den 23. August immer wieder miteinander vermischt wurden.
Der Verbraucherboykott bestand darin, dass Spieler freiwillig ihre Konsolen beziehungsweise das PlayStation Network meiden und kein Geld ausgeben sollten.
Parallel dazu kursierte eine zweite Geschichte.
Dabei ging es um Spekulationen über einen möglichen gezielten Angriff auf das PlayStation Network beziehungsweise einen großen PSN-Blackout.
Das war nicht dasselbe wie der eigentliche Boykott.
Bei einem Boykott bleiben Spieler freiwillig offline.
Bei einem Hacker- oder DDoS-Angriff würde dagegen versucht, die Infrastruktur technisch zu stören und damit auch Nutzer auszuschließen, die überhaupt nicht an einem Protest teilnehmen möchten.
Wir hatten diese Spekulationen bereits vor Beginn der Aktion eingeordnet: PSN ab 23. August in Gefahr? Rund um den PSBlackout gibt es brisante Spekulationen
Für einen solchen Angriff gab es bereits damals keine belastbare Bestätigung.
Und rückblickend lässt sich festhalten:
Der teilweise befürchtete große PSN-Ausfall ist ausgeblieben.
Das PlayStation Network war während des relevanten Zeitraums grundsätzlich erreichbar.
Damit hat sich zumindest dieser Teil der Geschichte nicht bestätigt.
Beim eigentlichen Boykott fällt die Bewertung dagegen wesentlich schwieriger aus.
Die Aktion hat Aufmerksamkeit erzeugt.
Ob sie Sony wirtschaftlich oder strategisch tatsächlich beeinflusst hat, lässt sich bislang jedoch nicht nachweisen.
The Witcher 4 soll einen Fehler von Cyberpunk 2077 vermeiden
Zum Abschluss lohnt sich noch ein Blick auf The Witcher 4.
CD Projekt RED hat zuletzt erklärt, dass man aus einem der größten Probleme bei Cyberpunk 2077 gelernt habe.
Dabei geht es nicht unbedingt um einzelne Bugs, sondern um die grundsätzliche Entwicklung für unterschiedliche Plattformen.
The Witcher 4 läuft bereits während der laufenden Entwicklung auf der PlayStation 5.
Die Entwickler testen das Rollenspiel ebenfalls auf den anderen vorgesehenen Zielplattformen.
Alle Details findet ihr hier: The Witcher 4 läuft bereits auf PS5 – CD Projekt zieht Konsequenzen aus Cyberpunk 2077
Das klingt zunächst eigentlich selbstverständlich.
Bei Cyberpunk 2077 lief die Entwicklung allerdings anders.
CD Projekt konzentrierte sich damals zunächst sehr stark auf die PC-Version und versuchte anschließend, das technisch ambitionierte Ergebnis entsprechend auf die Konsolen zu übertragen.
Gerade auf PS4 und Xbox One führte das bekanntlich zu erheblichen Problemen.
Die Situation eskalierte schließlich so weit, dass Sony Cyberpunk 2077 vorübergehend aus dem PlayStation Store entfernte.
Bei The Witcher 4 soll deshalb wesentlich früher geprüft werden, ob neue Funktionen und Entwicklungsstände tatsächlich auf allen vorgesehenen Plattformen funktionieren.
Wenn beispielsweise etwas auf dem PC hervorragend läuft, auf der PS5 allerdings Probleme verursacht, möchte CD Projekt diese Schwierigkeiten direkt während der Entwicklung lösen.
Das ist natürlich keine Garantie dafür, dass The Witcher 4 vollkommen fehlerfrei erscheinen wird.
So etwas kann kein Entwickler seriös versprechen.
Der Ansatz ist trotzdem sinnvoll.
Gerade nach den Erfahrungen mit Cyberpunk 2077 dürfte CD Projekt RED sehr genau wissen, dass sich das Studio einen ähnlich problematischen Konsolenstart kaum noch einmal erlauben kann.
GTA 6 ist der klare Gewinner dieser Woche
Wenn man alle Meldungen nebeneinanderlegt, gibt es trotzdem einen ziemlich eindeutigen Gewinner.
GTA 6.
Rockstar Games hat mit einem einzigen längeren Gameplay-Einblick praktisch die komplette Gaming-Diskussion übernommen.
Das ist angesichts der Erwartungen an das Spiel wahrscheinlich nicht besonders überraschend.
Trotzdem zeigt es noch einmal eindrucksvoll, welche Ausnahmestellung Grand Theft Auto inzwischen besitzt.
Marvel’s Wolverine muss in wenigen Tagen beweisen, ob die starken Trailer auch über ein komplettes Spiel hinweg funktionieren.
Fable zeigt gleichzeitig, wie sehr sich die frühere Grenze zwischen Xbox und PlayStation inzwischen verschoben hat.
Bei PlayStation Plus bekommen wir einen soliden, aber vermutlich nicht überragenden September.
Und beim PlayStation-Boykott bleibt die wichtigste Frage vorerst unbeantwortet.
Die ursprüngliche Protestwoche ist vorbei, die Kritik an Sonys Digitalstrategie allerdings nicht.
Vielleicht ist genau das am Ende die interessanteste Erkenntnis.
Eine einzelne Woche dürfte Sony kaum dazu bringen, seine gesamte Strategie über Bord zu werfen. Die Diskussion über physische Spiele, digitale Besitzrechte und die zukünftige Ausrichtung von PlayStation wird uns dagegen mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit noch länger begleiten.
Und spätestens wenn GTA 6 am 19. November erscheint, dürfte ohnehin wieder ein einziges Spiel fast alle anderen Themen in den Hintergrund drängen.








Schöner Wochenrückblick. Sniper Elite und Chained Echoes klingen interessant. GTA 6 wird wohl wieder viel Aufmerksamkeit bekommen.
Die Infos zu The Witcher 4 klingen vernünftig. Aus Fehlern lernen ist wichtig. Freue mich auf mehr Details.
Der Boykott ist schwer zu bewerten. Schön, dass das Thema diskutiert wird. PlayStation Plus im September finde ich okay.
Interessanter Artikel. Wolverine wirkt brutal und schnell, hoffe das Spiel bleibt abwechslungsreich. Fable auf der PS5 überrascht mich.
Guter Überblick. GTA 6 klingt spannend, aber 30 FPS wären schade. Ich bin gespannt auf den Release.