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Sony vor der Disc-Wende? Neues Gerücht sorgt für Aufsehen – doch es gibt bereits Widerspruch

Könnte Sony den geplanten Abschied von neuen PlayStation-Spielen auf Disc doch noch verschieben? Genau dieses Gerücht sorgte am Wochenende für Aufmerksamkeit. Demnach soll innerhalb der Branche darüber gesprochen worden sein, den für Januar 2028 geplanten Schnitt um ein oder zwei Jahre nach hinten zu verschieben. Doch inzwischen gibt es deutlichen Widerspruch: Ein langjähriger Branchenveteran erklärt, auf der Gamescom sei von einer solchen Kehrtwende überhaupt keine Rede gewesen.

Kaum ein PlayStation-Thema hat während der vergangenen Wochen für so viele Diskussionen gesorgt wie Sonys Entscheidung zum Ende neuer Spiele auf Disc.

Ab Januar 2028 sollen neu veröffentlichte PlayStation-Spiele nicht mehr auf klassischen Spiele-Discs produziert werden.

Bereits veröffentlichte Titel und Spiele, die noch vor diesem Zeitpunkt auf Disc erscheinen, bleiben davon unberührt.

Sony begründete die Entscheidung Anfang Juli mit dem zunehmenden Wechsel der Spieler zu digitalen Inhalten.

Nun sorgte ausgerechnet während der Gamescom ein neues Gerücht für Hoffnung bei Fans physischer Spiele.

Sony soll angeblich über eine Verschiebung nachdenken

Ausgangspunkt ist der neue Nitro-Podcast von Eurogamer Spanien.

Dort wurde über Gespräche und Gerüchte berichtet, die während der Gamescom innerhalb der Branche kursiert haben sollen.

Demnach gebe es angeblich eine zunehmende Erwartung, dass Sony seinen derzeitigen Zeitplan noch einmal verändert.

Konkret soll die Möglichkeit bestehen, den geplanten Abschied von neuen Spiele-Discs um ein oder zwei Jahre nach hinten zu verschieben.

Statt Anfang 2028 könnte der vollständige Wechsel zu neuen rein digitalen Veröffentlichungen entsprechend möglicherweise erst 2029 oder 2030 erfolgen.

Wichtig ist allerdings:

Sony selbst hat eine solche Änderung bislang nicht angekündigt.

Es handelt sich ausschließlich um ein bislang unbestätigtes Gerücht.

Ausgerechnet Xbox soll Sony unter Druck setzen

Besonders interessant ist die angebliche Begründung.

Nicht der aktuelle PlayStation-Boykott oder die zahlreichen negativen Reaktionen der Community sollen Sony zum Nachdenken bringen.

Vielmehr soll die mögliche Strategie von Microsoft eine Rolle spielen.

Innerhalb der Branche soll laut dem ursprünglichen Gerücht darüber gesprochen worden sein, dass Microsoft Publishern weiterhin Unterstützung für physische Spiele bei seiner kommenden Xbox-Hardware zusichert.

Zusätzlich arbeitet Microsoft bereits an seinem neuen Disc-to-Digital-System.

Dabei können unterstützte physische Xbox-Spiele künftig mit einer digitalen Berechtigung verbunden werden, ohne dass Besitzer automatisch die Vorteile der Disc verlieren.

Sollte Microsoft physische Medien länger unterstützen als Sony, könnte PlayStation damit ausgerechnet im Bereich der Spiele auf Disc einen Wettbewerbsvorteil an Xbox abgeben.

Angeblich soll sogar ein großer Publisher Druck machen

Noch brisanter ist eine weitere Behauptung aus den Gamescom-Gerüchten.

Demnach soll ein großer Publisher Sony signalisiert haben, dass ein kommendes bedeutendes Spiel möglicherweise nicht für PlayStation erscheinen könnte, wenn keine physische Veröffentlichung möglich sei.

Um welches Unternehmen oder Spiel es sich handeln soll, wurde nicht genannt.

Rockstar Games soll ausdrücklich nicht gemeint sein.

Auch für diese Behauptung gibt es derzeit keinerlei unabhängige Bestätigung.

Sollte ein großer Publisher Sony tatsächlich vor eine solche Entscheidung gestellt haben, wäre das natürlich ein deutlich stärkerer wirtschaftlicher Faktor als Proteste in sozialen Netzwerken.

Genau deshalb verbreitete sich das Gerücht innerhalb weniger Stunden entsprechend schnell.

Doch jetzt widerspricht ein Branchenveteran deutlich

Inzwischen gibt es allerdings einen ziemlich deutlichen Gegenwind.

Richard Browne, der während seiner langen Karriere unter anderem für Psygnosis, Sony, THQ, Digital Extremes und Tencent gearbeitet hat, widerspricht der Geschichte.

Nach seinen Angaben habe es auf der Gamescom überhaupt keine Gespräche über eine Änderung von Sonys Strategie gegeben.

Publisher würden weiterhin mit der derzeitigen Vorgabe planen, dass PlayStation ab 2028 keine neuen Spiele mehr auf Disc produziert.

Auch die Behauptung, Microsoft werde bei seiner nächsten Konsole vollständig auf physische Spiele setzen, stellt Browne infrage.

Nach seiner Einschätzung dürfte auch Microsoft langfristig stärker in Richtung digitaler Distribution gehen.

Damit steht Aussage gegen Gerücht.

Brownes Aussagen sind zwar ebenfalls keine offizielle Stellungnahme von Sony, sie schwächen die ursprüngliche Geschichte aber deutlich ab.

Sonys offizielle Position hat sich bislang nicht geändert

Und genau das ist momentan der wichtigste Punkt.

Sony Interactive Entertainment hat am 1. Juli 2026 offiziell angekündigt, dass die Produktion physischer Spiele-Discs für neue PlayStation-Veröffentlichungen ab Januar 2028 eingestellt wird.

Seitdem hat Sony dieses Datum öffentlich nicht verändert.

Das Unternehmen erklärte ausdrücklich, dass die Entwicklung hin zu digitalen Spielen der wichtigste Grund für die Entscheidung sei.

Spiele, die vor Januar 2028 bereits auf Disc veröffentlicht wurden, sollen auch anschließend weiterhin mit entsprechenden PlayStation-Konsolen verwendet werden können.

Bei zukünftigen Neuerscheinungen soll dagegen Schluss sein.

Solange Sony keine neue Ankündigung veröffentlicht, gilt deshalb weiterhin genau dieser Plan.

Hoffnung für Disc-Fans – aber noch längst keine PlayStation-Kehrtwende

Trotzdem ist die aktuelle Geschichte interessant.

Schon allein die Tatsache, dass auf einer Messe wie der Gamescom über die wirtschaftlichen Folgen eines Endes physischer Spiele diskutiert wird, zeigt, dass die Entscheidung innerhalb der Branche nicht vollkommen bedeutungslos ist.

Physische Verkäufe machen zwar nur noch einen kleineren Anteil des gesamten Marktes aus.

Für Händler, Sammler, Gebrauchtspiele, Limited Editions und bestimmte große Veröffentlichungen bleiben sie allerdings relevant.

Auch die heftigen Reaktionen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass ein Teil der PlayStation-Community keineswegs bereit ist, die Disc ohne Widerstand aufzugeben.

Eine Petition gegen die Entscheidung hat inzwischen mehrere Hunderttausend Unterstützer erreicht und zusätzlich fand vom 23. bis 30. August ein organisierter PlayStation-Boykott statt.

Ob all das tatsächlich Einfluss auf Sonys Entscheidungen hat, wissen wir allerdings nicht.

Noch sollte niemand mit einer Verschiebung rechnen

Für den Moment bleibt deshalb nur eine nüchterne Einordnung.

Ja, es gibt ein aktuelles Gerücht darüber, dass Sony das Ende neuer Spiele-Discs möglicherweise um ein oder zwei Jahre verschieben könnte.

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Ja, angeblich spielen dabei die zukünftige Xbox-Strategie und Wünsche großer Publisher eine Rolle.

Aber:

Es gibt dafür bislang keine offizielle Bestätigung – und inzwischen sogar deutlichen Widerspruch aus der Branche.

Eine tatsächliche Kehrtwende von Sony lässt sich deshalb momentan nicht erkennen.

Der weiterhin offiziell gültige Termin bleibt Januar 2028.

Sollte Sony diesen Plan irgendwann wirklich verändern, wäre das angesichts der massiven Diskussionen der vergangenen Monate natürlich eine ziemlich große Nachricht.

Bis dahin sollte die aktuelle Meldung aber genau das bleiben, was sie ist:

ein interessantes Gamescom-Gerücht – und keine bestätigte PlayStation-Wende.

Was meint ihr? Glaubt ihr, dass Sony den Disc-Ausstieg am Ende tatsächlich verschiebt, oder steht die Entscheidung für 2028 längst fest?

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