NewsGameStop-Chef sorgt für Diskussionen: Physische Spiele seien für das Unternehmen „irrelevant“

GameStop-Chef sorgt für Diskussionen: Physische Spiele seien für das Unternehmen „irrelevant“

Die Debatte um das Ende physischer PlayStation-Spiele reißt nicht ab. Nachdem Sony angekündigt hat, neue First-Party-Titel ab 2028 ausschließlich digital zu veröffentlichen, regt sich weltweit Widerstand. Nun hat sich auch GameStop-CEO Ryan Cohen zu dem Thema geäußert – und seine Aussagen dürften viele Spieler überraschen.

„Für uns spielt das keine Rolle“

In einem Interview mit Bloomberg wurde Ryan Cohen gefragt, wie GameStop die Entscheidung von Sony bewertet, künftig auf physische Datenträger zu verzichten.

Seine Antwort fiel deutlich aus:

„Das spielt überhaupt keine Rolle. Es ist vollkommen irrelevant.“

Damit machte der CEO klar, dass GameStop den Wechsel hin zu digitalen Spielen offenbar nicht als ernsthaftes Problem für das eigene Unternehmen betrachtet.

Überraschende Aussage eines Spielehändlers

Gerade GameStop galt über viele Jahre als einer der bekanntesten Händler für physische Videospiele. Deshalb dürfte Cohens Einschätzung viele Spieler überraschen.

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Auf Nachfrage, wie das Unternehmen einen möglichen Verkauf von GTA 6 mit einem Download-Code statt einer Disc bewerten würde, wollte der CEO allerdings keine Stellung beziehen. Insbesondere die Frage nach dem Geschäft mit gebrauchten Spielen ließ er unbeantwortet.

GameStop verdient inzwischen anders sein Geld

Ein Grund für die entspannte Haltung könnte die veränderte Ausrichtung des Unternehmens sein.

Während früher der Verkauf von Videospielen den Großteil des Geschäfts ausmachte, setzt GameStop inzwischen verstärkt auf andere Produkte. Sammlerartikel, Merchandise und Figuren gehören mittlerweile zu den wichtigsten Umsatztreibern.

Nach aktuellen Zahlen entfallen nur noch rund 18 Prozent des Umsatzes auf Software wie Videospiele. Deutlich wichtiger sind inzwischen Spielzeug, Sammlerartikel und Produkte wie Funko Pops, die zusammen etwa 41 Prozent des Umsatzes ausmachen.

Das Ende physischer Spiele bleibt umstritten

Während GameStop die Entwicklung offenbar gelassen sieht, hält die Kritik an Sony weiterhin an.

Seit der Ankündigung, künftig auf digitale Veröffentlichungen zu setzen, haben sich zahlreiche Spieler gegen die Entscheidung ausgesprochen. In sozialen Netzwerken fordern viele Fans weiterhin die Rückkehr physischer Datenträger. Gleichzeitig beschäftigen sich auch Politiker und Verbraucherschützer in mehreren Ländern mit den möglichen Folgen der neuen Strategie.

Die Diskussion darüber, ob digitale Spiele langfristig die bessere Lösung sind oder ob physische Versionen erhalten bleiben sollten, dürfte PlayStation deshalb noch lange begleiten.

Was meint ihr?

Überrascht euch die Aussage des GameStop-CEOs? Oder ist es nachvollziehbar, dass das Unternehmen inzwischen stärker auf Merchandise und Sammlerartikel setzt als auf den Verkauf physischer Spiele?

Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

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