Der neue Resident-Evil-Film soll zwar keine direkte Verfilmung eines bestimmten Spiels werden, trotzdem möchte Regisseur Zach Cregger offenbar möglichst viel vom Gefühl der Vorlage einfangen. Eine neue Featurette zeigt jetzt, wie weit das geht: Einige Szenen werden sogar aus der Ego-Perspektive präsentiert und erinnern damit unmittelbar an die neueren Spiele der Horror-Reihe.
Bei Videospielverfilmungen stellt sich fast zwangsläufig die Frage, wie viel vom eigentlichen Spiel am Ende noch übrig bleibt.
Beim neuen Resident Evil geht Regisseur Zach Cregger einen interessanten Mittelweg.
Die Geschichte dreht sich nicht um Leon S. Kennedy, Chris Redfield oder einen der anderen bekannten Protagonisten. Stattdessen erzählt der Film eine neue Geschichte innerhalb des bekannten Resident-Evil-Universums.
Beim eigentlichen Aufbau orientiert sich Cregger allerdings deutlich an den Spielen.
Resident Evil übernimmt sogar die Ego-Perspektive
In einer neuen Featurette spricht Cregger darüber, wie Elemente der Videospiele in den Film eingeflossen sind.
Besonders auffällig ist dabei die Kameraperspektive.
Einige Szenen werden tatsächlich aus der Ego-Perspektive gezeigt. In dem neuen Material ist beispielsweise eine Schrotflinte direkt vor der Kamera zu sehen, während sich die Hauptfigur durch ein Gebäude bewegt.
Eine weitere Szene zeigt eine Pistole aus derselben Perspektive, während eine infizierte Frau angreift.
Das erinnert natürlich unmittelbar an Resident Evil 7: Biohazard und Resident Evil Village, die vollständig auf die First-Person-Perspektive setzten.
Auch Resident Evil Requiem erlaubt Spielern den Wechsel zwischen unterschiedlichen Kameraperspektiven.
Vom kleinen Arsenal zu stärkeren Waffen
Doch nicht nur die Kamera soll an die Spiele erinnern.
Cregger beschreibt einen Aufbau, den Resident-Evil-Spieler ziemlich gut kennen dürften.
Hauptfigur Bryan beginnt seine Reise vergleichsweise schlecht ausgerüstet. Zunächst steht ihm lediglich eine Pistole zur Verfügung. Im weiteren Verlauf findet er eine Schrotflinte und gelangt später an stärkere Waffen.
Genau dieses langsame Aufrüsten gehört seit Jahrzehnten zur DNA der Spielereihe.
Spieler beginnen häufig mit wenigen Ressourcen und vergleichsweise schwacher Bewaffnung, bevor das Arsenal im weiteren Verlauf größer wird.
𝙵𝚘𝚛 𝚝𝚑𝚎 𝚕𝚘𝚟𝚎 𝚘𝚏 𝚝𝚑𝚎 𝚐𝚊𝚖𝚎.
From the mind of Zach Cregger, director of Weapons and Barbarian. Filmed for IMAX – Resident Evil is in theatres 9.18. #ResidentEvilㅤ pic.twitter.com/BHnhoinFS3
— Resident Evil (@ResidentEvil) August 24, 2026
Der Film versucht offenbar, zumindest einen Teil dieses Gefühls auf die Leinwand zu übertragen.
Umbrella darf natürlich nicht fehlen
Auch bei der eigentlichen Geschichte gibt es inzwischen deutlichere Verbindungen zur Vorlage.
Bryan arbeitet als medizinischer Kurier und soll eine wichtige Lieferung nach Raccoon City bringen.
Auf entsprechenden Lieferpapieren ist außerdem ein Name zu entdecken, bei dem Resident-Evil-Fans sofort hellhörig werden dürften: Umbrella Corp.
Damit ist der berüchtigte Konzern definitiv Teil der neuen Filmwelt.
Bryans zunächst ziemlich gewöhnlicher Auftrag entwickelt sich erwartungsgemäß schnell zu einem Überlebenskampf, nachdem er auf dem Weg nach Raccoon City mit den Auswirkungen des Ausbruchs konfrontiert wird.
Trotzdem keine Verfilmung von Resident Evil 2
Bei all diesen Parallelen sollte allerdings eine Sache nicht verwechselt werden.
Zach Cregger möchte mit seinem Film keine direkte Neuverfilmung der Geschichte eines bestimmten Resident-Evil-Spiels liefern.
Statt Leon oder Claire einfach eine weitere Version ihrer bekannten Geschichte erleben zu lassen, erzählt der Film die Ereignisse aus einer neuen Perspektive mit neuen Figuren.
Die bekannte Welt und ihre Regeln sollen dagegen erhalten bleiben.
Cregger hatte bereits mehrfach betont, selbst großer Fan der Spiele zu sein. Sein Ziel scheint deshalb weniger eine klassische Adaption als vielmehr ein neuer Horrorfilm zu sein, der sich so anfühlen soll, als könnte er innerhalb des Resident-Evil-Universums tatsächlich stattfinden.
Resident Evil startet im September
Lange müssen Fans nicht mehr warten.
Resident Evil startet am 18. September 2026 in den Kinos.
Regie führt Zach Cregger, der zuvor unter anderem mit Barbarian und Weapons auf sich aufmerksam machte. In der Hauptrolle des Bryan ist Austin Abrams zu sehen. Zum weiteren Cast gehören Zach Cherry, Kali Reis und Paul Walter Hauser.
Ob die Mischung aus eigener Geschichte und bekannten Spielmechaniken am Ende tatsächlich das Resident-Evil-Gefühl trifft, dürfte besonders spannend werden.
Die Idee, selbst die Ego-Perspektive und das schrittweise Aufrüsten der Spielfigur filmisch nachzubauen, zeigt zumindest, dass Cregger deutlich mehr aus den Spielen übernehmen möchte als lediglich Zombies und den Namen Raccoon City.







