Ein möglicher PlayStation-6-Handheld könnte deutlich teurer werden als bislang erhofft. Der bekannte AMD-Insider Kepler_L2 hält einen Preis von weniger als 600 Dollar unter den aktuellen Marktbedingungen für kaum realisierbar. Verantwortlich dafür sollen vor allem stark gestiegene Speicherpreise sein.
Noch hat Sony einen PS6-Handheld nicht offiziell angekündigt. Seit Monaten verdichten sich allerdings die Gerüchte, dass neben der PlayStation 6 auch ein eigenständiges mobiles PlayStation-System geplant sein könnte.
Sollten die bisherigen Informationen stimmen, könnte ausgerechnet der Preis zu einer der größten Herausforderungen werden.
Unter 600 Dollar derzeit offenbar kaum machbar
Ausgangspunkt der neuen Diskussion ist eine Aussage von Kepler_L2, der in der Vergangenheit immer wieder Informationen rund um AMD-Hardware veröffentlicht hat.
Auf die Frage nach den aktuellen Preisen für LPDDR5X-Speicher erklärte der Insider, dass 600 Dollar derzeit definitiv nicht möglich seien.
Gemeint ist damit ein möglicher Verkaufspreis des bislang unangekündigten PlayStation-Handhelds.
Der Grund dafür liegt offenbar weniger bei CPU oder GPU, sondern beim Arbeitsspeicher. LPDDR-Speicher wird inzwischen verstärkt auch für Rechenzentren benötigt und hat dadurch deutliche Preissteigerungen erlebt.
KI-Boom könnte auch PlayStation-Spieler treffen
Eine wichtige Rolle spielt dabei die enorme Nachfrage nach Hardware für KI-Rechenzentren.
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Der Ausbau entsprechender Infrastruktur benötigt riesige Mengen an Speicher und anderen Komponenten. Dadurch konkurrieren Hersteller von Unterhaltungselektronik zunehmend mit Unternehmen, die Hardware für Rechenzentren einkaufen.
Besonders LPDDR-Speicher soll derzeit von starken Preissteigerungen betroffen sein.
Für ein mobiles Gaming-System wäre das problematisch. Ein Handheld muss ausreichend schnellen Speicher bieten, gleichzeitig aber bei Stromverbrauch, Wärmeentwicklung und Produktionskosten effizient bleiben.
Genau diese Kombination könnte es Sony schwer machen, einen leistungsfähigen PS6-Handheld zu einem vergleichsweise niedrigen Preis anzubieten.
PS6-Handheld soll deutlich leistungsfähiger als bisherige PlayStation-Handhelds werden
Frühere Gerüchte sprechen von einem wesentlich ambitionierteren Gerät als dem aktuellen PlayStation Portal.
Während Portal hauptsächlich für Remote Play und Cloud-Gaming konzipiert wurde, soll der mögliche neue Handheld Spiele eigenständig ausführen können.
Bisherigen Leaks zufolge könnte eine speziell entwickelte AMD-APU zum Einsatz kommen. Genannt wurden unter anderem Zen-6-basierte CPU-Kerne und eine kommende Radeon-Grafikarchitektur.
Darüber hinaus gab es Hinweise auf einen Dock-Modus, durch den sich das Gerät ähnlich wie eine Nintendo Switch auch an einem Fernseher betreiben lassen könnte.
Offiziell bestätigt wurde davon bislang nichts.
Auch die PlayStation 6 könnte teuer werden
Die steigenden Komponentenpreise betreffen allerdings nicht nur einen möglichen Handheld.
Auch bei der eigentlichen PlayStation 6 stellt sich zunehmend die Frage, zu welchem Preis Sony die nächste Konsolengeneration anbieten kann.
Speicher gehört zu den teuersten Komponenten moderner Konsolen. Sollten die Preise über einen längeren Zeitraum auf hohem Niveau bleiben, könnte Sony vor der Wahl stehen, entweder höhere Produktionskosten selbst zu tragen oder diese zumindest teilweise an die Käufer weiterzugeben.
Hinzu kommt, dass aktuelle Konsolen entgegen früherer Generationen im Laufe ihres Lebenszyklus kaum günstiger geworden sind. Die PS5 wurde in verschiedenen Regionen sogar mehrfach teurer.
Noch ist beim Preis nichts entschieden
Trotz der neuen Aussagen sollte ein Preis von mehr als 600 Dollar keinesfalls als feststehend betrachtet werden.
Der mögliche PS6-Handheld wurde von Sony bislang nicht einmal offiziell vorgestellt. Entsprechend sind weder die finale Hardware noch Produktionskosten oder Verkaufspreis bekannt.
Außerdem können sich Speicherpreise bis zum Produktionsstart erheblich verändern. Langfristige Lieferverträge großer Hersteller können ebenfalls dafür sorgen, dass Sony Komponenten zu anderen Konditionen erhält als sie auf dem freien Markt gehandelt werden.
Die Aussage zeigt allerdings, vor welcher Herausforderung Sony und andere Hardwarehersteller derzeit stehen: Der weltweite KI-Boom könnte indirekt dafür sorgen, dass auch die nächste Generation von Gaming-Hardware deutlich teurer wird.
Ob Sony den kolportierten PS6-Handheld tatsächlich auf den Markt bringt und welchen Preis das Unternehmen dafür aufruft, bleibt vorerst abzuwarten.







