Der aktuelle GTA 6 Leak sorgt nicht nur wegen des veröffentlichten Materials für Diskussionen. Inzwischen rückt auch die Kryptowährung hinter CyberLeek stärker in den Mittelpunkt. Eine Analyse der damit verbundenen Wallets legt nahe, dass die Verantwortlichen bereits Zehntausende Dollar durch Transaktionsgebühren verdient haben könnten. Gleichzeitig sollen sich weiterhin Token im Wert von mehreren Hunderttausend Dollar in einer Wallet befinden.
Damit bekommt der ohnehin ungewöhnliche Leak eine weitere Dimension. CyberLeek verbindet die Veröffentlichung von mutmaßlichem Material aus Grand Theft Auto 6 mit einer eigenen Kryptowährung namens LEEK.
Bis zu 60.000 Dollar durch Gebühren
Nach einer Analyse der Krypto-Aktivitäten sollen durch den Handel mit LEEK bislang ungefähr 40.000 bis 60.000 Dollar an Transaktionsgebühren zusammengekommen sein.
Das hohe Handelsvolumen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Allein am ersten Tag soll das Volumen bei rund 15 Millionen Dollar gelegen haben. Bei Käufen und Verkäufen fallen Gebühren an, von denen die Betreiber profitieren können.
Die Zahlen sollten allerdings mit entsprechender Vorsicht betrachtet werden. Es handelt sich nicht um offiziell bestätigte Einnahmen von CyberLeek, sondern um Berechnungen anhand öffentlich nachvollziehbarer Blockchain-Transaktionen.
Hinzu kommt, dass für den Aufbau der Infrastruktur und die Kryptowährung zuvor offenbar erhebliche Summen eingesetzt wurden. Die Analyse geht von Kosten in Höhe von rund 29.000 Dollar aus.
Weitere Token könnten Hunderttausende Dollar wert sein
Noch interessanter ist der Blick auf die Token, die offenbar weiterhin gehalten werden.
Ein erheblicher Teil der LEEK-Coins soll sich in einer separaten Wallet befinden. Deren Wert wurde zum Zeitpunkt der Analyse auf ungefähr 390.000 Dollar geschätzt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass CyberLeek diesen Betrag bereits verdient hat. Kryptowährungen können erheblichen Kursschwankungen unterliegen. Würden große Mengen der Token gleichzeitig verkauft, könnte dies zudem den Preis deutlich beeinflussen.
Entsprechend muss zwischen tatsächlich generierten Gebühren und dem theoretischen Marktwert der gehaltenen Coins unterschieden werden.
Werden die GTA 6 Leaks bewusst gestreckt?
Die Verbindung zwischen den Veröffentlichungen und der Kryptowährung wirft inzwischen weitere Fragen auf.
CyberLeek veröffentlicht das mutmaßliche GTA-6-Material nicht vollständig auf einmal. Stattdessen erscheinen immer wieder einzelne Clips und Informationen. Teilweise konnten Nutzer sogar darüber abstimmen, welches Material als Nächstes gezeigt werden soll.
Die Wallet-Analyse bringt deshalb die Theorie ins Spiel, dass die Veröffentlichungen möglicherweise bewusst über einen längeren Zeitraum verteilt werden. Je länger die Aufmerksamkeit rund um CyberLeek und den LEEK-Coin anhält, desto länger könnte auch das Handelsvolumen hoch bleiben.
Bewiesen ist diese Absicht allerdings nicht.
Der GTA 6 Leak bleibt ungewöhnlich
Seit dem 18. August kursieren mehrere Videos und Bilder, die angeblich aus Grand Theft Auto 6 stammen. Unter anderem zeigen die Aufnahmen Jason sowie verschiedene Gameplay-Situationen.
Besonders für Aufmerksamkeit sorgte ein Video, in dem innerhalb des Spiels das Wort „LEEK“ mit Einschusslöchern an eine Wand geschrieben wird. Das hat Spekulationen verstärkt, dass die Quelle tatsächlich Zugriff auf eine spielbare Version oder zumindest auf jemanden mit entsprechendem Zugriff haben könnte.
Rockstar Games hat die Echtheit des Materials bislang nicht öffentlich bestätigt. Take-Two geht jedoch mit Copyright-Meldungen gegen verbreitete Aufnahmen vor.
Gleichzeitig bleibt bei allen Veröffentlichungen Vorsicht angebracht. Die Kombination aus unveröffentlichtem GTA-6-Material, Kryptowährung und finanziellen Interessen macht es zunehmend schwieriger, die eigentlichen Motive hinter CyberLeek einzuschätzen.
Fest steht lediglich: Der aktuelle GTA-6-Leak erzeugt enorme Aufmerksamkeit – und genau diese Aufmerksamkeit könnte inzwischen auch einen erheblichen finanziellen Wert besitzen.







