Die Zukunft von Halo könnte sich hinter den Kulissen deutlich verändern. Nachdem bereits Gerüchte über eine stärkere Zusammenarbeit mit externen Entwicklern aufgetaucht waren, liefert Insider Rebs Gaming nun weitere Details.
Demnach soll Halo: Campaign Evolved mit Unterstützung von rund 15 verschiedenen Studios entstanden sein. Einige davon sollen nicht nur kleinere Aufgaben übernommen, sondern komplette Bereiche der Entwicklung betreut haben.
Noch interessanter ist allerdings ein weiteres Detail: Microsoft soll tatsächlich geprüft haben, Activision und Sledgehammer Games an einem zukünftigen Halo-Projekt arbeiten zu lassen. Ein erster Prototyp soll sogar bereits existiert haben.
Wichtig: Große Teile dieser Informationen sind nicht offiziell bestätigt und basieren auf Aussagen von Quellen beziehungsweise Rebs Gaming.
Rund 15 Studios arbeiteten an Halo Campaign Evolved
Ein Blick auf die Credits von Campaign Evolved zeigt tatsächlich eine ungewöhnlich große Anzahl beteiligter Entwicklerteams.
Rebs Gaming nennt unter anderem Virtuos, SkyBox Labs, Keywords Studios, Snowed In Studios, Sprung Studios, Ninja Theory, Turn 10 Studios und Rare.
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Besonders interessant ist dabei der angebliche Umfang der ausgelagerten Arbeiten.
Externe Entwickler sollen praktisch an sämtlichen Bereichen des Spiels beteiligt gewesen sein – von Art und Charakteren über Fahrzeuge und Waffen bis hin zu Leveldesign und Gameplay.
Virtuos soll beispielsweise umfangreiche Teile der Art-Produktion übernommen haben.
Das inzwischen wieder unabhängige Studio Abstraction soll laut dem Bericht sogar an Kampagnenmissionen gearbeitet haben – vom ursprünglichen Konzept über Blockouts bis hin zu geskripteten Ereignissen und Gameplay-Balancing.
Outsourcing offenbar nicht nur bei Campaign Evolved
Campaign Evolved soll dabei kein Einzelfall gewesen sein.
Auch das mittlerweile eingestellte Multiplayer-Projekt Project Ekur soll stark auf externe Entwickler gesetzt haben.
Nach Angaben einer Quelle sei dort sogar noch umfangreicher ausgelagert worden als bei früheren Halo-Projekten.
Dahinter könnte eine grundsätzliche Strategie von Halo Studios stehen: Das Kernteam kontrolliert die Marke und wichtige kreative Entscheidungen, während größere Teile der eigentlichen Produktion auf mehrere Partner verteilt werden.
Das könnte Entwicklungszeiten verkürzen – bringt allerdings auch neue Probleme mit sich.
Activision soll bereits einen Halo-Prototyp getestet haben
Der spannendste Teil des Berichts betrifft Activision.
Bereits zuvor hatte Windows-Central-Journalist Jez Corden davon gesprochen, gehört zu haben, dass Microsoft Activision möglicherweise zukünftig an Halo arbeiten lassen könnte.
Rebs Gaming will nun weitere Informationen dazu erhalten haben.
Demnach soll Microsoft tatsächlich einen Vorschlag geprüft haben, bei dem Activision und insbesondere Sledgehammer Games an einem Halo-Projekt beteiligt gewesen wären.
Sledgehammer ist vor allem durch verschiedene Call-of-Duty-Spiele wie Call of Duty: WWII und Vanguard bekannt.
Und offenbar ging die Idee sogar über erste Gespräche hinaus.
Einfacher Halo-Prototyp soll entstanden sein
Activision soll im Juni 2026 mit der Entwicklung eines einfachen Prototyps begonnen haben.
Von einem richtigen Halo-Spiel war dieser allerdings offenbar noch weit entfernt.
Der sogenannte Blockout soll sich zunächst lediglich auf grundlegende Mechaniken wie die Bewegung des Spielers konzentriert haben.
Bereits Anfang Juli soll die Arbeit daran wieder eingestellt worden sein.
Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass die gesamte Idee vom Tisch ist.
Laut dem Bericht prüft Microsoft weiterhin grundsätzlich eine mögliche Beteiligung von Activision. Ein vollständiges Halo-Projekt von Sledgehammer Games wurde bislang jedoch nicht grünes Licht gegeben.
Outsourcing könnte zur neuen Halo-Strategie werden
Zusammengenommen ergibt sich trotzdem ein interessantes Bild.
Campaign Evolved wurde mit zahlreichen Partnerstudios entwickelt, Project Ekur soll ebenfalls massiv auf externe Teams gesetzt haben und selbst Activision durfte angeblich bereits mit einem Halo-Prototyp experimentieren.
Rebs Gaming geht deshalb davon aus, dass Outsourcing zukünftig einen großen Teil der Halo-Entwicklung ausmachen könnte.
Grundsätzlich muss das nichts Schlechtes sein.
Große AAA-Produktionen werden inzwischen ohnehin häufig von zahlreichen Studios gleichzeitig entwickelt. Mit den richtigen Partnern könnte Microsoft dadurch schneller neue Halo-Inhalte produzieren.
Entscheidend ist allerdings die Koordination.
Marcus Lehtos Kritik zeigt mögliches Problem
Genau hier sieht Rebs Gaming offenbar noch Verbesserungsbedarf.
Als Beispiel wird die bereits bekannte Kritik von Halo-Mitbegründer Marcus Lehto genannt.
Lehto hatte unter anderem die Darstellung des Halo-Rings im Hauptmenü von Campaign Evolved kritisiert. Für ihn fehlten dort Größe, Atmosphäre und das geheimnisvolle Gefühl des Originals.
Interessanterweise sieht derselbe Ring in einer späteren Zwischensequenz deutlich anders aus und orientiert sich stärker an der Atmosphäre des ursprünglichen Halo: Combat Evolved.
Für Rebs Gaming könnte diese unterschiedliche Darstellung ein Hinweis darauf sein, dass bei der Zusammenarbeit verschiedener Teams die kreative Kontrolle und einheitliche Ausrichtung verbessert werden muss.
Ein Halo von den Call-of-Duty-Machern?
Noch ist völlig offen, ob es tatsächlich jemals dazu kommt.
Allein die Vorstellung ist allerdings bemerkenswert.
Mit Activision besitzt Microsoft inzwischen einige der erfahrensten Shooter-Entwickler der Branche. Ein Halo-Projekt unter Beteiligung von Sledgehammer Games wäre deshalb technisch keineswegs abwegig.
Die entscheidende Frage wäre vielmehr, wie viel Halo Studios selbst noch entwickelt und wie stark externe Studios lediglich als Unterstützung dienen.
Denn mehr Entwickler bedeuten theoretisch schnellere Produktionen und mehr Inhalte. Bei einer Marke wie Halo muss allerdings sichergestellt werden, dass sich am Ende trotzdem alles wie aus einem Guss anfühlt.
Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung für ein Halo von Activision oder Sledgehammer Games. Der angebliche erste Prototyp soll zudem bereits eingestellt worden sein.
Sollte Microsoft diese Strategie allerdings weiterverfolgen, könnte sich die Art, wie zukünftige Halo-Spiele entstehen, grundlegend verändern.
Was haltet ihr davon? Wäre ein Halo von Sledgehammer Games für euch interessant oder sollte Microsoft die Entwicklung möglichst vollständig bei Halo Studios lassen? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!






