Die Borderlands-Verfilmung sollte eine der großen Videospiel-Adaptionen der vergangenen Jahre werden. Trotz eines prominenten Casts mit Cate Blanchett, Kevin Hart, Jack Black und Jamie Lee Curtis sowie einem hohen Produktionsbudget entwickelte sich der Film jedoch zu einem großen Misserfolg.
Nun hat sich Regisseur Eli Roth erneut zu den Gründen geäußert und sieht einen Teil der Verantwortung beim Studio. Seiner Ansicht nach habe der Film durch kreative Entscheidungen am Ende seine eigentliche Zielgruppe verloren.
Ein Film zwischen allen Zielgruppen
In einem Interview mit Variety erklärte Eli Roth, dass die ursprüngliche Vision des Projekts durch Vorgaben des Studios verändert worden sei.
Besonders die geplante PG-13-Freigabe habe laut dem Regisseur dazu geführt, dass der Film nicht mehr richtig wusste, welches Publikum er ansprechen möchte.
Die Borderlands-Spiele sind bekannt für ihren schwarzen Humor, übertriebene Gewalt und ungewöhnliche Charaktere. Laut Roth habe die Verfilmung diese Elemente jedoch nicht vollständig umsetzen können.
Dadurch sei ein Film entstanden, der weder klassische Familienunterhaltung noch eine konsequente Umsetzung für Fans der Spiele gewesen sei.
Studio soll Szenen entfernt haben
Roth erklärte, dass Verantwortliche bei Lionsgate darauf bestanden hätten, bestimmte Szenen zu entfernen, die als zu extrem oder unpassend für die gewünschte Altersfreigabe angesehen wurden.
Der Regisseur betonte, dass große Filmproduktionen mit hohen Budgets häufig vorsichtiger werden. Genau diese Einschränkungen hätten seiner Meinung nach jedoch dazu geführt, dass die ursprüngliche kreative Richtung verloren ging.
Sein Ziel sei es gewesen, einen ungewöhnlicheren und mutigeren Film zu erschaffen.
Große Erwartungen, enttäuschendes Ergebnis
Die Voraussetzungen für Borderlands waren zunächst vielversprechend.
Mit einem geschätzten Budget von rund 110 bis 120 Millionen US-Dollar und mehreren bekannten Hollywood-Darstellern sollte die Adaption ein großes Publikum erreichen.
Am Ende spielte der Film jedoch weltweit nur etwa 33 Millionen US-Dollar ein und konnte damit nicht einmal seine Produktionskosten decken.
Videospiel-Fans wurden nicht vollständig abgeholt
Ein zentraler Kritikpunkt vieler Fans war, dass die Verfilmung nicht den Ton der Vorlage getroffen habe.
Während die Spiele für ihren speziellen Humor, verrückte Figuren und brutale Action bekannt sind, wirkte die Filmversion für viele Zuschauer deutlich zurückhaltender.
Eli Roth sieht genau darin das größte Problem: Der Film habe versucht, zu viele Gruppen gleichzeitig anzusprechen und dadurch seinen eigenen Charakter verloren.
Eli Roth arbeitet bereits an neuem Projekt
Nach dem enttäuschenden Abschneiden von Borderlands richtet sich der Blick des Regisseurs inzwischen auf seinen nächsten Film.
Mit „Ice Cream Man“ versucht Roth, wieder zu einem deutlich härteren Stil zurückzukehren. Ob dieses Projekt erfolgreicher wird, bleibt abzuwarten.
Die Diskussion rund um Borderlands zeigt jedoch erneut, wie schwierig es sein kann, beliebte Videospielmarken für das Kino umzusetzen – besonders dann, wenn die kreative Richtung zwischen Vorlage und Massenmarkt ausbalanciert werden muss.
Quelle:
https://news.instant-gaming.com/en/articles/21112-borderlands-movie-director-believes-the-studio-s-cuts-led-to-the-project-s-failure
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Man hätte einfach den dreckigen Humor gelassen, Fans wären gekommen. Stattdessen: zahm, unentschlossen und pleite.
PG-13 für Borderlands? Spitze Idee. Nächster Schritt: Watergun-Edition fürs Kinderkino.
Klar, die Studios schneiden alles raus und wundern sich dann, dass keiner den Film mag. 120 Mio verbrannt — Respekt.