Sony Interactive Entertainment hält trotz der anhaltenden Kritik an seinen Plänen fest, ab Januar 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu veröffentlichen. Im Rahmen der aktuellen Quartalszahlen hat sich das Unternehmen erstmals ausführlicher zur kontroversen Entscheidung geäußert.
Dabei macht Sony deutlich: An der grundsätzlichen Ausrichtung soll sich vorerst nichts ändern.
CFO Lin Tao erklärt Sonys Entscheidung
Im Frage-und-Antwort-Teil der Präsentation wurde Sony-CFO Lin Tao auf die Reaktionen der Community angesprochen.
Laut Tao sei die zunehmende Digitalisierung der wichtigste Grund für die Entscheidung.
„Es gibt verschiedene Gründe für diese Entscheidung. Der wichtigste ist die fortschreitende Digitalisierung von Inhalten. Das betrifft nicht nur PlayStation, sondern nahezu alle Bereiche der Unterhaltungsbranche.“
Gleichzeitig betonte Tao, dass Sony die Entscheidung nicht überstürzt getroffen habe.
„Wir haben uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt, es sorgfältig abgewogen und sind schließlich zu diesem Entschluss gekommen. Diesen Weg werden wir weiterhin mit Bedacht verfolgen.“
Sony sieht bislang keine negativen Auswirkungen
Besonders deutlich fiel Sonys Einschätzung zu den wirtschaftlichen Folgen aus.
Laut Lin Tao habe die Kritik aus der Community bisher keinerlei Auswirkungen auf das Geschäft gehabt. Auch für die Zukunft rechne das Unternehmen derzeit nicht mit negativen Folgen.
„Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine Auswirkungen auf unser Geschäft. Da der Großteil der Inhalte inzwischen ohnehin digital verkauft wird, erwarten wir durch den Wegfall der Discs keine negativen Auswirkungen auf unser Geschäft.“
Diese Aussage dürfte viele Kritiker der Entscheidung kaum zufriedenstellen.
Verständnis für die Community
Trotz der klaren Haltung betonte Tao, dass Sony die emotionale Bindung vieler Spieler an physische Spiele durchaus nachvollziehen könne.
„Spiele sind für viele Menschen mit Erinnerungen verbunden. Wir verstehen diese Gefühle und möchten überlegen, wie wir auf dieses Feedback reagieren können.“
Wie genau Sony auf die Wünsche der Community eingehen möchte, ließ das Unternehmen allerdings offen.
Diskussion um physische Spiele hält an
Seit der Ankündigung, den Verkauf neuer PlayStation-Spiele auf Disc ab 2028 einzustellen, wird die Entscheidung in der Community kontrovers diskutiert.
Viele Spieler kritisieren den möglichen Verlust des Gebrauchtmarktes, fehlende Eigentumsrechte bei digitalen Käufen sowie die Abhängigkeit vom PlayStation Store. Andere sehen in der zunehmenden Digitalisierung hingegen eine logische Entwicklung des Marktes.
Parallel dazu wurden in sozialen Netzwerken Boykottaufrufe und Aktionen wie #PSBlackout angekündigt. Nach Aussage von Sony haben diese bislang jedoch keine messbaren Auswirkungen auf das Geschäft.
Unsere Einschätzung
Mit den Aussagen von Lin Tao macht Sony deutlich, dass das Unternehmen derzeit keinen Anlass sieht, seine langfristige Strategie zu ändern. Die aktuellen Geschäftszahlen – darunter ein Digitalanteil von 82 Prozent aller Spieleverkäufe – dürften Sony zusätzlich in diesem Kurs bestärken.
Gleichzeitig zeigt das Unternehmen Verständnis für die Sorgen vieler Spieler. Ob daraus künftig konkrete Lösungen oder Kompromisse entstehen, bleibt jedoch abzuwarten.
Was haltet ihr von Sonys Aussagen? Glaubt ihr, dass die Entscheidung langfristig Folgen für PlayStation haben wird, oder ist der Wechsel zu einer rein digitalen Zukunft unausweichlich? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!







Für mich zählt Bequemlichkeit, digitale Downloads sind praktisch. Aber physische Spiele haben auch ihren Wert.
Wenn Sony sagt, es wirkt sich nicht aufs Geschäft aus, klingt das plausibel. Trotzdem sollten sie auf die Community hören.
Bin etwas skeptisch wegen Gebrauchtmarkt und Besitz. Mal sehen, ob es Probleme gibt.
Klingt logisch, viele kaufen digital. Hoffe nur, Preise und Rechte bleiben fair.
Ich verstehe Sonys Argument wegen der Digitalisierung. Für Sammler ist das aber echt schade.