Die Diskussion um Sonys Entscheidung, ab 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc anzubieten, erhält weiteren prominenten Zuspruch. Nachdem sich bereits bekannte Entwickler wie Yoko Taro und Hideo Kojima kritisch geäußert hatten, meldet sich nun auch das Team hinter dem preisgekrönten Rollenspiel Clair Obscur: Expedition 33 zu Wort.
Die Entwickler zeigen sich enttäuscht über das schrittweise Ende physischer Spiele und betonen deren besondere Bedeutung für die Videospielbranche.
Expedition 33-Regisseur vermisst physische Spiele
In einem Interview mit Automaton erklärte Guillaume Broche, Director von Clair Obscur: Expedition 33, dass ihn Sonys Entscheidung traurig stimme.
Obwohl er inzwischen den Großteil seiner Spiele am PC spielt, seien klassische Spieleläden und physische Editionen für ihn weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Gaming-Kultur.
Nach seiner Ansicht besitzen Spielesammlungen einen besonderen künstlerischen Wert und seien weit mehr als nur Datenträger.
„Ich finde das unglaublich traurig, weil ich Spieleläden wirklich liebe. Viele Mitglieder unseres Teams spielen auf der PS5 und sammeln leidenschaftlich physische Spiele.“
Physische Edition war dem Studio besonders wichtig
Auch Tom Guillermin, CTO von Sandfall Interactive, sprach über die Bedeutung physischer Veröffentlichungen.
Er erklärte, dass sich das Studio bewusst für eine Disc-Version von Clair Obscur: Expedition 33 entschieden habe – obwohl eine rein digitale Veröffentlichung einfacher und komfortabler gewesen wäre.
Für das Entwicklerteam sei eine physische Edition jedoch etwas Besonderes gewesen und habe den Spielern ein greifbares Sammlerstück geboten.
Immer mehr Entwickler äußern sich kritisch
Die Aussagen reihen sich in eine wachsende Liste prominenter Stimmen ein, die Sonys Kurs kritisch sehen.
In den vergangenen Wochen hatten bereits Entwickler wie Yoko Taro, Hideo Kojima, Dan Houser sowie ehemalige Valve-Autor Chet Faliszek ihre Sicht auf das Thema geschildert. Während einige Verständnis für die wirtschaftliche Entwicklung zeigen, betonen andere die Bedeutung physischer Spiele für den Erhalt von Videospielen, Sammler und den Gebrauchtmarkt.
Die Debatte begleitet Sony inzwischen seit der Ankündigung, ab Januar 2028 auf neue Disc-Veröffentlichungen für PlayStation zu verzichten.
Diskussion dürfte weiter anhalten
Obwohl der Markt seit Jahren zunehmend auf digitale Verkäufe setzt, zeigt sich weiterhin erheblicher Widerstand innerhalb der Community und der Spielebranche.
Mit den Aussagen der Expedition 33-Entwickler erhält die Diskussion nun weiteren prominenten Rückhalt. Ob Sony seine Strategie künftig noch einmal überdenkt, bleibt jedoch offen.






