Wie wir in den letzten Jahren erfahren haben, wird der PlayStation-Klassiker Frontschweine neu aufgelegt. Aber wie steht es um die Entwicklung und wer macht das Spiel? Das wollen wir in diesem Artikel klären.
Das Runden-Taktik-Spiel Frontschweine wurde im Jahr 2000 für die PlayStation und den PC veröffentlicht und hat so etwas wie einen Kultstatus erreicht. Dabei erinnert das Spielprinzip sehr an das der Worms Spiele. Anders aber als die kampflustigen Würmer, konnten wir unsere „Frontschweine“ in 3D über die Karte bewegen. Abwechselt wurden dann die Feuergefechte ausgetragen. Neben der Optik war auch die Komik und der Stil beliebt.
Nun ist es endlich soweit und Frontschweine wird unter dem Namen „Hogs of War: Reheated“ neu aufgelegt. Jedoch steckt hinter der Neuauflage kein großer Publisher, sondern ein kleines Studenten-Team. Die Idee dafür hatte Luke Melville, der an der britischen Sheffield Hallam Universität studiert. Außerdem unterrichtet dort Jacob Habgood als Dozent. Wichtig zu wissen ist, dass Habgood damals bei Gremlins Interactive an dem Frontschweine Original mitgewirkt hat.
Freut ihr euch auf die Neuauflage von Frontschweine?
Hogs of War Lardcore – Hoffnung lebt: Neues Lebenszeichen vom PS1-Remaster
Der PS1-Kultklassiker „Hogs of War“ sollte mit „Lardcore“ ein würdiges Remaster bekommen – doch nach einem enttäuschenden Kickstarter im Jahr 2023 schien es ruhig um das Projekt zu werden. Nun gibt es neue Hinweise darauf, dass sich das Spiel weiterhin in aktiver Entwicklung befindet. Ein Release auf PlayStation 4 und PlayStation 5 ist laut Entwickler weiterhin für Ende 2025 geplant.
Frontschweine besitzt bis heute eine ungewöhnliche Sonderstellung
Frontschweine gehört zu den Spielen, deren Kultstatus sich nur teilweise mit Verkaufszahlen oder technischer Bedeutung erklären lässt. Der Titel erschien zu einer Zeit, in der auf der ersten PlayStation zahlreiche Experimente möglich waren und Entwickler auch ungewöhnliche Konzepte ausprobieren konnten. Ein rundenbasiertes Strategiespiel mit bewaffneten Schweinen, schwarzem Humor und vollständig dreidimensionalen Schlachtfeldern passte perfekt in diese Ära.
Gerade die Mischung machte Frontschweine unverwechselbar. Das grundlegende Prinzip erinnerte zwar an Worms, fühlte sich durch die frei begehbaren 3D-Areale aber deutlich anders an. Spieler mussten Entfernungen einschätzen, Höhenunterschiede berücksichtigen und ihre Figuren sinnvoll positionieren. Gleichzeitig verhinderte die humorvolle Präsentation, dass die taktischen Gefechte zu ernst wirkten. Diese Kombination aus Strategie und bewusst überzeichneter Kriegsparodie ist einer der Gründe, warum sich viele Spieler auch Jahrzehnte später noch an den Titel erinnern.
Die 3D-Schlachtfelder waren ein entscheidender Unterschied
Der Vergleich mit Worms liegt bei Frontschweine nahe, greift aber zu kurz. Während die bekannten Würmer lange stark von zweidimensionalen Landschaften geprägt waren, bewegten sich die Einheiten in Frontschweine durch dreidimensionale Areale. Dadurch entstand ein anderes taktisches Gefühl.
Eine Figur musste nicht nur eine gute Schussposition erreichen. Der Weg dorthin konnte bereits Teil der Entscheidung sein. Höhenlagen, Hindernisse und die Position gegnerischer Einheiten beeinflussten, ob ein Angriff sinnvoll war oder die eigene Figur anschließend schutzlos zurückblieb.
Für eine moderne Neuauflage ist genau dieser Punkt wichtig. Die Entwickler müssen das ursprüngliche Spielgefühl erhalten, gleichzeitig aber dafür sorgen, dass Bewegung und Kameraführung heutigen Erwartungen entsprechen. Was auf der ersten PlayStation charmant und beeindruckend wirkte, kann sich mit modernen Eingabegeräten schnell sperrig anfühlen. Eine behutsame Modernisierung wäre deshalb sinnvoller als eine unveränderte technische Kopie.
Ein Remaster muss den Humor des Originals bewahren
Technisch lässt sich ein altes Spiel vergleichsweise leicht sichtbar modernisieren. Höhere Auflösung, bessere Texturen und überarbeitete Modelle sind unmittelbar erkennbar. Deutlich schwieriger ist es, den ursprünglichen Charakter eines Spiels zu erhalten.
Bei Frontschweine ist das besonders wichtig, weil der Humor einen erheblichen Teil seiner Identität ausmacht. Die überzeichneten Fraktionen, Sprüche und Situationen sorgen dafür, dass sich die Gefechte nicht wie ein gewöhnliches Militärstrategiespiel anfühlen.
Eine Neuauflage darf deshalb nicht ausschließlich sauberer und moderner aussehen. Sie muss weiterhin dieses leicht absurde Gefühl vermitteln, das Fans mit dem Original verbinden. Werden Figuren, Animationen oder Präsentation zu glatt gestaltet, könnte trotz technisch besserer Grafik etwas Entscheidendes verloren gehen.
Genau darin liegt die Schwierigkeit vieler Remaster. Technische Verbesserungen sind messbar, Charme dagegen nicht. Trotzdem entscheidet gerade dieser schwer greifbare Faktor häufig darüber, ob Fans eine Neuauflage akzeptieren.
Die bekannten Stimmen besitzen einen enormen nostalgischen Wert
Bei älteren Spielen entsteht Erinnerung nicht nur durch Grafik und Gameplay. Geräusche, Musik und Stimmen können mindestens genauso prägend sein. Ein einzelner bekannter Spruch reicht manchmal aus, um Erinnerungen an frühere Multiplayer-Abende zurückzubringen.
Für Frontschweine gilt das in besonderem Maße. Die Vertonung gehört für viele Fans untrennbar zum Erlebnis. Deshalb ist der geplante Umgang mit Originalaufnahmen weit mehr als ein kleines Bonusfeature.
Gleichzeitig muss eine moderne Veröffentlichung technisch sinnvoll mit historischem Audiomaterial umgehen. Alte Sprachaufnahmen wurden unter völlig anderen Bedingungen produziert und besitzen möglicherweise nicht dieselbe Qualität wie heutige Aufnahmen. Sie einfach durch neue Sprecher zu ersetzen, könnte allerdings einen erheblichen Teil der Nostalgie zerstören.
Eine behutsame Aufbereitung wäre daher der ideale Weg: so viel Originalcharakter wie möglich erhalten und gleichzeitig dafür sorgen, dass Sprache, Musik und Effekte innerhalb einer modernen Audiomischung harmonieren.
Gerade der lokale Multiplayer könnte wieder interessant werden
Frontschweine gehört zu einer Generation von Spielen, bei der gemeinsames Spielen vor einem Bildschirm selbstverständlich war. Der lokale Multiplayer war deshalb nicht lediglich ein zusätzlicher Menüpunkt, sondern konnte einen wesentlichen Teil des Erlebnisses ausmachen.
Heute konzentrieren sich viele Multiplayer-Spiele stark auf Online-Partien. Lokale Modi sind dadurch seltener geworden, obwohl sie für bestimmte Spieltypen weiterhin hervorragend funktionieren. Rundenbasierte Strategie eignet sich besonders gut dafür, weil nicht alle Teilnehmer gleichzeitig hektisch reagieren müssen.
Eine moderne Neuauflage könnte genau davon profitieren. Freunde können gemeinsam vor dem Fernseher spielen, während ein Online-Modus zusätzliche Möglichkeiten für räumlich getrennte Spieler schafft.
Damit würde Lardcore nicht einfach nur einen alten Modus rekonstruieren. Es könnte eine Art Multiplayer-Erfahrung zurückbringen, die im modernen Spielemarkt weniger selbstverständlich geworden ist. Gerade für Fans des Originals wäre das wahrscheinlich mindestens genauso wichtig wie eine grafische Überarbeitung.
Online-Multiplayer wäre die größte moderne Erweiterung
Während lokales Spielen den ursprünglichen Charakter bewahrt, könnte ein funktionierender Online-Multiplayer Frontschweine deutlich über seine nostalgische Zielgruppe hinaus verlängern. Spieler müssten nicht mehr darauf angewiesen sein, Freunde mit Interesse am Klassiker im selben Raum zu haben.
Für ein kleines Projekt ist ein solcher Modus allerdings technisch anspruchsvoll. Lobbys, Verbindungsstabilität und der Umgang mit Spielabbrüchen müssen zuverlässig funktionieren. Bei einem rundenbasierten Spiel kommt zusätzlich die Frage hinzu, wie lange Spieler auf ihre Züge warten und wie Partien fortgesetzt werden, wenn jemand die Verbindung verliert.
Gerade deshalb sollte der Umfang realistisch bleiben. Ein stabiler, übersichtlicher Online-Modus wäre wertvoller als zahlreiche Funktionen, die ein kleines Entwicklerteam langfristig kaum betreuen kann.
Wenn die Grundlage funktioniert, könnte Online-Multiplayer dem Remaster trotzdem eine völlig neue Lebensdauer geben und erstmals unkomplizierte Frontschweine-Partien zwischen Fans aus unterschiedlichen Regionen ermöglichen.
Die Klassen sorgen für mehr Tiefe als zunächst erwartet
Hinter der humorvollen Präsentation steckt ein Strategiespiel, das seinen Spielern unterschiedliche taktische Möglichkeiten bietet. Die Einheiten entwickeln sich nicht ausschließlich dadurch weiter, dass ihre Zahlen größer werden. Unterschiedliche Rollen beeinflussen, wie ein Team sinnvoll eingesetzt werden kann.
Dadurch entsteht ein wichtiges Risiko bei jeder Modernisierung. Werden Klassen oder Waffen zu stark verändert, kann sich die Balance grundlegend verschieben. Bleibt dagegen alles exakt wie im Jahr 2000, können Schwächen des ursprünglichen Designs erhalten bleiben, die heute deutlicher auffallen.
Das Entwicklerteam muss deshalb zwischen Bewahrung und Verbesserung unterscheiden. Nicht jede alte Mechanik ist automatisch heilig, nur weil Fans nostalgische Erinnerungen daran besitzen. Gleichzeitig sollte eine Neuauflage nicht versuchen, aus Frontschweine plötzlich ein völlig anderes Strategiespiel zu machen.
Die beste Lösung wäre eine Modernisierung, bei der Veteranen bekannte taktische Zusammenhänge wiedererkennen, während neue Spieler die Systeme leichter verstehen können.
Komfortfunktionen können einen größeren Unterschied machen als neue Grafik
Bei Remastern konzentriert sich die Aufmerksamkeit häufig auf visuelle Verbesserungen. Für die tatsächliche Spielbarkeit sind kleine Komfortfunktionen jedoch oft mindestens genauso wichtig.
Eine übersichtlichere Benutzeroberfläche, verständlichere Informationen und eine angenehmere Kamerasteuerung können ein altes Spiel erheblich zugänglicher machen. Gerade bei einem taktischen Titel möchte der Spieler seine Entscheidungen treffen und nicht gegen die Bedienung kämpfen.
Dabei muss das Entwicklerteam aufpassen, die Oberfläche nicht mit zusätzlichen Informationen zu überladen. Der ursprüngliche Charme von Frontschweine entstand auch daraus, dass das Spiel trotz seiner taktischen Möglichkeiten relativ unmittelbar verständlich blieb.
Eine moderne Version sollte deshalb nicht komplizierter wirken, nur weil heutige Hardware mehr Möglichkeiten bietet. Gute Modernisierung bedeutet häufig, Reibung zu entfernen, ohne das eigentliche Spielprinzip zu verändern. Wenn das gelingt, können sich Veteranen schnell wieder zurechtfinden und neue Spieler wesentlich leichter einsteigen.
Neue Schwierigkeitsoptionen könnten Neueinsteigern helfen
Ein Kultklassiker lebt langfristig nicht allein von den Menschen, die ihn bereits kennen. Eine Neuauflage muss auch Spieler erreichen, die 2000 möglicherweise noch gar nicht geboren waren. Genau deshalb können zusätzliche Schwierigkeitsoptionen sinnvoll sein.
Neueinsteiger benötigen möglicherweise mehr Hilfestellungen beim Verständnis von Waffen, Bewegung und taktischer Positionierung. Veteranen möchten dagegen nicht das Gefühl bekommen, dass das Spiel für ein modernes Publikum unnötig vereinfacht wurde.
Mehrere Schwierigkeitsstufen oder optionale Hilfen können beide Gruppen miteinander verbinden. Entscheidend ist, dass die grundlegenden Regeln gleich bleiben und Herausforderungen nachvollziehbar entstehen.
Ein gutes Remaster sollte schließlich nicht nur Erinnerungen konservieren. Es sollte erklären, warum das Original überhaupt so viele Fans gewinnen konnte. Wenn ein neuer Spieler nach wenigen Runden versteht, weshalb Frontschweine bis heute regelmäßig erwähnt wird, hätte die Neuauflage einen wichtigen Teil ihrer Aufgabe bereits erfüllt.
Ein kleines Entwicklerteam verändert die Erwartungen
Hogs of War: Lardcore entsteht nicht unter denselben Bedingungen wie ein großes AAA-Remake. Das ist für die Bewertung des Projekts entscheidend. Ein kleines Team besitzt weniger Personal und finanzielle Ressourcen, während gleichzeitig viele Bereiche eines vollständigen Spiels bearbeitet werden müssen.
Grafik, Programmierung, Benutzeroberfläche, Audio, Multiplayer und Qualitätssicherung benötigen Zeit. Wenn zusätzlich alte Inhalte erhalten und auf moderne Systeme übertragen werden sollen, steigt der Aufwand weiter.
Deshalb sind Verzögerungen bei einem solchen Projekt nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass die Entwicklung gescheitert ist. Gleichzeitig sollten angekündigte Zeitfenster gerade bei kleinen Produktionen vorsichtig betrachtet werden, solange kein endgültiger Termin bestätigt wurde.
Für Fans bedeutet das vor allem Geduld. Ein überschaubares Team kann nicht im selben Tempo arbeiten wie ein Studio mit hunderten Beschäftigten. Dafür besteht die Chance, dass Menschen am Projekt arbeiten, die eine besonders enge Verbindung zum Original und seiner Community besitzen.
Die Beteiligung eines Originalentwicklers ist besonders wertvoll
Dass mit Jacob Habgood jemand beteiligt ist, der bereits am ursprünglichen Hogs of War gearbeitet hat, besitzt für ein Remaster eine besondere Bedeutung. Ein ehemaliger Entwickler kennt nicht nur das fertige Spiel, sondern kann auch nachvollziehen, welche Überlegungen hinter bestimmten Entscheidungen standen.
Dieses Wissen lässt sich nicht vollständig aus alten Dateien oder aus dem Spielen des Originals rekonstruieren. Warum funktioniert eine bestimmte Mechanik auf eine bestimmte Weise? Welche Elemente waren bewusst überzeichnet? Welche Einschränkungen entstanden lediglich aufgrund der damaligen Hardware?
Solche Fragen sind wichtig, wenn entschieden werden muss, was unbedingt erhalten bleiben sollte und wo Modernisierung sinnvoll ist.
Natürlich garantiert die Beteiligung eines früheren Entwicklers allein noch kein gelungenes Ergebnis. Sie kann aber dabei helfen, die ursprüngliche Designphilosophie besser zu verstehen. Gerade bei einem Spiel mit einer so speziellen Persönlichkeit ist dieses Wissen wahrscheinlich wertvoller als der Versuch, ausschließlich anhand moderner Standards zu entscheiden.
Das gescheiterte Crowdfunding war ein Rückschlag, aber kein automatisches Ende
Ein nicht erfolgreiches Crowdfunding kann bei kleineren Projekten schnell den Eindruck vermitteln, dass eine Entwicklung beendet ist. Tatsächlich hängt das stark davon ab, welche Finanzierungsmöglichkeiten daneben existieren und wie das Team anschließend weiterarbeitet.
Bei Lardcore war deshalb entscheidend, dass nach dem gescheiterten Versuch weiterhin Lebenszeichen aus der Entwicklung kamen. Das zeigte zumindest, dass das Projekt nicht unmittelbar aufgegeben worden war.
Gleichzeitig sollte die Situation realistisch betrachtet werden. Weniger finanzielle Mittel können Auswirkungen auf Umfang, Entwicklungsdauer und Prioritäten haben. Ein kleines Team muss möglicherweise genauer entscheiden, welche Funktionen zum Release unbedingt vorhanden sein sollen und welche Ideen später umgesetzt werden können.
Für Fans wäre ein konzentriertes Remaster mit stabiler Technik vermutlich ohnehin besser als ein überambitioniertes Projekt, das versucht, jede denkbare Erweiterung gleichzeitig umzusetzen. Der Kern von Frontschweine sollte deshalb klar vor zusätzlichen Extras stehen.
Der Name Lardcore markiert auch eine neue Entwicklungsphase
Das Projekt wurde über die Jahre unter unterschiedlichen Bezeichnungen diskutiert. Für Außenstehende kann das schnell verwirrend wirken, insbesondere wenn ältere Meldungen weiterhin von Hogs of War: Reheated sprechen, während neuere Informationen den Namen Lardcore verwenden.
Für die eigentliche Bewertung ist der Titel allerdings weniger entscheidend als der Zustand des Projekts. Namensänderungen können aus kreativen, rechtlichen oder marketingbezogenen Gründen erfolgen und bedeuten nicht automatisch, dass die Entwicklung komplett neu begonnen wurde.
Wichtiger sind konkrete Lebenszeichen: neue Entwicklungsberichte, Gameplay-Material und nachvollziehbare Informationen über den Fortschritt.
Gerade bei einem Projekt mit langer Entstehungsgeschichte sollten Fans deshalb weniger auf einzelne Namenswechsel und stärker auf tatsächliche Ergebnisse achten. Je näher eine Veröffentlichung rückt, desto wichtiger werden stabile Gameplay-Szenen und konkrete Angaben zu Plattformen und Funktionen. Sie zeigen wesentlich besser, wie weit die Neuauflage tatsächlich fortgeschritten ist.
PlayStation ist für Frontschweine die logische Heimat
Obwohl das Original international auch auf anderen Plattformen bekannt war, verbinden viele deutschsprachige Spieler Frontschweine besonders stark mit der ersten PlayStation. Eine Veröffentlichung auf PS4 und PS5 besitzt deshalb einen hohen nostalgischen Wert.
Gleichzeitig erreicht das Projekt damit mehrere Hardwaregenerationen. PS5-Besitzer erhalten eine moderne Möglichkeit, den Klassiker kennenzulernen, während eine PS4-Version zusätzliche Spieler erreicht, die noch nicht auf die aktuelle Generation gewechselt sind.
Weitere Plattformen wären für die Reichweite natürlich interessant. Bei einem kleinen Team kann es jedoch sinnvoll sein, zunächst weniger Systeme zuverlässig zu unterstützen, bevor zusätzliche Umsetzungen folgen.
Jede weitere Plattform bedeutet zusätzliche Tests, Anpassungen und Support. Gerade ein Spiel mit Online-Funktionen erhöht diesen Aufwand. Eine konzentrierte Veröffentlichung kann deshalb strategisch sinnvoller sein, solange spätere Portierungen nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Entscheidend ist nicht die Größe des Remasters, sondern seine Persönlichkeit
Hogs of War: Lardcore muss nicht mit modernen Großproduktionen konkurrieren. Niemand erwartet von Frontschweine eine riesige offene Welt oder fotorealistische Grafik. Die Erwartungen liegen an einer völlig anderen Stelle.
Fans möchten das taktische Grundprinzip wiedererkennen, bekannte Figuren und Stimmen erleben und erneut diese ungewöhnliche Mischung aus schwarzem Humor und rundenbasierten Gefechten bekommen. Neue Spieler wiederum benötigen eine Bedienung, die nicht wie ein unverändertes Relikt aus dem Jahr 2000 wirkt.
Genau darin liegt die Chance des Projekts. Ein Remaster muss nicht größer sein als das Original, um sinnvoll zu sein. Es muss verstehen, weshalb Menschen das Original überhaupt vermissen.
Wenn Lardcore die charakteristische Atmosphäre bewahrt, die Steuerung modernisiert und lokale sowie online spielbare Gefechte zuverlässig umsetzt, könnte bereits sehr viel erreicht sein. Frontschweine braucht keine komplette Neuerfindung. Der größte Erfolg wäre wahrscheinlich, wenn sich das Spiel gleichzeitig vertraut und überraschend angenehm modern anfühlt.
Entwicklung lebt – trotz Rückschlägen
Trotz gescheitertem Crowdfunding gibt das Entwicklerteam von Urbanscan Ltd. das Projekt nicht auf. „Lardcore“ (vormals „Reheated“) befindet sich weiterhin in Arbeit. In einem neuen Statement auf der offiziellen Steam-Seite bekräftigten die Macher erneut ihre Ambitionen: Das Spiel soll Ende 2025 auf PS4 und PS5 erscheinen – der Termin ist ehrgeizig, aber nicht unrealistisch.
Außerdem wurde ein neues Devlog-Video für die kommenden Monate angekündigt. Ein starkes Lebenszeichen und ein gutes Signal an die wartenden Fans.
Das erwartet uns in Hogs of War Lardcore
„Lardcore“ verspricht eine vollständige Überarbeitung des PS1-Originals – inklusive:
- Originalsprecher (u.a. Rik Mayall)
- Verbesserte Grafik und neue Musik
- Online-Multiplayer mit Lobbys
- Lokaler Splitscreen-Multiplayer
- Neue Spielmodi wie der „IronHam“-Modus
- Trophäen-Unterstützung, neue Cheats & Extras
Die Entwickler setzen dabei auf ein behutsames Remastering – die Essenz des Originals soll erhalten bleiben, aber mit modernen Komfortfunktionen ergänzt werden.
PC & Xbox? Noch offen
Aktuell liegt der Fokus auf der PlayStation-Version. Eine spätere Umsetzung für PC und Xbox steht im Raum, hängt aber laut Entwickler von den Ressourcen und dem Erfolg des ersten Releases ab.
Die Community gibt nicht auf
Auch wenn der Kickstarter nicht alle Ziele erreicht hat, ist das Interesse an Hogs of War Lardcore weiterhin hoch. Die Entwickler sind auf Social Media aktiv und ermutigen Fans, dem Projekt treu zu bleiben. Ein zweiter Crowdfunding-Anlauf ist derzeit nicht geplant, stattdessen hofft man auf organisches Wachstum und Community-Support.
Quelle:https://www.hogsofwar.org/
Noch ist nicht alles verloren
Auch wenn es ruhig um „Lardcore“ geworden ist, sprechen die aktuellen Signale eine klare Sprache: Die Entwicklung lebt, ein Release ist weiterhin geplant – wenn auch erst Ende 2025. Die Community bleibt hoffnungsvoll, und das zurecht.
Wer den PS1-Klassiker geliebt hat, kann sich auf ein echtes Remaster freuen – mit altem Charme, neuen Features und vielleicht doch noch einem Happy End.
Bleibt dran, wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Infos, Devlogs oder Trailer gibt!
Frontschweine Remastered: Alles, was über Hogs of War: Reheated bekannt ist
Frontschweine zählt für viele PlayStation-Spieler zu den größten Kultklassikern der PS1-Ära. Das rundenbasierte Strategiespiel erschien im Jahr 2000 und überzeugte mit seinem humorvollen Stil, den unterschiedlichen Schweine-Nationen und dem taktischen Gameplay. Seit einigen Jahren arbeitet ein kleines Entwicklerteam an einer offiziellen Neuauflage unter dem Namen Hogs of War: Reheated. Ein finaler Veröffentlichungstermin steht allerdings weiterhin aus.
Was ist Frontschweine?
Frontschweine – international unter dem Namen Hogs of War bekannt – wurde ursprünglich von Infogrames veröffentlicht und von Gremlin Interactive entwickelt.
Das Spiel kombiniert:
- rundenbasierte Strategie
- 3D-Schlachtfelder
- humorvolle Präsentation
- verschiedene Waffen
- unterschiedliche Soldatenklassen
- Einzel- und Mehrspielermodus
Bis heute gilt Frontschweine als einer der beliebtesten Strategie-Klassiker der ersten PlayStation-Generation.
Was ist Hogs of War: Reheated?
Bei Hogs of War: Reheated handelt es sich um eine offiziell lizenzierte Neuauflage des Originals.
Das Projekt entsteht nicht bei einem großen Publisher, sondern bei einem kleinen Entwicklerteam, das eng mit ehemaligen Beteiligten des Originalspiels zusammenarbeitet.
Welche Verbesserungen sind geplant?
Die Entwickler möchten das klassische Spielgefühl erhalten und gleichzeitig zahlreiche technische Verbesserungen bieten.
Geplant sind unter anderem:
- komplett überarbeitete Grafik
- neue Charaktermodelle
- moderne Beleuchtung
- höhere Auflösungen
- Achievements
- Komfortfunktionen
- überarbeitete Benutzeroberfläche
- zusätzliche Schwierigkeitsoptionen
Gleichzeitig sollen Humor, Spielbalance und das grundlegende Gameplay des Originals erhalten bleiben.
Bleiben die bekannten Stimmen erhalten?
Nach Angaben der Entwickler sollen zahlreiche Inhalte des Originals übernommen werden.
Dazu gehören unter anderem:
- die bekannten Fraktionen
- originale Sprachaufnahmen
- der klassische Soundtrack
- das bekannte Spielgefühl
Gerade die deutsche Vertonung gehört für viele Fans zu den größten Stärken des Originals.
Für welche Plattformen erscheint das Remaster?
Geplant ist eine Veröffentlichung für:
- PlayStation 4
- PlayStation 5
Weitere Plattformen wurden zwar als möglich genannt, hängen jedoch von den weiteren Entwicklungsplänen ab.
Wann erscheint Frontschweine Remastered?
Einen offiziellen Releasetermin gibt es derzeit nicht.
In den vergangenen Jahren wurde die Veröffentlichung mehrfach verschoben. Die Entwickler betonen jedoch regelmäßig, dass weiterhin aktiv an Hogs of War: Reheated gearbeitet wird.
Warum dauert die Entwicklung so lange?
Das Projekt entsteht mit einem vergleichsweise kleinen Team.
Dadurch benötigen viele Bereiche der Entwicklung mehr Zeit als bei großen AAA-Produktionen.
Gleichzeitig legen die Entwickler Wert darauf, den Charme des Originals zu bewahren und gleichzeitig eine technisch moderne Version zu erschaffen.
Warum freuen sich so viele Fans?
Frontschweine genießt bis heute Kultstatus.
Besonders beliebt sind:
- der einzigartige Humor
- die unterschiedlichen Nationen
- das taktische Gameplay
- die abwechslungsreichen Waffen
- die charmante Präsentation
- der lokale Mehrspielermodus
Viele Spieler wünschen sich seit Jahren eine moderne Neuauflage.
Fazit
Frontschweine Remastered beziehungsweise Hogs of War: Reheated gehört zu den spannendsten Remaster-Projekten für Fans klassischer PlayStation-Spiele. Auch wenn bislang kein offizieller Erscheinungstermin feststeht, befindet sich die Neuauflage weiterhin in Entwicklung. Ziel der Entwickler ist es, den Kultklassiker technisch zu modernisieren, ohne den Humor und das Spielgefühl des Originals zu verändern. Für viele Fans bleibt Frontschweine damit eines der meist erwarteten Remaster der vergangenen Jahre.









Interessanter Beitrag. Gut zu wissen, dass das Remaster weiterentwickelt wird, auch wenn das Kickstarter gescheitert ist. Ich hoffe, das Spiel behält den alten Charme und erscheint wirklich Ende 2025.