Während sich Spieler bei Grafikkarten meist über 16, 24 oder 32 GB Videospeicher Gedanken machen, spielt INNO3D mit seinem neuen GPU-Server in einer völlig anderen Liga. Der Hersteller bietet mit dem AGS-6220V2 ein 6U-Rack-System an, das mit bis zu acht NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition ausgestattet werden kann.
Da jede dieser GPUs über 96 GB GDDR7-Speicher verfügt, stehen bei voller Bestückung insgesamt beeindruckende 768 GB Grafikspeicher zur Verfügung. Gedacht ist das System allerdings nicht fürs Gaming, sondern für KI-Berechnungen, große Sprachmodelle, Rendering, Simulationen und High Performance Computing.
Bis zu acht RTX PRO 6000 Blackwell in einem Server
Das Herzstück des Systems sind die acht PCIe-5.0-x16-Steckplätze, über die unter anderem NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition GPUs eingesetzt werden können.
Die professionelle Blackwell-Grafikkarte bringt 24.064 CUDA-Kerne und 96 GB GDDR7-Speicher mit ECC mit. NVIDIA gibt eine Speicherbandbreite von 1.597 GB/s sowie bis zu 120 TFLOPS FP32-Rechenleistung an. Für KI-Berechnungen stehen darüber hinaus Tensor-Kerne der fünften Generation zur Verfügung.
Der maximale Stromverbrauch einer einzelnen RTX PRO 6000 Server Edition lässt sich laut NVIDIA zwischen 400 und 600 Watt konfigurieren. Bei acht vollständig ausgelasteten Karten könnten damit theoretisch allein die GPUs bis zu 4.800 Watt benötigen.
INNO3D richtet den Server entsprechend auf dauerhaft hohe Lasten aus. Zum Einsatz kommen mehrere leistungsstarke Lüfter sowie vier redundante 2700-Watt-Netzteile in einer 3+1-Konfiguration. Fällt eines der Netzteile aus, soll der Server weiterbetrieben werden können.
Zwei Intel Xeon CPUs und bis zu 32 DDR5 Module
Auch beim restlichen System setzt INNO3D auf klassische Server-Hardware. Der AGS-6220V2 unterstützt zwei Intel Xeon Scalable Prozessoren der fünften Generation auf Basis des LGA4677-Sockels.
Pro Prozessor stehen acht DDR5-Speicherkanäle zur Verfügung. Insgesamt können bis zu 32 RDIMM- beziehungsweise MRDIMM-Module verbaut werden. Das aktuelle Datenblatt nennt Module mit Kapazitäten von bis zu 128 GB. Damit lässt sich zusätzlich zum enormen GPU-Speicher auch eine entsprechend große Menge Arbeitsspeicher installieren.
Für die Netzwerkanbindung ist unter anderem ein Dual-Port-25-Gbit-Ethernet-Adapter vorgesehen. Hinzu kommt ein separater Gigabit-Anschluss für das Baseboard Management Controller System.
Bei den Laufwerken bietet INNO3D mehrere Möglichkeiten für SATA-, SSD- und NVMe-Speicher. Die aktuelle Produktseite nennt zwölf 2,5-Zoll-Laufwerksschächte an der Vorderseite. RAID 0, 1, 5 und 10 werden ebenfalls unterstützt.
Der Server richtet sich vor allem an KI und professionelle Anwendungen
Ein Rechner dieser Größenordnung dürfte zwar auch Spiele ohne größere Probleme berechnen können, das wäre jedoch ungefähr so sinnvoll, wie mit einem Formel-1-Wagen Brötchen zu holen.
INNO3D nennt als Einsatzgebiete unter anderem KI-Training, Fine-Tuning von KI-Modellen, KI-Inferenz, Deep Learning, Datenanalyse, wissenschaftliche Berechnungen, 3D-Modellierung, Rendering und Simulationen.
Gerade die RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition wurde von NVIDIA für solche Szenarien entwickelt. Neben klassischer GPU-Beschleunigung unterstützt die Karte auch Multi-Instance GPU. Eine einzelne GPU kann dadurch in bis zu vier voneinander isolierte Instanzen aufgeteilt werden, die jeweils eigene Rechen- und Speicherressourcen erhalten.
INNO3D hatte den AGS-6220V2 bereits im Rahmen seiner Enterprise-Produkte gezeigt und präsentiert seine professionellen GPU-Systeme inzwischen verstärkt neben den bekannten GeForce-Grafikkarten. Auch auf der Gamescom 2026 gehörte der 6U-Server mit RTX PRO 6000 Blackwell zum Enterprise-Aufgebot des Herstellers.
Quelle: https://www.techpowerup.com/353391/inno3d-announces-6u-rtx-pro-6000bse-gpu-server
Einen klassischen Gaming-PC bekommen wir hier also definitiv nicht. Technisch zeigt das System aber ziemlich eindrucksvoll, welche Dimensionen







