Zombie Army 4: Dead War – Koop-Spaß ohne Überraschungen

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Karl Fairburne ist zurück. Wieder einmal stellt er sich im zweiten Weltkrieg Untoten-Soldaten entgegen. Denn Zombie Army 4 Dead War verfrachtet uns anders als die Sniper Elite-Reihe in eine alternative Zeitlinie. Außerdem ist er nicht alleine und bekommt von weiteren Charakteren Unterstützung. Ob Zombie Army 4: Dead War dem Koop-Shooter-Genre frischen Wind einhaucht, wird unsere Review klären.

Verbannter Führer

Trotz der Verbannung des Führers in den Vorgänger Teilen schlurfen seine Untoten-Soldaten immer noch durch die Gegend. Zu Beginn werden die Geschehnisse in einer kurzen Intro-Sequenz zusammengefasst. Danach werden wir sofort in die Action geworfen und können die Kampagne sowohl im Solo-Modus, als auch im Koop-Modus mit bis zu drei Mitspielern absolvieren. Die Story führt uns an neun verschiedene und schön gestaltete Schauplätze und bietet so große optische Abwechslung. Die Inszenierung ist hier aber aufs mindeste begrenzt und der Fokus wird klar auf das Gameplay gesetzt. Die Dialoge sind trotzdem unterhaltsam, vor allem da sich Zombie Army 4 nie wirklich ernst nimmt. Leider sind die Gespräche nur englisch vertont und die meisten Sprecher haben einen starken Akzent, was das verstehen in hektischen Situationen etwas erschwert. Der Atmosphäre tut das aber gut und erschafft so ein stimmiges Bild. Wegen der Story alleine wird aber niemand Zombie Army 4 Dead War spielen.

Vielfältige Gegner

Auch wer Zombie Army 4 solo spielen möchte, sollte sich das gut überlegen. Denn am meisten Spaß hat man im Koop-Modus, bei dem sich das gesamte Potential entfaltet. Das liegt zum einen am Schwierigkeitsgrad und an der Möglichkeit wiederbelebt zu werden. Alleine kann es nämlich vorkommen das man schon auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad von Zombie-Horden umzingelt und überrannt wird. Außerdem fällt hier auch das mehrmalige wiederbeleben durch einen Kameraden weg. Somit fühlt sich das Spiel im Solo-Modus etwas unausgegoren an. Zusammen mit Freunden sieht das ganze aber anders aus und ist zwar herausfordernd, aber nie unfair. Denn in fast jedem Kapitel werden neue Gegner-Typen eingeführt, die oft eine bestimmte Taktik erfordern um besiegt zu werden. Die Schwachstellen sind dabei aber immer offensichtlich. Neben humanoiden Zombie-Arten wie Flammenwerfer- oder Selbstmord-Zombies, konfrontiert uns Zombie Army 4: Dead War auch mit Untoten-Fahrzeugen und Tieren. Eine besondere Taktik wird aber auch hier nicht benötigt und es reicht die pure Waffengewalt aus.

Waffenmodifikationen

Alle spielbaren Charaktere haben unterschiedliche Statuswerte und unterscheiden sich leicht von einander. Spielentscheidend ist diese Wahl aber nicht. Denn alle Charaktere können alle Waffen, Perks und Hilfsmittel nutzen. Im Laufe der Kampagne werden außerdem weitere Extras freigeschaltet. Außerdem dürfen wir die Waffen modifizieren. Bei der Schrotflinte lässt sich zum Beispiel ein Gerät anbringen, dass Elektroschaden verursacht. Des Weiteren dürfen wir den Schaden oder die Munitionskapazität erhöhen. Die Perks bieten Boni auf unsere Fähigkeiten. So wird etwa der Sprengradius unserer Granaten erweitert oder wir halten mehr Treffer aus. Somit lässt sich ein wenig der eigene Spielstil individualisieren. Neben der automatischen Freischaltung im Spielfortschritt verbergen sich aber auch Mikrotransaktionen im Spiel. So können einige Waffen und Charaktere nur mit Echtgeld gekauft werden. Das ist ärgerlich und hätte nicht sein müssen. Daneben bietet Zombie Army 4 noch einen Horde-Modus mit insgesamt viert unterschiedlichen Schauplätzen die sich während einer Partie verändern. In diesem starten wir mit zufälliger Startausrüstung und müssen eine gewissen Anzahl an immer schwerer werdenden Gegnerwellen überstehen. Auch hier ist es kooperativ deutlich spaßiger, da die letzten Wellen sehr knackig werden können. In Zukunft sollen durch einen Season Pass weitere Kampagnen Level und Inhalte hinzugefügt werden.

Wankende Figuren

Die Steuerung der Spielfigur ist einer der größten Kritikpunkte in Zombie Army 4. Denn das umherlaufen in den Leveln fühlt sich einfach ungenau an und man bleibt häufig an Gegenständen hängen. In den häufig engen Arealen ist dieser Umstand umso störender. Das abfeuern der Waffen funktioniert jedoch deutlich besser und lässt uns die Zombie-Horden gut anvisieren. Einzig das Trefferfeedback hätte etwas befriedigender ausfallen können, da es sich anfühlt als würden die Kugeln durch die Gegner hindurchfliegen ohne großen Einfluss zu haben. Trotzdem fühlt sich eine Schrotflinte mächtig an, wenn Gegner nach einem Volltreffer zerplatzen. Die Missions-Ziele wiederholen sich nach einiger Zeit, fühlen sich aber nie nervig an. Häufig müssen wir einfach eine bestimmte Anzahl an Feinden töten oder eine gewisse Zeit überleben. Gerade in der Solo-Kampagne kann es deswegen schnell etwas öde werden. Grafisch haut Zomie Army 4 zwar niemanden vom Hocker, kann aber mit seinem stimmigen Design punkten. Außerdem muss man erwähnen, dass auch in der deutschen Version verfassungsfeindliche Symbole enthalten sind und mit Gore-Inhalten nicht gegeizt wird.

Fazit

Rebellion führt seine Zombie Army-Reihe erfolgreich weiter und fügt einige sinnvolle Neuerungen ein. Vor allem das Aufleveln der Waffen und der Skills der Charaktere sind sinnvoll und motivieren zum weiterspielen. Die Geschichte ist zwar nicht herausragend weiß aber zu unterhalten. Das liegt auch daran, dass sich Zombie Army 4: Dead War nie zu ernst nimmt. Siehe Zombie-Panzer. Mit neun unterschiedlichen Kapiteln die meist über eine Stunde beschäftigen, ist auch der Umfang gut ausgefallen. Hinzu kommt der spaßige Horde-Modus bei dem sich die Level mit der Zeit verändern. Störend sind hier nur die versteckten Mikrotransaktionen, beim freischalten von einigen Waffen. Wer sich kooperativ durch Zombie-Horden kämpfen möchte und sich daran nicht stört wird mit Zombie Army 4 Dead War gut bedient. Singleplayer-Spieler sollten sich den Kauf aber nochmal überlegen, da hier der Schwierigkeitsgrad etwas unausgegoren wirkt und die Kampagne auf Dauer wenig Abwechslung bietet.

7.4

Stroy

7.0/10

Sound

7.0/10

Umfang

7.4/10

Atmosphäre

8.0/10

Grafik

7.5/10

Gameplay

7.3/10

Positiv

  • Aufwertbare Waffen und Fähigkeiten
  • Atmosphärische Level
  • Abwechslungsreiche Kampagnen-Level

Negativ

  • ungenaue Steuerung
  • schwankender Schwierigkeitsgrad im Solo-Modus
  • Mageres Trefferfeedback
  • Repetitives Gameplay

 

Kurzbeschreibung

In diesem grauenhaften Shooter von den Machern von Sniper Elite 4 kehren Hitlers Horden zurück! Abscheuliche, übersinnliche Feinde, epische Waffen und eine neue, grauenvolle Kampagne für 1 bis 4 Spieler warten auf Sie im Europa der 1940iger Jahre – Sie kämpfen gegen den Weltuntergang durch die Untoten und um die Menschheit zu retten!

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