NewsPlayStation Plus wird teurer - Ein dreister aber genialer Schachzug

PlayStation Plus wird teurer – Ein dreister aber genialer Schachzug

Wie ihr sicherlich bereits mitbekommen hat, erhöht Sony in Kürze die Preise für PlayStation Plus. Dass das bei vielen Nutzern nicht gut ankommt, ist wohl verständlich. Tatsächlich steckt dahinter aber ein durchdachter Plan. Wir klären euch auf und verraten, was Microsoft damit zu tun hat.

PlayStation Plus

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Solltet ihr noch nichts über die Preiserhöhung gehört haben, dann solltet ihr unbedingt diesen Artikel lesen und euch das notwendige Grundwissen aneignen. Vor allem über Facebook haben bereits viele unserer Leser ihre Verärgerung kundgetan, was sich sehr gut verstehen lässt. Immerhin braucht man in den meisten Fällen eine gültige PlayStation Plus Mitgliedschaft, um überhaupt den Multiplayer eines Videospiels nutzen zu können. Wer den Service also nicht kostenpflichtig abonniert, ist oftmals deutlich eingeschränkt. Und da potenzielle Blockbuster wie „Call of Duty WWII“ und „Star Wars Battlefront 2“ den Fokus auf den Mehrspieler-Part legen, steigt die Laune keineswegs bei derartigen Neuigkeiten. Aber warum macht Sony das, wenn man die Spieler dadurch eindeutig verärgert? Betrachtet man das große Ganze liegt die Ursache tatsächlich bei Microsoft.

Die Konkurrenz ist schuld?

Warum sollte Sony seine Preise erhöhen? Damit stellt man sich im Konkurrenzkampf doch eigentlich schlechter? Normalerweise ist das tatsächlich der Fall, hier läuft das jedoch etwas anders. Mit der kommenden Xbox One X schlägt man eindeutig die PlayStation 4 Pro – zumindest wenn es rein um die Leistung geht. Damit verliert Sony diesbezüglich die Position auf dem obersten Treppchen. Allerdings verfügen die Japaner über große Vorteile. Es gibt viele exklusive Titel und auch die Preise sind aktuell recht günstig. Zudem besitzen viele Spieler bereits eine PlayStation 4. Genau diesen Umstand möchte man nun ausbauen. Prinzipiell gilt nämlich folgendes: Wenn ich nun auf die Xbox One X wechseln möchte, fallen zahlreiche Kosten an. Ich brauche die Konsole, einen passenden Controller und auch die Spiele müssen neu angeschafft werden, da keine Kompatibilität vorherrscht. Dies schreckt die Spieler eher ab, wovon Sony letztendlich profitiert.

Je mehr Personen also die PlayStation-Fraktion wählen, desto größer ist der Vorteil für die Japaner. Sie verdienen mehr durch Konsolen- sowie Videospielverkäufe und PlayStation Plus spielt ebenfalls Geld in die Kasse. Aber auch die Spieler selbst profitieren davon, wenn mehr Nutzer aktiv sind. Sie finden beispielsweise deutlich mehr Mitstreiter im Multiplayer. In der Wirtschaft spricht man hierbei vom sogenannten Netzeffekt. Ziehen wir zunächst ein Zwischenfazit. Sony möchte also möglichst viele potenzielle Kunden davon überzeugen, sich eine PlayStation 4 zu kaufen. Das Risiko, sie an Microsoft zu verlieren, sinkt dadurch deutlich. Klingt eigentlich logisch.

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Langfristige Bindung

Aber warum erhöht man denn jetzt die Preise? Hierfür müssen wir unseren Betrachtungswinkeln etwas ausdehnen. Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass in den letzten Wochen und Monaten sowohl die PlayStation 4 Slim als auch die PlayStation 4 Pro häufig im Angebot war. Es gab und gibt auch aktuell noch immer interessante und zweifellos lohnenswerte Bundles zu kaufen. Hinzu gesellen sich mehrere Aktionen, bei denen man eine einjährige PlayStation Plus Mitgliedschaft beispielsweise für 34,99 Euro erwerben kann. Man spart ausgehend von den aktuellen Preisen also satte 15 Euro. Das ist ohne Frage ein schönes Schnäppchen, das viele bereits in Anspruch genommen haben. Kein Wunder, dass viele Spieler ordentlich zugeschlagen und gleich mehrere Jahre bestellt haben. Und so laufen die Mitgliedschaften stellenweise erst 2020 aus. Da ist die Zukunft vorerst gesichert. Allerdings sollte es jetzt auch Klick machen.

PlayStation Plus

Dank dieser zahlreichen Angebote haben die Verkaufszahlen der Konsole zuletzt sicherlich etwas zugelegt. Außerdem sorgt vor allem die Rabatt-Aktion in Bezug auf PlayStation Plus dafür, dass sich die Spieler langfristig binden. Wer würde denn auf die Idee kommen, seine Mitgliedschaft um zwei Jahre zu verlängern und einen Monat später plötzlich seine PlayStation 4 zu verkaufen? Sicherlich kaum jemand. Und jetzt kommt noch die Preiserhöhung dazu. Dadurch, dass es weiterhin lohnenden Angebote gibt, verlängern viele Nutzer noch schnell ihr PlayStation Plus Abonnement bevor die Preise ansteigen. Einerseits bindet man sich somit über einen längeren Zeitraum, andererseits fallen Beschwerden über diesen Schritt nicht so umfangreich aus. Warum sollte man sich über eine Erhöhung der Preise ärgern, wenn man ohnehin bis 2020 nichts mehr zahlen muss.

Kurzum, die Akzeptanz der Spieler ist recht hoch und viele sehen einfach darüber hinweg. So etablieren sich die neuen Preise nach und nach und werden letztendlich zum neuen Standard. Und in etwa einem Jahr, nachdem die erste Welle der Verlängerungen ausläuft und eine neue Mitgliedschaft her muss, lohnt sich die ganze Angelegenheit für Sony spürbar. Denn pro Kunde gibt es jetzt 10 zusätzliche Euros.

 

Genialer Schachzug Sony!

Fassen wir den Kram abschließend zusammen. Rabatte und Aktionen sorgen dafür, dass sich mehr Leute eine PlayStation kaufen. Das Netzwerk von Sony wächst somit und die Chance, dass die neue Xbox hohe Absatzzahlen erzielt, sinkt deutlich. Weitere Angebote und die Ankündigung einer Preiserhöhung haben zur Folge, dass viele Spieler ihre PlayStation Plus Mitgliedschaft verlängern und sich daher langfristig an den Service binden. Wir haben es hier also mit einem raffinierten Schachzug seitens Sony zu tun.

 

 

Was ist überhaupt PlayStation Plus?

Die Hauptfunktion ist der Zugang zum Mehrspieler-Bereich vieler Videospiele. Um nämlich mit anderen Spielern online zusammen zu spielen oder gegeneinander antreten zu können, wird in den meisten Fällen eine gültige Mitgliedschaft vorausgesetzt. Des Weiteren bekommt man jeden Monat mindestens zwei Spiele für die PlayStation 4 geschenkt. Man kann sie sich einfach und ohne weitere Kosten herunterladen. Manchmal sind recht interessante Titel dabei und in anderen Monaten ist es eher Müll, wie es die Community gern beschreibt. Darüber hinaus erhalten Mitglieder zahlreiche Rabatte im PlayStation Store und gelegentlich gibt es exklusive Beta-Zugänge oder Ähnliches. Den Abschluss bildet eine 10 GB große Cloud, wo die Spieler ihre Spielstände hochladen und an einem anderen Gerät problemlos nutzen können, sofern man sich mit seinem Account angemeldet hat.

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165 Kommentare

  1. Sage auch mal so, das die Xbox One X erfolgreich sein wird sehe ich so gar nicht.

    Schöne Leistung aber: wo sind die großen spiele?

    Auch 2018 scheinen keine wirklichen exklusiven Titel zu kommen. Ich hatte zwar auch überlegt die x zu kaufen obwohl ich einen Gaming pc habe aber da es einfach null games gibt, dazu Titel wie God of War, Last of US 2 und andere Titel nur für die Sony Konsole kommen die auch grafisch was her machen, wozu noch die X ins Haus holen

    Und die 10€ mehr ist doch ok. Überall gestiegen…. bei Amazon die Prime Mitgliedschaft auch






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