NewsMarvel’s Wolverine: Sony enthüllt Verkaufszahlen und der Vergleich mit Spider-Man ist bitter

Marvel’s Wolverine: Sony enthüllt Verkaufszahlen und der Vergleich mit Spider-Man ist bitter

Sony hat erstmals offizielle Verkaufszahlen zu Marvel’s Wolverine veröffentlicht. Das Ergebnis dürfte für Diskussionen sorgen: Gerade einmal 2,4 Millionen Exemplare wurden innerhalb der ersten 50 Tage verkauft. Für sich genommen ist das eine beachtliche Zahl. Im Vergleich zu Marvel’s Spider-Man 2 fällt sie allerdings deutlich schwächer aus. Der vorherige Superhelden-Blockbuster von Insomniac Games erreichte bereits am ersten Verkaufstag mehr Käufer als Wolverine nach sieben Wochen. Ist das neue PS5-Exklusivspiel damit eine Enttäuschung?

Sony bestätigt 2,4 Millionen verkaufte Exemplare

Seit dem 15. September 2026 ist Marvel’s Wolverine exklusiv für PlayStation 5 erhältlich.

Nun hat Sony im Rahmen seiner aktuellen Geschäftszahlen erstmals eine offizielle Verkaufszahl für das Action-Adventure von Insomniac Games genannt.

Demnach wurden bis zum 4. November weltweit 2,4 Millionen Exemplare verkauft.

Das entspricht einem Zeitraum von 50 Tagen nach der Veröffentlichung.

Die Zahl stammt aus Sonys ergänzenden Finanzunterlagen und bezieht sich auf Verkäufe an Endkunden, nicht lediglich auf Auslieferungen an den Handel.

Damit haben wir erstmals eine belastbare Grundlage, um den kommerziellen Start des Spiels einzuordnen.

Bisher stammten Angaben zur Nachfrage hauptsächlich von Marktforschungsunternehmen und Analysten.

Spider-Man 2 schaffte mehr an nur einem Tag

Besonders interessant ist der Vergleich mit dem vorherigen großen Marvel-Spiel von Insomniac Games.

Marvel’s Spider-Man 2 erschien im Oktober 2023 ebenfalls exklusiv für PlayStation 5.

Bereits innerhalb der ersten 24 Stunden wurden damals 2,5 Millionen Exemplare verkauft.

Nach elf Tagen lag Spider-Man 2 schon bei fünf Millionen Verkäufen.

Wolverine steht dagegen nach 50 Tagen bei 2,4 Millionen.

Damit hat Spider-Man 2 innerhalb eines einzigen Tages mehr Exemplare verkauft als Wolverines Solo-Abenteuer in seinen ersten sieben Wochen.

Das ist ein deutlicher Unterschied.

Allerdings sollte man berücksichtigen, dass Spider-Man zu den bekanntesten Superheldenmarken der Welt gehört.

Zudem handelte es sich bei Spider-Man 2 um die direkte Fortsetzung eines bereits äußerst erfolgreichen PlayStation-Spiels.

Wolverine musste sich dagegen mit einem eigenständigen Abenteuer und einem anderen spielerischen Schwerpunkt behaupten.

Ein unmittelbarer Vergleich ist deshalb zwar interessant, aber nicht automatisch ein vollständiges Urteil über den wirtschaftlichen Erfolg.

Schon im September gab es erste Hinweise

Bereits kurz nach dem Release deuteten externe Verkaufsanalysen auf einen ordentlichen, aber nicht rekordverdächtigen Start hin.

Alinea Analytics schätzte damals, dass Marvel’s Wolverine innerhalb der ersten drei Tage rund 1,9 Millionen Exemplare verkauft hatte.

Andere Marktforscher kamen für den September auf leicht abweichende Werte.

Die jetzt veröffentlichte Zahl von Sony ist deshalb besonders wichtig.

Sie ersetzt die bisherigen Schätzungen zumindest für den aktuellen Gesamtstand durch eine offizielle Angabe.

Allerdings zeigen die neuen Daten auch, dass sich die Nachfrage nach dem Verkaufsstart offenbar abgeschwächt hat.

Wenn die frühe Schätzung von Alinea ungefähr zutraf, wären seit den ersten drei Tagen bis zum 4. November nur rund 500.000 weitere Verkäufe hinzugekommen.

Das ist allerdings lediglich ein rechnerischer Vergleich zwischen einer damaligen Schätzung und der heutigen offiziellen Zahl.

Die exakte Verkaufsentwicklung lässt sich daraus nicht rekonstruieren.

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Ist Marvel’s Wolverine damit ein Flop?

So weit sollte man derzeit nicht gehen.

2,4 Millionen verkaufte Exemplare innerhalb von sieben Wochen wären für zahlreiche andere Spiele ein großer Erfolg.

Bei einem hochkarätigen PlayStation-Exklusivtitel liegen die Erwartungen allerdings höher.

Insomniac Games gehört zu Sonys wichtigsten Entwicklerstudios.

Gerade die Spider-Man-Spiele haben gezeigt, welche enormen Verkaufszahlen das Studio erreichen kann.

Hinzu kommt, dass Marvel’s Wolverine über mehrere Jahre entwickelt wurde und mit einer bekannten Lizenz verbunden ist.

Entsprechend dürfte das Projekt mit erheblichen Kosten verbunden gewesen sein.

Wie hoch das endgültige Entwicklungs- und Marketingbudget tatsächlich ausfiel, hat Sony in den aktuellen Geschäftszahlen jedoch nicht offengelegt.

Deshalb lässt sich aus 2,4 Millionen Verkäufen nicht zuverlässig ableiten, ob das Spiel bereits profitabel ist.

Ebenso wenig wurde ein offizielles Verkaufsziel genannt, anhand dessen sich ein Scheitern oder Erreichen der Erwartungen eindeutig beurteilen ließe.

Wolverine ist anders als Spider-Man

Auch spielerisch unterscheiden sich die beiden Marvel-Projekte deutlich.

Während Spider-Man 2 auf eine große offene Spielwelt und spektakuläre Fortbewegung durch New York setzt, verfolgt Wolverine einen stärker geführten Ansatz.

Das Abenteuer konzentriert sich auf Logan und seine Suche nach Antworten über seine Vergangenheit.

Im Mittelpunkt stehen brutale Nahkämpfe mit seinen Adamantium-Klauen, eine erwachsenere Inszenierung und eine eigenständige Geschichte.

Das Spiel erschien außerdem ausschließlich für PlayStation 5.

Eine PC-Version wurde bislang nicht veröffentlicht.

Gerade die Kombination aus härterer Gewaltdarstellung und einem fokussierteren Einzelspieler-Erlebnis könnte dafür sorgen, dass Wolverine ein anderes Publikum anspricht als Spider-Man.

Das erklärt nicht automatisch den Verkaufsunterschied, ist für einen fairen Vergleich aber wichtig.

Sony dürfte auf das Weihnachtsgeschäft hoffen

Die endgültige wirtschaftliche Entwicklung ist mit den aktuellen Zahlen noch nicht entschieden.

Marvel’s Wolverine ist erst seit rund sieben Wochen erhältlich.

Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft könnte für zusätzliche Verkäufe sorgen.

Auch spätere Preisaktionen und mögliche Veröffentlichungen auf weiteren Plattformen könnten die Gesamtzahlen verändern.

Bislang hat Sony jedoch keine konkreten Prognosen für die langfristigen Wolverine-Verkäufe genannt.

Fest steht lediglich, dass die erste offizielle Bilanz deutlich unter dem Rekordtempo von Marvel’s Spider-Man 2 liegt.

2,4 Millionen verkaufte Spiele sind kein automatischer Misserfolg. Für einen großen Marvel-Titel von Insomniac Games ist der Abstand zu Spider-Man aber bemerkenswert.

Ob Sony intern mit einem solchen Ergebnis gerechnet hat, bleibt offen.

Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen.

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