Die PlayStation 6 könnte für Sony erheblich teurer werden als bisher angenommen. Nach neuen Aussagen des Hardware-Insiders Kepler_L2 sollen allein der Arbeitsspeicher und der NAND-Flash-Speicher der kommenden Konsole mehr als 680 US-Dollar kosten. Prozessor, Grafikchip und weitere Komponenten wären darin noch nicht enthalten. Damit rückt ein möglicher Gesamtbetrag von über 1.000 Dollar für die Hardware erneut in den Mittelpunkt. Allerdings handelt es sich weiterhin um unbestätigte Schätzungen und nicht um offizielle Produktionskosten von Sony.
PS6 Speicher soll bereits über 680 Dollar kosten
Die neue Information stammt aus einer Diskussion im Forum NeoGAF. Dort äußerte sich Kepler_L2 am 16. Oktober 2026 zu den möglichen Herstellungskosten der nächsten PlayStation.
Auf die Frage nach den bisherigen Kostenschätzungen erklärte der Insider knapp, dass allein RAM und NAND-Speicher inzwischen mehr als 680 Dollar ausmachen sollen.
Sollte diese Angabe stimmen, wäre das eine erhebliche Belastung für die Kalkulation der neuen Konsole. Schließlich benötigt Sony zusätzlich einen Hauptprozessor samt Grafikeinheit, das Mainboard, eine Kühlung, Stromversorgung, Gehäuse und zahlreiche weitere Komponenten.
Auch die Endmontage, Verpackung und Logistik spielen für die Gesamtkosten eine Rolle.
GamingBolt griff die Aussage am 19. Oktober auf und verweist darauf, dass frühere Schätzungen bereits von Materialkosten in der Nähe von 1.000 Dollar ausgegangen waren.
Wichtig bleibt jedoch: Kepler_L2 hat keine öffentlich überprüfbare Kostenaufstellung vorgelegt. Ob die genannte Summe auf konkreten Einkaufspreisen, internen Informationen oder eigenen Modellrechnungen beruht, ist nicht abschließend geklärt.
Warum steigende Speicherpreise zum Problem werden könnten
Moderne Konsolen benötigen große Speichermengen und hohe Übertragungsraten. Der Arbeitsspeicher ist dabei für laufende Spiele, Texturen und Berechnungen entscheidend. NAND-Flash bildet unter anderem die Grundlage für den schnellen internen SSD-Speicher.
Beide Speicherarten gehören zu den Komponenten, deren Marktpreise erheblich schwanken können.
Für Hersteller großer Hardwareplattformen sind solche Veränderungen besonders relevant. Selbst vergleichsweise kleine Preissteigerungen pro Gerät können bei mehreren Millionen produzierten Konsolen hohe zusätzliche Ausgaben verursachen.
Allerdings lassen sich die Preise einzelner Speicherprodukte aus dem regulären Handel nicht einfach auf Sonys tatsächliche Beschaffungskosten übertragen.
Große Hersteller schließen häufig langfristige Lieferverträge ab und verhandeln Konditionen, die sich deutlich von öffentlich sichtbaren Marktpreisen unterscheiden können.
Deshalb ist auch die angebliche Summe von 680 Dollar mit Vorsicht zu betrachten.
Schon im Sommer gab es Gerüchte über steigende PS6 Kosten
Die neue Aussage ist nicht das erste Gerücht über einen möglichen Preisanstieg der PlayStation 6.
Bereits im Juni berichteten wir auf PSINFO über steigende Produktionskosten und Spekulationen um einen PS6-Preis von 1.000 Dollar.
Damals war ebenfalls Kepler_L2 die Quelle. Der Insider behauptete, die geschätzten Materialkosten seien innerhalb weniger Monate deutlich gestiegen.
Die neue Angabe zu RAM und NAND-Speicher ergänzt diese früheren Aussagen um einen konkreten Kostenfaktor.
Ob sämtliche Zahlen auf derselben Berechnungsgrundlage beruhen, ist jedoch nicht bekannt. Eine genaue Entwicklung der angeblichen Herstellungskosten lässt sich daraus deshalb nicht zuverlässig ableiten.
Bedeutet das eine PS6 für mehr als 1.000 Dollar?
Nicht zwangsläufig.
Zwischen den Materialkosten einer Konsole und ihrem späteren Verkaufspreis besteht ein wichtiger Unterschied.
Sony könnte die Hardware mit einer geringeren Gewinnspanne verkaufen oder einen Teil der Kosten zunächst selbst tragen. Dieses Vorgehen war in der Konsolenbranche über viele Jahre üblich.
Eine weitere Möglichkeit wäre, über die Auswahl der Komponenten, Produktionsmengen und langfristige Lieferverträge zusätzliche Einsparungen zu erzielen.
Hinzu kommt, dass sich die Preise bis zum Produktionsstart verändern können.
Sony Interactive Entertainment hat in der Vergangenheit allerdings auch deutlich gemacht, dass erhebliche Verluste beim Verkauf von Hardware möglichst vermieden werden sollen.
Welche Preisstrategie das Unternehmen für eine neue Konsolengeneration verfolgt, ist derzeit nicht bekannt.
Auf PSINFO hatten wir bereits im Frühjahr über die Diskussion berichtet, ob eine besonders teure PlayStation 6 für manche Spieler zur finanziellen Grenze werden könnte.
Die neuen Spekulationen dürften diese Frage erneut aufwerfen.
Sony hat weiterhin keinen PS6 Preis bestätigt
Bislang hat Sony weder einen offiziellen Verkaufspreis noch die vollständigen technischen Spezifikationen oder einen konkreten Veröffentlichungstermin der PlayStation 6 genannt.
In verschiedenen Insiderberichten wird weiterhin ein Marktstart Ende 2027 diskutiert. Auch dieses Zeitfenster ist bislang nicht offiziell bestätigt.
Ob die PS6 tatsächlich Materialkosten von mehr als 1.000 Dollar verursachen würde, bleibt deshalb offen. Ebenso wenig lässt sich aus den aktuellen Aussagen ein verlässlicher Verkaufspreis ableiten.
Die neue Behauptung von Kepler_L2 zeigt vor allem, wie wichtig die Entwicklung der Speicherpreise für die kommende Konsolengeneration werden könnte.
Sollten sich die genannten Kosten bewahrheiten, müsste Sony bei Ausstattung und Preisgestaltung schwierige Entscheidungen treffen. Eine bestätigte Preiserhöhung oder einen offiziellen Hinweis auf eine besonders teure PS6 gibt es derzeit jedoch nicht.
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