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GTA 6 Grafik wirft neue Fragen auf und ausgerechnet Sonys neue PS5 Technik könnte fehlen

Die Diskussion über die Grafik von GTA 6 geht in die nächste Runde. Nachdem einige Fans den neuen Launch-Trailer als unscharf kritisiert hatten und Experten mögliche Auffälligkeiten bei der HDR-Darstellung entdeckten, gibt es jetzt eine weitere überraschende Einschätzung. Die Technikexperten von Digital Foundry finden im veröffentlichten PS5-Material keine eindeutigen Hinweise auf Sonys neue QSSR-Upscaling-Technologie. Ausgerechnet eine Funktion, die für eine bessere Bildqualität sorgen könnte, scheint im aktuellen Trailer also nicht erkennbar zum Einsatz zu kommen.

Besonders interessant ist die Begründung. Digital-Foundry-Gründer Richard Leadbetter stellt infrage, ob die neue Technologie für GTA 6 überhaupt sinnvoll wäre. Denn zusätzliche Bildverbesserungen benötigen Rechenleistung, die Rockstar möglicherweise lieber für andere technische Details verwendet.

Digital Foundry untersucht den neuen GTA 6 Trailer

Der offizielle Launch-Trailer wurde am 15. Oktober 2026 veröffentlicht und zeigt rund 90 Sekunden Material aus Vice City und dem Bundesstaat Leonida.

Rockstar bestätigte, dass die Aufnahmen auf einer PlayStation 5 entstanden sind.

Damit liefert das Video einen wichtigen Einblick in die technische Umsetzung auf Sonys Konsole.

Allerdings fehlen weiterhin konkrete Angaben zur verwendeten Auflösung, Bildrate und den eingesetzten Upscaling-Verfahren.

Digital Foundry hat sich deshalb erneut mit dem Material beschäftigt.

In einer rund 20 Minuten langen Videoanalyse sprechen die Experten über die Darstellung und mögliche technische Besonderheiten.

Dabei kommt auch Sonys neue QSSR-Technologie zur Sprache.

Richard Leadbetter erklärt, dass er im aktuellen Trailer keine klaren Anzeichen für deren Verwendung erkennen könne.

Das ist allerdings keine endgültige Bestätigung, dass Rockstar auf die Technik verzichtet.

Was ist QSSR überhaupt?

QSSR ist Sonys neue Upscaling-Technologie für die reguläre PlayStation 5.

Sie basiert auf Entwicklungen rund um PlayStation Spectral Super Resolution, kurz PSSR, das bereits auf PS5 Pro eingesetzt wird.

Das Grundprinzip besteht darin, ein Spiel zunächst in einer niedrigeren Auflösung zu berechnen und das fertige Bild anschließend auf eine höhere Ausgabeauflösung zu rekonstruieren.

Dadurch lässt sich unter Umständen eine schärfere Darstellung erreichen, ohne sämtliche Pixel direkt in der höchsten Auflösung berechnen zu müssen.

Sony hat QSSR erst Anfang Oktober vorgestellt.

Zu den ersten Spielen mit Unterstützung gehören Marvel’s Wolverine und Ghost of Yōtei.

Langfristig soll die Technologie auch weiteren Entwicklerstudios zur Verfügung stehen.

Deshalb gab es bereits Spekulationen, ob GTA 6 zu den ersten großen Spielen gehören könnte, die QSSR nutzen.

Schließlich bewirbt Sony Rockstars Blockbuster ausdrücklich mit einer besonderen PlayStation-Partnerschaft.

Warum Rockstar möglicherweise auf QSSR verzichtet

Die Einschätzung von Digital Foundry ist vor allem deshalb interessant, weil QSSR nicht kostenlos zusätzliche Bildqualität liefert.

Auch eine moderne Upscaling-Technologie benötigt Rechenzeit.

Richard Leadbetter nennt dafür ein konkretes Rechenbeispiel.

Sollte GTA 6 intern mit einer Auflösung von ungefähr 1440p arbeiten, wäre die Ausgangsbildqualität bereits relativ hoch.

Eine zusätzliche Hochrechnung auf 4K könnte zwar Vorteile bringen, müsste sich aber gegenüber dem dafür notwendigen Aufwand lohnen.

Als Vergleich verweist Leadbetter auf Messungen bei Marvel’s Wolverine.

Dort benötigt die entsprechende Bildrekonstruktion in einem untersuchten Qualitätsmodus ungefähr vier Millisekunden.

Bei einem Spiel mit 30 Bildern pro Sekunde stehen für die Berechnung eines vollständigen Frames rund 33,3 Millisekunden zur Verfügung.

Vier Millisekunden würden davon bereits etwa zwölf Prozent beanspruchen.

Das wäre ein erheblicher Anteil des verfügbaren Zeitbudgets.

Wichtig ist dabei: Diese Zahlen stammen aus dem Vergleich mit Wolverine und sind keine bestätigten Messwerte von GTA 6.

Sie zeigen lediglich, weshalb Rockstar eine andere technische Lösung bevorzugen könnte.

Ist GTA 6 schon ohne Upscaling scharf genug?

Genau diese Frage wirft Digital Foundry auf.

Wenn ein Spiel bereits mit einer vergleichsweise hohen internen Auflösung läuft, fällt der zusätzliche Nutzen eines aufwendigen Upscalers möglicherweise geringer aus.

Rockstar könnte sich deshalb dafür entscheiden, die verfügbare Rechenleistung lieber in Beleuchtung, Animationen, Simulation oder andere Grafikeffekte zu investieren.

Allerdings ist nicht bekannt, welche Auflösung GTA 6 im fertigen Spiel tatsächlich verwendet.

Auch die Vermutung von rund 1440p stammt aus der technischen Analyse und nicht aus offiziellen Angaben von Rockstar.

Ebenso bleibt offen, ob das Studio eine eigene Bildrekonstruktion verwendet oder auf andere Verfahren zurückgreift.

Dass im Trailer kein QSSR-Einsatz nachweisbar ist, bedeutet deshalb nicht, dass GTA 6 grundsätzlich auf Upscaling verzichtet.

Erst kürzlich sorgte die Grafik für Kritik

Die neue Einschätzung folgt auf eine Reihe von Diskussionen rund um den Launch-Trailer.

Bereits kurz nach der Veröffentlichung kritisierten einige Fans einen ungewöhnlich weichen Bildeindruck und intensive Lichteffekte.

Darüber berichteten wir in unserem Artikel GTA 6 Launch Trailer spaltet die Fans und plötzlich gibt es Kritik an der Grafik.

Anschließend untersuchten Bildtechnik-Experten die HDR-Darstellung und berichteten von auffälligen Farbverschiebungen sowie möglicherweise fehlenden zusätzlichen Spitzlichtdetails.

Die Hintergründe dazu findet ihr in unserem Artikel GTA 6 Hype bekommt erste Risse und die Kritik wird plötzlich konkreter.

Die neue Analyse beschäftigt sich allerdings mit einem anderen technischen Bereich.

HDR betrifft vor allem Helligkeitsumfang und Farbdarstellung.

QSSR soll dagegen bei der Rekonstruktion der Bildauflösung helfen.

Es wäre deshalb falsch, die bisherige HDR-Diskussion unmittelbar auf einen möglichen Verzicht auf QSSR zurückzuführen.

Könnte Rockstar die Technik noch nachträglich einsetzen?

Grundsätzlich lässt sich diese Möglichkeit nicht ausschließen.

Der Launch-Trailer zeigt nicht zwangsläufig den allerletzten Entwicklungsstand des Spiels.

Zwischen der Aufnahme des Materials und der Veröffentlichung können Änderungen vorgenommen worden sein.

Außerdem ist noch unklar, welche Grafikoptionen GTA 6 auf der normalen PS5 und auf der PS5 Pro tatsächlich bieten wird.

Rockstar hat bislang keine vollständige Übersicht über die verwendeten Upscaling-Verfahren veröffentlicht.

Auch eine spätere technische Aktualisierung wäre denkbar, wurde allerdings nicht angekündigt.

Digital Foundry macht deshalb ausdrücklich deutlich, dass die bisherigen Beobachtungen keine endgültige Aussage über die fertige Version erlauben.

Erst nach der Veröffentlichung werden unabhängige Vergleiche zeigen können, welche Technik Rockstar tatsächlich verwendet.

GTA 6 bleibt technisch eine große Unbekannte

Die aktuelle Diskussion zeigt, wie hoch die Erwartungen inzwischen sind.

Rockstar hat mit den bisherigen Trailern eine enorme Detailfülle präsentiert, beantwortet aber weiterhin nur wenige technische Fragen.

Welche Auflösung erreicht die Standard-PS5?

Welche Vorteile bietet die PS5 Pro?

Und welche Bildverbesserungsverfahren kommen tatsächlich zum Einsatz?

Auf diese Fragen gibt es noch keine vollständigen offiziellen Antworten.

Die neue Digital-Foundry-Analyse liefert zumindest einen interessanten Hinweis: Sonys QSSR-Technik ist im aktuellen Trailer nicht eindeutig nachweisbar und könnte unter bestimmten Bedingungen mehr Rechenleistung beanspruchen, als Rockstar dafür aufwenden möchte.

Das bedeutet nicht automatisch schlechtere Grafik.

Entscheidend ist schließlich die Qualität des fertigen Bildes und nicht allein der Name der eingesetzten Technologie.

GTA 6 soll am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen.

Bis dahin bleibt offen, ob Rockstar mit einer eigenen Lösung arbeitet oder Sonys neue Upscaling-Technologie doch noch eine Rolle spielen wird.

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