NewsStar Wars bekommt möglicherweise ganz andere Spiele und Lucasfilm deutet Überraschungen an

Star Wars bekommt möglicherweise ganz andere Spiele und Lucasfilm deutet Überraschungen an

Lucasfilm könnte bei kommenden Star-Wars-Spielen künftig neue Wege einschlagen. Statt ausschließlich auf große Blockbuster und bekannte Entwicklerstudios zu setzen, will das Unternehmen verstärkt auch kleinere Projekte und ungewöhnliche Partnerschaften prüfen. Lucasfilm-Games-Vizepräsident Douglas Reilly hat in einem aktuellen Interview erklärt, dass bereits verschiedene Ideen mit unterschiedlichen Partnern ausgelotet werden. Einige davon könnten die Fans seiner Einschätzung nach überraschen.

Lucasfilm will bei Star Wars neue Entwickler einbeziehen

Die Aussagen machte Reilly in der Ausgabe von The Game Business Show vom 15. Oktober 2026. Im Gespräch mit Branchenjournalist Christopher Dring und Fuse-Games-Chef Matt Webster ging es um die zukünftige Ausrichtung von Star-Wars-Videospielen.

Dabei machte Reilly deutlich, dass Lucasfilm bei der Auswahl möglicher Entwicklungspartner inzwischen offener vorgehen möchte.

Gute Spielideen müssten nicht zwangsläufig von einem der größten Publisher der Branche kommen. Entscheidend seien überzeugende Konzepte und Entwickler, die bereits bewiesen hätten, dass sie hochwertige Spiele umsetzen können.

Lucasfilm wolle weiterhin hohe Qualitätsstandards einhalten, gleichzeitig aber auch Partner berücksichtigen, die bislang nicht unbedingt mit großen Star-Wars-Produktionen in Verbindung gebracht wurden.

Besonders interessant ist Reillys Andeutung, dass Lucasfilm sowohl größere als auch kleinere Projekte mit verschiedenen Partnern untersucht. Einige dieser Zusammenarbeiten könnten bei ihrer Vorstellung für Überraschungen sorgen.

Konkrete Studios, Spieltitel oder Veröffentlichungstermine nannte der Manager allerdings nicht.

Kleinere Star Wars Spiele werden wichtiger

Hinter den Aussagen steckt möglicherweise eine langfristige Veränderung der bisherigen Strategie.

In den vergangenen Jahren war Star Wars im Videospielbereich besonders mit aufwendigen Produktionen wie Star Wars Jedi: Survivor, Star Wars Outlaws und den Battlefront-Spielen verbunden.

Solche Titel benötigen große Entwicklungsteams, umfangreiche Budgets und häufig mehrere Jahre Produktionszeit.

Lucasfilm möchte diese Spiele keineswegs aufgeben. Reilly betonte ausdrücklich, dass große AAA-Projekte weiterhin ein zentraler Bestandteil der Strategie bleiben sollen.

Daneben sollen jedoch kleinere, stärker fokussierte Produktionen ihren Platz bekommen. Diese könnten andere Spielkonzepte ermöglichen, ohne zwangsläufig dieselben wirtschaftlichen und technischen Anforderungen wie ein riesiges Action-Adventure erfüllen zu müssen.

Welche Genres Lucasfilm dabei konkret im Blick hat, wurde nicht verraten.

Star Wars Galactic Racer zeigt bereits die neue Richtung

Ein Beispiel für diesen Ansatz ist Star Wars: Galactic Racer, das am 6. Oktober 2026 für PS5, Xbox Series X|S und PC erschienen ist.

Entwickelt wurde das Rennspiel von Fuse Games, einem 2023 gegründeten Studio, hinter dem ehemalige Entwickler von Criterion Games stehen.

Statt erneut ein klassisches Lichtschwert-Abenteuer zu entwickeln, konzentriert sich Galactic Racer auf schnelle Rennen im Star-Wars-Universum.

Auch Star Wars: Zero Company zeigt, dass Lucasfilm zunehmend unterschiedliche Genres berücksichtigt. Das Taktikspiel von Bit Reactor setzt auf strategische Gefechte und unterscheidet sich damit deutlich von den großen Action-Produktionen der vergangenen Jahre.

Beide Projekte verdeutlichen, welche Möglichkeiten sich durch eine breitere Auswahl an Studios und Spielkonzepten ergeben können.

Für Lucasfilm bedeutet das allerdings nicht, dass künftig jeder ungewöhnliche Vorschlag automatisch umgesetzt wird. Reilly stellte klar, dass Erfahrung und Qualität bei der Auswahl der Partner weiterhin eine wesentliche Rolle spielen.

Welche Überraschungen könnten auf Star Wars Fans warten?

Gerade die angekündigte Offenheit gegenüber unterschiedlichen Entwicklern eröffnet interessante Möglichkeiten.

Die Star-Wars-Welt bietet ausreichend Material für Rennspiele, Strategie, Rollenspiele, Action-Abenteuer und zahlreiche andere Genres. Nicht jede Idee benötigt dafür eine offene Spielwelt oder ein besonders großes Budget.

Ob Lucasfilm bereits konkrete neue Projekte genehmigt hat, lässt sich aus den aktuellen Aussagen jedoch nicht ableiten. Der Manager sprach ausdrücklich auch von Ideen und Partnerschaften, die gegenwärtig geprüft werden.

Ebenso wenig gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte bekannte Spielereihen zurückkehren sollen. Spekulationen über neue Battlefront-Ableger, Knights of the Old Republic oder andere Klassiker wären deshalb derzeit verfrüht.

Fest steht lediglich, dass Lucasfilm die Auswahl seiner Partner erweitern und Star Wars als Videospielmarke vielseitiger aufstellen möchte.

Wann die ersten bislang unangekündigten Projekte vorgestellt werden könnten, ist offen. Die Aussagen zeigen aber, dass Lucasfilm neben den bekannten Großproduktionen auch mit anderen Spielideen und weniger erwartbaren Studios in die Zukunft gehen will.

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