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Gaming Wochenrückblick KW 38 mit GTA 6 dem PS5 Update und Kojimas Klarstellung

Die Gaming-Woche vom 14. bis 20. September 2026 brachte für PlayStation-Spieler ungewöhnlich viele Themen zusammen. Sony veröffentlichte ein großes PS5-Systemupdate mit einer wichtigen Verbesserung für die PS5 Pro, während ausgerechnet diese Konsole kurz vor GTA 6 bei einigen Händlern zu extremen Preisen angeboten wird. Marvel’s Wolverine legte nach dem Release unterdessen einen bemerkenswert starken Start bei den Spielerbewertungen hin.

Auch GTA 6 blieb durchgehend präsent. Neue Aussagen deuten darauf hin, dass der nächste Online-Modus erst 2027 folgen könnte, während das bisherige GTA Online selbst nach dem Start des neuen Spiels weiter unterstützt werden soll. Am Wochenende meldete sich schließlich Kojima Productions zur Trennung von Sony bei Physint zu Wort und warnte davor, Berichte über Kosten, Termine und wirtschaftliche Probleme vorschnell als gesicherte Tatsachen zu behandeln.

Abseits dieser großen Namen gab es ebenfalls reichlich Gesprächsstoff. Final Fantasy 7 Revelation könnte rund 200 GB Speicher belegen, Alien Isolation 2 wird schon im Oktober öffentlich spielbar und Control Resonant startet mit starken Wertungen in die letzte Woche vor seiner Veröffentlichung.

PS5 Update 14.00 verbessert die PS5 Pro automatisch

Die direkteste PlayStation-Neuigkeit der Woche kam am 16. September. Sony veröffentlichte das PS5 Update 14.00 für die normale PlayStation 5 und die PS5 Pro. Die neue Systemsoftware bringt Änderungen für Sprachchats und den Willkommen Hub, ihre wichtigste Neuerung betrifft jedoch PlayStation Spectral Super Resolution.

Die verbesserte PSSR-Bildqualität ist auf der PS5 Pro nach der Installation automatisch aktiv. Bislang mussten Besitzer selbst in die Einstellungen wechseln, wenn sie die neuere Rekonstruktionstechnik auch in Spielen nutzen wollten, die noch für die ursprüngliche PSSR-Version vorbereitet worden waren. Sony verspricht ein schärferes und klareres Bild, ohne dass Entwickler dafür zwingend einen neuen Patch veröffentlichen müssen.

Das macht Version 14.00 interessanter als eine gewöhnliche Firmware. Die PS5 Pro soll hohe Bildqualität und flüssige Darstellung verbinden. Wie gut das gelingt, hängt zunehmend von der Bildrekonstruktion ab. Wenn Sony ältere Pro-Anpassungen auf Systemebene verbessern kann, wächst der Nutzen der Konsole auch nachträglich. Wie deutlich der Unterschied ausfällt, dürfte vom jeweiligen Spiel abhängen.

Die PS5 Pro wird gleichzeitig zum teuren Problem

Ausgerechnet in derselben Woche zeigte sich die unangenehme Seite der aktuellen PS5-Pro-Situation. Die Konsole ist bei vielen regulären Händlern schwer erhältlich. Drittanbieter verlangen für sofort verfügbare Neuware teilweise zwischen 1.200 und 1.400 Euro. Auf einem Marktplatz tauchte zwischenzeitlich sogar ein Angebot oberhalb von 1.600 Euro auf.

Wichtig ist die Einordnung: Sony hat den Preis nicht erneut angehoben. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt in Europa weiterhin bei 899,99 Euro. Die deutlich höheren Summen entstehen durch fehlende reguläre Bestände und Angebote von Wiederverkäufern. Die wachsende Nachfrage vor GTA 6 dürfte den Markt zusätzlich anheizen.

Wer momentan über einen Kauf nachdenkt, sollte nicht jeden verfügbaren Preis als neuen Normalzustand akzeptieren. Selbst die offizielle UVP ist bereits hoch. Mehrere hundert Euro zusätzlich zu zahlen, nur weil eine Konsole sofort lieferbar ist, verschiebt das Verhältnis zwischen Mehrleistung und Kosten deutlich. Damit stehen zwei gegensätzliche Meldungen nebeneinander: Sony macht die PS5 Pro technisch besser, während es immer schwieriger wird, sie zu einem vernünftigen Preis zu bekommen.

Marvel’s Wolverine überzeugt die ersten Spieler

Nach den gemischteren Kritiken der Vorwoche war der Start von Marvel’s Wolverine besonders spannend. Insomniacs neues PS5-Spiel erschien am 15. September und erhielt kurz danach starke Bewertungen im PlayStation Store. Zum Zeitpunkt unserer Meldung stand der Titel bei 4,84 von 5 Sternen. Mehr als 6.000 Käufer hatten abgestimmt, rund 92 Prozent davon vergaben die Höchstwertung.

Das ist ein auffälliger Gegensatz zu den internationalen Tests. Diese beschrieben Wolverine nicht als schlechtes Spiel, blieben aber zurückhaltender als bei Spider-Man oder Ratchet & Clank: Rift Apart. Gelobt wurden Logan als Hauptfigur, die wuchtigen Kämpfe und die technische Präsentation. Kritik gab es an der linearen Struktur und fehlender spielerischer Abwechslung.

Die frühen Nutzerwertungen sind noch kein endgültiges Urteil. Direkt nach dem Release stimmen häufig besonders engagierte Fans ab, und eine Sternebewertung erklärt nicht, welche Stärken oder Schwächen den Ausschlag geben. Trotzdem zeigt die Reaktion, dass das Spiel bei einem großen Teil seiner tatsächlichen Käufer offenbar den richtigen Ton trifft. Für Sony und Insomniac ist das nach der verhalteneren Testphase eine wichtige Entwicklung.

GTA 6 Online könnte erst 2027 folgen

GTA 6 benötigte auch in dieser Woche keine neue Rockstar-Präsentation, um mehrere Schlagzeilen zu bestimmen. Der wichtigste Hinweis betrifft den Online-Modus. Twitch-Chef Dan Clancy sprach darüber, welche Auswirkungen große Spiele auf die Zuschauerzahlen seiner Plattform haben. GTA 6 werde zunächst für einen starken Anstieg sorgen, einen noch größeren Effekt erwarte er jedoch im folgenden Jahr mit dem Multiplayer.

Da GTA 6 derzeit für den 19. November 2026 vorgesehen ist, würde diese Aussage auf einen Start des Online-Modus im Jahr 2027 hindeuten. Offiziell bestätigt hat Rockstar diesen Zeitraum nicht. Clancys Formulierung ist dennoch bemerkenswert, weil er nach eigener Darstellung mit Rockstar über die Pläne gesprochen hat und Twitch von einem neuen Grand Theft Auto Online unmittelbar betroffen wäre.

Zur gleichen Zeit stellte Take-Two klar, dass das aktuelle GTA Online auch nach GTA 6 weiter unterstützt wird. Das seit mehr als einem Jahrzehnt laufende Spiel wird mit dem Start des Nachfolgers also nicht einfach abgeschaltet. GTA 6 bezeichnete das Unternehmen beim Aktionärstreffen weiterhin ausdrücklich als Singleplayer-Titel.

Zusammen ergibt sich ein plausibles Bild: Rockstar könnte zunächst GTA 6 veröffentlichen, das bisherige GTA Online weiterlaufen lassen und den neuen Multiplayer später nachreichen. Ungeklärt bleibt, ob Fortschritte, Figuren oder gekaufte Inhalte in irgendeiner Form übertragen werden. Gerade für langjährige Spieler wäre diese Frage entscheidend.

Kojima Productions reagiert auf den Bericht über Sony

Eine Geschichte aus dem letzten Wochenrückblick bekam am Sonntag eine wichtige Fortsetzung. Nachdem Sony die Unterstützung des Spionagespiels Physint beendet hatte und Kojima Productions mit Xbox einen neuen Partner fand, nannte ein Bericht mögliche Gründe für die Trennung. Darin war von verpassten Entwicklungszielen, steigenden Kosten und angeblich enttäuschenden Einnahmen der Death-Stranding-Reihe die Rede.

Nun hat Kojima Productions auf den Bericht reagiert. Das Studio weist die Behauptungen nicht einzeln zurück, fordert aber dazu auf, sie mit Skepsis zu betrachten. Keine der entsprechenden Aussagen stamme von einer offiziellen oder öffentlich auftretenden Quelle. Gleichzeitig bezeichnet sich das Unternehmen als gesund und profitabel.

Bestätigt bleibt der grundlegende Ablauf. Sony informierte das Studio im Juni 2026 darüber, die Unterstützung von Physint einzustellen. Kojima Productions suchte anschließend nach einem neuen Partner und wird das Projekt nun gemeinsam mit Xbox fortsetzen. Nicht bestätigt sind dagegen die angeblichen Budgetprobleme, konkrete Verzögerungen oder die wirtschaftliche Bewertung von Death Stranding durch Sony.

Bemerkenswert ist außerdem, dass das Studio seine Beziehung zu PlayStation weiterhin als stark beschreibt. Die Absage eines Prestigeprojekts bedeutet damit offenbar nicht automatisch das Ende der langjährigen Zusammenarbeit. Die Stellungnahme zieht vor allem eine klarere Grenze zwischen bestätigten Ereignissen und Berichten aus anonymen Quellen. Warum Sony ausgestiegen ist und auf welchen Plattformen Physint am Ende erscheint, bleibt weiterhin offen.

Final Fantasy 7 Revelation wird zum Speicher Giganten

Square Enix lieferte eine Nachricht, die für PS5-Besitzer praktische Folgen haben könnte. Director Naoki Hamaguchi rechnet bei Final Fantasy 7 Revelation mit rund 200 GB Installationsgröße. Der Wert ist noch nicht endgültig, stammt aber direkt aus der laufenden Entwicklung und zeigt, welche Dimension der Abschluss der Remake-Trilogie erreicht.

Selbst die physische Fassung soll nicht vollständig auf den mitgelieferten Discs enthalten sein. Käufer werden zusätzliche Daten herunterladen müssen. Damit bleibt die Verpackung zwar ein greifbares Produkt, die vollständige Installation hängt jedoch von einem Download ab. Für Sammler und Spieler mit langsamer Verbindung ist das mehr als eine technische Randnotiz.

Revelation soll die Geschichte der Trilogie abschließen und offenbar noch umfangreicher werden als Rebirth. Mehr Inhalt, detaillierte Welten, hochauflösende Daten und aufwendige Zwischensequenzen erklären einen Teil des Speicherbedarfs. Trotzdem werden 200 GB auf der internen PS5-SSD deutlich spürbar sein. Freier Speicher wird bei modernen Großproduktionen immer häufiger zu einem Teil der Kaufplanung.

The Witcher 4 erklärt seinen Technikwechsel

Bei The Witcher 4 ging es weniger um Speicher und mehr um die Grundlage der Entwicklung. CD Projekt RED nutzt für das Rollenspiel nicht mehr die hauseigene REDengine, sondern die Unreal Engine 5. Viele Beobachter hatten diesen Schritt als direkte Reaktion auf den schwierigen Start von Cyberpunk 2077 verstanden.

Co-CEO Michał Nowakowski widersprach dieser einfachen Erklärung. Entscheidend sei die Technikdemo The Matrix Awakens gewesen, die dem Studio das Potenzial der Unreal Engine 5 gezeigt habe. Die Probleme von Cyberpunk 2077 seien nicht automatisch ein Beweis dafür, dass die REDengine grundsätzlich ungeeignet gewesen sei.

Der Wechsel bleibt eine der wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft des Studios. CD Projekt muss keine eigene Engine mehr parallel zu seinen Spielen weiterentwickeln und kann auf die Unterstützung von Epic Games setzen. Technische Herausforderungen verschwinden damit nicht. Große offene Welten und stabile Konsolenfassungen verlangen weiterhin umfangreiche Anpassungen. Für PlayStation-Spieler zählt am Ende weniger der Name der Engine als der Zustand, in dem The Witcher 4 erscheint.

Alien Isolation 2 und Control Resonant melden sich stark

Eine der erfreulichsten kleineren Meldungen kam von Creative Assembly. Alien Isolation 2 wird im Oktober öffentlich spielbar. Besucher der PAX Australia können den Nachfolger zwischen dem 9. und 11. Oktober in Melbourne ausprobieren. Aus der Ankündigung lässt sich noch kein Veröffentlichungstermin ableiten, wahrscheinlich wird eine begrenzte Messeversion gezeigt.

Trotzdem ist die öffentliche Spielbarkeit ein positives Signal. Seit der Bestätigung des Nachfolgers waren konkrete Informationen rar. Für den neuen Teil wird entscheidend sein, ob Creative Assembly die Unberechenbarkeit des Xenomorphs weiterentwickelt, ohne den bedrückenden Kern des Originals zu verlieren. Die Eindrücke von der Messe könnten erstmals eine belastbare Antwort liefern.

Control Resonant steht dagegen unmittelbar vor der Veröffentlichung. Die ersten internationalen Tests fallen überwiegend positiv aus. Gelobt werden die ungewöhnliche Welt, die Inszenierung, die Besetzung und der Mut, das bekannte Spielprinzip umzubauen. Der stärkere Schwerpunkt auf Nahkampf spaltet allerdings die Meinungen. Einige Tester sehen darin eine gelungene Weiterentwicklung, andere bemängeln Wiederholungen im späteren Verlauf.

Control Resonant erscheint am 24. September für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Die Wertungen liefern damit einen vielversprechenden Start in die kommende Woche, aber auch einen klaren Hinweis darauf, woran sich die Meinungen der Spieler unterscheiden könnten.

Die kommende Woche startet mit Control Resonant

In KW 39 richtet sich der Blick zunächst auf Control Resonant. Remedys Fortsetzung erscheint am 24. September und muss zeigen, wie gut der stärkere Nahkampffokus außerhalb ausgewählter Tests funktioniert. Einen Tag später öffnet Bethesda die native PS5-Version von Fallout 76 auch für frühere PS-Plus-Essential-Nutzer.

Für PlayStation-Spieler bleibt außerdem die Verfügbarkeit der PS5 Pro wichtig. Die neue PSSR-Automatik macht die Konsole technisch attraktiver. Solange reguläre Bestände fehlen und Drittanbieter extreme Preise verlangen, bleibt diese Verbesserung für viele Interessierte jedoch theoretisch.

Gewinner der Woche ist Marvel’s Wolverine

Unser Gewinner der Woche ist Marvel’s Wolverine. Nach den überraschend verhaltenen internationalen Wertungen hätte sich die Veröffentlichung leicht zu einer unangenehmen Diskussion über Sonys großes Herbstspiel entwickeln können. Stattdessen reagierten die ersten Käufer ausgesprochen positiv und gaben Insomniacs Actionspiel im PlayStation Store eine so hohe Durchschnittswertung, dass der Abstand zu den Kritiken sofort auffiel.

Das bedeutet nicht, dass sämtliche Kritikpunkte widerlegt sind. Lineares Design, Wiederholungen und die spielerische Entwicklung lassen sich mit einer Sternezahl weder bestätigen noch entkräften. Entscheidend ist vielmehr, dass Wolverine offenbar eine starke Verbindung zu seiner Zielgruppe aufbaut. Die kompromisslosere Darstellung von Logan, die direkten Kämpfe und die konzentrierte Inszenierung treffen bei vielen Spielern sichtbar einen Nerv.

Wolverine gelang damit der deutlichste Stimmungswechsel der Woche. Aus einem Spiel mit überraschend gemischtem Testbild wurde ein Titel, den seine ersten Käufer mit großer Mehrheit weiterempfehlen. Gleichzeitig machte Sony die PS5 Pro besser, ohne ihre schwierige Verfügbarkeit zu lösen. GTA 6 rückte näher, während sein Online-Modus möglicherweise weiter entfernt ist als gedacht. Und Kojimas Physint ist gerettet, obwohl die Hintergründe des Wechsels von PlayStation zu Xbox nicht vollständig geklärt sind.

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