Geld könnte in GTA 6 wesentlich wichtiger werden als in früheren Teilen der Reihe. Nach neuen Berichten sollen Jason und Lucia an bestimmten Stellen der Handlung sogar keine weiteren Story-Missionen starten können, wenn ihnen das notwendige Kapital fehlt. Spieler müssten sich dann zunächst anderweitig Geld beschaffen. Gleichzeitig soll Rockstar das gesamte System rund um Überfälle in der offenen Welt erheblich ausgebaut haben.
Die neuen Informationen stammen von YouTuber TGG, der GTA 6 im Rahmen eines Termins bei Rockstar Games ausführlicher sehen konnte. Rockstar hat die einzelnen Details bislang nicht in einer eigenen schriftlichen Ankündigung bestätigt. Entsprechend sollten sie bis zu einer offiziellen Bestätigung als Bericht aus einer Gameplay-Präsentation betrachtet werden.
Sollten die Angaben stimmen, verändert Rockstar damit allerdings einen grundlegenden Teil der bekannten GTA-Formel.
Ohne genügend Geld soll die Story teilweise stoppen
In früheren GTA-Spielen spielte Geld zwar eine wichtige Rolle, der normale Fortschritt durch die Hauptgeschichte war aber nur selten direkt davon abhängig.
GTA 6 soll diesen Ansatz offenbar verändern.
Laut TGG gibt es bestimmte Punkte innerhalb der Geschichte, an denen Spieler einen ausreichenden Geldbetrag besitzen müssen, bevor die nächste Mission begonnen werden kann. Warum Jason und Lucia das Geld jeweils benötigen und welche Summen verlangt werden, ist bislang nicht bekannt.
Dadurch würden Nebenaktivitäten erstmals enger mit dem eigentlichen Story-Fortschritt verbunden.
Wer sein Geld bereits ausgegeben hat oder bislang kaum zusätzliche Einnahmequellen genutzt hat, müsste sich möglicherweise zunächst wieder in der offenen Welt umsehen.
Genau hier sollen die deutlich umfangreicheren Raubüberfälle ins Spiel kommen.
Offenbar kann praktisch jedes Geschäft überfallen werden
Nach den Schilderungen aus der Gameplay-Präsentation sollen Überfälle in GTA 6 wesentlich detaillierter funktionieren als noch in GTA 5.
TGG berichtet, dass Geschäfte in der offenen Welt grundsätzlich ausgeraubt werden können. Dabei soll nicht jeder Überfall identisch ablaufen. Die Art des Geschäfts beeinflusst offenbar, welche Möglichkeiten und Gefahren entstehen.
Überwachungskameras können eine Rolle spielen, ebenso wie Geiseln und andere Personen innerhalb eines Geschäfts.
Damit würde Rockstar die relativ einfachen Ladenüberfälle aus GTA 5 erheblich erweitern.
Besonders interessant ist außerdem die Aussage, dass verschiedene im neuen Extended Look gezeigte Raubsequenzen keine fest geskripteten Story-Missionen gewesen sein sollen. Ein Teil davon soll stattdessen direkt aus Aktivitäten innerhalb der offenen Welt stammen.
Sollte das stimmen, könnten Überfälle zu einer der wichtigsten wiederholbaren Beschäftigungen in Leonida werden.
Selbst Banken sollen außerhalb der Story ausgeraubt werden können
Die neuen Berichte sprechen zudem von einem breiteren Spektrum möglicher Ziele.
Neben normalen Geschäften sollen unter anderem größere Beutezüge und Banküberfälle Teil der offenen Welt sein. Dadurch könnten Spieler auf unterschiedliche Weise versuchen, ihre Finanzen aufzubessern.
Das würde gut zum grundsätzlichen Aufbau der Geschichte passen.
Rockstar beschreibt Jason und Lucia als Kriminelle, deren zunächst vermeintlich einfacher Coup schiefgeht und die anschließend in eine Verschwörung geraten, die sich durch den gesamten Bundesstaat Leonida zieht.
Geld verdienen wäre damit nicht mehr nur ein Mittel, um neue Fahrzeuge, Waffen oder Immobilien zu kaufen.
Es könnte unmittelbar Teil des Überlebens und der Geschichte der beiden Hauptfiguren werden.
GTA 6 verbindet Nebenaktivitäten offenbar stärker mit der Hauptgeschichte
Genau darin könnte einer der größeren Unterschiede zu GTA 5 liegen.
In Los Santos konnten Spieler unzählige Nebenaktivitäten verfolgen, ohne dass diese für den Abschluss der Hauptgeschichte zwingend notwendig waren.
GTA 6 scheint die verschiedenen Systeme stärker miteinander verbinden zu wollen.
Wer Geld für den nächsten Story-Schritt benötigt, könnte sich beispielsweise für einen Ladenüberfall entscheiden, an Rennen teilnehmen oder andere Einnahmequellen in der offenen Welt nutzen.
Dass Straßenrennen eine größere Rolle spielen, war bereits im offiziellen Extended Look zu sehen. Die rund 27-minütige Präsentation zeigte zahlreiche Aktivitäten außerhalb klassischer Missionen und wurde vollständig mit Material von der PlayStation 5 aufgenommen.
Rockstar scheint damit stärker darauf zu setzen, dass Spieler die Welt nicht nur freiwillig erkunden, sondern ihre Systeme tatsächlich für den Fortschritt verwenden.
Raubüberfälle könnten wesentlich dynamischer werden
Interessant ist dabei vor allem der mögliche Wiederspielwert.
Wenn Überfälle unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen, Personen und Situationen berücksichtigen, könnten sie stärker auf spontane Entscheidungen reagieren als noch in GTA 5.
Ein Geschäft mit Überwachungskameras könnte beispielsweise anders angegangen werden als ein kleines Ziel ohne große Sicherheitsvorkehrungen.
Wie weit dieses System tatsächlich geht, ist bislang allerdings noch offen.
Auch ist nicht bekannt, ob Geschäfte nach einem Überfall dauerhaft reagieren, Sicherheitsmaßnahmen erhöhen oder wie Polizei und Fahndungssystem mit wiederholten Raubzügen umgehen.
Rockstar hat bereits zahlreiche weitere Systeme von GTA 6 deutlich komplexer gestaltet. Selbst beim Diebstahl von Fahrzeugen soll beispielsweise nicht mehr jedes Auto automatisch auf dieselbe Weise geöffnet werden können. Je nach Fahrzeug werden unterschiedliche Werkzeuge benötigt.
Die Berichte zu den Überfällen würden deshalb grundsätzlich zu Rockstars sichtbar stärkerem Fokus auf Details und Konsequenzen passen.
Noch sind nicht alle Details offiziell bestätigt
Bei den neuen Informationen ist dennoch etwas Vorsicht angebracht.
Der umfangreiche Extended Look selbst ist offizielles Rockstar-Material. Auch Erscheinungstermin, Charaktere und zahlreiche Gameplay-Systeme wurden vom Studio bestätigt.
Die konkrete Aussage, dass Story-Missionen wegen zu wenig Geld blockiert werden können, stammt dagegen aus den Eindrücken eines eingeladenen Content Creators. Gleiches gilt für mehrere Detailangaben zum Umfang der frei verfügbaren Überfälle.
Bis Rockstar diese Funktionen selbst genauer beschreibt oder entsprechendes Gameplay öffentlich zeigt, bleiben deshalb einzelne Fragen offen.
Das grundsätzliche Bild wird allerdings zunehmend klarer: Geld, Kriminalität und die Möglichkeiten der offenen Welt sollen in GTA 6 offenbar deutlich enger miteinander verzahnt sein als bisher.
GTA 6 erscheint am 19. November
Grand Theft Auto 6 soll am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X/S erscheinen.
Rockstar hat in den vergangenen Wochen ungewöhnlich viele neue Informationen veröffentlicht. Der fast 27-minütige Extended Look lieferte den bislang umfassendsten Einblick in Vice City und Leonida und zeigte erstmals zahlreiche Gameplay-Systeme ausführlicher.
Sollte sich nun bestätigen, dass der eigene Kontostand sogar den Fortschritt durch die Story beeinflusst, könnte Geld in GTA 6 eine wesentlich größere spielerische Bedeutung bekommen als nur die nächste Luxuskarre oder neue Waffen zu finanzieren.
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Gut, dass Überfälle variieren und Folgen haben könnten. Man sollte aber auf eine offizielle Bestätigung warten.
Mehr Verbindung zwischen Nebenaktivitäten und Story ist gut. So nutzt man die Welt häufiger für den Fortschritt.
Interessant, dass man verschiedene Geschäfte und Banken ausrauben kann. Hoffe, das bleibt abwechslungsreich.
Wenn Story-Missionen wegen Geld blockiert werden, kann das nerven. Andererseits wirkt die Welt dadurch realistischer.
Klingt sinnvoll, dass Geld wichtiger wird. Dann muss man mehr planen und Nebenjobs machen.