Hogwarts Legacy 2 kommt. Nach dem gewaltigen Erfolg des ersten Teils arbeitet Warner Bros. Games an einem Nachfolger. Wirklich überraschend ist das natürlich nicht. Hogwarts Legacy entwickelte sich zu einem der größten Spieleerfolge der vergangenen Jahre und brachte Millionen Spieler zurück in die Welt von Harry Potter.
Trotzdem hält sich Warner Bros. bislang mit konkreten Informationen auffällig zurück. Einen großen Gameplay-Trailer, einen Release-Termin oder bestätigte Plattformen gibt es noch nicht.
Dafür existieren inzwischen einige offizielle Aussagen, interessante Hinweise und natürlich jede Menge Gerüchte.
Zeit also, einmal aufzuräumen: Was wissen wir wirklich über Hogwarts Legacy 2? Was sind bislang nur Gerüchte? Und was müsste der Nachfolger unserer Meinung nach besser machen?
Hogwarts Legacy 2 befindet sich offiziell in Entwicklung
Fangen wir mit dem wichtigsten Punkt an: Der Nachfolger von Hogwarts Legacy ist keine reine Spekulation mehr.

Damit ist zumindest die wichtigste Frage beantwortet.
Hogwarts Legacy 2 kommt.
Was Warner Bros. dagegen bislang nicht präsentiert hat, ist die klassische große Enthüllung mit Trailer, Gameplay, Release-Termin und Plattformen. Entsprechend früh scheint es weiterhin zu sein, zumindest was die öffentliche Kommunikation rund um das Projekt betrifft.
Warum Hogwarts Legacy 2 praktisch unvermeidbar war
Dass Warner Bros. unbedingt einen Nachfolger möchte, dürfte niemanden überraschen.
Hogwarts Legacy erschien ursprünglich im Februar 2023 und wurde zu einem enormen Erfolg. Bereits bis Ende 2024 wurden nach offiziellen Angaben mehr als 30 Millionen Exemplare verkauft.
Das ist besonders bemerkenswert, weil Hogwarts Legacy ohne Harry, Ron oder Hermine als Hauptfiguren auskommt. Stattdessen erzählt Avalanche Software eine eigene Geschichte im 19. Jahrhundert.
Das Konzept funktionierte trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb.

Ein zweiter Teil hat deshalb eine ziemlich komfortable Ausgangslage.
Verbindung zur neuen Harry-Potter-Serie ist bestätigt
Einer der interessantesten offiziellen Hinweise betrifft die kommende Harry-Potter-Serie.
Warner Bros. hat bestätigt, dass die Verantwortlichen hinter Hogwarts Legacy 2 einige übergeordnete Story-Elemente mit der neuen Harry-Potter-Serie abstimmen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Hogwarts Legacy 2 einfach die Handlung der Serie nacherzählt.
Das wäre schon aufgrund der unterschiedlichen Zeitperioden schwierig. Hogwarts Legacy spielt rund 100 Jahre vor den bekannten Ereignissen rund um Harry Potter.
Viel wahrscheinlicher ist deshalb, dass Warner Bros. versucht, den gesamten Wizarding-World-Kosmos stärker miteinander zu verbinden.
Orte, historische Ereignisse, Familien, Gegenstände oder andere Elemente könnten beispielsweise sowohl im Spiel als auch in der Serie eine Rolle spielen.
Wie stark diese Verbindung tatsächlich ausfallen wird, wissen wir derzeit noch nicht.
Wann könnte Hogwarts Legacy 2 erscheinen?
Hier beginnt bereits der Bereich der Spekulation.
Einen offiziellen Release-Termin gibt es derzeit nicht.
Und wir würden auch nicht unbedingt mit einem kurzfristigen Release rechnen.
Ein Spiel in der Größenordnung von Hogwarts Legacy benötigt mehrere Jahre Entwicklungszeit. Gerade wenn Avalanche Software die Open World deutlich erweitert und technisch einen größeren Schritt machen möchte, dürfte Warner Bros. dem Projekt entsprechend Zeit geben.
Ein Release 2027 oder 2028 erscheint aus heutiger Sicht durchaus denkbar. Das ist allerdings ausdrücklich unsere Einschätzung und kein bestätigter Zeitraum.
Interessant wird dabei auch die Frage nach der nächsten PlayStation-Generation.
Sollte Hogwarts Legacy 2 tatsächlich erst relativ spät erscheinen, könnte das Spiel genau in eine mögliche Übergangsphase zwischen PS5 und PS6 fallen.
PS5, PS6, Xbox und PC – welche Plattformen sind realistisch?
Auch die Plattformen wurden bislang nicht offiziell bekannt gegeben.
PC und Xbox dürften kaum überraschen. Für PlayStation-Spieler wird dagegen besonders interessant, ob Hogwarts Legacy 2 noch vollständig für die PS5 entwickelt wird oder bereits die nächste Konsolengeneration berücksichtigt.
Hogwarts Legacy erschien ursprünglich für PS5, Xbox Series X/S und PC und wurde später auch auf PS4, Xbox One sowie Nintendo Switch umgesetzt. 2025 folgte außerdem eine technisch überarbeitete Version für Nintendo Switch 2.
Beim Nachfolger könnte Warner Bros. auf die alten Konsolen PS4 und Xbox One verzichten. Gerade bei einer größeren und komplexeren Open World würden die mittlerweile betagten Systeme die Entwicklung deutlich einschränken.

Ob zusätzlich bereits eine PS6-Version geplant wird, hängt letztlich davon ab, wann Hogwarts Legacy 2 tatsächlich erscheint.
Bleiben wir derselbe Schüler?
Eine der spannendsten offenen Fragen betrifft die Geschichte.
Hogwarts Legacy lässt durchaus Raum für eine Fortsetzung mit unserem bisherigen Charakter. Wir beginnen das erste Abenteuer ungewöhnlicherweise erst im fünften Schuljahr.
Damit gäbe es eine ziemlich offensichtliche Möglichkeit:
Hogwarts Legacy 2 könnte im sechsten Schuljahr weitermachen.
Spielstände oder zumindest bestimmte Entscheidungen aus dem ersten Teil könnten theoretisch übernommen werden. Vergleichbare Systeme kennen wir aus anderen Rollenspielen seit Jahren.
Bestätigt ist davon allerdings nichts.
Avalanche könnte genauso gut einen Zeitsprung durchführen oder einen komplett neuen Schüler in den Mittelpunkt stellen.
Könnte Dumbledore auftauchen?
Hier wird es besonders interessant.
Albus Dumbledore wurde 1881 geboren und begann 1892 seine Ausbildung in Hogwarts.
Hogwarts Legacy spielt in den 1890er-Jahren.
Je nachdem, wann genau die Handlung des Nachfolgers angesiedelt wird, könnte ein junger Dumbledore deshalb tatsächlich als Schüler in Hogwarts auftauchen.
Das ist bislang nicht bestätigt.
Aus erzählerischer Sicht wäre es aber eine ausgesprochen attraktive Möglichkeit. Avalanche könnte damit eine bekannte Figur einbauen, ohne plötzlich Harry Potter und die Ereignisse der Bücher in die Geschichte hineinzuzwingen.
Ein junger Dumbledore als Nebenfigur wäre für uns jedenfalls deutlich interessanter als eine komplette Neuausrichtung auf die bekannte Harry-Potter-Handlung.
Wie groß wird die Open World?
Hogwarts selbst dürfte selbstverständlich wieder eine zentrale Rolle spielen.
Beim ersten Teil war das Schloss für viele Spieler sogar der eigentliche Star des Spiels. Die Detailverliebtheit, versteckten Räume, beweglichen Treppen, Gemälde und kleinen Geheimnisse sorgten dafür, dass man sich teilweise einfach ohne konkretes Ziel durch Hogwarts bewegen wollte.
Außerhalb des Schlosses war das Bild dagegen etwas gemischter.
Die Welt war groß, bot aber teilweise sehr ähnliche Aktivitäten. Merlin-Prüfungen, Lager und andere wiederkehrende Aufgaben sorgten irgendwann dafür, dass sich die riesige Karte weniger abwechslungsreich anfühlte.
Genau hier sehen wir eine der größten Chancen für Hogwarts Legacy 2.
Wir brauchen nicht unbedingt eine noch größere Welt.
Wir brauchen eine lebendigere Welt.
Mehr Hogwarts statt noch größerer Karte
Für den zweiten Teil würden wir uns deshalb wünschen, dass Avalanche einen größeren Teil der Entwicklungszeit tatsächlich in Hogwarts investiert.

Mehr Unterricht. Mehr Interaktionen mit Schülern. Mehr Geheimnisse. Mehr unterschiedliche Ereignisse während des Schuljahres.
Im ersten Spiel war man offiziell Schüler – irgendwann fühlte man sich allerdings eher wie ein ausgewachsener Auror, der nebenbei gelegentlich im Unterricht vorbeischaut.
Das sollte sich ändern.
Warum beispielsweise nicht unterschiedliche Stundenpläne anbieten?
Oder Hauspunkte?
Prüfungen?
Mehr Gespräche mit Mitschülern?
Vielleicht sogar Konsequenzen, wenn wir nachts durch Bereiche laufen, in denen Schüler eigentlich nichts verloren haben?
Solche kleinen Systeme könnten wesentlich mehr zur Atmosphäre beitragen als weitere 50 Merlin-Prüfungen auf einer noch größeren Karte.
Entscheidungen sollten endlich Konsequenzen haben
Auch beim Rollenspielsystem gibt es enormes Verbesserungspotenzial.
Hogwarts Legacy gibt Spielern teilweise die Möglichkeit, ziemlich mächtige dunkle Zauber einzusetzen.
Wirkliche Konsequenzen entstehen daraus allerdings kaum.
Gerade hier könnte Hogwarts Legacy 2 deutlich mutiger werden.
Wer sich intensiv mit den dunklen Künsten beschäftigt, sollte vielleicht anders von Mitschülern und Lehrern behandelt werden. Bestimmte Entscheidungen könnten Freundschaften verändern oder sogar komplette Questlinien beeinflussen.
Ein richtiges Moral- oder Rufsystem würde hervorragend in diese Welt passen.
Wer einen unverzeihlichen Fluch mitten vor mehreren Schülern verwendet, sollte unserer Meinung nach zumindest ein kleines bisschen mehr Gegenwind bekommen.
Kommt endlich Quidditch?
Das dürfte auf vielen Wunschlisten ziemlich weit oben stehen.
Im ersten Hogwarts Legacy konnte Quidditch nicht gespielt werden. Im Spiel wurde dies sogar innerhalb der Geschichte erklärt.
Später veröffentlichte Warner Bros. mit Harry Potter: Quidditch Champions ein eigenes Spiel rund um den Zaubersport.
Für Hogwarts Legacy 2 wäre ein richtig integriertes Quidditch-System trotzdem eine logische Erweiterung.
Man könnte für sein Haus antreten, trainieren und während des Schuljahres an einem eigenen Wettbewerb teilnehmen.
Bislang gibt es jedoch keine Bestätigung, dass Quidditch Bestandteil des Nachfolgers sein wird.
Multiplayer und Koop – interessantes Gerücht, aber keine Bestätigung
Ein weiterer Punkt sorgt regelmäßig für Diskussionen: Multiplayer.
Avalanche Software beziehungsweise Warner Bros. suchte in der Vergangenheit Mitarbeiter für Projekte mit Online- und Multiplayer-Erfahrung. Entsprechende Stellenanzeigen sorgten schnell für Spekulationen, dass Hogwarts Legacy 2 einen Online-Modus bekommen könnte.
Hier ist allerdings Vorsicht angebracht.
Aus einer Stellenanzeige für ein Online-RPG lässt sich nicht automatisch ableiten, dass damit Hogwarts Legacy 2 gemeint ist.
Avalanche kann parallel an mehreren Projekten oder Prototypen arbeiten.
Ein Koop-Modus würde grundsätzlich interessant klingen. Gemeinsam mit einem Freund Hogwarts zu erkunden oder bestimmte Missionen zu spielen, könnte hervorragend funktionieren.
Ein Hogwarts Legacy 2, das plötzlich komplett auf Live-Service, Battle Pass und dauerhafte Online-Systeme setzt, würden wir dagegen deutlich kritischer sehen.
Der große Erfolg des ersten Spiels basierte schließlich gerade auf einem klassischen Einzelspieler-Abenteuer.
Die geplante Erweiterung für Teil 1 wurde offenbar gestrichen
Interessant für die Entwicklung des Nachfolgers ist außerdem, was mit Hogwarts Legacy selbst passiert ist.
2025 berichtete Bloomberg, dass Warner Bros. eine geplante Erweiterung sowie eine sogenannte Definitive Edition von Hogwarts Legacy gestrichen habe.
Die Erweiterung sollte dem Bericht zufolge neue Story-Inhalte enthalten.
Warner Bros. hatte diese Inhalte zuvor allerdings nie offiziell angekündigt.
Warum ist das für Hogwarts Legacy 2 interessant?
Weil es zumindest denkbar ist, dass Ressourcen stärker auf zukünftige Projekte konzentriert wurden. Ob Inhalte der gestrichenen Erweiterung irgendwann in Hogwarts Legacy 2 wieder auftauchen, wissen wir allerdings nicht.
Welche Orte könnten neu hinzukommen?
Hier bewegen wir uns wieder komplett im Wunschbereich.
Hogwarts, Hogsmeade und der Verbotene Wald dürften kaum verschwinden.
Aber für einen richtigen Nachfolger wären zusätzliche bekannte Orte interessant.
Die Winkelgasse wäre beispielsweise perfekt geeignet. Auch das Zaubereiministerium könnte endlich umfangreicher dargestellt werden.
Und dann wäre da natürlich noch Askaban.
Im ersten Hogwarts Legacy können Spieler aus Hufflepuff während einer speziellen Quest einen kurzen Blick auf Askaban werfen. Daraus könnte Avalanche im Nachfolger deutlich mehr machen.
Vielleicht führt eine größere Quest tatsächlich in das berüchtigte Gefängnis.
Mehr Unterschiede zwischen den Häusern
Auch die Wahl des Hauses sollte unserer Meinung nach wichtiger werden.
Gryffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff besitzen zwar unterschiedliche Gemeinschaftsräume und einzelne Unterschiede bei Quests, spielerisch verändert die Wahl aber vergleichsweise wenig.
Hogwarts Legacy 2 könnte hier deutlich weitergehen.
Unterschiedliche Nebenquests, Beziehungen, Lehrerreaktionen oder sogar bestimmte Fähigkeiten könnten dafür sorgen, dass ein zweiter Durchgang tatsächlich anders verläuft.
Das würde gleichzeitig den Wiederspielwert massiv erhöhen.
Was Hogwarts Legacy 2 unserer Meinung nach nicht braucht
Noch größer.
Noch mehr Symbole auf der Karte.
Noch mehr Sammelgegenstände.
Noch mehr identische Nebenaktivitäten.
Hogwarts Legacy hatte bereits eine riesige Spielwelt. Genau deshalb sollte Avalanche beim zweiten Teil unserer Meinung nach nicht einfach die bekannte Ubisoft-Formel anwenden und die Karte verdoppeln.
Der Nachfolger braucht vor allem mehr Tiefe.
Wenn Hogwarts lebendiger wird, Entscheidungen tatsächlich Folgen besitzen, Mitschüler auf uns reagieren und das eigene Haus eine größere Bedeutung bekommt, wäre damit wesentlich mehr gewonnen.
Unsere Wunschliste für Hogwarts Legacy 2
Wenn wir uns einige Funktionen aussuchen dürften, wären diese ziemlich weit oben:
- Mehr Unterricht und echtes Schülerleben
- Ein richtiges Hauspunkte-System
- Konsequenzen für Entscheidungen und dunkle Magie
- Quidditch als vollständige Nebenaktivität
- Mehr Unterschiede zwischen Gryffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff
- Ein umfangreicheres Begleiter- und Beziehungssystem
- Lebendigere NPCs mit Tagesabläufen
- Mehr Geheimnisse innerhalb von Hogwarts
- Neue Orte wie Winkelgasse und Zaubereiministerium
- Weniger repetitive Open-World-Aufgaben
- Ein deutlich stärkeres Rollenspielsystem
- Optionaler Koop, sofern der Einzelspieler darunter nicht leidet
Hogwarts Legacy 2 hat enormes Potenzial
Avalanche Software steht vor einer interessanten Aufgabe.
Das Grundgerüst ist bereits vorhanden. Hogwarts Legacy hat gezeigt, dass eine riesige Zielgruppe ein großes Open-World-Rollenspiel im Harry-Potter-Universum möchte.
Jetzt muss der Nachfolger nicht alles neu erfinden.
Er muss vor allem die richtigen Dinge verbessern.
Hogwarts sollte sich stärker wie eine echte Schule anfühlen. Entscheidungen sollten Konsequenzen besitzen. Die Häuser könnten wesentlich wichtiger werden und die Welt müsste weniger nach klassischer Open-World-Checkliste funktionieren.
Wenn Avalanche genau dort ansetzt, könnte Hogwarts Legacy 2 erheblich besser werden als sein ohnehin schon erfolgreicher Vorgänger.
Bis dahin müssen wir allerdings noch Geduld haben. Release-Termin, Plattformen, Gameplay, Story und zahlreiche weitere Details sind weiterhin nicht offiziell bekannt.
Eines steht aber fest: Warner Bros. betrachtet Hogwarts Legacy längst nicht als einmaliges Experiment. Der Nachfolger befindet sich in Arbeit – und nach dem Erfolg des ersten Spiels dürften die Erwartungen gewaltig sein.
Was wünscht ihr euch am meisten für Hogwarts Legacy 2? Mehr echtes Schülerleben, Quidditch, ein stärkeres Entscheidungssystem oder vielleicht sogar einen Koop-Modus?






