Pacer – Ein schweres Erbe (Review)

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PlayStation-Fans sollte der Name WipEout nicht unbekannt sein. Denn dieser futuristische Funracer war eine der großen Marken für Sony´s erste Konsole.

Nun erscheint Pacer und hat sich nichts geringeres zum Ziel gesetzt, WipEout zu beerben. Ob dieses Vorhaben gelingt, soll unserer Review zeigen.

 

Rein in die Action

Pacer hält uns nicht lange auf und wirft uns direkt in die Action. Wenn wir möchten, können wir ein Tutorial durchlaufen, dass uns die Grundlagen des Spiels erklärt. Leider stoßen wir aber schon hier auf die erste Hürde. Denn wenn wir den Anweisungen nicht genau folgen, können wir die jeweilige Lektion nicht abschließen. Das ist zwar kein Gamebreaker, aber kann etwas nervig sein und das schon am Anfang. Naja weiter zum Rennen. Das Tutorial selbst setzt voll und ganz auf learning by doing. Wir fahren also gleich ein Rennen und bekommen kleine Textboxen angezeigt, wie die Steuerung funktioniert. Da Pacer eine recht schnelle Spielgeschwindigkeit hat, ist das erst mal gewöhnungsbedürftig aber machbar. Hochkomplex ist die Steuerung jedoch auch nicht. Hier gilt leicht zu lernen, schwer zu Meistern. Mit der X-Taste geben wir Gas und mit Viereck aktivieren wir den Boost. Die Schultertasten werden zum einen für die Waffen ( R1 und L1) und zum anderen zum fahren engerer Kurven (R2 und L2) genutzt. Mehr braucht es nicht. Trotzdem benötigt es etwas Übung, um bei den rasanten Rennen nicht ständig in der Bande zu hängen. Die Story, wenn man es so nennen will, dreht sich um rivalisierende Rennteams, die den Weltmeister-Titel anstreben. Erzählt wird diese durch sterile Texte vor jedem Rennen. Hier bleibt Pacer recht klassisch. Grundsätzlich sind die Menüs recht schmucklos geworden, so dass man sich gar nicht so lange im Menü aufhalten möchte. Der Fokus liegt bei Pacer viel mehr auf dem Gameplay.

Taktische Rennen

Die Rennen selbst sind schnell und effektreich. Leider gilt das eher nicht für die optische Gestaltung der Strecken selbst. Denn diese sind vor allem grau und braun mit kleinen Neon-Akzenten. Bei Tag-Rennen fällt das eher weniger auf und kann nur in Nacht-Rennen voll zur Geltung kommen. Außerdem ist die Streckenführung bei manchen Kursen nicht immer eindeutig. Im direkten Vergleich zu WipEout fällt Pacer hier deutlich ab. Bei den Spielmodi trumpft Pacer jedoch auf. Denn neben normalen Rundrennen, gibt es etwa auch Zeitrennen, Zerstörungsrennen und sogar eine Art Battle Royale-Modus, in dem wir geschickt in einer schützenden Kuppel fahren müssen und dabei unsere Kontrahenten in den tödlichen Sturm drängen. Diese Abwechslung tut sehr gut und lässt wenig Langeweile aufkommen. Außerdem kommt hier noch eine taktische Komponente ins Spiel. Denn unsere Gleiter lassen sich individuell anpassen. Neben optischen Anpassungen wie Farbe oder Spoiler, lassen sich auch die Leistung und die Bewaffnung verändern. So können wir entscheiden ob unser Fahrzeug eher schnell sein soll oder mehr Beschuss aushält. Gleiches gilt für die Waffen, die gibt es nämlich für kurze und lange Distanz, sowie Verteidigungsmaßnahmen. Alles hat dabei Vor- und Nachteile. Wichtig ist außerdem die jeweiligen Waffen und Extras im Anpassungsmenü zu studieren, um die Wirkung zu erfahren. Denn im Rennen selbst ist es etwas schwierig zu erkennen was den die jeweilige Ausrüstung macht, wenn es keine Rakete oder Gauss-Kanone ist. Leider fehlt es allen Waffen und Extras an Impact und Wuchtigkeit. So fühlt sich der Beschuss eher nach Platzpatronen an und auch das Feedback bei eigenen Treffern hätte deutlicher ausfallen können. Das nimmt einiges an Immersion.

Schlichte Präsentation

Die Umgebungen der Strecken sind zwar grundsätzlich schick gestaltet und auch die Fahrzeuge können sich sehen lassen, jedoch wird Pacer kein Schönheitspreis gewinnen. Im Vergleich zum letzten WipEout für die PlayStation 4, stickt Pacer in punkto Grafik nicht wirklich heraus. Aber nicht nur grafisch muss sich Pacer geschlagen geben, sondern auch musikalisch. Denn die elektronischen Tracks passen zwar gut zum Setting, klingen aber einfach zu lasch. Der Bass muss hämmer und das tut er hier bei vielen Tracks nicht. Auch die Geräusche bei Crashs und Explosionen haben zu wenig Volumen, was schade ist. Die Steuerung ist aber sehr gut und direkt gelungen. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht veränderbar und Anfangs aber auch eher kein Problem. Zumindest wenn man sich an die Grundlagen der Steuerung gewöhnt hat, wird man keine großen Probleme haben auf dem Treppchen zu landen. Jedoch hat man während der Rennen oft Gegner bei sich, so dass sich die Rennen nicht zu belanglos anfühlen. Wer lieber gegen menschliche Gegner fährt, kann das aber auch im Online-Modus tun.

Fazit

Es ist unübersehbar, welche Zielgruppe Pacer abholen will. Aber hier liegt auch das Problem. Denn WipEout-Fans der ersten Stunden könnten hier einige Dinge missfallen. Die Stecken sind zwar abwechslungsreich, jedoch von der Gestaltung zu trist geraten. Das Geschwindigkeitsgefühl ist gut gelungen aber die soundliche Abmischung bei Crashes und Explosionen ist einfach zu dünn und hat zu wenig Impact. Der größte Kritikpunkt ist hier jedoch die Musikuntermalung. Denn den Tracks in Pacer fehlt es einfach an Volumen und punchiger Bassdrum. Jedoch kann die taktische Komponente der Fahrzeugindividualisierung und die abwechslungsreichen Modi über einiges hinwegsehen lassen. Wer die WipEout-Reihe nicht kennt darf gerne einen Blick riskieren, Kenner bekommen hier wohl aber neues Futter mit Beigeschmack. Spaß machen die rasanten Rennen aber allemal.

PACER | LAUNCH TRAILER | PS4, XBOX ONE, STEAM
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7.4

Umfang

7.5/10

Atmosphäre

7.5/10

Gameplay

8.0/10

Sound

6.5/10

Grafik

7.5/10

Positiv

  • Gutes Geschwindigkeitsgefühl
  • Direkte Steuerung
  • Abwechslungsreiche Modi

Negativ

  • Sounds ohne Impact
  • Musiktracks fehlt der Punch
  • Triste Strecken

 

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1 thought on “Pacer – Ein schweres Erbe (Review)

  1. Das Spiel verdient eine wesentlich geringere Wertung da der Schwierigkeitsgrad absolut unausgewogen ist u die Panzerung ein Witz .Man gewinnt in der Karriere ein Rennen problemlos nach dem anderen,um urplötzlich komplett festzuhängen und zwar immer weil das Schiff kaputt geht.Ab f1000 kommt es vor dass man nach Runde1 führt aber kein Schild mehr hat obwohl man top gefahren ist .Aktuell bin ich auf einer Strecke nur 0.044sek ausserhalb der weltweiten top10,komme aber im Karriere modus nicht weiter ,weil ich sofort zusammengeschossen werde bzw mein Schiff an den Banden zerstört wird . ist alles nur noch Glück.
    Neben der zu schwachen Panzerung sind viele Strecken unbrauchbar auf Elite,da hier einer doppel bremse wie bei wipeout fehlt um das Schiff zu versetzen.
    Hinzu kommt noch die farblose ,unscharfe Grafik,die es sehr schwer macht kurven bei hohem Tempo präzise anzufahren.
    Die lasche mucke u sound sind eher irrellevant,weil man bei hohem tempo eh nichts mitbekommt.
    Zu Beginn ist das Spiel noch gut u ist das einzige Spiel das wipeout gerecht wird ,wird aber für 98% ab f1000 unspielbar,da streckendesign(hauptsache spektakulär u Korkenzieher,pfeiff pfeiff auf Spielbarkeit)steuerung u tempo bei über der Hälfte der strecken ab Elite nicht mehr zusammen passen.Wer bei Wipeout 2048 problemlos durchkam,wird sich hier wie ein Anfänger vorkommen.

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