Maneater im Test – Häppchenweise Biss

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Der Hai! Tödliche Bestie und Menschenfresser? Zumindest ist so die häufige Meinung über dieses missverstandene Geschöpf der Meere. Wie alle anderen Lebensformen kämpft auch er nur ums Überleben, auch wenn er nur aus Rache überlebt. Lest nun in den folgenden Zeilen einen Bericht aus Maneater und dem Kampf eines einsamen Haies.

Jungtier

Scaly Pete. Haijäger. Durch seinen Vater kam er zur Jagt der Killerfische. Nun zeigt er seinem Sohn die Arbeit auf hoher See. Dieser macht gerade ein Studium in Meeresbiologie. In unserer TV-Show Maneater wollen wir einen genaueren Blick auf die gefährlichen Kreaturen der Meere werfen. Haie! In einem nervenaufreibenden Kampf gegen ein Muttertier hat Pete eine Hand verloren. Doof nur, dass dieses Weibchen kurz vor der Entbindung stand. Von Pete lebend aus dem Bauch geschnitten und durch sein Messer gezeichnet, konnte sich das Jungtier dem Griff des Jägers entreißen. Nun wurde der Jäger zum gejagten und der Hai möchte nur seine Mutter rächen. Die Gespräche mit Pete sind sehr unterhaltsam und kurzweilig. Große Geschichten darf man jedoch nicht erwarten. Das Jungtier selbst können wir in freier Wildbahn beobachten. Seine Aktionen und einige Situationen werden von uns mit witzig Sprüchen kommentiert. Wirklich ernst wird es bei Maneater aber nie. Uns geht es hier vorrangig um den Spaß. So möchten wir ein kurzweiliges Abenteuer erschaffen. Wer am Ende die Oberhand gewinnt müsst ihr jedoch selbst erleben. Es wird auf jeden Fall unterhaltsam.

Teenager

Um eine Chance gegen größere und stärkere Prädatoren zu haben, muss der Hai erst einmal wachsen und verschiedene Stadien durchlaufen. Und wie schafft er das am schnellsten? Genau mit Fressen. Denn wie heißt es so schön: „Du bist was du Isst“ oder so ähnlich. Der Hai macht sich also auf den Weg und frisst kleine und größere Beutetiere ohne Gegenwehr oder stellt sich anderen Raubtieren wie Alligatoren oder anderen Haiarten. Neben Erfahrung erhält unser Jungtier auch Nährstoffe, mit denen er seine Attribute aufwerten kann. Denn durch das Töten spezieller Ziele werden Mutationen freigeschaltet, die der Hai für seinen Vorteil nutzen kann. So kann er etwa durch ein bio-elektrisches Gebiss Impulse abgeben um Gegner zu lähmen oder er verpasst seinen Schuppen ein Knochenschild um mehr Schaden aushalten zu können. Das könnte man mit der Ausrüstung in einem Rollenspiel vergleichen die durch die Nährstoffe dann verbessert werden kann. Außerdem wächst der Hai ab einer bestimmten Erfahrungsstufe und wird immer größer. Da die Mutationen nicht nur optische Änderungen mitbringen, sondern auch merklich den Kampf erleichtern, motiviert es ungemein den Hai weiter zu verfolgen und bei seiner Evolution zu beobachten.

Ausgewachsen

Im Laufe des Wachstumsprozesses durchstreift unser Tier eine mehr oder weniger offene Welt, aus verschiedenen, zusammenhängenden Gebieten. Jedes Gebiet hat dabei seine eigene Umgebungs- und Lichtstimmung. So ist der Sumpf etwa sehr trüb und die Kanäle des Luxusviertels glasklar. Da unser Tier ein Bullenhai ist, kann er sowohl in Süß-, als auch in Salzwasser überleben. Neben Hauptaufgaben, können wir den Hai auch bei einigen Nebenaufgaben, sowie beim abklappern von Sammelgegenständen beobachten. Dabei läuft alles jedoch nur auf eine Sache hinaus. Fressen! Was den sonst? Wir schauen ja einem Hai in seinem Lebensraum zu und das beste was er kann ist eben fressen. Trotzdem kann das mit der Zeit etwas eintönig werden. Denn außer friss so und so viel Fische und so und so viel Menschen ändert sich nicht viel. Daneben kann sich das Tier zwar noch menschlichen Jägern auf Booten stellen und Spitzenprädatoren unter Wasser. Das wiederholt sich dann in jedem Gebiet. In kleinen Häppchen ist die Fressorgie jedoch sehr unterhaltsam und man hat seinen Spaß. Jedoch gehört die Abwechslung zu einem der größten Schwachpunkte im Leben eines Hais. Aber wer kennt es nicht? Aus Langeweile essen tun doch viele oder?

Älteres Tier

Auch wenn unser Tier mit Narben übersät ist, ist er trotzdem recht schickt anzusehen und eine imposante Erscheinung wenn er älter ist. Selbes gilt für die Unterwasserwelt, auch wenn die dort schwimmenden Gegenstände sich nicht bewegen wenn wir an ihnen vorbei schwimmen und recht wenig Details besitzen. Das kratzt dann etwas an der Atmosphäre. Außerdem darf der Hai kleine Ausflüge an Land machen, um sich etwa ein Happen vom Strand zu genehmigen. Dabei hat sich unser Hai aber im großen und ganzen gut unter Kontrolle und schwimmt geschmeidig durchs Wasser. Mit Sprüngen tut er sich jedoch etwas schwer und auch das anvisieren von Gegnerischen Räubern ist etwas hakelig. Unsere Kamera hat in diesen Situationen seine Schwierigkeiten und muss öfter nachjustiert werden. Das ist Anfangs gewöhnungsbedürftig und kann nerven. Mit etwas Übung und Erfahrung kann man das zwar etwas ausgleichen aber eine feste Zielerfassung hätte unserem Hai gut getan. Wirklich schwer hat es der Hai jedoch nie wirklich wenn man den Dreh dann raus hat. An der Wasseroberfläche schwimmen ist natürlich auch möglich, wobei das Bild leider aber öfter mal ruckelt. Unsere Kommentare sind natürlich auch auf deutscher Sprache erhältlich und sind passend zur Szenerie vertont. Hin und wieder wiederholen sich Kommentare, dass fällt aber kaum auf. Außerdem bieten wir einen übermäßigen Einsatz von Blut. Der jedoch sehr gut zu unserem Comic-Stil passt.

Fazit

Maneater versprüht mit seiner Thematik einen ganz eigenen Charme. Auch wenn es keineswegs ein perfektes Spiel ist, macht es riesigen Spaß mit dem Hai die Gewässer unsicher zu machen. Obwohl das wohl nur in kleinen Häppchen wirklich passiert. Denn die Missionsstruktur ändert sich kaum und wird schnell sehr repetitiv. Denn außer friss 10 Fische hier und 12 Menschen da wird nicht wirklich mehr geboten. Getreu dem Motto Eat, Grow, Evolve, Repeat. Motivieren tut hier jedoch das aufleveln des Hais um auf die nächste Evolutionsstufe zu gelangen. Denn jedes Level macht einen merkbaren unterschied im Kampf gegen tierische und menschliche Jäger. Leider ist der Kampf etwas hakelig geworden, was vor allem das anvisieren von Gegnern anbelangt. Hier kämpft man oft eher gegen die Kamera als die gegnerischen Fische. Optisch ist Maneater wirklich OK und gerade der eigene Hai ist schick anzuschauen. Die Umwelt dagegen hat eher wenig Details aber dafür sind die Gebiete sehr unterschiedlich und schön gestaltet. Für wen ist Maneater jetzt was? Naja für alle die, die etwas neues erleben wollen und denen gleichförmige Aufgaben nichts ausmachen. Denn für eine kurzweilige, trashige Unterhaltung ist Maneater auf jeden Fall geeignet. Außerdem nimmt sich das Action-Adventure nie ernst, was dem ganzen wirklich gut tut.

 

 

 

7.1

Steuerung

7.0/10

Grafik

7.4/10

Umfang

7.0/10

Sound

7.2/10

Atmosphäre

7.0/10

Positiv

  • Motivierendes Aufleveln
  • Spaßiges fressen
  • Hai schön gestaltet

Negativ

  • Wenig Abwechslung
  • Hakelige Kämpfe
  • Umgebung mit wenig Details
  • Zeitweise Ruckler

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