Gigantosaurus: Das Spiel – Couch-Koop für die Kleinen

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3D Jump and Run´s sind oft bunt und haben eine knuddelige Optik. Außerdem ist in den Welten haufenweise sammelbares versteckt. So auch in Gigantosaurus: Das Spiel zur Kinder TV-Serie von Disney Junior. Ob Gigantosaurus: Das Spiel mit anderen Genrevertretern mithalten kann und Spaß macht, wollen wir in unserer Review klären.

In einem Land vor unserer Zeit

Alles beginnt mit einem Meteoriten. Halt! War das nicht das Ende der Dinosaurier? Nein wir sind hier doch bei einem Kinderspiel und hier verstopft dieser nur einen Vulkan. Dieser droht nun aber zu explodieren und der Einschlag hat alle Eier aus den Nestern springen lassen. Also machen sich die vier Freunde Tiny, Billy, Rocky und Mazu auf den Weg um ihre Heimat zu retten und die Eier zurück in die Nester zu bringen. Das wird sicher ein „Kinderspiel“. Schluss mit den Wortwitzen. Gigantosaurus: Das Spiel ist jedoch hauptsächlich für jüngere Spieler gedacht und das merkt man schon an der Präsentation. Ein etwas unbeholfen wirkender Sprecher kommentiert die schicken Zwischensequenzen. Dieser spricht aber leider oft zu schnell und ab und zu gefühlt mit falscher Betonung. Das wird den jungen Spielern kaum auffallen, jedoch umso mehr ihren Eltern, die mit ihren Kurzen spielen oder zuschauen. Die vier Hauptcharaktere selbst sprechen kein Wort und das könnte Kennern der TV-Serie etwas missfallen.

Couch-Koop für die Familie

So wenig die Geschichte anspruchsvoll ist, so ist auch das Gameplay wenig herausfordernd. Gigantosaurus: Das Spiel ist ein 3D Jump and Run, dass sogar im lokalen Koop-Modus gespielt werden kann. Das funktioniert auch im laufenden Spiel und stört nie den Ablauf. Das jeder Spieler ein und aussteigen kann wie er möchte, ist sehr löblich. Wie es sich für das Genre gehört, erkunden wir verschiedene größere Umgebungen. Alle Level sind dabei schön und sehr abwechslungsreich gestaltet. Neben der Savanne, besuchen die vier Freunde auch etwa den Dschungel oder die Wüste. Ziel ist es die verlorenen Eier zurück in die Nester zu bringen. Außerdem gilt es Tropfen aufzusammeln die in der Spielwelt überall verteilt sind. Mit diesen können wir dann zur Abwechslung Pflanzen wachsen lassen oder wir finden Walnüsse für Giganto. Denn der namensgebende Dino mag diese sehr gerne. Gefahren gibt es im übrigen kaum. Die wenigen Gegner sind meist leicht zu besiegen und die Gefahren der Umgebung können gut umgangen werden. Wenn wir doch einmal „einschlafen“, dann wachen wir sofort im Nest wieder auf und weiter geht’s. Da aber überall in der Welt rosa Tropfen zum einsammeln verteilt sind und wir oft auf “lustige Extras”, in Form von rollenden Baumstämmen oder Sprungfedern zum fortbewegen, werden vor allem jüngere Spieler ihren Spaß damit haben.

Geführte Suche

Um an die gesuchten Eier zu kommen, müssen wir meistens hohe Hügel erklimmen.

Das schwierigste hier ist die Suche nach dem Weg nach oben. Obwohl wir eher nach den Schildern suchen müssen, die uns die richtige Richtung zeigen. Für jüngere Spieler kann das jedoch herausfordernd genug sein. Im Vergleich zu anderen Genrevertretern wie etwa Jak and Dexter ist Gigantosaurus: Das Spiel sehr einfach. Dafür bringen alle vier Charaktere ihre eigenen Fähigkeiten mit, die wir je nach Situation auswählen müssen, wenn wir Solo spielen. Im Koop-Modus ist also für jeden was zu tun. Außerdem besitzen die vier Freunde ihr eigenes individuelles Fahrzeug. Mit diesen fahren sie dann nach dem Ende eines Levels zum nächsten. Auch die Rennen sind sehr einfach geraten und man muss nur Gas geben und lenken. Trotzdem bieten die Strecken einige Abzweigungen, in denen wir versteckte Dino-Schädel finden können. Finden wir davon alle schalten wir ein Extra frei. Außerdem ist es egal auf welchem Platz wir landen, denn gewinnen ist kein Zwang. Somit haben alle Kinder Spaß am Spiel. Um die neuen Umgebungen freizuschalten reicht es vier von zehn Eiern zu finden, die im aktuellen Level versteckt sind. Wenn man sich nur auf diese vier Eier konzentriert, wird es außerdem ein sehr kurzes Abenteuer für geübte Spieler. Will man alles finden, ist man jedoch eine Weile beschäftigt.

Bunte Dino-Welt

Der Grafikstil ist sehr der TV-Serie nachempfunden und ist sehr gut gelungen. So farbenfroh wie in der Serie ist die Grafik aber nicht, da einige Texturen recht karg wirken. Die Hauptcharaktere sind hingegen sehr schön gestaltet, stehen aber im Kontrast zur Umgebung die eher oft an Last-Gen erinnert. Die musikalische Untermalung ist an die jeweiligen Umgebungen angepasst und hat Ohrwurmcharakter. Die Steuerung ist grundsätzlich gut gelungen. Jedoch sind die Sprungpassagen manchmal etwas hakelig, da die Steuerung hier etwas ungenau ist. Für ein Jump and Run ist das ärgerlich und macht das ganze etwas schwerer als es sein müsste. Grundsätzlich werden junge Spieler mit Gigantosaurus: Das Spiel wenig Schwierigkeiten haben. Jedoch kann das letzte Level etwas anspruchsvoller werden, da dort Gameplayelemente abgefragt werden, die im gesamten Spiel zuvor nicht vorkommen.

Fazit

Fans der TV-Serie oder Eltern, die ein Spiel für ihren Nachwuchs suchen, werden mit Gigantosaurus: Das Spiel ihren Spaß haben. Die Story ist der Zielgruppe entsprechend, jedoch stört der Sprecher etwas die Erzählung, da er oft zu schnell ist. Das Jump and Run-Gameplay funktioniert im Grunde gut und auch die Fähigkeiten der vier Hauptcharaktere sind schön Abwechslungsreich. Auch die vielen Sammelgegenstände können für eine ganze Zeit beschäftigen. Wer sich jedoch nur auf die Eier der Story konzentriert, wird sehr schnell am Ende des Spiels sein. Die Fahrzeugrennen bringen etwas Abwechslung in den Sprungalltag. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr einfach ausgefallen und wird nur durch die etwas hakelige Steuerung erschwert. Die grafische Gestaltung ist hingegen sehr gut gelungen und lässt wohlig an die TV Serie erinnern.

7.2

Story

6.5/10

Atmosphäre

7.8/10

Gameplay

7.4/10

Sound

7.1/10

Grafik

6.8/10

Umfang

7.4/10

Positiv

  • Unterschiedliche Helden
  • Abwechslungsreiche Welten
  • Rennabschnitte

Negativ

  • Erzähler spricht zu schnell
  • Umgebungen grafisch eher Last-Gen

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